Umgang - Vater kümmert sich nicht
Hallo,
ich bin hin und her gerissen.
Seit August 2007 bin ich alleinerziehende Mutter einer 8-jährigen Adoptivtochter, die geistig behindert ist. Der Adoptivvater kümmert sich seit seinem Auszug so gut wie gar nicht um unser Kind. Erst musste er seine Wohnung renovieren, dann war er in Kur, dann war er in Urlaub, dann meinte er, unserer Tochter wäre es auf Grund ihrer geistigen Behinderung sowieso egal, ob er kommt oder nicht, er ist dem Kind fremd geworden ...
Im Februar/März 2008 hat es nach energischen Worten meinerseits zweimal einen Kontakt gegeben (samstags im 2-Wochen-Abstand). Zum dritten Besuchstermin stellte er freitags, als er mir die Steuererklärung brachte fest, dass die Maus erkältet ist und er sie am nächsten Tag besser nicht holt. Der darauf folgende Besuchskontakt fiel aus, da ich über Ostern bei meiner Schwester war. Meine Schuld, nach einem Ersatz-Termin hat er nicht gefragt. Gestern war wieder Besuchstermin. Er kam nicht und meldete sich auch nicht.
Was soll ich tun? Einerseits denke ich, dass es meiner Tochter durchaus gut tut, mit ihrem Vater etwas zu unternehmen. Außerdem kann ich diese "freien" Tage gut gebrauchen, um mal liegen gebliebene Arbeiten in Beruf (nahezu Vollzeit) und Haushalt zu erledigen oder mir den Luxus eines Einkaufsbummels ohne Kind zu erlauben. Andererseits weiß ich nicht, wie viel Mühe er sich mit unserer Tochter gibt und was sie von einem Besuchskontakt hat, wenn er vom Jugendamt dazu gezwungen wird. Falls das überhaupt möglich ist. Klar, in der Theorie schon, aber in der Praxis?
Wer hat Erfahrungen mit diesem Problem und kann mir einen Rat geben? Lohnt es sich, das Jugendamt einzuschalten oder ist das nur unnötiger Zeit- und Nervenauswand?
Liebe Grüße
sofia :-? [addsig]