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von mona84

Angelita

unregistriert

11

Montag, 14. April 2008, 15:04

RE: Gesellschaftlich und Moralisch gibt es keine Gleichberechtigung fĂĽr Mann und Frau

Einfach nur grausam, wie Menschen miteinander umgehen... wie der Staat mit solchen Situationen umgeht... wäre es andersherum gewesen, hab ich ne ziemlich genaue Vorstellung, wie es abgelaufen wäre.. der Vater wäre auch der Dumme gewesen....
Sowas ist einfach nur Sch...[addsig]

Beiträge:

12

Montag, 14. April 2008, 15:39

RE: Gesellschaftlich und Moralisch gibt es keine Gleichberechtigung fĂĽr Mann und Frau


Ein versuch die Fronten aufzuweichen,

unternimmt das Cochemer Modell. Der Modellversuch im rheinland-pfälzischen Landkreis Cochem-Zell soll eine Alternative zu den oft jahrelang geführten gerichtlichen Auseinandersetzungen ums Kind bieten...www.ak-cochem.de...

Familiengericht, Jugendamt, Anwälte, und Betroffene verpflichten sich, in einem beschleunigten Verfahren ohne Gerichtsverhandlung und ohne die üblichen Schuldzuweisungen und Schlammschlachten zu einer einigung zu kommen.

Auch der die Verfahren begleitende, häufig ausufernde Schriftverkehr wird eingedämmt. So schön das Motto Schlichten statt Richten auch klingt: Auch dieses Modell ist umstritten. Kritiker monieren, das es in hochstrittigen Fällen oft hilfreich ist, durch Gerichtsentscheidungen klare Verhältnisse zu schaffen.

In Cochem wird von den Elternteilen wie von allen anderen Beteiligten kooperation erwartet, wozu es nicht immer kommt. Dem VAMV wurden sogar Fälle beschrieben, in denen eltern aus dem Landkreis weggezogen sind, um am neuen Wohnort endliche eine Gerichtsentscheidung herbeizuführen.

So edel der Gedanke, vor Gericht keine schmutzige Wäsche waschen zu wollen, auch ist: Viele der Betroffenen wollen nun mal Ihren Ärger loswerden, bevorzugen klare Schritte.

Das Modell ist auch nicht geeignet in Fällen von häuslicher Gewalt. Die wirkt sich auf die Gesprächsbereitschaft der Opfer aus. Wer geschlagen wurde, will nicht mehr reden. Das eine Beschleunigung der Verfahren in vielen Fällen den Beteiligten und vor allem den Kindern zugutekäme, bestreitet allerdings kaum jemand.

Quelle Men´s Health - Ausgabe Mai 2008

Weitere Infos folgen....[addsig]

Beiträge:

13

Montag, 14. April 2008, 19:52

RE: Gesellschaftlich und Moralisch gibt es keine Gleichberechtigung fĂĽr Mann und Frau


Michael Dittman, Hamburger Anwalt für Familienrecht, hat bei Sorgerechtsstreitigkeiten schon vieles erlebt, auch Männer, die nach Hause kommen und Ihr Haus leer vorfinden. Im Interview erklärt er, wie Fälle wie der vorliegende juristisch überhaupt möglich sind.

Eine Frau verläßt den Lebenspartner und taucht mit dem gemeinsamen Kind unter. Am Ende erhält Sie vom Gericht das alleinige Sorgerecht. Wie kann das sein?

Der bundesgerichtshof hat dazu ausdrücklich gesagt. Es darf nicht sein, dass ein Elternteil gegen das Gestz handelt und dafür mit der Übertragung des Sorgerechts auch noch belohnt wird, mit der Begründung, Vater und Kind hätten sich zu lange nicht gesehen.

Nur ist es sehr schwer dieses Gesetz durchzusetzen. Das Gericht kann zwar Zwangsgelder aussprechen und einen nicht kooperierenden Elternteil in Haft nehmen. Aber wo soll dann das Kind während der Woche hin, wenn du Mutter in Haft ist und der Vater arbeitet.

Das müsste dann womöglich solange ins Heim. Insofern ist das ein stumpfes Schwert. Vielleicht hat in dem hier vorliegenden Fall jemand zu der Frau gesagt: Sie dürfen das nicht, aber wenn Sie einfach mit dem Kind weggehen, dafür sorgen, dass der Vater es länger nicht sieht und dann den Antrag aus Sorgerecht stellen, werden Sie damit durchkommen.

Hätte Gleiches gegolten, wenn der Vater mit dem kind geflüchtet wäre?

JEIN. Durch das gesellschaftliche Bild hat die Mutter nach wie vor einen VORTEIL. Dieser Mutter Bonus ist kein rechtliches Argument, er ist nirgends festgeschrieben, aber er steckt in den Köpfen...DAS KIND GEHÖRT ZUR MUTTER.. 8-)

Wenn ein Vater mit dem Kind verschwindet, wiegt das schwer, da wird rechtlich die Faust geschwungen, weil er das Kind von der Mutter trennt. Geht die Mutter mit dem Kind weg, erhebt man nur den Zeigefinger, nicht die Faust.

Wenn der Mann mit seinem Kind abhaut, wĂĽrde das Familiengericht viel schneller handeln als im Faller der Frau.... :-? :-( :-?

Quelle Men´s Health - Ausgabe Mai 2008

Weitere Infos folgen....[addsig]

Franziska

Anfänger

Beiträge:

Beruf: Lehrerin

14

Montag, 14. April 2008, 20:01

RE: Gesellschaftlich und Moralisch gibt es keine Gleichberechtigung fĂĽr Mann und Frau

Hallo!
Der geschilderte Fall ist wirklich schlimm und mir tun alle Elternteile so sehr leid, die sich in solch verzweifelten Situationen befinden. Ich persönlich darf gar nicht darüber nachdenken, wie groß das Leid aller Beteiligten da ist.
Aber ehrlich gesagt, weiĂź ich nicht, was es mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau zu tun hat. Bei einer KindesentfĂĽhrung handelt es sich um einen extremen und schrecklichen Fall- aber das ist doch keine Geschlechterfrage. Der ZurĂĽckgebliebene leidet sein Leben lang. :-(

Das "Cochemer Modell" zielt eben genau auf das ab, was hier in Worten so oft angeführt wird: Das Wohl des Kindes- und nur das! Ohne Zickereien und Anschuldigungen der Eltern, die über das Köpfchen und das Herz der Kinder hinwegprasseln, ohne irgendwem irgendetwas zu nutzen. Dazu muss man eben wirklich ganz und gar auf das Wohl des Kindes gerichtet sein- nicht auf die Ego-Gefühle und den Hass/Zorn/Wut.... Die kann man ja auch nem Freund/Freundin erzählen.

Liebe GrĂĽĂźe, Franziska[addsig]

Beiträge:

15

Montag, 14. April 2008, 20:14

RE: Gesellschaftlich und Moralisch gibt es keine Gleichberechtigung fĂĽr Mann und Frau


Ich finde es Super einige Meinungen hier zu diesem doch etwas umstrittenen Thema lesen zu dĂĽrfen und ohne Anfeindungen anderer die felsenfest auf Ihr Ansicht der Dinge beharren ;-)

Ich denke es ist doch viel informatives für den ein oder anderen dabei, und ich kann mir zeitgleich ein wenig den Frust von der Seele schreiben, und da ich mich ja nun gezwungener Maßen damit auch beschäftigen will/muß, lerne ich vielleicht auch die Dinge die mich so umgeben anders zu sehen und Sie in ein angenehmes Gleichgewicht zu bringen.

LG[addsig]

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