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6%

manchmal

92%

nein

2%

ja

Insgesamt 65 Stimmen
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von mona84

bibinielsen

Anfänger

Beiträge:

1

Freitag, 26. September 2008, 15:23

Die Neue vom Ex

Hallo!

Ich weiß nicht, ob es der richtige Weg ist, in diesem Forum um Rat zu bitten. Aber vielleicht kann ich es versuchen?
Ich bin nicht alleinerziehend. Ich bin die neue Partnerin vom Ex einer Alleinerziehenden. Mit Sicherheit kann ich nur erahnen, wie man sich als alleinerziehende Mutter fühlt. Ich denke, es ist verdammt anstrengend, nervenaufreibend und hart. Ich kann aber versichern: Als "Neue" ist es manchmal auch nicht so einfach.

Kurze Einführung. Ich lernte meinen Mann (wir haben kürzlich geheiratet) vor zwei Jahren kennen, da war er auf dem Weg, um seinen kleinen Sohn (inzw. 3 1/2 Jahre alt) zu besuchen, und nahm mich als Mitfahrerin mit. Er war gerade aus dem Ruhrpott in seine alte Heimat nach Norddeutschland gezogen (in den Ort, in dem ich auch lebte), sein Sohn wohnte in Bayern. Wir verliebten und usw. Wir verstanden uns super, haben ähnliche Interessen - kurz, es war innerhalb einiger Monate klar, dass wir zusammenbleiben wollen.

Es war von Anfang an selbstverständlich, dass die Wochenenden nicht automatisch uns, sondern regelmäßig auch dem Kleinen gehörten. Er fährt etwa alle 4 bis 6 Wochen die 1000 km hin und zurück, und ich unterstütze ihn dabei, soweit es geht.
Die Mutter des Kindes und er kennen sich noch aus Studienzeiten. Sie hatten eine recht kurze (3-4 Monate dauernde) Fernbeziehung (sie lebte da schon in Südbayern, er noch im Pott), an deren Ende der Kleine entstand. Die Beziehung wurde von beiden ohne Streit beendet; es passte einfach überhaupt nicht. Nach über vier Monaten Funkstille schrieb sie ihm in einer Mail, dass sie schwanger sei. Er nahm es sehr positiv auf, es stand auch zur Frage, ob man es nicht noch einmal versuchen sollte... nun denn, das Ende vom Lied ist aber, die Beziehung konnte nicht wieder zum Leben erweckt werden, sie waren sich aber einig, dass sie sich darum bemühen wollten, dass es dem Kleinen möglichst gut geht, sie in Kontakt bleiben, er das Kind sieht usw.

(Langweile ich euch schon? Verzeihung)

Der erste Riesenfehler meines MAnnes war es, vor zwei JAhren zurück nach Norddeutschland gegangen zu sein. Er habe damit ihrer Ansicht nach seinen Sohn im Sticht gelassen/ verlassen/ sich gegen ihn entschieden. Und ja, ich stimme zu, dass die Vergrößerung der Entfernung nicht optimal ist. Aber hat nicht auch jeder ein Recht, dort zu leben, wo er Arbeit hat und wo er glücklich ist? Sie lebt in Bayern, weil sie die Berge liebt und das Skilaufen. Mein Mann liebt das Meer und Segeln. Zudem lebt der Großteil seiner Familie hier. Ihre Eltern leben übrigens in der Mitte Deutschlands. Nicht in Bayern.

Der zweite Riesenfehler war, dass er eine neue Beziehung begonnen hat (mit mir), was eine weitere Entscheidung gegen sein Sohn gewesen sei. Und überhaupt: So künstlich und aufgesetzt ernsthaft, die Sache mit mir. (Er erzählte ihr nach etwa zwei Monaten, dass er eine neue Beziehung habe; nach einem Jahr, dass er und ich zusammenbleiben wollen. Da sind wir dann auch zusammengezogen)

Nebenbei macht er natürlich diverse andere Fehler. Und sicher sehe ich einige Dinge wie sie, etwa, wenn er vergisst, dem Kleinen eine Mütze aufzusetzen, obwohl der kurz vorher erkältet war. Das ist schlicht Mist und für sie noch anstrengender, wenn der Lütte wieder Schnupfen kriegt. Aber ich bleibe bei den ganz gravierenden Dingen.

Wie bekommen ein Kind. ("Wenn du dir das leisten kannst... / ... Du willst immer alles haben.") Ich finde, dazu haben wir ein Recht, oder? Genau wie sie ein Recht hat, eine neue Beziehung zu beginnen und weitere Kinder zu bekommen. Ich weiß, allein mit Kind ist es viel viel schwieriger, jemanden kennen zu lernen. Aber ich würde es ihr von Herzen (wirklich) wünschen!!
Der Geburtstermin rückt näher, es sind noch bummelig 30 Tage. Mein Mann hat den Kleinen das letzte Wochenende besucht, und im Raum stand als nächster Besuchstermin das Wochenende 10 Tage vor dem Geburtstermin. Ich weiß nicht, ob ich da nicht richtig hingehört habe oder mal wieder kurz unter Schwangerschaftsdemenz litt - die Mutter des Kleinen hat sich zu dem Vorschlag nicht direkt geäußert, das macht sie fast nie, sagt immer "mal sehn", was ja auch ihr Recht ist - jedenfalls habe ich meinen MAnn gebeten, die drei Wochen vor dem Termin nicht mehr 1000 km weit zu fahren. Einfach aus Prinzip und auch weil es sein kann, dass die Geburt aus medizinischen Gründen vorher eingleitet werden soll (Tatsache, keine Spekulation).

Also mein Vorschlag (und den schlug er ihr vor per Mail)(sie geht grundsätzlich nicht ans Telefon, wenn sie seine Nummer sieht, die muss er schon unterdrücken): Das lange Wochenende ab dem 3. Oktober, wenn es ihr passt, und dann erst wieder zwei Wochen nach der Entbindung, von der wir nun leider nicht genau wissen, wann sie denn ist.




Nun ist Funkstille.
Sie geht (natürlich) nicht ans Telefon. Und antwortet nicht.
Ja, scheiße, in diesem Fall steht der Kleine offensichtlich hinter dem Ungeborenen Kind an, und das ist mir auch klar. Aber es geht doch hier nicht um Lego spielen mit dem einen oder dem anderen Kind, sondern um die Geburt!
Ich will unbedingt, dass der KOntakt zwischen meinem MAnn und seinem ersten Sohn weiter besteht. Freundinnen von mir verdrehen die Augen, wenn ich sage, dass er zwei Wochen nach der Entbindung wieder hinfährt. Ist mir egal, das soll er, denn ich finde es wichtig, dass sein Sohn merkt, dass er sich für ihn interessiert.


Ich bin selber ein Scheidungskind. Allerdings waren meine Eltern über 20 JAhre verheiratet und haber vier Kinder zusammen. Da ich großem Abstand die Jüngste war, habe ich darunter am meisten gelitten, die anderen waren aus dem Haus. Für meine Mutter war es die Hölle. Für mich auch. Mein Vater lebte mit seiner neuen PArtnerin und ihren drei Kindern 5 (FÜNF) km von uns entfernt. Er scheute die Auseinandersetzung um irgendwelche Besuche und ich hörte über fünf JAhre hinweg nichts von ihm. Tatsächlich sagte er damals mal, ich hätte mich ihm völlig entfremdet und sei gar nicht auf ihn zugegangen, ich sei doch schon 10 gewesen, ich hätte ja auch anrufen können. (Ohne Worte) Mittlerweile habe ich mich dafür entschieden, nicht mein Leben lang das "verlassene Kind" zu bleiben. Unsere Beziehung ist wieder ganz in Ordnung.


Man, was für ein langer Text. Und dabei eigentlich nur einige konkrete Fragen:

Wie sollte ich mich verhalten? Ich fühle mich schuldig, mich in die Besuchszeiten zu drängen mit der Geburt, dabei finde ich, ich habe ein verdammtes REcht dazu, meinen Mann dabei zu haben. Ich verlange ja keine Empathie von ihr, aber doch so etwas wie Klarheit oder Logik einer erwachsenen Person. Sie wollte damals auf keinen Fall, dass mein Mann bei der Geburt dabei ist.
Ich frage mich, ob ich ihr schreiben sollte. Wie haben uns nie kennen gelernt (wie auch), der Kleine war noch nie hier. Aber ich sitze jetzt doch irgendwie mit im Boot. Ich will ihn (meinen Mann) nicht anketten, ich denke, das tue ich auch nicht. Mein Mann hat dieses JAhr eine Woche Skiurlaub gemacht - mit seinem Sohn und ihr (sie fuhr Ski, er passte auf den Kleinen auf)(er bezahlte, eher unfreiwillig, alles), was ich so weit auch in Ordnung finde, denn noch mag sie den Kleinen nicht für mehrere Tage mit seinem Vater allein lassen. Aber in Zukunft möchten mein Mann und ich natürlich zusammen Urlaub machen. Und damit lässt er seinen ersten Sohn schon wieder im Stich!??, oder was?

Was tun? Im Grunde ist es fast egal, was mein Mann sagt, tut, schreibt oder eben NICHT sagt, tut, schreibt. Immer ist er der Böse, der seinen Sohn verrät und im Stich lässt.
Sich nicht mehr melden ist übrigens ein super Druckmittel. Mein MAnn hat kein Sorgerecht und wird von ihr regelmäßig daran erinnert, dass sie nicht sicher ist, ob die Besuche in Zukunft weiter geführt werden sollten.

Ich würde ihr gerne versichern, dass ich den Kontakt zwischen ihm und seinem Sohn unterstützen möchte. Nur: mache ich die Sache nicht noch schlimmer? Wo ist der schmale Grat zwischen den Extremen Ignoranz und Geschmacklosigkeit? Ich träume schon schlecht von Antworten wie "nun will sie sich auch noch anbiedern".


Was sagt ihr dazu?
1000 Dank für Eure Antwort.

Bibi[addsig]

satolino

unregistriert

2

Freitag, 26. September 2008, 16:14

RE: Die Neue vom Ex

Hallo Bibi,
wie sagt man so schön: Es kann der Ruhigste nicht in Frieden leben, wenn´s dem bösen Nachbarn nicht gefällt.
Ich finde ihr macht alles richtig, vielleicht zu richtig. Solange die Mutter das Kind
als Druckmittel einsetzt, hat Dein Mann schlechte Karten.
Das Leben als alleinerziehende Mutter ist schwierig, zumal wenn man arbeitet
und sich dann noch um sein Kind kümmert, während der Mann "nur seiner
Abeit nachgeht" und am "WE die Kinder bespaßt". Da kann schnell Neid und Frust
aufkommen. Wenn dann noch eine neue Frau auftaucht und ein Baby bekommt ist
das nochmal schwer zu verkraften. Und soweit scheint die Ex deines Mannes noch nicht zu sein.
Setzt dich wegen der Geburt nicht so unter Druck, sind ja noch bummelige 4 Wochen. Und manche Babies lassen sich halt Zeit bis sie erscheinen wollen,
manche haben es ganz eilig. Vielleicht passt ja alles und dann war alle Aufregung
umsonst. Immer positiv sehen.
Und beim ersten Kind ist Frau immer besonders nervös, ich kann´s nachvollziehen
das du deinen Mann unbedingt dabei haben möchtest.

LG
Sato [addsig]

yulie

unregistriert

3

Freitag, 26. September 2008, 16:39

RE: Die Neue vom Ex

Bist du das Gewissen deines Mannes? Ich denke, den Umgang müssen schon die Ex-Partner untereinander regeln. Wie das ist, wenn er noch ein Kind hat, also rechtlich, keine Ahnung. Aber ich versteh auch nicht, was du eigentlich willst und brauchst.

Zitat von »bibinielsen«



ich träume schon schlecht von Antworten wie "nun will sie sich auch noch anbiedern".

Bibi


Ts, ts - was denkst du denn bitte von Alleinerziehenden? Das klingt so, als hieltest du AEs für eine eigene Spezies. Aber mach doch mal deutlicher, warum du so eine Panik vor der Mutter des Kindes deines Mannes hast. Hattest du jemals irgendeinen persönlichen Kontakt mit der Frau?

Und warum meinst du denn, eine Absolution von Alleinerziehenden erhalten zu müssen? Ich sehe auch nichts was du falsch machst, aber das kann ich natürlich nicht i.A. der Mutter beantworten.
Ich wünsch dir alles Gute für die Geburt und auch, das dein Mann dabei sein kann -aber er hat nun mal auch noch andere Verpflichtungen. Und gerade in so einer Situation braucht sein erstes Kind und die Mutter vieleicht ganz besonders das Gefühl, das er dann immer noch für sein erstes Kind da ist. Wenn sein Sohn bei euch leben würde, könnte er ja eventuell auch nicht bei der Geburt dabeisein. Aber klar, ist nicht so nett von der Mutter, wenn sie dir das bei der ersten Geburt nicht gönnt.

Viele Grüße, Julia

<br /><br /><!-- editby --><br /><br /><em>editiert von: yulie, 26.09.2008, 04:52 Uhr</em><!-- end editby --> [addsig]

bibinielsen

Anfänger

Beiträge:

4

Freitag, 26. September 2008, 17:36

RE: Die Neue vom Ex

HI

und danke für Eure Antworten, ich will keine Absolution für irgendetwas, ich möchte mich nur ansatzweise, wenn das überhaupt möglich ist, in sie hineinversetzen.
Wir hatten keinen persönlichen Kontakt. Allerdings habe ich ein paar Mails zwischen ihr und meinem Mann gelesen, in denen sie unter anderem mich und die Beziehung zwischen ihm und mir mehr oder weniger schlecht machte. Von wegen alles übertrieben schnell etc; verbunden mit Aufschüben der Besuche oder Vorwürfen ist das für mich verunsichernd. Ich bin erst aufgetaucht, als die Liebesbeziehung zwischen den beiden lange nicht mehr bestand, bin aber nun indirekt der Buhmann.

Vielleicht ist es auch gerade diese Rolle, die ich seltsam finde. Als Kind stand ich zwischen den Stühlen meiner Eltern. ich habe die zweite FRau meines Vaters offen gesagt gehasst, ich kannte sie vorher nämlich ganz gut, und auf einmal war er mit ihr über alle Berge. Und jetzt bin ich die böse Frau?!

Ich würde ihr gerne deutlich machen, dass es mir wichtig ist, dass mein MAnn die Verpflichtung seinem Sohn gegenüber auch weiterhin wahrnimmt. Ich befürchte halt nur, dass ich mit einer solchen ZUsprache oder wie man das nennen mag die Angelegnheit noch verschärfe und sie die Besuche für die nächsten drei Monate absagt. Ich möchte vermitteln, also vielleicht Angst nehmen oder was weiß ich, befürchte aber, zur Eskalation beizutragen.

Bibi

PS: Es ist keinesfalls die Regel, dass ich die mails meines MAnnes lese.
[addsig]

yulie

unregistriert

5

Freitag, 26. September 2008, 18:02

RE: Die Neue vom Ex

Also, ich würde eine solche "Zusprache" auf jeden Fall lassen. Denn das ist sicher nicht das, was sie braucht. Die Sicherheit, das der Kontakt mit dem Vater weiterhin?gut läuft, kann ja wohl nur der Vater selbst geben. Wer gibt dir denn das Gefühl, "die böse Frau" zu sein? Du kennst sie nicht und das Kind nicht. Allerhöchstens würde ich ihr schreiben, warum du gerne möchtest, das dein Mann 3 Wochen vor der Geburt nicht so weit fahren soll, besser noch er schreibt es ihr, wenn er die Sache auch so sieht. [addsig]

bibinielsen

Anfänger

Beiträge:

6

Samstag, 27. September 2008, 14:28

RE: Die Neue vom Ex

Hi Yulie,

danke für den Rat. Ich werde mich raushalten.
Als "böse Frau" fühle ich mich halt hingestellt, wenn sie argumentiert, da würde man es sehen, dass er sein Kind noch mehr im Stich lässt, jetzt, da er hier auch noch eine Beziehung hat usw., und die Quittung ist, dass Besuche bis auf weiteres verschoben/gestrichen werden, einfach, weil es ihr so in den Kram passt. Sicher - wenn ein Kind krank ist, wenn einfach zu viel los ist, Termine anstehen - im Endeffekt kann und soll sie entscheiden, wann und wie er den Kleinen sehen darf. Immerhin hat er kein Sorgerecht (er hätte es übrigens gerne gehabt, aber wahrscheinlich vereinfacht diese Lösung vieles für sie, was ich irgendwo auch verstehen kann).
Jedoch dieses HIn und Her zwischen einerseits stört er sie und den Kleinen in ihrer Art zu leben und es wäre doch auch möglicherweise das Beste, würde er sie endlich in Frieden lassen, und andererseits: er sollte eigentlich näher dran wohnen und nicht heiraten und weitere Kinder kriegen ("du willst alles")..

Ich frage mich, was sie will. Oder wollte. Sie hat die Beziehung mit meinem Mann abgelehnt. Und verteufelt ihn, weil er versucht, glücklich zu sein.
Wäre es schöner für sie, wenn wir in der Nähe wohnen würden? Es wäre doch auch nervig für sie, uns über den Weg zu laufen. Allerdings wäre er näher dran für den Kleinen.

Vielleicht sollte ich mir nicht weiter den Kopf zermartern. Ich hoffe, es renkt sich wieder ein und sie meldet sich wieder. Mein Mann sollte auch weiter versuchen, Kontakt aufzunehmen, denke ich.

LG Bibi
[addsig]

Lilly1970

Anfänger

Beiträge:

7

Montag, 29. September 2008, 18:20

RE: Die Neue vom Ex

Lasst Euch nicht unter Druck setzen. Die eine Seite ist, dass Sie sich vermutlich auch eine Beziehung wünscht, weil es einfach schöner und einfach ist (denkt man zumindestens meistens ;-) und ihr Ex (also Dein Mann) die nun hat. Da kann schon so was wie Eifersucht aufkommen auf Dich und Deinen Mann.
Was ich nicht verstehe, der Kleine ist 3 1/2 und könnte wohl ohne Probleme mal ein paar Tage bei Euch verbringen. Wenn es ihr also wirklich allein um das Kind gehen würde, würde sie die Beziehung zwischen Vater und Sohn nicht noch schwieriger machen, sondern ihren Teil dazu beitragen das es funktioniert. Dein Mann hat das Recht bei der GEburt dabeisein zu können und du das Recht, dass er dabei ist. Vielleicht würde es helfen, wenn die beiden Ex-Partner zusammen mal einen Mediator aufsuchen können, der die Dinge objektiver sieht und vielleicht einige Dinge klären kann. Die meisten Städte haben so etwas. Als meistens glückliche, aber eben auch manchmal gefrustete AE kann ich das sagen, denn ich kenne diese Gefühle auch, hab sie aber im Griff, so dass meine Kids ein gutes Verhältnis zum Vater haben. Lg Lilly

keineschokolade

Anfänger

Beiträge:

8

Sonntag, 21. Dezember 2008, 00:13

RE: Die Neue vom Ex

Hallo Bibi,

ich hoffe, es geht euch gut, vielleicht liest Du die Antwort hier gar nicht mehr. Darf ich Dir ein bissel von mir erz&auml;hlen?
Nach der Trennung hat der Vater meines Kindes eine neue Familie gegr&uuml;ndet. Bei uns sind die Umst&auml;nde ganz anders, aber ist ja egal. Jedenfalls habe ich, da ich ja froh war &uuml;ber die Trennung die neue gleich einbezogen und zu uns eingeladen. Ich wollte die Weichen f&uuml;r einen guten Umgang stellen. Als sie merkte, dass ich so gespr&auml;chsbereit und kooperativ bin war sie etwas gepl&auml;ttet. Nach und nach hat sie sich dann - so ungef&auml;hr ab der Hochzeit mit ihm - in das Gegenteil verkehrt und unsere wenigen Schritte aufeinander zu zunichte gemacht und bl&auml;st heute in das selbe Horn wie der Vater. Ich versuche ab und an vers&ouml;hnliche Akte, die lehnt sie aber ab. Wenn sie mich auf der Strasse sieht, ist sie nur souver&auml;n, wenn sie Freundinnen dabei hat. Wenn ich sie anspreche &uuml;ber Belanglosigkeiten nutzt sie das f&uuml;r ein sofortiges Streitgespr&auml;ch. Ich versteh es nicht.
Ich selbst f&auml;nde es trotzdem eine derartige Ungeh&ouml;rigkeit mit Besuchsterminen zu spielen oder die Geburt eines Kindes nicht zu respektieren und dem Vater ein schlechtes Gewissen zu machen. Ja, sogar Geburtstage von v&auml;terlichem Familienzuwachs (Mutter, Schwester der Neuen) werden bei uns angemessen respektiert. Hat mein Kind ein REcht drauf.
Der Wunsch nach totaler Harmonie ist bei mir allerdings nicht aufgegangen. Und ich versuche ihn gerade abzustellen, und mich aus deren Beziehungsgeflecht in jedweder Form herauszunehmen.
Ich finde, Du hast ein Recht auf Deinen Partner. Nimm Dich nicht so zur&uuml;ck. Was er draus macht, ist allerdings seins.Von seiner Ex zu verlangen, dass sie logisch ist, wird schwierig. Wie willst Du sie unter Kontrolle kriegen? Bleib doch bei Deinen W&uuml;nschen und alles was sie tut, kann Euch &auml;rgern muss aber nicht, es ist ihre Verantwortung gegen&uuml;ber ihrem Kind, wenn sie es benutzt. Ich denke bei solchem Gezerre immer an den Augsburger Kreidekreis, dann wirds wieder klarer. Ich selbst wohne in der N&auml;he des Vates, damit mein Sohn es leichter hat. Daf&uuml;r fahre ich ziemlich weit in die Arbeit, aber was n&uuml;tzt es st&auml;ndig andere in meine Entscheidungen einzubeziehen oder f&uuml;r Umst&auml;nde verantwortlich zu machen. Es kann nur jeder so handeln, wie er es f&uuml;r richtig h&auml;lt und daf&uuml;r sollte er ernst genommen werden - auch wenn er regrediert und auch wenn er unberechenbar ist. Du kannst Dich doch von so jemandem nicht rumschubsen lassen in Deiner Friedfertigkeit.
Falls Dich mein Text nicht mehr erreicht, w&uuml;nsche ich allen anderen, die so was durchmachen die n&ouml;tige Ruhe und Gelassenheit einen Schritt zur&uuml;ckzutreten und &uuml;ber den ganz normalen Wahnsinn mal zu lachen. Alles Liebe f&uuml;r Dich.

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