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24.05.2012
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Ich stell mal einen großen Topf mit heißem , wĂŒrzigen KĂ€se-Fondue hierhin , dazu frische knusprige Brötchen .
 
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6%

manchmal

92%

nein

2%

ja

Insgesamt 65 Stimmen
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von mona84

keineschokolade

AnfÀnger

BeitrÀge:

1

Dienstag, 6. Januar 2009, 01:00

Getrennt = Im Unglück vereint?

Vielleicht ist das die falsche Zeit, um ein Thema aufzumachen... Immer zum Geburtstag meines Sohnes wird´s wieder schwierig mit seinem Vater. Vielleicht kann mir doch jemand helfen, ich glaube ich kann die ewigen Auseinandersetzungen mit dem Vater meines Sohnes nie hinter mir lassen, obwohl mir sehr daran gelegen wäre. Wenn ich daran denke, fühle ich mich äußerst hilflos. Da ich mich von ihm vor über 7 Jahren getrennt habe - er dies einerseits nicht wollte, aber auch in der Beziehung immer sehr ambivalent war - und sich dann aber sofort eine alte Freundlin aufgewärmt hat und mit der nun zwei Kinder und Haus und Ehe hat, hört er nicht auf, mit mir weiter um des Kaisers Bart zu streiten. Heute ist es der Geburtstag, den ich ausrichte wie ich es halt kann, den er mir madig macht (die Art wie ich das Ganze als \"event\" gestalte wie er sich ausdrückt wobei das von mir liebevoll überlegt und ausgesucht ist) und aber keine Konstruktivvorschläge macht, für die ich immer zu haben bin. Ich weiss vom Kopf her, dass jemand, der alles nur schlecht macht bis hin dass er sagt, er komme nicht oder nur kurz, weil bei uns immer alles \"so gespielt\" ist eigentlich nicht ernst zu nehmen ist, wenn er nicht einfach mal ehrlich Gegenvorschläge macht, aber es kränkt mich trotzdem gewaltig. Seit Beginn dieser Verbindung fühle ich mich auf dieser Ebene gekränkt (bin ein eher lebenslustiger Genußmensch, was nicht heißt, dass ich ständig im Konsum schwelge) und krieg das nicht gebacken, dass jemand immer dann, wenn´s ans Feiern, sich gutgehen lassen geht so richtig vom Leder zieht. Früher sind dann ganze Besuche, Festeinladungen und und und deshalb geplatzt, weil plötzlich irgendwas falsch war und es keine Möglichkeit gab, den Besuch zu machen und trotzdem wieder ins Reine zu kommen. Ich bin ratlos und traurig. Frage mich, ob ich nicht doch einfach bloß zu oberflächlich bin, um zu kapieren, dass dem Spaß bei einem Kindergeburtstag einfach Grenzen zu setzen sind, da man sonst Gefahr läuft, das Kind entweder zu verwöhnen oder sich sonst vorwerfen lassen muss, irgendwas zu spielen. Tatsache ist, ich weiß nicht, was von mir gewollt wird, wenn ich frage, kriege ich keine Antwort, aber ich fühl mich mies mit dem was ich anzubieten habe. Bin ich grenzenlos naiv? Harmoniesüchtig?
Muss ich der Tatsache, dass wir verschiedene Sprachen sprechen einfach mehr ins Auge sehen und alle Vorwürfe, Suppenspucker hinnehmen und bei meinem Ding bleiben? Sind Selbstzweifel richtig? Hilft es wem, wenn ich mich als Mensch schlecht fühle? Warum kann ein Mann, der nun alles hat keinen Frieden zu schließen? Ich habe kein Haus, keine Ehe, keine weiteren Kinder bin aber damit auch zufrieden, und muss nicht dauernd in einen Negativkontakt treten, sondern versuche über Distanz endlich Frieden reinzubringen, aber es wird immer schlimmer.
Ich freue mich über alles, was mir ein bißchen Licht in mein Dunkel bringt.
Caro

Benghee

Senior Mitglied

BeitrĂ€ge: 1 831

Danksagungen: 554

Wohnort: Rhein Main Gebiet

Beruf: abwechslungsreich

2

Dienstag, 6. Januar 2009, 10:44

RE: Getrennt = Im Unglück vereint?

Hallo Caro,
deine Überschrift scheint mir passend gewĂ€hlt.
NatĂŒrlich willst du es allen recht machen und reagierst empfindlich bzw. verunsichert darĂŒber wenn dann solche "Spitzen" kommen. Vielleicht hilft es dir wenn du dir sagst, und es ist ja tatsĂ€chlich so, das der Geburtstag eures Sohnes niemandem anderen gefallen muss. Es ist kein "Event" fĂŒr seinen Vater oder seine Mutter bzw. der Familie. Wenn du euren Sohn fragst wie er gerne seinen Geburtstag feiern möchte und du ihm annĂ€hernd seine Party so ausrichtest, sollte es dir eigentlich egal sein was sein Vater darĂŒber denkt.
Es ist doch nur wichtig wie es eurem Sohn gefĂ€llt, schließlich ist es ja sein Geburtstag.
Liebe GrĂŒĂŸe
Benghee
[addsig]
" Die RealitÀt ist nur eine Illusion,
wenn auch eine sehr hatnÀckige."
Albert Einstein


peterpanem2007

AnfÀnger

BeitrÀge: 0

3

Dienstag, 6. Januar 2009, 13:07

RE: Getrennt = Im Unglück vereint?

Zitat von »Benghee«

Wenn du euren Sohn fragst wie er gerne seinen Geburtstag feiern möchte und du ihm annĂ€hernd seine Party so ausrichtest, sollte es dir eigentlich egal sein was sein Vater darĂŒber denkt.
Es ist doch nur wichtig wie es eurem Sohn gefĂ€llt, schließlich ist es ja sein Geburtstag.
Liebe GrĂŒĂŸe
Benghee


hallo caro, ich kann mich dem nur anschließen. du schreibst, du hast dich vor sieben jahren getrennt, ich gehe mal davon aus, das euer sohn dann entsprechend mindestens so alt ist und zur "gestaltung" seines festes seine vorschlĂ€ge unterbreiten wird. komme denen im rahmen deiner möglichkeiten nach, es soll ihm gefallen, denn es ist sein geburtstag und seine freunde kommen. lg birte :-) [addsig]

Moni42

Senior Mitglied

BeitrĂ€ge: 2 183

Danksagungen: 2019

4

Dienstag, 6. Januar 2009, 13:39

RE: Getrennt = Im Unglück vereint?

Zu meinem besseren VerstÀndnis habe ich die Frage:

feiert der Vater mit euch gemeinsam? Warum besprichst du mit ihm den Ablauf der Feier?

Getrennt heißt getrennt. Das bedeutet meist auch, außer in wenigen AusnahmefĂ€llen, auch getrennte Geburtstagsfeiern.
Der Vater unserer Kinder wollte im Trennungsjahr gemeinsam Weihnachten feiern, den Zahn hat der Profi ihm zum Wohle der Kinder gezogen. FĂŒr Kinder bedeutet dies immer wieder, dass sie in ihrer meist vorhandenen, manchmal auch unbewussten Hoffnung auf WiederzusammenfĂŒhrung, bestĂ€tigt werden. ES ist ja so nett und warum geht es nicht auch an den anderen Tagen. Der Profi riet klar davon ab, sondern empfahl klare Strukturen auch im Umgang eine Trennung deutlich zu machen. Also abwechselnde Feiern mal bei einen, mal beim anderen außer so etwas wie Konfi oder Kommunion.

Handhabt ihr dies schon so, dann sollten dir die Bemerkungen deines Expartners schlicht und ergreifend egal sein bzw. werden. Das muss man lernen, du muss lernen dich selber zu schĂŒtzen. Du wirst in deinem Handeln sicher fĂŒr dein/euer Kind etwas Gutes und Schönes machen wollen und auch tun. Ob der Vater es anders machen wĂŒrde.....na und kann er ja, sofern er einen Geburtstag ausrichten möchte. Evt. hat er andere Mittel, na, dann bitte, schön fĂŒr das Kind.

Auf Diskussionen wie und was du machst brauchst du dich nicht einzulassen.

Feiert ihr tatsĂ€chlich zusammen wĂ€re dies das erste was ich Ă€ndern wĂŒrde, denn das geht in den seltensten FĂ€llen wirklich gut. Meist nur auf Kosten der Kinder.

Moni[addsig]

keineschokolade

AnfÀnger

BeitrÀge:

5

Dienstag, 6. Januar 2009, 22:12

RE: Getrennt = Im Unglück vereint?

Ihr Lieben,
ich danke Euch erst mal für Rückmeldungen und werde morgen nochmal näher eingehen.
Das hilft und tröstet, umarme Euch
Caro

keineschokolade

AnfÀnger

BeitrÀge:

6

Mittwoch, 7. Januar 2009, 21:41

RE: Getrennt = Im Unglück vereint?

Liebe Benghee, Birte und Moni,

ich habe mich vom Vater getrennt, da war mein Sohn 2,5, jetzt ist er 11. Da ich mich im Guten und mit Erleichterung getrennt habe, dachte ich gemeinsam Eltern bleiben und damit in einer gemeinschaftlichen Verantwortung wär unser beider Ziel. Ich will niemanden irgendwo rausboxen, er hatte zwar immer Angst wegen Sorgerecht, brauche aber dazu keine Spielchen. Ich bin auch im Ort wohnen geblieben, obwohl ich eine neue Arbeit gefunden habe, die 1 Stunde Fahrtzeit einfach weg ist, damit die beiden (bzw. Sohn und Vater-Familie) es leichter haben, sich unter der Woche oder auch mal spontan zu sehen. Zwischendurch hatte ich hier kaum noch soziales Gefüge geschweige denn Partner.

Das Ideal von Geburtstag (und allem anderen) stelle ich mir so vor: es wird besprochen wo es stattfindet, wer welche Ideen hat und wie´s dann gemacht wird. Ich dachte, im getrennten Zustand geht alles leichter, weil ja jeder weiß, dass die Partnerebene gecancelt ist. Da es ihm ja mit seiner neuen Beziehung, family usw. gleich richtig gut ging, (mir hingegen hing das Platzen meines Familientraums gewaltig nach, aber so ist es nun mal), habe ich sein neues Leben trotzdem zunehmend offen entgegengenommen und war abgesehen von konträren Standpunkten freundlich gegenüber Frau und Kindern. Je offener ich wurde, umso mehr kam Widerstand. Zum Geburtstag, zur Taufe (mit 9) und Kommunion hab ich vorgeschlagen, dass er sich gerne beteiligen kann (auch federführend), da aber nichts kam und kommt, mach ich es. Kurz: alles was kommt würde ich begrüßen und was nicht kommt ist halt so. So haben wir jetzt die Situation, dass mir gesagt wird, ich würde zum Geburtstag etwas spielen, veranstalte events (Kind hat natürlich mitgeredet), nur damit´s meinem Sohn gut geht und das machen sie jetzt nicht mehr mit.
Ich weiß nur, dass ich bis vor kurzem nicht aufgehört habe, die Vater-Familie trotz Querelen oder gerade wegen der Spannungen zu mir einzuladen, zum reden, wenn´s schwierig war oder auch sonst und das nie angenommen wurde (bis auf die Anfänge, als sie mir ihr Verliebtsein demonstrieren wollten). Statt dessen wird mir vorgeworfen, dass sich die Vater-Familie in den letzten Jahren bei Gemeinschaftveranstaltungen nie wohl gefühlt hat (gesprochen hat mit mir darüber nie jemand). So ist das traurige Ende, dass ich wohl wie Moni sagt, klar strukturieren muss. Ich dachte halt, das geht ohne Eskalationen, weil ich nicht weiß, warum diese Anlässe geradezu genutzt werden, um in den alten Sachen zu rühren, auch wenn man bereits ein neues und vielleicht viel besseres Leben hat.
Auf jeden Fall ist der Tipp gut, dass bei jeder gemeinsamen Aktion das Kind wieder Hoffnung hat und das nicht so toll ist, okay, das kapier ich. Ich find halt, es gibt genug Probleme in der Schule oder sonst, dass ein Trennungskind ein Anrecht darauf hat, nicht mehr unter den Kommunikations- oder sonstigen Problemen der Eltern leiden zu müssen. Eine Trennung ist doch auch nur ein Bekenntnis, dass man sich getäuscht oder geändert hat. So what? Ich beginne doch auch keinen Rosenkrieg gegen meine Firma, wenn´s mir da nicht mehr gefällt, sondern gehe und schaue nach vorn.
Das abgrenzen gegenüber jemandem, den ich nicht ausgrenzen will, war noch nie mein Ding. Aber es muss wohl so sein. Ich seh´s ein.
Lieben Dank
Caro

Ruach

AnfÀnger

BeitrÀge:

7

Donnerstag, 8. Januar 2009, 15:10

RE: Getrennt = Im Unglück vereint?

Eigentlich sollte nach einer Trennung doch alles zum Wohle des Kindes geschehen. Und doch kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen und Mißverständnissen zwischen Vater und Mutter.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es manchmal einige Jahre dauern kann, bis es einen guten und gangbaren Weg des Ex-Partners im Umgang mit ja auch seinem Kind kommt. Glücklicherweise habe ich da mit meiner Ex-Partnerin einen harmonischen Weg gefunden.
Jetzt ist es für meine Tochter eine große Freude wenn ich sie besuche oder sie etwas mit mir unternimmt - und ich glaube, dass auch ihre Mutter dabei inzwischen ziemlich relaxt und ohne Berührungsängste ist. Aber das hängt natürlich auch von der Persönlichkeit und der Kooperationsbereitschaft beider Ex-Partner ab. Meine Schwester hat diesbeüglich auch das große Problem, dass ihr Sohnemann eigentlich auch gern öfters mal seinen Vater sehen möchte, hier aber die Mutter aufgrund ihrer eigenen Verletzungen dem Erzeuger nicht über den Weg traut. Das soll jetzt hier kein Vorwurf an Dich sein - gibt es genau so auch anders herum. -
Ich glaube, wesentlich für solche Situationen ist, dass es bei allen Kontakten - gerade auch den gemeinsamen wie der Geburtstagsfeier des Kindes - für Dich zu aller erst darum gehen sollte: Was wünscht sich Dein Sohn?
Alle Differenzen, die Du mit dem Expartner hast sind dabei erst einmal außen vor.
Natürlich gibt es auch Dinge zwischen Euch zu regeln - wie ihr miteinander umgehen könnt ohne euch zu verletzen, aber das sollte (ohne das Beisein deines Sohnes) besser per Telefon oder Brief geregelt werden.
Wünsche Dir und Deinem Sohn auf jeden Fall für eure Zukunft -
gaanz viel Entspantheit und Harmonie -

Liebe Grüße
Richard

keineschokolade

AnfÀnger

BeitrÀge:

8

Donnerstag, 8. Januar 2009, 20:34

RE: Getrennt = Im Unglück vereint?

Lieber Richard,
danke für aufmunternde Worte. Wie ich bereits sagte, versuche ich immer wieder Kontakt herzustellen und wohne am Ort, damit mein Sohn seine andere Familie leicht sehen kann. Der Vater hat nämlich auch geäußert, dass, wenn ich wegziehe er ihn nicht mehr holt. Da frage ich mich schon, worum es da geht. Und das ist für mich der Punkt: Soll ich gekränkt werden mit diversen Aussagen und Angriffen oder geht es eigentlich um´s Kind? Mein Sohn sieht seinen Vater wann immer er will, wie z.B auch an Silvester, wo ich ihn vermisse aber trotzdem nicht auf die Idee käme, dem Vater nicht über den Weg zu trauen. Ich glaube, jedem Vater, der sein Kind nicht annähernd so sehen kann, wie er möchte muss das Herz bluten. Und wieso sollte ich das wollen? Aber wie Du sagst, hängt vieles von den Persönlichkeiten ab. Vielleicht gibt es einfach Menschen die Trennungen schlecht verarbeiten können, auch nicht wenn sie jemand neues haben. Den Umgang miteinander konnten wir auch in Beziehung nicht regeln, ich hab´s versucht, auf meine Art und wurde letztlich doch immer wieder dafür geschimpft.

Danke für Entspanntheit und Harmonie, das kann ich immer gebrauchen.
Caro

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