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feels
06.05.2019
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von Karina86

Gast

unregistriert

1

Mittwoch, 18. Mai 2005, 10:37

Ist man als Alleinerziehende mit dem neuen Lebenspartner eine Familie oder nicht?

Entscheidet sich eine Frau für eine neue Partnerschaft und beschließt mit den Kindern aus erster Ehe und dem neuen Lebenspartner zusammenzuziehen dann sollte Sie es sich vorher genau überlegen. Emotional kann es für die Frau und die Kinder durchaus positive Auswirkungen haben. Aber gegenüber zu stellen sind auch folgende Konsequenzen:
Geht sie arbeiten dann fällt sie jetzt unter Steuerklasse I und erhält keinen “Entlastungsbetrag für Alleinerziehende” mehr von 1.308 ¤ im Jahr. Jetzt sind sie DIWK: Double Income with Kids
Fällt sie unter Hartz 4 dann wird die Lebensgemeinschaft finanziell untersucht. Jetzt sind sie eine „Familie“.
Bei der Krankenkasse sind sie immer DIWK. Keine Familienversicherung möglich. Aber bei anderen Versicherungsarten, wie bei Rechtschutz, Haftpflicht etc. sind sie wieder eine „Familie“.
Erhält die Frau Unterhalt vom Ex-Ehemann, dann verliert sie den Anspruch: Begründung: Sie führt den Haushalt für den neuen Lebenspartner. Jetzt sind sie wieder eine „Familie“ in der traditionellen Rollenverteilung. Emanzipation der Frau, die eben nicht den Haushalt für den Mann führt und Emanzipation des Mannes, der genauso viel beiträgt wie die Frau hat nicht stattgefunden. Und von wem sind die Kinder? Und warum verzichten die Mütter auf einen Vollzeitstelle, haben einen Karriereknick in Kauf genommen und verkaufen sich unter Wert? Jetzt muss sie in die nächste Abhängigkeit von dem neuem Mann. Und steuerlich gesehen sind sie keine „Familie“. D.h. die Lebenspartner bleiben in Steuerklasse I. Warum nicht, wie Verheiratete Steuerklasse III/V oder IV/IV?
Was bleibt? Heiraten für die Steuerklasse und für den Krankenkassenbeitrag, wenn die Frau keine Arbeit findet und in weiterer Konsequenz muss der neue Mann auch die Kinder aus erster Ehe finanziell mit unterstützen? Oder lieber nicht mit dem neuen Lebensgefährten zusammenziehen, denn für die eigene finanzielle Unabhängigkeit ist dies ein großer Rückschritt. Finanzielle Kürzungen sind durchaus berechtigt, denn man teilt sich die Miete, aber komplette Streichungen und keine Unterstützung vom Staat gehen an den gesellschaftlichen Entwicklungen von neuen Familienformen und der Emanzipation der Partnerschaft vorbei. Und sind sie nun eine Familie oder nicht?

Gast

unregistriert

2

Mittwoch, 18. Mai 2005, 12:43

RE: Ist man als Alleinerziehende mit dem neuen Lebenspartner eine Familie oder nicht?

Hallo Gast,
ich finde die heutigen Regelungen durchaus logisch und aus Sicht des Staates konsequent.
Wenn ich mit einer neuen Partnerin zusammenziehen würde, geschähe dies immer aus emotionalen Gründen. Alles andere wäre mir egal.
Was bitte meinst Du mit "Emanzipation der Partnerschaft"?

Gruß, Thomas


Gast

unregistriert

3

Mittwoch, 18. Mai 2005, 18:34

RE: Ist man als Alleinerziehende mit dem neuen Lebenspartner eine Familie oder nicht?

Hallo Thomas,

Emanzipation der Partnerschaft heißt, dass die Haushaltspflichten geteilt werden. Die Frau führt nicht mehr alleine den Haushalt.

Ich finde der Staat ist nicht mehr „up to date“. Wenn man sich ein wenig mit der Entwicklung der Gesellschaft beschäftigt, dann findet man viele unterschiedliche Familienformen, die nicht mehr der traditionellen Definition entsprechen (Mutter, Vater, Kind).

Warum wird eine Lebensgemeinschaft mit Kindern nicht als Familie anerkannt mit allen Konsequenzen: Krankenkasse, Steuerklasse und nicht nur bei Hartz IV???

Gruß

Feuervogel

Senior Mitglied

Beiträge: 15

Danksagungen: 17

4

Freitag, 20. Mai 2005, 23:42

RE: Ist man als Alleinerziehende mit dem neuen Lebenspartner eine Familie oder nicht?

Hallo Gast,
ich muß dir aus ganzem Herzen beipflichten.
Zunächst einmal: ich habe nicht gewußt, daß Steuerklasse II für Alleinerziehende entfällt, sobald man mit einem Partner zusammenzieht - ups...
Ansonsten bin ich auch immer wieder empört über unseren so rückständigen Staat:
mit welcher Berechtigung bekommen eigentlich kinderlose (!) Ehepaare Steuerermäßigungen? NUR weil sie verheiratet sind! Aber warum eigentlich? Denn sie haben nur Vorteile, weil sie sich die Kosten wie Miete etc. teilen können und keine Ausgaben für Kinder haben. Also werden sie reicher und reicher mit HIlfe des Staates. :-x
Wir Eltern aber, mit Hilfe unserer Kinder, tragen dazu bei, daß der Staat weiter existieren kann und daß die Sozialsysteme nicht jetzt schon kollabieren!
ELTERN müßten Steuerermäßigungen bekommen (wenigstens das!) egal ob verheiratet, ledig, alleinerziehend oder in welcher Lebensform auch immer. Entscheidendes Kriterium sollte einzig sein, ob Kinder da sind (auch unterhaltspflichtige Eltern, bei denen die Kinder nicht leben, die aber ihren finanziellen Beitrag leisten - mit welcher Berechtigung müssen die eigentlich Steuern zahlen wie ein Single, der für nichts und niemand aufkommen muß außer für sich selbst?).
Ich verstehe auch nicht, warum nicht Elternverbände oder solche für Alleinerziehende dafür nicht endlich einmal vor das Verfassungsgericht ziehen. Aber ich habe noch nichts dergleichen gehört - oder ihr?
Mal Frust ablass...
Feuervogel

P.S. Hallo Thomas, wenn du es dir leisten kannst, mit deiner Partnerin allein aus emotionalen Gründen zusammenzuziehen (sehr ehrenwert von dir), ohne dir Gedanken über finanzielle Konsequenzen machen zu müssen - freue dich, denn das können beileibe nicht alle...[addsig]
Liebe ist das Einzige was wächst,
wenn wir es verschwenden.

(Ricarda Huch)

Gast

unregistriert

5

Dienstag, 24. Mai 2005, 11:45

RE: Ist man als Alleinerziehende mit dem neuen Lebenspartner eine Familie oder nicht?

hier kann ich nur beipflichten...
Ob der Lebenspartner staatlich anerkannt wird oder nicht, hängt ganz davon ab, ob es Vorteile für den Staat hat oder nicht.
SUPER!!!

Gast

unregistriert

6

Dienstag, 24. Mai 2005, 14:46

RE: Ist man als Alleinerziehende mit dem neuen Lebenspartner eine Familie oder nicht?

@ Firebird: Für mich kann es nur eine emotionale Entscheidung sein, alles andere macht keinen Sinn. Wenn es an Geld mangelt, sorge ich dafür, daß mehr reinkommt.

@All:
Der Staat soll Eltern unterstützen - ok
Der Staat soll Eltern unterstützen, egal ob sie zusammenleben - auch ok.
Der Staat soll Personen unterstützen, die mit einem Elternteil zusammenleben - nein.

Wie soll der Staat erkennen, daß es sich um eine Lebensgemeinschaft handelt?
Gemeinsames Bett? Sogar Ehepaare schlafen gelegentlich getrennt :-D
Irgendwo muss eine Grenze gesetzt werden. Und die ist meiner Meinung nach sinnvoll durch eine Ehe gesetzt - jedenfalls sehe ich keinen anderen prakikablen Weg.

Gruß, Thomas



diddl

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Eisenach

7

Mittwoch, 25. Mai 2005, 10:23

RE: Ist man als Alleinerziehende mit dem neuen Lebenspartner eine Familie oder nicht?

aha...aber beim ALGII erkennt der staat, ob es sich um eine lebensgemeinschaft handelt?!?
ich finde einfach, das Lebensgemeinschaften entweder generell anerkannt oer generell nicht anerkannt werden sollen. Aber hier wird es gedreht, wie man es braucht...
gruß diddl[addsig]

Gast

unregistriert

8

Mittwoch, 25. Mai 2005, 11:25

RE: Ist man als Alleinerziehende mit dem neuen Lebenspartner eine Familie oder nicht?

Wer sollte da noch heiraten, wenn es nur noch Nachteile bringt.
Die Zeit der Vorteile für eine Ehe außer der moralischen ist vorbei.
Gruß, Peter

Gast

unregistriert

9

Mittwoch, 25. Mai 2005, 11:33

RE: Ist man als Alleinerziehende mit dem neuen Lebenspartner eine Familie oder nicht?

Frage: Wer gibt es den offen zu eine Lebensgemeinschaft zu führen (es sei denn er ist dort gemeldet)? Versucht nicht jeder da abzuzocken und den größtmöglichen Vorteil zu ziehen? Ich weiß die anderen machen das auch....
Aber wenn jeder so denkt? Ich kenn auch welche die verdienen zu zweit und schöpfen trotzdem auf alleinerziehend ab!

Gast

unregistriert

10

Freitag, 27. Mai 2005, 06:07

RE: Ist man als Alleinerziehende mit dem neuen Lebenspartner eine Familie oder nicht?

Wie wäre es denn, wenn man Steuerklasse III nur bekommt, wenn Kinder da sind? Dh. Ob verheiratet oder nicht, man bleibt in I solange keine Kinder da sind. Kommen Kinder dann III / V oder IV / IV. Trennt man sich, dann behält, der der die Kinder erzieht, III. Geht er eine Lebensgemeinschaft ein, dann kann er die III übertragen auf den Lebenspartner und kann dann auf V arbeiten oder beide gehen auf IV arbeiten. Sozusagen eine Steuerreform für Kinder…Sind die Kinder aus dem Haus und die Ausbildung muss nicht mehr mitfinanziert werden, dann wieder auf I. Dann würden die Lebensgemeinschaften nicht zum Abzocken verlocken... oder zum Nachteil führen.