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robeki
24.05.2012
um 22:26 Uhr
Ich stell mal einen großen Topf mit heißem , würzigen Käse-Fondue hierhin , dazu frische knusprige Brötchen .
 
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2%

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von mona84

Krümmel

Fortgeschrittener

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Wohnort: Bayern

Beruf: momentan leider krankheitsbedingt keinen

1

Donnerstag, 7. Januar 2010, 12:54

Unsere Umgangserfahrungen mit Papa

Huhu!

Hatte grad ein gutes Gespräch mit dem Papa von der Maus, was leider die letzten 4 Jahre verdammt selten war.

Es ging um das kommende WE was Papa-We wäre. Der Papa wohnt 200 km von hier weg und die Nachrichten warnen ja vor einem Schnee- und Eischaos auf den Straßen.
Hab grad bei ihm angerufen und ihm meine Ängste mitgeteilt und gemerkt, das er auch Angst vor dem fahren hatte und bedenken mir gegenüber, das WE abzusagen :S haben uns darauf geeinigt, das er Dienstag tagsüber zu uns kommt.

Verständinshalber erzähl ich Euch mal "kurz" unsere Geschichte.

Wir hatten uns vor 6 Jahren in einer psychosomatischen Klinik kennengelernt. Ich leide unter Depressionen und er an dem Boderlinesyndrom. Leider hab ich das ganze unteschätzt. Wir sind sehr schnell zusammegezogen und haben nach einam halben Jahr geheiratet.
Die Beziehung wurde immer Schwieriger, war geprägt von Lügen und heimlichtuereien seinerseits und Mißtrauen und Kontrollzwang meinerseits.
Trotz alledem war mein (unser?) Kinderwunsch sehr groß und so wurde ich im März05 schwanger. Die Probleme spitzen sich zu. Er erhob in einem Streit gegen mich die Hand, drohte mir mich umzubringen und erzählte mir von schon länger vorhandenen Wahnvorstellungen (mega brutal).
Nach der Trennung fand ich auch heraus, das er schön öfter Gewaltätig (gegenüber seiner Ex sogar Vater und Bruder) war.

Ich verwieß ihm der Wohnung, erreichte auch gleich eine Verfügung, das er diese nicht mehr betreten darf.
Ich suchte mir Hilfe (weißer Ring, Therapie, Jugenamt ect.)
Und so wie ich innerlich (durch meine Erkrankung???) zerissen war, zwischen Gefühle für ihn und der Angst vor ihm, war auch die resonance der Beratungen.
Mein Therapeut setzte mir die Pistole auf die Brust, sollte ich mich vor ihm nicht schützen würde er die Therapie abbrechen und das Jugendamt unterstellte mir, das ich nicht glaubwürdig sei und ihm wohl nur das Kind entziehen wolle.

Ich setzte mich mit dem Kinderschutzbund zwecks betreuten Umgang in Verbindung, was diese aber nach Einsicht in diverse Psychatrieentlassungsberichte vom Kindsvater ablehnten, mit der Begründung sie könnten die Verantwortung nicht übernehmen.

Zurück zum Jungendamt, die dann eine Erzieherin zur Verfügung stellten. Leider verstand ich mich mit dieser überhaupt nicht und so brach ich wieder ab, weil ich mich überhaupt nicht sicher fühlte.
Auf anraten der Erziehungsberatungsstelle ließ ich es auf ein Gerichtsverfahren ankommen, bei dem meine Anwältin ein psychologisches Gutachten beantragen solle.

Die Verhandlung war sowas von schrecklich, der Richter stand von der ersten Sekunde auf der Seite des Kindsvaters (Richter ist aktiv im Väternotruf tätig!!!???) und mir wurde schnell der Mund verboten und angedroht das Sorgerecht zu entziehen, sollte ich der Maus weiterhin den Vater entziehen.

Aber das wollte ich nie!!!!! Ich hatte einfach nur Angst um uns und war mit der Einschätzung des KV einfach nur überfordert und wollte diese Verantwortung abgeben.

Der Richter verlangte dann doch noch das "gutachten" welches dann lautete (vom Hausarzt des KV) Herr.......ist frei von ansteckenden Krankheiten ?(

Der Mut und die Kraft da weiter Schritte zu gehen, fehlte mir und so suchte ich nach neuen Möglichkeiten allen gerecht zu werden. Wir einigten uns darauf das der KV die Maus bei deren Patin ohne mein Beisein sehen kann.

Dies lief eine Zeit lang gut, wurde aber immer schwerer gemeinsame Termine ect. zu finden.

So fingen wir dann langsam wieder an, das der KV uns zuhause besuchte. Nach einiger Zeit auch mit ihr auf den SPielplatz ect ging.
Für mich was es immer eine große Belastung ihn (teilweise) einen ganzen Tag um mich rum zu haben.
Und so schlug ich im Sommer 2009 vor, das er sie für eine Übernachtung mit nimmt (200km Entfernung).

Mittlerweile haben wir die Umgangswe auf zwei Übernachtungen ausgedehnt. Er verbringt das we dann bei seiner Mutter und seinen SChwestern (beruhigt mich jetzt nicht umbedingt :rolleyes: ) und es läuft gut, bis auf die normalen "probleme", die denk ich viele haben. Kind mag mal nicht mit, versucht uns auszuspielen.

Wir fangen jetzt endlich an, normale Gespräche über unsere Tochter zu führen.
Die Angst ist immer noch da, ob es richtig ist, was ich da mache.

Aber der Maus gehts gut, wenn sie zurückkommt. Nur kann ich nach wie vor seine Krankheit nicht einschätzen.
Und leider wird man damit ziemlich alleine gelassen.

Es war aber gerade ein tolles Gefühl normal mit ihm zu reden und zu spüren das es ihm auch um das Wohl unserer Maus geht und ihre Sicherheit im Vordergrund steht.

So jetzt wißt ihr eeeeeeeeeiniges mehr über uns, sorry das es so lange wurde und umsomehr danke fürs lesen!

Liebe Grüße

Tanja
Wo bleibt eigentlich der Prinz mit seinem scheiß Gaul?


pimboli

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Beruf: It-Systemkauffrau

2

Donnerstag, 7. Januar 2010, 23:03

Tanja, Danke für Eure Geschichte...

...ich finde, sie zeigt sehr gut, dass auch nach fast unmöglich anmutenden und schwierigen Situationen eine entspannte Elternebene mit einigen Engagement und Interesse von beiden Seiten für die Kids geschaffen werden kann...

...Hut ab vor Deinem Mut...

lg
Waltraud ;)
... irgendwie ... irgendwann ... irgendwo ... ;)

... nur 50% der Eltern sind Mütter ... :rolleyes:

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Krümmel (08.01.2010)

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