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um 22:26 Uhr
Ich stell mal einen großen Topf mit heißem , würzigen Käse-Fondue hierhin , dazu frische knusprige Brötchen .
 
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von mona84

soistes

unregistriert

1

Donnerstag, 4. Februar 2010, 18:01

Betreuung In der Schule am Nachmittag!

Nun bin ich mal wieder voll sauer!
Hört mir mal zu und sagt mir was!

Ich gehe von früh bis spät Arbeiten. Na ja in einem Eineurojop. Ich habe diesen Job nur weil ich mein Kind in die Nachmittagsbetreuung geben kann.
Wie jeder weiß wird diese Arbeit als Zuverdienst zum H-IV ( pervers) bezeichnet wird.
Pervers darum weil jemand aus meinem Familienkreis an HIV gestorben ist!Dieser Horrorvergleich liegt mal kurz wech! Fehlt nur der Bindestrich!
Also ich gehe weil ich das !Glück! habe mein Kind in die Nachmittagsbetreuung zu geben sechs bis sieben Stunden Arbeiten. Dafür das ich Arbeiten """"darf""" lege ich auch für die Nachmittagsbetreuung das Gelt was ich erarbeite in der Schule niede!
Im Amt nennt man das Mehraufwandentschädigung!!!!!
ich habe den Mehraufwand das ich mein Kind Betreuen lassen.????? Hallo Tikt es bei jemanden!
Was ich mit einem Euro verdiene pro Stunde
am Tag geht gleich in die Bereuung,
Und dann kommt der Knaller, mein Kind macht auf Grund der Fehlbesetzung keine Hausaufgaben in der Schule das machen wir dann am Abend!Und zwar gegen 17,30 Uhr am Abend?
Ich verdiene das Geld nur um mein Kind in eine Betreuung zu geben die es nicht gibt?
Hallo?
Würde mich echt über Leute Freuen die uns nicht in Grund und Boden schimpfen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Beiträge: 278

Danksagungen: 440

Wohnort: Deutschland

2

Freitag, 5. Februar 2010, 08:11

Hallo Soistes,
Du bist zurecht wütend.
Ich bewundere Dich dafür, dass Du trotzdem Dir nicht wirklich was übrig bleibt, diese Arbeit machst.

Schlimm finde ich immer wieder, dass alle Hartz-IV-Empfänger als arbeitsscheue, faule Menschen betitelt werden. Und diese Tendenz ist besorgniserregenderweise auch immer öfter bei den Politikern herauszuhören.

Zum Glück kann ich mit meinem Sohn von meinem Gehalt leben. Aber meine Schwester steckt in dem gleichen Dilemma: 6 Tage pro Woche sher früh aufstehen, bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad 30-40 Minuten zu Kaufland fahren, sauber machen, die Strecke wieder zurück. 4 Jahre lang ohne Unterbrechung. Sie konnte mich nicht besuchen kommen, denn sie hatte Angst um diesen Job! Dann der Glücksmoment: Sie bekommt Arbeit! Beginn Februar 2009, Ende März 2009 auf Null Stunden gesetzt, Firma geschlossen... Alle mit ihr eingestellten Leute stehen wieder auf der Straße! Und der 1€-Job. ist weg!!!

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du was findest, wovon Ihr leben könnt! Denn arbeiten willst Du ja!

Zum Hort: Das kenne ich! Du bezahlst einen Haufen Geld dafür, dass die Kinder auf dem Schulhof toben. Die Erzieher stehen in der Ecke und schwatzen, bzw. ziehen sich teilweise sogar ins Gebäude zurück.

Bei uns wurde gesagt, dass es ein Entgegenkommen des Horts wäre, die Hausaufgaben zu betreuen. Das wäre nicht deren Pflicht. Gibt es da eine feste Regelung bei Euch?
Wir mussten einen Zettel ausfüllen, wenn wir wollten, dass die Kinder dort HA machen. Manchmal versuchen die natürlich auch, sich darum herum zu schummeln.

Sprich doch einfach mal mit den zuständigen Leuten. Manchmal hat man Glück und trifft auf jemanden mit Verständnis. Vielleicht ist es auch nur vorübergehend ein Problem (Grippewelle...)?
Oder gibt es die Möglichkeit, dass Dein Kind so "vernünftig" ist, selbst an die Hausaufgaben zu denken? (Meine beiden Söhne haben diese Möglichkeit für sich konsequent abgewählt!! Da war ich auch immer zuständig!- Bei den Töchtern meiner Freundin klappt es ohne Probleme.)
Wie alt ist Dein Kind (Sohn / Tochter). Vielleicht kann es schon einen Teil der Zeit alleine verbringen und macht die HA bei einer Art Nachhilfelehrer (ältere Lehrer im Ruhestand, Studenten).
Vielleicht gibt es bei Euch auch solche Leihgroßeltern? Da ist bei uns das Familienzentrum Ansprechpartner.

Bin gespannt, wie Du das Problem löst. Sicher ist es einfacher, wenn die erste Wut verraucht ist...
Liebe Grüße! :)

Lijana

Fortgeschrittener

Beiträge: 120

Danksagungen: 135

3

Freitag, 5. Februar 2010, 12:40

ähm, so eine Betreuung kenne ich aber nicht...finde ich nicht in Ordnung. Bei uns wird nach der Schule erst gegessen, dann werden die Hausaufgaben gemacht(ohne Frage), danach noch irgendwas in Gruppen unternommen. Hausaufgaben muss man zwar nachgucken, weil sich manchmal Fehler einschleichen, aber im Großen und Ganzen waren sie gemacht und wenn das Kind Schwierigkeiten hatte und nicht geschaft hat, so wurde das unter der Arbeit geschrieben, als Notiz für den Lehrer und musste zu Hause nicht wirklich mehr machen. Und genau so kenne ich nun von 2 Horts, wobei wir direkt nur mit einem Erfahrung hatten. Im Moment brauchen wir keins, aber der in der neuen Schule funktioniert genauso, nur mit verlängerten Arbeitszeiten dazu, von 6.30 bis 17 Uhr. Was mir persönlich trotzdem nicht weiter hilft.

soistes

unregistriert

4

Samstag, 6. Februar 2010, 06:16

Hallo Georg1211,
Ich bin nicht auf Bewunderung erpicht.
Und ich brauche das auch nicht weil es nicht weiterhilft.
Nett dennoch wenn du das so einschätzt.
Das Problem liegt an der Finnanzlage der Kommunen die kein Geld mehr in den Taschen haben. Darum ist bei uns in Essen es so das keine Kräfte zur Verfügung stehen. In der NB. sind nur Ehrenamtliche Mütter in der Hausaufgabenbetreuung tätig. Die Ihr Bestes geben. Wir haben zur Zeit 92 Kinder in der Nachmittagsbetreuung . Dem Gegenüber stehen drei Erzieherinnen. Zwei Mütter.
Die Mütter kommen nicht immer. Im Schnitt müssen sich drei Erzieherinnen um alles Kümmern.
Klar habe ich ein sehr gutes Verhältnis zu den Erzieherinnen und bin in ständigem Austausch. Das allein bringt aber nichts wenn es an Personal mangelt.
Ich kann also daheim bleiben und mich meinem Kind widmen! Oder als Vorbild fungieren in dem ich Arbeite!
Was auch immer.Es ist schlecht bestellt und das haben wir nicht zu Letzt der Regierung zu verdanken.
Was ich verdiene geht in die Schule.
Klar mache ich am Nachmittag noch die Hausaufgabenbetreuung mit meinem Kind. Allein es geht uns die Puste aus am späten Nachmittag.
Wer will das in Frage stellen?
Meine Nacht beginnt meist um 21.00 Uhr weil ich völlig Müde bin und keinen Handschlag mehr machen kann. Ich bin nicht mal mehr im Stande noch logisch zu sein.
Dann nach sechs Stundenschlaf der aus Erschöpfung statt fand bin ich wieder wach.
Ab dann beginnt für mich der Tag.
Leise und in Ruhe aber der Tag beginnt.
Wenn du nun nachrechnest sind das meist 18 Stunden.
Und das Tag ein Tag aus. Mehr kann ich nicht
An 364 Tagen im Jahr.Es gibt keine Freizeit für mich. Und doch soll ich alles schaffen.
Weil, schaffe ich das nicht kommt wer daher und erinnert mich an das leid anderer!
Ich will kein Mitleid ich will Verständniss und vor allem mich nicht Fühlen müssen als sei ich eine von den denen die Faulheit hinterhergeschriehen wird auf Vater Staats kosten zu leben! Und das macht Hartz IV auf jeden Fall.
Aus den Fleißigen schlicht Schmarotzer!

Mal zu meiner Biographie. Ich habe vor meinem Kind 25 Jahre lang fleißig den Soli Bezahlt und als Frau eh immer weniger verdient als die Männliche Fraktion. Obgleich ich immer auf der Matte stand.
Heute will ich mich nicht schämen müssen.

So das muss raus. Hier hoffe ich auf Verständniss nicht auf Mittleid!

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pimboli

Administrator

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Wohnort: Münsterland

Beruf: It-Systemkauffrau

5

Samstag, 6. Februar 2010, 08:18

...auch 1-Euro-Jobs werden nur angeboten, wenn die Betreuung des Kindes gewährleistet ist, Kosten entstehen dadurch nicht...sollten Dir Kosten entstehen, wende Dich an die zuständige Arge oder Diakonie, Caritas, etc. und lass Dich richtig beraten...

...und zu Deinem langen Tag...den haben wir alle :rolleyes:

lg
Waltraud ;)
... irgendwie ... irgendwann ... irgendwo ... ;)

... nur 50% der Eltern sind Mütter ... :rolleyes:

Beiträge: 278

Danksagungen: 440

Wohnort: Deutschland

6

Samstag, 6. Februar 2010, 08:36

Hallo soistes,
ich wollte Dir auf keinen Fall zu nahe treten.
Ich glaube schon, dass ich (im Gegensatz zu manch anderen Schreibern - soll nicht abwertend klingen, mir fällt gerade kein besseres Wort ein - in diesem Forum) sehr viel Verständnis für Deine Situation habe. Ich kenne das eben aus der Familie und dem Bekanntenkreis. Das hat nicht's mit Mitleid zu tun.

Und andererseits : ist Mitleid was Schlechtes? Ist es nicht das fehlende Mitleid, dass unsere Gesellschaft so hart macht?

Ich habe jahrelang 04:30 Uhr angefangen zu arbeiten, weil der Hort nicht funktionierte und ich mit meinen Söhnen (mittlerweile 20 und 12) die Hausaufgaben machte und sie dann zu ihren Trainings, Musikschule.... brachte. Und ich bereue das nicht. So war ich immer am Ball und wusste genau, was sie machen, wie sie sich entwickeln. Diese Zeit kann mir niemand nehmen. Und ich war oft so müde, dass ich am Abendbrottisch hätte einschlafen können!
Es hat eben jeder seine eigene Geschichte...

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(06.02.2010)

soistes

unregistriert

7

Samstag, 6. Februar 2010, 09:48

Hi Georg1211,
Nein Mitleid an sich ist nichts schlimmes.
Aber ich will nicht das wer mit mir leidet!
Ich würde mir einfach nur mehr Tolleranz und Mitgefühl wünschen!
Mitleid ,, Mit Leiden ist nicht das was ich mir wünsche.

Mitgefühl und mehr Zusammenhalt.
Ich hasse das Wort Mitleid.. denn das bringen alle Deutschen auf. Sie tun nichts und leiden Stillschweigend mit.
Mitgefühl dagen währe etwas was zu einer Einheit führen könnte.

So leidet die gesammte Bevölkerung allein oder mit aber es ändert sich nichts.

Danke für dein Mitgefühl. :D

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