Liebe Claudia!
Also auch ich kann Dich beruhigen - mache Dir keine Sorgen bzgl. diesen Verhaltens...

Alles ganz normal und gut so, wie es ist.
Dass er in dieser Situation zunächst "abgewandt" oder vielleicht sogar etwas abweisend Dir gegenüber ist, hat sicherlich mit seinem Alter zu tun. Mein Zwerg ist ja genauso jung und damit sind die beiden grad voll im sogenannten Trotzalter (ich mag ja den Begriff "Autonomiephase" lieber). Meiner zeigt seinen Trotz anders - laut und deutlich...

Deiner zieht sich vermutlich eher zurück, ist dann kaum ansprechbar und will in Ruhe gelassen werden? Auch das ist eine Form von Trotz und vollkommen normal. Nicht nur normal, sondern sehr wichtig für seine Entwicklung!
Ich vermute mal, dass er
in diesem Moment lieber beim Papa bleiben möchte und daher still-trotzig reagiert. Vielleicht war er bei Papa ja zuvor schon etwas lauter (Zitat "aber sobald Paul merken würde, es geht nach Hause würde er sich nicht anziehen lassen wollen")? Nehme es nicht persönlich! Es hat absolut nichts mit Dir zu tun, oder dass er Dich dann nicht mag oder so etwas. Es ist ein vollkommen normales Verhalten. Kann es sein, dass er in anderen Situationen, in denen er seinen Willen nicht bekommt, ähnlich reagiert?
Hinzu kommt, dass die Kinder in diesem Alter keinerlei Ahnung von Zeit haben. Er hat kein Verständnis dafür, wenn man ihm z.B. sagt: "Du siehst ihn übermorgen doch schon wieder..." Kinder in diesem Alter sind noch nicht in der Lage, das zu verstehen. Vielleicht kann er schon ein bisschen zählen, dann könnte man ihm sagen wie oft er noch schlafen muss. Aber auch das ist noch schwierig...
Das heißt also, dass er jedes Mal, wenn Papa geht, denken
muss, dass Papa jetzt halt weg ist. Er weiß nicht, dass es ein übermorgen gibt, er lebt hier und jetzt. Und hier und jetzt ist Papa weg. Das ist eine kleine Katastrophe für ihn. Deshalb ist es auch so unheimlich wichtig, dass die Treffen
regelmäßig, d.h. immer zur gleichen Zeit und in nicht allzu langen Abständen, stattfinden. Dann macht er die
Erfahrung, dass Papa immer verlässlich wieder kommt. Er kann ein Gefühl dafür entwickeln, wann Papa-Zeit ist. Vielleicht hat er es ja auch schon?
Naja, jedenfalls mein Tipp: nicht persönlich nehmen. Ihn "ankommen" lassen, in Ruhe lassen, bis er selbst den Kontakt wieder zu Dir herstellt und dann ganz normal mit ihm umgehen. Du könntest seine Gefühle auch in Worte fassen, z.B.: "Bist traurig, dass Papa geht?" Sein Gefühle annehmen, aber auch nicht "drauf rumreiten".

Bestimmt machst Du auch schon viel davon oder hast bereits andere gute Ideen...
Du machst das schon. Die Mama kennt ihr Kind halt doch immer noch am Besten... :thumbsup:
Lieben Gruß
Petra