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feels
06.05.2019
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jule68

unregistriert

1

Sonntag, 7. Februar 2010, 23:35

Ich möchte nicht dass Du traurig bist, Mama

Liebe (Mit-) AEs,

der heutige Tag hat mich echt nachdenklich gemacht und ich wollte mal fragen, was Ihr darüber denkt.

Es ging heute um die AE Fahrt nach Lüdenscheid - mein ältester Sohn (12) hat direkt gestreikt. Nee, in einem Auto mit fremden Leuten fahr ich nicht, ich komme nicht mit. Das hat mich tierisch aufgeregt - haben mich meine Eltern früher gefragt, was ich möchte? Einsteigen und fertig. So (ähnlich) hätte ich es auch gemacht (ich denke ja auch, das es für sie schön wird ;) ), hätte ich ein eigenes Auto. Aber alle in zwei Autos mit fremden Leuten packen gegen ihren Willen, das wollte ich dann doch nicht.

Die beiden jüngeren (7 und 11) haben dann gesagt, sie fahren mit, damit ich nicht traurig bin.....

Sie haben sogar geweint und das hat mich völlig fertig gemacht - IHR sollt doch sagen, was IHR möchtet (die andere Wahl war ein WE beim Papa), und das nicht MIR zuliebe tun.... habe ich gesagt.

Es rührt mich total, dass sie mich so lieb haben aber ich frage mich auch, ob ich etwas falsch mache... ?(

Ich will doch für SIE da sein und sie sollen sich nicht um MICH sorgen....

Belaste ich sie als alleinerziehende Mutter vielleicht zu viel mit meinen Sorgen, unbewußt? Das finde ich eigentlich furchtbar und versuche das zu vermeiden. Aber natürlich bekommen sie mit, wenn ich mal nicht so einen guten Tag habe - vielleicht kann man das gar nicht ganz vermeiden, wenn man als Alleinerziehender mit seinen Kindern zusammen lebt, oder?

Ich weiß nicht, ob das jetzt gut oder schlecht ist, dass sich meine Kinder um mich sorgen ?( Kennt Ihr das auch?
Liebe Grüße ;)

Julia

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »jule68« (8. Februar 2010, 06:25)


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paulchen33

Fortgeschrittener

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Wohnort: bei Mainz

Beruf: Angestellte

2

Montag, 8. Februar 2010, 07:49

Hallo Julia,
natürlich ist es absolut rührend wenn die Kinder sich um einen Sorgen machen. Leider kenne ich das nur zu gut.
Mein Mittlerer damals im Kiga (heulend und schluchzend): "Wenn du gehst Mama, mache ich mir immer Sorgen, dass dir was passieren könnte !!" Damit hat er allerdings nur unbewußt MEINE Sorgen, die ich mir um IHN machte auf sich projiziert, wollte sie mir abnehmen.
Dass einem das zu Herzen geht ist klar, aber es ist leider völlig falsch.. Kinder DÜRFEN sich nicht für ihre Eltern verantwortlich fühlen. Ein Kind ist ein Kind und soll es auch sein. Es muss zu seinen Eltern aufschauen können, normalerweise ist sogar Weinen vor den Kindern tabu.
Ich weiß dass gerade bei uns AE das besonders schwierig ist. Aber man muss seinen Kindern Stärke beweisen.
Denn spätestens in der Pupertät wird dann klar, wer das sagen hat, nämlich der Teenie, der sich ja Sorgen um seine Mum/ seinen Dad machen muss, der innerlich (zumindest denkt er das) der Stärkere ist. Und dann wirds echt kompliziert. Denn solche Machtkämpfe auszufechten ist sehr schwer !
Wenn du also nicht nur die Liebe, sondern auch den Respekt deiner Kinder willst musst du jederzeit Herr deiner Gefühle vor den Kindern sein.
Zu dem Ausflug kann ich nur sagen, wenn der Große nicht mitwill und ne Ausweichmöglichkeit da ist, dann lass ihn einfach (würde ich jedenfalls machen), denn damit kann man einen Riesenstress vermeiden und nimmt sich nicht schon im Vorfeld die gute Laune. Bei den beiden Kurzen würde ich (wenn du eh denkst, dass es ihnen Spaß machen wird) kurzer Hand kurzen Prozess machen, einpacken und gut. Ihnen allerdings klar machen, dass sie das NICHT für DICH tun, sondern dass du das MIT ihnen machen willst, damit SIE Spaß haben !
So...meine Meinung :-)
Wünsche allseits einen schönen Tag !
LG
Claudia
Wenn du nichts hast, für das es sich zu sterben lohnt, lebst du nicht wirklich.

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(08.02.2010)

jule68

unregistriert

3

Montag, 8. Februar 2010, 08:39

Danke Claudia!

Ich sehe das ziemlich ähnlich - der Kleine geht aber nun doch zum Papa, da habe ich gesagt, er soll das machen, was er wirklich möchte, und ich hätte auch Spaß ohne die Kinder :D Der Vater der Kinder hatte es mir nämlich noch schwieriger gemacht, indem er sagte, die Kinder wollen nicht mit mir dahin fahren sondern wohl lieber zu ihm kommen und er will nicht, dass sich die anderen ausgeschlossen fühlen, wenn der Große zu ihm kommt...

Na super!

Der Mittlere will wirklich mit, ich habe gesagt, er muss nicht aber er möchte gerne...

Durch das Aufteilen in zwei Autos ist diesmal alles ziemlich kompliziert geworden - ich denke, das nächste Mal werden wir mit dem Zug anreisen und vorher auch den Kindern ein paar Infos zukommen lassen...

Ja, Herr seiner Gefühle sein vor den Kindern ist in der Theorie sicher richtig und das versuche ich sicher auch - aber bin ja auch nur ein Mensch. Es ist aber absolut daneben, sich bei seinen KIndern auszuheulen, das finde ich auch. Mein Großer versucht sich oft in "meine Belange" einzumischen aber das blocke ich immer ab...

Kind ist Kind und bleibt Kind, das ist mir auch total wichtig :)

Dir auch einen schönen Tag!

Liebe Grüße

Julia

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FrMüllerSchulz

unregistriert

4

Montag, 8. Februar 2010, 21:18

ohlálá - da muss ich jetzt aber mal meinen Senf dazugeben... !

Zitat

Kinder DÜRFEN sich nicht für ihre Eltern verantwortlich fühlen. Ein Kind ist ein Kind und soll es auch sein. Es muss zu seinen Eltern aufschauen können,...
Stimme dem absolut zu...

Zitat

..., normalerweise ist sogar Weinen vor den Kindern tabu.

Wenn du also nicht nur die Liebe, sondern auch den Respekt deiner Kinder willst musst du jederzeit Herr deiner Gefühle vor den Kindern sein.
... aber sorry, dass sehe ich völlig anders! Wie soll ein Kind lernen, mit Gefühlen umzugehen, wenn es immer "heile Welt" vorgespielt bekommt? Natürlich darf man mal vor den Kindern traurig sein und weinen! Man darf auch wütend sein oder halt auch mal schlecht gelaunt! Es ist nur wichtig, das man den Kindern in diesen Momenten sagt, dass die Trauer nichts mit ihnen zu tun hat bzw. dass man z.B. auf sein Verhalten sauer ist (falls es denn so ist), aber das Kind natürlich trotzdem lieb hat. Ich finde das sogar elementar!!!!!
Ich finde es überaus wichtig, dass unsere Kinder lernen, dass sie liebenswert sind, auch wenn sie "negative" Gefühle zeigen. Und wir sind ihre Vorbilder. Sie lernen von uns. Mama ist genauso liebenswert und stark, auch wenn sie mal weint.

(Etwas anderes ist es natürlich, wenn es um eine Krankheit wie z.B. Depressionen geht.)

Respekt bzw. Respektlosigkeit lernen Kinder durch ganz andere Verhaltensweisen - nämlich von der Art, wie wir sie behandeln oder wie wir miteinander umgehen. Wenn Kinder mit Respektlosigkeit behandelt werden, lernen sie Respektlosigkeit. Wir können Respekt nur lehren, indem wir Kindern den respektvollen Umgang miteinander vorleben und ihnen den gleichen Respekt erweisen, den wir erwarten.
Wenn wir erwarten, dass Kinder gute Manieren haben, dass sie teilen, sich entschuldigen, ehrlich, freundlich und voller Respekt und Liebe sind, müssen wir ihnen dies vorleben, damit sie ein Vorbild haben, das sie nachahmen können.

Und das hat nichts damit zu tun, dass man wie ein Roboter seine Gefühle unter Kontrolle hält... Natürlich darf man seine eigene Hilflosigkeit nicht auf den Kindern "abladen" oder sie in Machtkämpfe verstricken. Wenn die Tränen mal fließen müssen: fließen lassen und den Kindern sagen, dass man zwar traurig ist, aber die Kinder nichts dafür können (damit das Kind keine Schuldgefühle entwickelt). Ich habe z.B. nach dem Tod meiner Schwester meinem Jungen gesagt, dass ich traurig bin, weil ich meine Schwester so vermisse.

Es ist wichtig, dass unsere Kinder lernen, mit Gefühlen konstruktiv umzugehen. Und das lernen sie nicht, indem wir Eltern sie permanent vor ihnen verbergen.

Lieben Gruß,
P.

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Benutzer die sich bedankten:

(09.02.2010)

jule68

unregistriert

5

Dienstag, 9. Februar 2010, 08:04

@ Fr MüllerSchulz


Danke für Deinen differenzierten Beitrag.

Zitat

Es ist wichtig, dass unsere Kinder lernen, mit Gefühlen konstruktiv umzugehen. Und das lernen sie nicht, indem wir Eltern sie permanent vor ihnen verbergen.


Ich bin ein emotionaler Mensch und als solcher muss es ja auch "erlaubt" sein, Kinder zu erziehen.... Würde ich meine Gefühle ständig verbergen, würde ich daran wahrscheinlich krank werden. Sie bekommen meine gute Laune mit, weil ich, wenn ich gut drauf bin, viel mit ihnen scherze und Spaß habe. Das ist in letzter Zeit viel der Fall, weil es mir wirklich gut geht. Aber was ich versuche, ist, ihnen nicht das Gefühl zu geben, ich bin ihr "Kumpel". Also, ich bin für SIE da, kümmere mich um ihre Sorgen aber ich möchte nicht (!), dass sie das Gefühl bekommen, sie müssten sich um mich kümmern. Klar, sie haben Mitgefühl und Interesse, wenn sie merken, Mama geht es nicht so gut - und das ist auch lieb und süß....

Und dann erkläre ich ihnen kurz, woran das liegt, ohne sie mit Details zu belasten - oder ich entschuldige mich für schlechte Laune, wenn ich welche habe :rolleyes:

Was mich nämlich auf die höchste Palme bringt, ist die Art, wie der Vater die Kinder mit seinen Problemen belastet - der Große ist immer auf dem neuesten Stand und erzählt mir das dann, wenn er vom WE kommt....

Ich bin froh, dass ich endlich, seit der Trennung von ihm, nicht mehr mit seinen zahlreichen und selbst verursachten Problemen zugeschüttet werde - wie kann ich mein Kind davor schützen, dass er dasselbe jetzt mit ihm tut? ;(



Liebe Grüße

Julia

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FrMüllerSchulz

unregistriert

6

Dienstag, 9. Februar 2010, 22:07

Hallo Julia!

Na, das ist doch ne super Einstellung von Dir! :thumbsup:

Zitat

Ich bin froh, dass ich endlich, seit der Trennung von ihm, nicht mehr mit seinen zahlreichen und selbst verursachten Problemen zugeschüttet werde - wie kann ich mein Kind davor schützen, dass er dasselbe jetzt mit ihm tut?
Tja, was kannst Du da tun? Dein Großer ist 12 Jahre alt, richtig?
Die Option, Deinen Ex zu überzeugen, es zu lassen - naja, ich nehme mal an, die kannst Du getrost streichen... Der Versuch würde Dich - so meine Vermutung - nur frustrieren und Nerven kosten, aber bringen würde das gar nichts. Denn wenn die Einsicht seinerseits fehlt, wird das nie was.
Aber Du könntest mit Deinem Sohn darüber sprechen. Du könntest ihn z.B. fragen, wie er sich damit fühlt, dass Papa ihm das alles erzählt. Was dieses Wissen mit ihm macht und was er darüber denkt. Will er das alles wirklich wissen oder will er lieber andere Dinge von Papa hören?
Dann kommt es natürlich drauf an, was Sohnemann dazu sagt, aber angenommen, er will mit Papas Problemen nichts zu tun haben, sondern lieber nette Dinge von ihm hören (wovon ich jetzt mal ausgehe), dann würde ich ihm dazu raten, dass er das nächste Mal, wenn Papa seine Probleme "wälzen" will, einfach "Nein!" dazu sagt. Ihn darin bestärken, dass er das Recht hat, dem Papa zu sagen, dass er ihn mit seinen Problemen doch bitte nicht belatschern soll, und dass er sich besser fühlen würde, wenn Papa dieses jenes welches sagen / machen würde... dass er von Papa dieses jenes welches vermisst... usw.
Ich denke, wenn Sohnemann dem Papa das sagt, hat es eine völlig andere Wirkung, als wenn Du es tust. Und außerdem stärkt es das Selbstbewusstsein von Deinem Sohn.
Jetzt kenne ich natürlich weder Deinen Sohn noch den Vater und weiß nicht, ob es für die beiden nun ein wirklich guter Ratschlag ist. Aber wenn ich als Mutter in dieser Situation wäre, ich glaube, ich würde es so handhaben.

Vielleicht hilft es Dir ja ein wenig...
Lieben Gruß
Petra

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Benutzer die sich bedankten:

(09.02.2010)

jule68

unregistriert

7

Mittwoch, 10. Februar 2010, 07:42

Hallo Petra,



ganz vielen lieben Dank für Deine Idee, mit dem Problem umzugehen!

Da werde ich mir mal ganz intensiv zu Gedanken machen und es hört sich sehr gut und passend an...

Denn ich glaube, je älter mein Sohn wird, umso mehr wird sein Vater ihn sich als Kummerkasten krallen und das finde ich zum K....

Das ist halt ein sehr offenes Kind, aber er hat auch gute Antennen und sieht auch Erwachsene zum Teil sehr kritisch - eben auch manchmal seinen Vater. Ich war ein "Supernaivchen" als Kind und auch danach und das hat mich in meinem Leben schon so dermaßen in Schwierigkeiten gebracht, dass ich meine Kinder darin bestärken möchte, auf ihr Gefühl zu hören und kritisch anderen gegenüber zu sein.

Selbstbewußtsein ist so wichtig im Leben....

Ich danke Dir :thumbsup:

Liebe Grüße

Julia

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