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robeki
24.05.2012
um 22:26 Uhr
Ich stell mal einen großen Topf mit heißem , würzigen Käse-Fondue hierhin , dazu frische knusprige Brötchen .
 
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von mona84

ratsuchenderNRW

Anfänger

Beiträge: 2

Wohnort: Düsseldorf

1

Mittwoch, 13. Oktober 2010, 14:33

Erste Schritte

Hallo!

Ich überlege mich von meiner Frau zu trennen, weiß aber nicht, an wen ich mich wenden kann um zu erfahren, was ich als erstes tun muss und alles auf mich einprasseln wird.

Eine Bekannte erzählte mir von der Caritas, die eine Beratungsstelle hat und einen informiert. Ich könnte natürlich auch zu einem Anwalt gehen, doch der ist mir zu teuer, da ich da sicherlich richtig abdrücken muss.

Mir geht es darum, zu erfahren, wie viel ich für die Kinder und die Ehefrau zahlen muss. Was ich alles beantragen kann? Wie ich am besten vorgehe? Wer welche Kosten zu übernehmen hat? usw.

Einfach alles, was einem an Rat nützlich sein könnte. Und das halt, wenn es geht, ohne hohe Anwaltskosten.

Ich wäre froh, wenn Ihr mir helfen könntet.

LG und danke

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ratsuchenderNRW« (13. Oktober 2010, 14:42)


Comfort

Senior Mitglied

Beiträge: 212

Danksagungen: 350

Wohnort: Bad Rothenfelde

2

Mittwoch, 13. Oktober 2010, 21:41

Guten Abend,

manno, das ganze Familienrecht ist sehr, sehr umfangreich ......

Vergangenen Montag war ich bei einer Veranstaltung mit dem Thema:
Trennung/Scheidung.....wie verhalte ich mich (sinnvoll)

Das Skript für diesen Vortrag findest Du hier

Bei einer Scheidung herrscht in Deutschland Anwaltszwang! Um aber die Kosten dennoch gering zu halten besteht die Möglichkeit einen gemeinsamen Anwalt zu wählen!


Gruß
Comfort
"Jedes Kind hat von Geburt an ein unveräußerliches Recht auf die gelebte Beziehung zu beiden Eltern. Diese Eltern-Kind-Beziehung dauert ein Leben lang und endet nicht mit der Trennung der Eltern"
OLG München

Interessenverband Unterhalt und Familienrecht e.V. (ISUV)

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Rick (13.10.2010)

Rick

m-admin a.D.

Beiträge: 264

Danksagungen: 527

Wohnort: Münsterland

Beruf: Ausfüllend ;-)

3

Mittwoch, 13. Oktober 2010, 21:54

Hallo, und willkommen erst mal!

eine einfache antwort zu trennung, scheidung - und wenn auch noch kinder involviert sind, ist hier kaum möglich. jeder fall ist unterschiedlich, und einprasseln kann jede menge auf dich - so oder so.

hier sind meist alleinerziehende, also menschen, die im thema mehr oder weniger noch intensiv drinstecken oder die es hinter sich haben.

einen tipp vorab: beginne dich darauf einzustellen, die paarebene von der elternebene abzutrennen, euren kindern zuliebe.

als paar seid ihr gescheitert, umso mehr nun als eltern gefordert. ganz konkret: wo und bei wem sollen die kinder leben, welchen umgang soll es geben? allein hier steckt jede menge zünstoff drin!

hierzu verweise ich dich gerne an die caritas oder andere organisationen, die in trennungssituationen beraten, auch angebote für trennungskinder anbieten. im idealfall erstellt ihr eine elternvereinbarung!

das jugendamt wird bei trennungen eingeschaltet, und berät euch. ebenso die unabhängigen wohlfahrtsverbände.

zum rechtlichen:

der kindesunterhalt muss geregelt werden, der vom einkommen abhängig ist und sich nach der sog. Düsseldorfer Tabelle richtet.

rein formal müsst ihr, sofern verheiratet, das trennungsjahr hinter euch bringen, um die scheidung beantragen zu können. es herrscht anwaltspflicht. wenn du nicht genügend verdienst kannst du verfahrenskostenhilfe beantragen, diese mußt du ggf. in raten abstottern.

die frage des trennungsunterhalts vor und des ehegattenunterhalts nach der scheidung muss ebenso geregelt werden. die frage nach deinen unterhaltspflichen wird errechnet werden, ebenso der versorgungsausgleich, die aufteilung von vermögen und hausrat, etc. stehen dann auch an. oft können lebensversicherungen und ähnliches nicht mehr bedient werden, so dass auch hier z.t. recht hohe verluste zu verbuchen sind.

übrigens wird das geld sowieso weniger. stell dich drauf ein, die nächsten jahre! sofern du haupt- bzw. alleinverdiener bist. das einkommen wird bereinigt, so dass dann ca. die 3/7 regelung greift.

im trennungsjahr (kalenderjahr) hast du noch lohnsteuerklasse III, danach I, bist. bei den meisten wirds dann richtig eng. dein selbstbehalt als erwerbstätiger liegt bei ca. 1000,00 euro, so als grobe orientierung.

sofern alles gütlich verläuft dauert der eigentliche scheidungstermin unspektakuläre 10 minuten, die kosten richten sich nach dem streitwert.

abschließend: es gibt auch bei den freien trägen auch ergebnisoffene eheberatungsstellen, vielleicht eine alternative,

viel glück - Rick

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Comfort (15.10.2010)

Moni42

Senior Mitglied

Beiträge: 2 184

Danksagungen: 2019

4

Freitag, 15. Oktober 2010, 10:13

was mir sofort ins Auge fällt ist das du selbstverständlicher Weise deine Kinder bei deiner Frau lassen willst.
Sorry, aber das ist so typisch.
Hast du dich schon mit ihr darüber unterhalten?
Was bedeutet eine Trennung für deine Frau und deine Kinder?
Harz-IV?

Ich finde es auch einen unpassenden Ort sich über sowas zu erkundigen, wir sind die andere Seite der Medaille, wir leben überwiegend schon alleinerziehend mit allen was dazu gehört und das sind überwiegend nicht so tolle Sachen und in der Regel eine Menge Stress in allen Lebensbereichen.

Wie dem auch sei, ich wünsche dir alles Gute und das ausgerechnet ihr hin bekommt was die meisten nicht schaffen.
Getreu dem Motto: Sein wir realistisch, versuchen wir das unmögliche.


Zunächst dachte ich auch: ups, er will sich trennen......aber wissen wir, wie so die Situation ist. Vielleicht zieht der Mann eine Konsequenz aus dem Verhalten der Frau.... alles mögliche kann sein und wir wissen es nicht. Hier fehlen Infos.

Ligitim ist es in einem solchen Forum wie hier Fragen zu stellen. Auch wenn ich mit zu den Betroffenen gehöre, finde ich dies nicht problematisch. Mir persönlich ist in dem Fragebeitrag zu viel "Kostenfrage" enthalten, mir fehlen Infos zu den Kindern und Fragen speziell dazu.

Ricks Tipp mit den Beratungsstellen und offenem Ausgang finde ich sehr gut.

thomas0123

Administrator

Beiträge: 833

Danksagungen: 860

Wohnort: Neuwied

Beruf: vorhanden und wird ausgeübt

5

Freitag, 15. Oktober 2010, 22:58

Naja.. die Kostensache..ja..super wichtig, aber eigentlich ja nicht gerade die erstrangige Frage die sich stellen sollte. Klingt nämlich als könnte ja sein das sie auch nur einen Cent zu viel bekommt, wo sie sich ja auch um die gemeinsamen Kinder kümmern soll.


genauso oft wird hier gefragt wie die frau auch nur jeden cent bekommt der ihr evtl irgendwo zusteht.sogar öfters.

Er entscheidet sich zu trennen, ein uneingeschränktes Leben zu haben, weil die Frau ja die Kinder behält und erkundigt sich halt was er dafür bezahlen muss. Alles hat seinen Preis.


woher nimmst du dieses wissen?ach ja stimmt ja.weil jeder man seine frau und kinder für die jüngere verlässt...

Es ist ja nur mal so das eine große Mehrheit der Frauen die selbstverständlicher Weise die Kinder behalten in Harz-IV rutschen.
Allein deshalb, weil wir keine Gleichheit zwischen Männern und Frauen haben. Männer verdienen mit der selben Ausbildung, im selben Beruf , im selben betrieb mehr als ihre weiblichen Kolleginnen.




warum selbstverständlicherweise????



wieviel männer kennst du die das kind groß ziehen?und wieviele davon bekommen den unterhalt so wie er ihnen/den kinder zusteht?soviel dann zum thema gleichheit.



lg thomas
Was keiner wagt,das sollt ihr wagen,Was keiner sagt,das sagt heraus
Was keiner denkt,das wagt zudenken,Was keiner anfängt,das führt aus
Wenn keiner ja sagt,sollt Ihrs sagen,Wenn keiner nein sagt,dann sagt doch nein
Wenn alle zweifeln,dann wagt zu glauben,Wenn alle mittun,dann steht allein
Wo alle loben,habt Bedenken,Wo alle spotten,spottet nicht
Wo alle geizen,da wagt zu schenken,Wo alles dunkel ist,da macht Licht!!!


Lothar Zenetti

ratsuchenderNRW

Anfänger

Beiträge: 2

Wohnort: Düsseldorf

6

Mittwoch, 20. Oktober 2010, 15:24

Ihr solltet mir helfen und nicht über mich urteilen

Warum und weshalb ich mich evtl. von meiner Frau trennen möchte spielt doch erst einmal keine Rolle. Und ich denke auch nicht, dass dies der richtige Ort ist, dies in die große weite Welt hinaus zu posaunen.

Ich habe einfach eine ganz simple Frage gestellt: An wenn kann ich mich wenden, der mir sagt, was auf mich zukommt (finanziell und auch so), wenn ich den Weg der Trennung wähle. Und dann wollte ich einfach nur einen Tipp, damit ich den Rechtsanwälten nicht die Kohle in den Rachen schiebe. Mehr wollte ich nicht.

Dennoch möchte ich zu den Sachen, die da erwähnt wurden kurz Stellung nehmen.

Warum ich nicht das Sorgerecht für die Kinder nehme? Weil ich genau weiß, dass sie die Kinder niemals hergeben würde und ich als Mann dann immer die schlechtere Karten habe. Ihr könnt mir glauben, dass meine Kinder mir das Wichtigste auf der Welt sind und wenn sie mir sagen würde, dass ich mich dann auch um sie kümmern kann, ich vor Freude an die Decke springen würde. Nur die Kinder sind es, die mich noch von meiner Entscheidung abbringen, weil ich genau weiß, was ich ihnen antue mit meinem "Egoismus".

Und meine Frau würde ich alles das zahlen, was ihr zusteht. Es wurde mir vorgeworfen, dass ich auf den Cent schaue. Totaler Blödsinn. Wenn ich den Schritt mache, muss ich auch dafür gerade stehen und das werde ich.

Nun aber nochmal zu meiner eigentlichen Frage. Inzwischen habe ich rausbekommen, dass die Rechtsschutz (falls vorhanden) das Beratungsgespräch beim Anwalt übernimmt.

Gruß

sunny2012

Schüler

Beiträge: 50

Danksagungen: 83

Wohnort: Dortmund

7

Mittwoch, 20. Oktober 2010, 17:40

Rechtsschutzversicherung

Hallo ratsuchender.
ein Hinweis von mir: Überprüfe, auf wessen Namen die Rechtsschutzversicherung ausgestellt ist. Wenn es dein Name ist und du die Beratung möchtest, bekommst du sie umsonst. Ist es der Name deiner Frau und sie beantragt die Beratung NICHT, bekommst DU sie auch nicht, da die Versicherung nicht GEGEN den Versicherten arbeitet.

Das ist nämlich leider mein Problem. Wir haben eine Familienrechtsschutzversicherung abgeschlossen.Mein Mann ist Versicherungnehmer. ICH möchte eine Beratung, da mein Mann seit März ausgezogen ist, da er sich in eine jüngere Kollegin verliebt hat.
Er möchte gerne alles so weiter laufen lassen, keine Scheidung. Ich möchte aber meine Rechte wissen, was mir und den Kindern zusteht (bisher ist alles so Pi mal Daumen zwischen uns abgesprochen). So kann ich mir nun einen Anwalt nehmen und die Beratung aus eigener Tasche zahlen, da er sich querstellt.

Mein Wissen zum Thema Unterhalt, Scheidung, etc. habe ich überwiegend gegoogelt. Das Internet ist voll von irgendwelchen Urteilen, Tabellen, Listen.
Es gibt kirchliche und städtische Beratungsstellen. Aber ich glaube, gerade wenn es um Besonderheiten, wie z.B. gemeinsame Konten, Immobilien, etc. geht, führt kein Weg am Anwalt vorbei.

Den Kindesunterhalt kannst du der "Düsseldorfer Tabelle" entnehmen, deiner Frau steht evtl. im Trennungsjahr Trennungsunterhalt zu (dein bereinigtes Einkommen abzüglich ihres Einkommens, und davon 3/7). Dein Selbstbehalt darf 1000 € nicht unterschreiten. Erst wird der Unterhalt der Kinder berechnet, dann ist die Frau dran. Möbel werden aufgeteilt, soweit möglich ( einer bekommt das Schlafzimmer, der andere z.B. das Wohnzimmer), bei Großelektro wie z.B. Waschmaschine, Trockner, etc. sieht´s ähnlich aus. Sparbücher werden hälftig aufgeteilt, Immobilien je nach Grundbucheintrag, Schenkungen können innerhalb von 10 Jahren rückgängig gemacht werden, je nachdem welchem Zweck die Schenkung diente (wertvolle Familienerbstücke, die dem Zweck des Fortbestands der Ehe dienten, müssen zurückgegeben werden, wenn die Ehe erlischt).
Das ist erstmal das, was mir so spontan einfällt.

Ich hoffe, ihr kriegt das einigermaßen friedlich hin. Bei Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf, erst recht wenn jemand sehr sehr gekränkt wird.

Gruß,
Sylvia

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