Das Bundesverfassungsgericht hat vor einiger Zeit ein neues Gesetz verabschiedet, nachdem alleinerziehende Mütter mehr Unterhalt bekommen sollen - allerdings nur wenn: die Frau explizit zugunsten des Mannes auf ihre Karriere verzichtet hat, wenn vorher Betreuungsunterhalt vereinbart war und wenn der Mann wieder neu verheiratet ist.
Ich hab vor der Geburt meiner (unserer) Tochter vollzeitgearbeitet, wollte das Geschäft meiner Eltern mit ihm zusammen übernehmen, habe dann nach der Geburt teilzeit weitergearbeitet und als wir keine passende Betreuung für die Betreuung zu Hause, bzw. im Geschäft gefunden hatten und noch private Probleme dazu kamen, habe ich aufgehört zu arbeiten und bin für die Restzeit ohne Beschäftigung in Elternzeit gegangen.
Danach hatte ich bis vor kurzen nur noch 400 € Jobs. Trennung war vor 2 1/2 Jahren, ich habe bis zur Scheidungeinreichung vor ca 1 Jahr, auch noch selber Unterhalt bekommen.
Seitdem bekomme ich nur für die Tochter Unterhalt.
Seit einem halben Jahr arbeite ich halbtags, ich konnte meine Stelle aufstocken und ich könnte dort auch noch mehr arbeiten, aber ich weiss nicht, wie ich das mit den Betreuungszeiten unter einem Hut bekommen soll.
Ich würde nicht aufhören zu arbeiten, auch wenn meine Tochter noch kleiner wäre (sie ist jetzt 11 1/2) auch nicht, wenn ich selber (mehr) Unterhalt bekommen würde.
Eigentlich war abgesprochen, dass wir uns erst trennen, wenn ich auf eigenen Füssen stehe, aber es kam anders, ich konnte die Situation irgendwann nicht mehr aushalten und darauf angesprochen "roch" mein EX-Mann den Duft der Freiheit und zog ziemlich zügig aus.
Die Zeit danach war schwierig und jedesmal, wenn es geldlich mal wieder besser ging, kam der nächste Schlag.
Ich würde mir wünschen, dass der Elternteil, wo das Kind lebt, mehr auf eigenen Füssen stehen kann, nicht über das Kapital des anderen Elternteiles und auch nicht auf Kosten der Zeit der Kindesbetreuung, das mal als Alleinerziehende(r) mit wenig Einkommen, über die Arge/ Jobcenter wohl grundsätzlich dazu getrieben wird, vollzeit arbeiten zu müssen.
Die "Erziehungsaufgabe" allgemein wird mir viel zu wenig gewürdigt und vergütet.
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