Kinderbetreuung im Schichtdienst
Hallo,
vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen. Ich frage im Namen meines neuen Partners, der seit einigen Monaten alleinerziehender Vater von zwei Mädels ist (7 und 11 Jahre). Er arbeitet Vollzeit im Schichtdienst. Die früheste Schicht beginnt um 5.15, die späteste endet um 23.45. Auch an Wochenenden und Feiertagen.
Bisher hatte er eine männliche Pflegeperson, ein Freund der Familie, Hartz4-Empfänger mit viel Zeit und großem Arbeitseinsatz. Er wurde versteuert und versichert, kümmert sich liebevoll um die Mädels und hilft im Haushalt.
Nun will er aber wieder in seinem alten Beruf arbeiten, d.h. mein Freund muss sich jemand anderen suchen.
Klar wäre es am einfachsten, wir würden zusammenziehen. Aber jeder von uns hat ein Haus, keiner möchte seine Umgebung aufgeben, die Kinder (ich habe zwei Jungs im Alter seiner Mädels) gehen auf 4 verschiedene Schulen in 3 unterschiedlichen Vororten. Außerdem werde ich demnächst auch wieder arbeiten gehen. Nicht halbtags sondern halbe Wochen, wobei dann der längste Tag pro Woche von 8.30 bis 19.30 geht. Da würden sich dann meine Eltern um meine beiden Jungs kümmern, die aber mit 75 und 81 Jahren wahrlich nicht mehr die Jüngsten sind. Außerdem kennen wir uns erst ein paar Monate, da kann es keiner von uns überstürzen für den anderen sein Heim aufzugeben.
Wo bekommt man eine zuverlässige Tagesmutter o.ä. her, die nicht wahnsinnig viel kosten darf.
Tagsüber sind die Mädels ja in der Schule gut untergebracht, aber so ab 16 Uhr und an den Wochenenden und Ferien wären sie allein. Meiner Meinung nach könnte man Kinder in dem Alter auch stundenweise alleine lassen, aber wie sieht das Jugendamt das, wenn die Mutter plötzlich die Kinder wieder haben will (das ist eine große Sorge meines Freundes, da seine Ex gerade mit ihrem neuen Partner zusammengezogen ist)
Die Mutter wollte bei der Scheidung bewusst nicht die Kinder, da sie sich gesundheitlich und finanziell nicht in der Lage fühlte.
Wo kann man sich nach Tagesmüttern kundig machen. Wenn man beim Jugendamt nachfragen würde, würde man sich evtl. selber einen Stein in den Weg legen.
Oder gibt es Leihomas? Aber vermutlich wäre keiner bereit, an Wochenenden und Feiertagen einzuspringen.
Hat jemand von euch Erfahrung damit gemacht?
Hoffe auf Hilfe,
danke schon mal,
Sylvia