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von mona84

Steffi83

Fortgeschrittener

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Wohnort: Dortmund

Beruf: Kranke Schwester :-)

1

Montag, 23. Mai 2011, 07:38

Die neuen Partner...

Ich habe nun auch viel gelesen hier und mir ist immer wieder aufgefallen, wieviele die Neuen Partner der Expartner als negativ betrachten.

Aber warum?

Ich glaube, als neue Partnerin hat man es sehr schwer... man hat evtl. ein eigenes Kind, die "neuen" Kinder kommen dazu und die Erwartungshaltung ist doch schon eine andere...

Ich kann auch verstehen, dass man "sein" Kind ungern zur neuen Liebe des anderen gibt.... die Gefühle hatte ich auch... bis... ja bis ich mir Gedanken gemacht habe, was passiert, wenn ich mich verliebe. Ich frage mich...

Wenn ich mich verliebe... was erwarte ich dann? Wie stelle ich mir Patchwork vor? Was erwarte ich im Umgang mit der Kleinen...?

Wie fühle ich mich, wenn die eine Ex im nacken habe, die den kontakt mit dem Kind verweigert und mir es schwer macht, eine Beziehung zum Mann aufzubauen?

Basierend auf dieser Vorstellung habe ich angefangen umzudenken... falls mein Nochmann irgendwann Umgang will, werde ich nichts gegen die neue Partnerin sagen, auch der Kleinen gegenüber nicht (Sonderfälle hier mal ausgeklammert, es gibt sicher schlechte Stiefelternteile).

Auch wenn meine Eltern das gerade nicht lesen können, aber sie verdienen den vollsten Respekt, weil sie seit Jahren neutral und freundlich mit den "Stief"elternteilen agieren.

Wie denkt ihr darüber?
Zuerst ignorieren sie Dich, dann lachen sie über Dich, dann bekämpfen sie Dich und dann gewinnst Du.

- Mahatma Gandhi -


Deutscher Meister 2011.... Borussia Dortmund

pandora

unregistriert

2

Montag, 23. Mai 2011, 08:15

Hallo Steffi,
ich finde den Ansatz supper. Denn, wie du sagst, ich habe ja den Anspruch an den Partner/ neue Partnerin auch, dass die mit mir tolerant umgehen. Wir haben allerdings mit der Freundin meines Ex Pech. Die "Dame" hat von Anfang an versucht, die Kinder von mir wegzuziehen. Mein Ex steht da voll hinter ihr. Aber ich weiß :thumbup: , dass das auch anders gehen kann.
LG,
Birgit

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Moni42

Senior Mitglied

Beiträge: 2 184

Danksagungen: 2019

3

Montag, 23. Mai 2011, 08:29

Erfahrungen von Kindern im Alter von 9 und 13 bei Trennung:
Die Kinder sind bei Trennung sehr belastet. Es belastet sie, dass der zurückbleibende Elternteil Zeit ohne sie verbringen muss, dass sie mit dem einen Elternteil Dinge machen, die sie früher mit beiden Eltern gemeinsam machten.
Dann taucht eine neue Frau auf und sie wissen nicht wie sie dait umgehen sollen. Sie lehnen sie ab, aber es ist auch die Freundin des Vaters und dem möchten sie auch nicht weh tun. Sie lassen sich bei der Mama aus, wie doof sie das finden, wie doof die Frau ist, was die sich erlaubt usw. usw.
Und hier ist Mama gefragt, den Kindern ihre Situation zu erleichtern. Sie sollte den Kindern den Weg ebnen und erklären, dass es sich so entwickelt hat und das die neue Frau auch eine Freundin für sie werden kann.
Ob sie das wird, liegt an den anderen, sofern sie in der Lage ist auf die mitgebrachten Aussagen der Kinder neutral zu reagieren.
Ob diese die Chance nutzen oder nicht ist nicht in ihrem Ermessen, sofern sie sich rausnimmt.
Der Erfolg hängt auch davon ab, ob die neue Partbnerin in der Lage ist, sich neutral den getrennten Elternteil gegenüber zu verhalten. Redet sie die Mama schlecht, stellt sie sich auch ins Abseits.

Mit unseren Patchworkkindern habe ich viele Jahre hautnah erlebt, wíe es ist, wenn die Mutter sich den Kindern gegenüber nicht zurücknimmt. Wenn sie auf Aussagen der Kinder reagiert als wenn sie mitentscheiden dürfte. Wenn sie die Aussagen uneingeschränkt glaubt. Wenn sie nicht in der Lage ist oder nicht wissen möchte, dass Kinder dem einen erzählen was er hören möchte, obwohl sie sich wohl fühlen. Sie merkten, dass die Mama es nicht wünschte, dass sie sich hier wohl fühlten
Wir haben harte Zeiten hinter uns, mittlerweile glätten sich die Wogen, die Kinder sind angekommen.........in dem Moment, wo die Mutter erkannte, dass es fast zu spät war ihnen den Weg in ein anderes Leben leichter zu gestalten, entspannten sie sich und es lief. Mittlerweile bin ich Beraterin, Freundin und ein wenig Mamaersatz.
Wir unterstützen auch weiterhin den Kontakt zum Lebenspartner der Mutter, leider ist der nicht mehr so wirklich gewünscht von ihm......

Übrigens ist dies auch wieder nicht geschlechterspezifisch, es gibt auch gute und weniger gute neue Männer als Partner.

Maya38

Anfänger

Beiträge: 18

Danksagungen: 26

Wohnort: Kassel

4

Montag, 23. Mai 2011, 09:35

Hallo

Hmm, ich bin zum Glück noch nicht in dieser Situation, d.h. mein Ex und ich haben zwar neue Partner, aber keiner von denen mischt bisher bei der Erziehung mit, mein neuer Partner möchte meine Tochter zwar gerne kennenlernen, aber ich bin da noch vorsichtig, da sie gerade erst die Trennung richtig verarbeitet...kam bei ihr erst einige Zeit danach.

Mein Ex hat die Kleine ja eh nur ein zwei Tage in der Woche, ob er da gleich die Neue miteinbezieht, glaub ich eher nicht. Fakt ist: man hat immer ein blödes Gefühl, sich mit den neuen Partner arrangieren zu müssen und wenn DIE sich dann noch in die Erziehung einmischen, kann es haarig werden. Sicher spielt hier auch die ARt und Weise eine Rolle, ich würde es nicht tolerieren, wenn die Neue sich negativ einmischt oder versucht, zu intrigieren etc.- aber da hoffe ich einfach auf den Verstand meines Ex.....

Ich persönlich finde es recht schwer, allein schon die Vorstellung....denn man muss IMMER die Gefühle, die noch die Beziehung zum Ex betreffen aussen vor lassen und NUR die Elterngefühle zulassen...das kann sich manchmal vermischen und auch in Hass ausarten, wenn man dem Ex z.B. eins auswischen will oder sich rächen möchte.

Es kostet sehr viel Kraft, diese Linie immer einzuhalten , jetzt schon - und wenn Begegnungen mit neuen Partner anstehen, wird es noch mal anstrengend werden. Generell finde ich, man sollte sich bei diesen Entscheidungen ( neue Parnter miteinbeziehen ) sehr viel Zeit lassen und auch schauen, wie es für die Kinder am besten ist.

LG Maya :thumbsup:

Steffi83

Fortgeschrittener

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Wohnort: Dortmund

Beruf: Kranke Schwester :-)

5

Montag, 23. Mai 2011, 12:27

Aber ist es, spätestens dann wenn der Alte und die Neue *g* zusammen leben nicht automatisch so, dass die dort betreuten Kinder auch von beiden mit erzogen werden?

Ich nehme mal ein Beispiel... wenn ich einen Partner mit Kind hätte, dieses Kind würde meine Möbel attackieren während mein Partner gerade duscht, würde ich was sagen. Ist das dann einmischen?

Ich stelle mir dann auch die Frage, warum in mir das Gefühl wächst, mich einmischen zu müssen, wenn eine "Fremde" dabei ist, die mein Kind mit betreut. Ja... warum muss ich das eigentlich? Will ich alles unter Kontrolle haben, weil ich mich ganz vielleicht für die "Bessere" im ewigen Kampf zwischen getrennten Eltern halte?

Wenn ich ehrlich bin war dies der Grundvater meiner Gedanken.

Dann habe ich mal meine "Stief"eltern rückblickend beobachtet... was hätten diese beiden wunderbaren Menschen gelitten, wenn meine Eltern so einen Krieg um sie veranstaltet hätten... und mir würden heute wichtige Menschen fehlen... vielleicht...

Ähm... versteht jemand was ich sagen will? Ich schreib irgendwie verwirrt...

lg
Zuerst ignorieren sie Dich, dann lachen sie über Dich, dann bekämpfen sie Dich und dann gewinnst Du.

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Deutscher Meister 2011.... Borussia Dortmund

pandora

unregistriert

6

Montag, 23. Mai 2011, 12:42

Hallo Steffi,
schreibst doch nicht verwirrt! ;) Ich denke, ich vertehe ganz gut, was du meinst. In eimnem normalen Rahmen muss man ja auch was sagen. Macht man doch automatisch schon, wenn Besuchskinder da sind. Bei uns war und ist es halt so, dass die Freundin von meinem Ex mich vor den Kindern runtermacht, im Beisein des Vaters, und der nix sagt. Letztes Jahr im Sommer hat sie sich dann so danaeben benommen, dass ich sie bei mir rausgeschmissen habe :thumbup: .
LG,
Birgit

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Steffi83

Fortgeschrittener

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Wohnort: Dortmund

Beruf: Kranke Schwester :-)

7

Montag, 23. Mai 2011, 13:44

Ich denke, in einer guten und stabilen Eltern/Kind Beziehung schafft es kein "Neuer", dies zu zerstören.

Hach, da ist er, der Satz, der mir fehlte
Zuerst ignorieren sie Dich, dann lachen sie über Dich, dann bekämpfen sie Dich und dann gewinnst Du.

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Deutscher Meister 2011.... Borussia Dortmund

Moni42

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8

Montag, 23. Mai 2011, 14:43

Aber ist es, spätestens dann wenn der Alte und die Neue *g* zusammen leben nicht automatisch so, dass die dort betreuten Kinder auch von beiden mit erzogen werden?


Genauso ist es eigentlich, wenn alles normal läuft. Es kann nicht sein, dass in einem Haushalt mehrere Parteien nebeneinanderherleben. Wenn es um Miteinander gehen soll, werden Alltagsdinge auch vom Neuen Partner übernommen. Es muss klare Absprachen geben...

Beitrag aus März zum Thema Patchwork

Auch gibt es Themen, deren Entscheidung allein den Eltern obliegt (Schule, Kirche, Impfen, Sportarten). Ob aber die Hausaufgaben gemacht sind, für die Schule gearbeitet wird, die Füße auf den Tisch gelegt werden, dass ist je nach Kostellation von dem Elternteil alleine gar nicht zu schaffen, warum auch. Alle haben etwas davon, wenn es miteinander geht und nicht gegeneinander. Die Kinder profitieren von der Zeit, die gewonnen wird, bei gegenseitiger Unterstützung. Können das ein oder andere mitmachen, was ohne Unterstützung durch den/die Neuen zeitlich nicht klappt. Oder oder oder......

Miteinander ist mehr Lebensqualität :)

TomTeilzeitpapa

unregistriert

9

Montag, 23. Mai 2011, 22:24

Hi,

meine Ex hat bereits einen neuen Partner, der auch so langsam die Kinder kennenlernt.

Ich kenne ihn flüchtig und bis jetzt verstehen wir uns ganz gut.

Es gab bereits eine "kritische" Situation: Meine Ex musste mit unserem Großen ins Krankenhaus (2 Tage zur Beobachtung wegen Gehirnerschütterung) und ihr "Neuer" hat über Nacht auf unsere Kleine aufgepasst. Ich konnte nicht, da ich geschäftlich im Ausland war. Am nächsten Tag habe ich sie dann bei ihm abgeholt und gesehen, wie gut sie sich verstehen.

Der Stich der Eifersucht ist allerdings langsam wieder verschwunden, da ich mich für meine Kinder sehr freue.

Der positivste Gedanke, den ich seit unserer Trennung für die Kinder sehe, ist die Möglichkeit 2 weitere Eltern, noch mehr Großeltern und eventuell Geschwister dazuzugewinnen. Den Gedanken finde ich sehr schön :) und jetzt schau mer mal ob des auch so klappt...

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