Guten Abend ihr alle,
ich habe immer noch nicht kapiert, wie ich mehrere Zitate in meine Antwort reinbekomme. Ich bin auch bemüht, nichts wieder hochzuschaukeln und auf niemanden "einzudreschen" und erlaube mir dennoch zu antworten.
Wenn ich etwas zitiere, gehe ich nach dem Prinzip vor Autor, KommentarNR., in Bezug genommene Textstelle in Anführungszeichen. Ich bitte das zu entschuldigen und fange einfach hinten an, mal sehen, wie weit ich komme:
@rick, 29 "respektvoll und wertschätzend mit kind umgehen, dazu gehört nie ein schlechtes wort über den anderen elternteil verlieren, strikte trennung von dingen, die nur erwachsene angehen, kind eben vor diesen dingen schützen. es auch auffangen, wenn wieder enttäuschungen erlebt werden, die naturgemäss dazugehören.
für mich ist es wichtig, irgendwann dann dem jungen menschen in die augen sehen zu können, und mit recht behaupten zu dürfen: vielleicht hab ich ja nicht alles richtig gemacht, aber ich hab mein bestes gegeben."
Lieber Rick, ich bin hier mit Dir ebenfalls voll und ganz auf Deiner Linie. Den Brief, den airam unter 23 eingestellt hat, habe ich im Februar, das war 4 Wochen nach der Trennung den Verwandten und Freunden und meinem Mann gegeben. Für mich ist es selbstverständlich und ob Ihr es glaubt oder nicht, ich habe mich daran gehalten und werde mich daran halten. Ich komme darauf später zurück.
Beruhigen kann ich dahingehend, dass ich hervorragend einstecken kann, weil ich weiß, dass ich austeilen kann. Möglicherweise ist das auch ein Grund, dass ich nicht viel früher in meiner Paarbeziehung die Reißleine gezogen haben, statt Reiß aus zu nehmnen. Ich hätte mir viel erspart.
Dich möchte ich bitten, Deinen Kommentar 29 so stehen zu lassen, wie er bis 22.00 h stand, da es nicht nur verständlich, sondern auch nachvollziehbar macht. Es erklärt u.a., warum Du meine Stellungnahme als manipulativ, der BILD würdig, und auf Dich "eindreschen" wertest.
Ehrt es mich durchaus

, dass Du meine Methode der Bildzeitung würdig betrachtest, kann ich Dich beruhigen. Auch wenn es einige Kollegen als anstrebsam ansehen, an einem Blatt mitzuwirken, dass als Größtes immerhin noch von 30 % der Bundesbevölkerung gelesen wird und der Rest Informationen nur noch über das Fernsehen konsumiert, würde der Chefredakteur mich prinzipiell schon nicht nehmen und bleibt mein Metier für die BILD uninteressant. Ich habe mich bisher in erster Linie mit der Rspr. des Bundesverfassungsgerichts über die Sicherheitsgesetzgebung des Staates befasst.
Nur Deine Erfahrung erklärt Deine Einschätzung meines Postings als Methode:
Ich sehe keinen Widerspruch darin, Dir für den "Normalfall" Zustimmung zu signalisieren - damit bin ich groß´geworden - und Dich dennoch darauf hinzuweisen, dass ich mit Deiner Formulierung als Juristin Bauchschmerzen habe. (Ja, die bin ich auch! Ich rechtskundig, wie es so schön heißt)
Du siehst selber, welche Aussagekraft hinter dieser Formulierung steckt.
Deine Aussage erfährt zwar eine Einschränkung mit "nach Möglichkeit", doch bleibt "nach Möglichkeit" vollkommen belanglos, weil jursitisch nicht greifbar. Und Du weißt genauso gut wie ich, wie die Rechtspraxis aussieht und wenn Du es im Moment nicht glauben willst, wir sind hier wahrscheinlich weitaus mehr auf einer Linie, als Du denkst.
Ich würde jetzt einfach mal für ein "Touchée" plädieren. Einverstanden?
Für die Allgemeinheit und zum allgemeinen Verständnis: Ich bin selber ein "Scheidungskind". Meine Eltern hatten zwar immerhin die Größe nicht zwischen ihnen zu polarisieren - jedenfalls nach der Trennung - es ändert aber nichts daran, dass wir alle darunter gelitten haben und ich jahrelang vorzugsweise beim Sonntagsfrühstück zwischen die Fronten geraten bin. Bitte geht einfach mal davon aus, dass ich als Kind soweit beeinträchtigt wurde, dass ich alles tue, um mein Kind jetzt vor dieser Erfahrung zu bewahren. Ich weiß worum es geht, ich weiß, was es für die Kinder bedeutet, weil ich es selbst erfahren habe.
Insofern - und ich gehe weiter von hinten nach vorne vor -
@pandora: Ich schließe mich crisl an. Ich wüßte nicht, was die Vermutung zuließe, ich würde meinem Mann den Umgang mit dem Kind zu verwehren.
Im Gegenteil: Ich bin artig zum Jugendamt getrabst, habe mich beraten lassen. Ich bin mehrfach zur Familienberatungsstelle getrabst, habe mich beraten lassen.
Ich bin auch dem Wunsch meines Mannes nachgekommen, kein Jugendamt. Ich habe ihn gebeten, keine Diskussionen vor dem Kind, schriftlich (Moni und Rick). Das hat drei Mal geklappt, beim vierten Mal wurde ich in bekannter Manier vor dem Kind zusammengebrüllt: Damit ihr Euch mal eine Vorstellung macht: "Ich hasse Dich", eine Hundeleine mit Stahlkette in der Hand, ein 1,90 m großer Mann mit 90 kg (ich bin 1,70, 55 kg) brüllend 15 cm vor Euch, neben Euch das Kind. Die gleichen schwachsinnigen Vorwürfe, wie vor 6 Monaten, samt und sonders und gerichtsfest widerlegt.
Tut mir bitte einen Gefallen und kommt mir nicht damit ich sei noch emotional bealstet. Ich habe es hinter mir gelassen. Ich führe Euch jetzt und hier ausschließlich vor Augen, was da dann abgeht. Macht sich einer von Euchn eine Vorstellung, was mir und dem Kind widerfährt, wenn das alle zwei Tage passiert und Euch dann auch noch explizit verboten wird, mit jemandem darüber zu sprechen. Ich glaube, es möchte niemand von Euch mit mir tauschen.
Ganz sachlich und unspektakulär: Ich habe meinem Mann Hausverbot erteilt, ihn an das zuständige Jugendamt verwiesen und das Jugendamt darüber informiert, dass ein ausschließlich von mir ermöglichter Umgang nicht möglich sei.
Es gibt - ebenfalls ganz sachlich und unspektakulär - offenkundig nicht die Option, das Umgangsrecht über mich alleine laufen zu lassen, weil der KV nicht in der Lage/nicht bereit ist - ich weiß es nicht - die Paarebene von der Elternebene zu unterscheiden, er faktisch das Umgangsrecht missbraucht, um Konflikte zwischen uns in der ihm gewohnmten Form mit Gewalt zu lösen, sprich das fortzusetzen, wovor ich geflohen bin.
Für heute abend zuletzt noch ein letztes Wort
@pimboli (22) "BGB 1684(2) Die Eltern haben alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert. Entsprechendes gilt, wenn sich das Kind in der Obhut einer anderen Person befindet.
... ich glaube nicht, dass sich viele an diesen Punkt halten

... Kinder spüren eure Abneigung dem anderen Elternteil gegenüber und daher sollten mal einige drüber nachdenken, wie sie selbst ihre Kids instrumentalisieren ...

... aus einer ganz normalen gestarteten Diskussion, die sich allgemein auf das Eltern-Kind Verhältnis in Bezug auf Umgang bezieht ... "
Einer meiner Gründe mich mit Euch, kontrovers und unter Einrechnung des Maximalwiderstandes, auseinanderzusetzen, ist und bleibt der, meine Tochter hiervon freizuhalten. Für meinenen Mann spüre ich rein gar nichts mehr: Kein Hass, keine Rachegelüste, gar nichts, allenfalls Mitleid für einen Menschen, der nicht kapiert, wie großartig bedingungslose Liebe ist.
Von unserem Bekanntenkreis ist nach der Trennung reichlich wenig übrig geblieben. Ein neuer Freundeskreis ist noch nicht in einem neuen Umfeld bzw, nur sporadisch entstanden. Wo sollte ich es besser tun als hier? Es gibt erstmal niemanden!
Habt Ihr das noch nicht gewusst? Selbst wenn man nicht nur die Seele gestreichelt bekommt - wo findet das statt? - ist es besser überhaupt geredet zu haben, als es in sich hineinzufressen. Täte ich das, würde meine Tochter es zweifellos spüren.
Und so als allerletzten Absatz und zum besseren Verständnis: Mir ist doch tatsächlich zum ersten Mal in meinem Leben die Anerkennung meines Vaters und meiner Stiefmutter zu teil geworden: Dass es beeindruckend wäre, wie ich trotz allen erfahrenen Leids mit meiner Tochter umgehen würde. Darauf darf ich mir bei uns ernsthaft etwas einbilden, denn mein werter Herr Papa ist immer noch der Meinung, dass er besser entscheiden könnte, was für mich und das Kind besser sei als ich selber das kann. (Vergesst es , auch das ist mit der Psychotherapeutin umfangreich diskutiert)
Ich formuliere es um: Auch wenn mein Papa bis heute wenig auf meine Entscheidungen gibt - obwohl ihm inzwischen zwei Psychologen meine Haltung bestätigt haben - scheine ich ihn immerhin damit beeindrucken zu können, dass ich es schaffe, mein Kind nicht sprüren zu lassen, wie sehr ich durch diese ganzen Starapazen beeinträchtigt bin.
So ich kann nicht mehr, ich gehe jetzt ins Bett und wünsche Euch eine gute Nacht!
Claudia
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