Freitag, 23. August 2019, 22:33 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

Gruppen

Gruppen und soziale Netzwerke nach Regionen und Themen
Regionale Gruppen

Chat für Alleinerziehende

Wer macht was?

feels
06.05.2019
um 11:18 Uhr
Zu paar Usern habe ich ja noch etwas Kontakt, aber die Aktivitäten im Forum vor 10 Jahren sind leider mit heute nicht vergleichbar. Eigentlich sehr schade :(
 
Was machen Andere?

Kontrollzentrum
Neue Benutzer

Sagittarius (Heute, 11:25)

aaronsdental (19. August 2019, 09:58)

Viktoria85 (15. August 2019, 07:16)

Elfin (14. August 2019, 23:38)

Curuladre (14. August 2019, 20:17)

Zur Zeit sind keine Benutzer aktiv.

Umfrage

Keine Umfrage vorhanden.

Neu in der Galerie
von Karina86

mukunzi

Anfänger

Beiträge: 10

Danksagungen: 2

Wohnort: Deutschland

Beruf: Dipl. Übers. (Uni)

1

Samstag, 13. August 2011, 17:13

Anwalt

Hallo,

ich möchte eine Frage stellen und hoffe, dass sie direkt bei denjenigen landet, die bereits so was erlebt haben.
Ich habe zwei Anwälte zum Thema "gemeinsames Sorgerecht" aufgesucht. Jeder hat mir gesagt, dass es aussichtlos sei, einen Antrag zu stellen, weil diesem nicht stattgegeben werden könne. Ich habe ausdrücklich auf die neue Rechtslage hingewiesen und sie gaben zu verstehen, dass alles nur schimärisch sei.
Ich habe trotzdem bei meinem Standpunkt beharrt und gegen das Wohlwollen meines Anwalts darauf bestanden, dass er den Antrag stellen soll. Kann ich damit Erfolg haben oder kann er mich an dem Tag der gerichtlichen Verhandlung diesbezüglich nicht verteidigen?

Mfg
Man sollte sich immer vergegenwärtigen, dass Kindeswohl mit Mutter- bzw. Vaterliebe nicht immer :hajduk .heulw deckungsgleich sind, denn letztere können in machen Situationen dem Kind enorm schaden....

pandora

unregistriert

2

Samstag, 13. August 2011, 17:43

Hallo,
meiner persönlichen Erfahrung nach kann so ein Antrag durchaus Erfolg haben. Allerdings geht das nicht so schnell, da kommen ziemlich hohe Rechnungen zusammen.Viele Anwälte scheuen diese langwierigen Prozesse, da der Ausgang durchaus nicht sicher ist. Wenn aber der Sachverhalt so nachgewiesen wird, dass dem Kind dadurch geholfen wird, müsste es eigentlich gehen. Da ich jetzt deinre persönliche Situation nicht kenne, möchte ich dir keine "Hoffnungen" machen. Ist schon was kompliziert. Aber ich bin der Meinung, dass es durchaus einen Versuch wert ist.

Wie gesagt: es ist schwierig, und sehr Einzelfall abhängig. Bei mir hat es geklappt, weil dem KV nachgewiesen werden konnte, dass er viele Alltagsentscheidungen boykottiert hat. Und wenn es sein muss, lass dich noch ein drittes Mal beraten. Und ich sehe eigentlich nicht, warum er sein Mandat niederlegen sollte......

Birgit

Es haben sich bereits 1 registrierter Benutzer und 1 Gast bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

mukunzi (13.08.2011)

mukunzi

Anfänger

Beiträge: 10

Danksagungen: 2

Wohnort: Deutschland

Beruf: Dipl. Übers. (Uni)

3

Samstag, 13. August 2011, 18:34

Anwalt

Hallo pandora,
vielen Dank für deine Anwort, die mich noch in meiner Entscheidung bestärkt. Ich hoffe nur, dass mich mein Anwalt nicht im Regen stehen lässt.

Die Ausgangssituation zwischen deinem Fall und meinemi st beatimmt ganz anders. Du hattest wenn ich gut verstanden habe, das hälftiges Sorgerecht und dein Ex oder Partner die andere Hälfte, die ihm auf Grund gravierender Vorfälle entzogen worden ist.

Es ist bei mir das Gegenteil.Die Km hat sich von vornherein gegen ein gemeinsames Sorgerecht ausgesprochen und hat für die Kinder (den Sohn und die Tochter) ein Dokument vom JA darüber ausstellen lassen. Ich berufe mich auf das Urteil des BverGg letzten Jahres, um das Sorgerecht auf mich übertragen zu lassen, weil nichts meiner Meinung nach dagegen spricht.
Der Umgang bezüglich des ersten Kindes ist gerichtlich geregelt worden und ich halte mich auch dran, weil ich ihn über alles liebe. Wollte dies sogar einvernehmlich mit der KM ausdehnen, aber vergeblich. Mein Anwalt hat einen Antrag diesbezüglich gestellt und es wird auch klappen, denn er ist derselbe, der mich letztes mal verteidigt hat, obwohl er wenig Chance bei dem Antrag zum Sorgerecht sieht.
Finanziell kann das ernorm sein, aber ich bin derzeit arbeitssuchend und lebe von Hartz4, genauso wie die KM, die für den ersten Prozess keinen Cent bezahlt hat. Das ist also der Grund, warum ihr Gerichtsprozesse lieber als Kooperation sind, weil sie gar nichts zahlt.

Ich habe meine Argumente, warum ich das Sorgerecht einklage, aber die möchte ich meinem Anwalt nicht als Orientierung geben, denn du weiss, solche Leute lassen sich ungern belehren.

Denkst du, dass der Prozess genauso lange dauern wird, wie bei dir? Ich zahle auch diesmal sowieso nichts, weil ich Sozialempfänger bin.

Mfg
Man sollte sich immer vergegenwärtigen, dass Kindeswohl mit Mutter- bzw. Vaterliebe nicht immer :hajduk .heulw deckungsgleich sind, denn letztere können in machen Situationen dem Kind enorm schaden....

Es hat sich bereits 1 Gast bedankt.

pimboli

Administrator

Beiträge: 2 607

Danksagungen: 2221

Wohnort: Münsterland

Beruf: It-Systemkauffrau

4

Samstag, 13. August 2011, 20:02

Hallo Mukunzi ...

... momentan besteht eine *Übergangslösung* ... nachzulesen beim Bmj ... oder auch da ... die Rechtssprechungen der letzten Monate richten sich nach dem Kindeswohl und sind schon *pro* Väter ... daher denke ich, dass Du mit dem richtigen Anwalt schon eine reele Chance hast, das gemeinsame Sorgerecht zu erhalten ... da Du ja schreibst, dass auch der Umgang geregelt ist ...

viele Grüße
Waltraud ;)
... irgendwie ... irgendwann ... irgendwo ... ;)

... nur 50% der Eltern sind Mütter ... :rolleyes:

Es haben sich bereits 1 registrierter Benutzer und 1 Gast bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

mukunzi (13.08.2011)

Katana

Schüler

Beiträge: 42

Danksagungen: 68

Wohnort: Köln

5

Samstag, 13. August 2011, 20:24

Hallo,

Zitat: "Ich habe meine Argumente, warum ich das Sorgerecht einklage, aber die möchte ich meinem Anwalt nicht als Orientierung geben, denn du weiss, solche Leute lassen sich ungern belehren."

Das verstehe ich nicht, Du willst deinem eigenen Anwalt Argumente vorenthalten??
Das ist dumm, (sorry) aber er muss doch die Argumenten kennen um für dich einzutreten. Wenn es gute Argumente sind, die dem Kindeswohl entsprechen: gut.
Wenn es egoistische Argumente sind, ungünstig.

Zitat: "Denkst du, dass der Prozess genauso lange dauern wird, wie bei dir? Ich zahle auch diesmal sowieso nichts, weil ich Sozialempfänger bin."

Sorry, auch hier für meine Antwort. Aber es sollte weder von der KM noch von Dir ein Argument sein "ich zahle eh nicht", denn nur deswegen vor Gericht zu gehen ist ebenfalls dumm.
Außerdem, nur weil ihr nichts zahlt, heisst es nicht, dass keiner zahlt.

Ich wollte Dir damit jetzt nicht vor den Kopf stoßen...

Es haben sich bereits 1 registrierter Benutzer und 1 Gast bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

mukunzi (13.08.2011)

pandora

unregistriert

6

Samstag, 13. August 2011, 20:49

Hallo Mukunzi,

ich kann Katana nur Recht geben. Das Wohl des Kindes sollte in jedem Fall über dem Wohl der Eltern stehen. Kinder sind keine Spielfiguren, die hin und her geschoben werden können. Und wie pimboli schrieb: bestehen schon Regelungen, die funktionieren, dann werden die mit zur Entscheidung herangezogen.
Wie lange so eine Entscheidung bei Gericht dauert, kann keiner sagen. Das ist wirklich komplett vom Einzelfall abhängig. Und auch da gebe ich Katana recht: du solltest deinem Anwalt vertrauen, im alles erzählen, was in dieser Sache von Relevance ist, sonst kann es unter Umständen zu Nachteilen für dich kommen.

Wie gesagt: eine Chance besteht meiner Meinung nach immer im Leben, man sollte aber auch versuchen, ruhig und sachlich zu argumentieren.

In diesem Sinn noch einen schönen Abend,
Birgit

Sie haben den Thankomaten für diesen Beitrag aktiviert.

mukunzi

Anfänger

Beiträge: 10

Danksagungen: 2

Wohnort: Deutschland

Beruf: Dipl. Übers. (Uni)

7

Samstag, 13. August 2011, 21:16

Anwalt

Hallo Katana, pandora und pimboli,
vielen Dank für Euere Antwort und Anregungen.

Katana ich weiss genau wovon ich rede, wenn ich mich auf meine Argumente beziehe, die ich meinem Anwalt gar nicht vorenthalten habe. Er brauche sie nicht, hat er gesagt, denn man bekomme seiner Meinung nach kein gemeinsames Sorgerecht zugeteilt, wenn sich beide Elternteile nicht verstehen bzw. verständigen können. Der Richter werde immer zugunsten des Elternteils entscheiden, ben dem das Kind oder die Kinder wohnen, meinte er.
Hauptsache ist, dass er den Antrag obschon ohne triftige Begründung gestellt hat. Ich werde auch sicherlich nach den Beweggründen meines Antrags gefragt und da werde ich diese Argumente, die für ihn ohnehin irrelevant sind geltend machen. So hast du mich vielleicht besser verstanden.

Das mit dem Zahlen, meinte ich auch nicht, dass keiner zahlt. Der Staat wird doch zahlen müssen, weil ich zahlungsunfähig bin. Ich zahle schon für den ersten Prozess bezüglich der Umgangsrechtsregelung. Die KM hat immer gesagt, sie sei bereit vor Gericht zu gehen, weil sie sowieso nichts zahlt, warum sollte ich auch nicht froh sein, das ich diesmal nicht zahlen muss?

Die Kinder sind für mich wichtger und wennes nicht der Fall wäre, dann hätte ich mir den ersten Gerichtsweg erspart und Geld gespart. Es ist nicht so, wie du denken magst.

Die KM macht die Musik und ich tanze nach ihrem Rhytmus. Sie sei nur durch Verordnungen des JA oder Beschlüsse vom Gericht zu bewegen, sonst habe sie mit mir über die Kinder gar nichts zu reden und Auskünfte über sie bekomme ich auch nicht. Vielleicht ist das normal für dich, aber der menschliche Verstand würde meiner Meinung nach solch ein Verhalten sehr vehement anprangern.
Man sollte sich immer vergegenwärtigen, dass Kindeswohl mit Mutter- bzw. Vaterliebe nicht immer :hajduk .heulw deckungsgleich sind, denn letztere können in machen Situationen dem Kind enorm schaden....

inesk

Senior Mitglied

Beiträge: 69

Danksagungen: 56

Wohnort: Berlin

Beruf: Elektromaschinenbauer tätig als Verkäuferin

8

Samstag, 13. August 2011, 22:31

Dein Anwalt hat Recht, wenn sich die Eltern nicht verständigen können, dann hat ein gemeinsames Sorgerecht keinen Sinn und der Richter wird zu 100 % daran nichts ändern. Eine Voraussetzung für ein gemeinsames Sorgerecht ist nun mal die Verständigung der Eltern zum Wohle des Kindes und wie du selber schreibst, ist das bei euch nicht gegeben.
Klar hat der Anwalt den Antrag gestellt, denn wenn keine Aussicht auf Erfolg besteht, wird Prozesskostenhilfe abgelehnt und du kommst für die Kosten selber auf! Das scheint dir wohl nicht klar zu sein.
Prozesskostenhilfe wird nur bei Aussicht auf Erfolg gewährt! Da die Anträge auf Prozesskostenhilfe durchaus mal etwas länger dauern, können da für dich schon erhebliche Kosten aufgelaufen sein. Und die musst du zahlen, notfalls in kleinen monatlichen Raten.

Es hat sich bereits 1 Gast bedankt.

mukunzi

Anfänger

Beiträge: 10

Danksagungen: 2

Wohnort: Deutschland

Beruf: Dipl. Übers. (Uni)

9

Samstag, 13. August 2011, 22:52

Anwalt

Hallo Inesk,

vielen Dank für deine einleuchtende Antwort. Ich habe mal eine Gegenfrage: Warum besteht diese Möglichkeit, dass man das gemeinsame Sorgerecht bei Gericht einklagen kann, wenn dies deiner Meinung und der meines Anwalts nach keine Aussicht auf Erfolg verspricht.
Das wäre meines Erachtens ein Widerspruch seitens des Gestzgebers, denn es ist dir sehr sehr klar, dass vor Gericht gehen immer heißt, dass es kein Einverständnis gibt und folglich keine Einigung. Denn wenn diese gegeben wären, dann hätte man ohne Eingreifen der Richter alles regeln können. In diesem Sinne stimme ich dir und meinem Anwalt nicht zu, denn der Gerichtsweg ist dafür da, um Streitfälle zu schlichten.

Eine KM geht nie vor Gericht, um amEnde ja zu sagen.Sie beharrt bis zum letzten Bluttropfen bei ihrem Nein.

Mfg
Man sollte sich immer vergegenwärtigen, dass Kindeswohl mit Mutter- bzw. Vaterliebe nicht immer :hajduk .heulw deckungsgleich sind, denn letztere können in machen Situationen dem Kind enorm schaden....

Es hat sich bereits 1 Gast bedankt.

inesk

Senior Mitglied

Beiträge: 69

Danksagungen: 56

Wohnort: Berlin

Beruf: Elektromaschinenbauer tätig als Verkäuferin

10

Sonntag, 14. August 2011, 21:01

In eurem Fall sieht ein Gericht schon förmlich, dass immer neue Klagen kommen werden, da ihr als Eltern nicht zu Wohle des Kindes kommunizieren könnt. Bei jedem Kitawechsel, Schulwechsel, Kinderausweis beantragen usw. sind bei einem gemeinsamen Sorgerecht beide Unterschriften nötig. Wie bitte soll das funktionieren, wenn ihr als Eltern nicht miteinander umgehen könnt? Wer ist der Leidtragende ... euer Kind.
Klar gibt es die Möglichkeit das gemeinsame Sorgerecht bei Gericht zu beantragen z.B. für Eltern, die vor dem gemeinsamen Sorgerecht ein Kind bekommen haben und ihr Sorgerecht auch bewußt gemeinsam wahrnehmen wollen, trotz Trennung.
Und falls es dich beruhigt, auch das alleinige Sorgerecht bekommt man nicht so einfach. Mein Ex- Mann hat per Gericht unter Androhung empfindlicher finanzieller Strafen Auflagen bekommen, wie er sich zum Wohle seiner Kinder verhalten soll, wie er mit mir kommunizieren soll.

Es haben sich bereits 2 Gäste bedankt.