Tut mir leid, ich bin auch heute mega-gefristet.
Nehmt es nicht persönlich, bitte!
Überall heißt es: Frag den Profi, ihr müsst euch helfen lassen!
Mensch, meine Kinder leiden unter der Trennung, weil der Vater sich nicht kümmert etc. Mal mehr, mal weniger.
Aber das Leben ist nicht immer schön, und VOR der Trennung war es genauso. Da hätte niemand gesagt, dass ein Profi helfen soll, sondern da hätte ich es als Gattin dann halt richten müssen.
Meiner Meinung nach verschiebt man alles Unglück, weg von sich selbst, bloß nicht mit den eigenen Fingern anfassen, und lässt die Konsequenzen eines Unglücks, bsp. traurige Kinder nach Trennung, von "Profis" "behandeln", und alles ist gut. Bzw. lenkt es auch manchmal von wesentlichen anderen Dingen ab.
Eine Frau aus dem Bekanntenkreis ist regelrecht geschockt, dass sich ihr Kind solche Fortschritte gemacht hat (in meinen Augen ganz normale Entwicklung), dass sie händeringend das nächste Problem am Kind sucht, welches mit Therapien anzugehen ist. Sie hat viiiiel Zeit dafür ...
Ich hasse Profis derzeit wirklich! (vorsicht, bin geladen, s.o.)
Mal einige Beispiele, wo Profis nicht helfen konnten. (Ehrlich kann ich mich kaum an positive Beispiele erinnern, für eine Positivliste.)
Mit einem Profi (Therapeut) war ich verheiratet. Das zum einen. Der war wohl auf der Arbeit großer Profi, aber zu Hause rundum hilflos. Und mit diesem Wissen um seine umfängliche Totalinkompetenz frage ich mich schon, wie hoch die Qualität seines beruflichen "Profitums" eigentlich ist.
Die Profis von der Eheberatung/- therapie waren gut, aber erfolglos, der Ex hat nicht so richtig mitgemacht. (Immerhin konnte ich mich dann ruhigen Gewissens scheiden lassen.)
Die Profis vom Jugendamt/Erziehungsberatung waren vll gut, aber erfolglos, denn der Ex ist nie zu Gesprächen erschienen.
Die Profis von der UHV-Stelle sind vielleicht gut, aber der Ex ist so viel besser, dass er bsp. trotzdem nicht zahlt. Und sich nicht kümmert. Weil kein Profi es schafft, ihn zu irgendwas zu bewegen, was er nicht will.
UNS/MIR haben diese Profis nicht so wirklich geholfen. Außer dazu, zu wissen, was alles nicht geht. Aber das ging ja schon vorher ohne ihre Hilfe auch nicht.
Ich habe pflegebedürftige Angehörige, denen hilft kein Profi, und ich habe alles versucht. Krankenhäuser, Fachärzte, Palliativmedizin. Nichts hilft. Obwohl es überall heißt: Hilfe?! - Kein Problem, wenden Sie sich an ...
Das macht MIR lebenstechnisch sehr, sehr große Probleme, und nichts hilft. (Doppelproblem: AE, berufstätig und pflegebedürftige Angehörige)
Selbst würde ich gerne momentan mit einem kompetenten Menschen sprechen, hätte gerne Unterstützung. Mal für mich.
Aber ein wenig "Rumgesülze" einmal wöchentlich hilft mir nicht.
Todunglücklich bin ich.
Aber rational genug, um zu wissen, dass nur ich oder keiner MIR aus dem Loch hilft. Es sind die Umstände hier.
Naja, ein Spontanumzug nach Hawaii, Bruch mit dem früheren Leben etc., und schon geht´s. Aber sonst:
Alles sehr, sehr, sehr bescheiden hier.
P.S.: Von der Arbeit meines Ex kann ich gesichert sagen, dass gerade im Kinderbereich oft wenige intensive Stunden mehr mit den eigenen Kindern Wunder bewirken. Einfach mit den eigenen Eltern.
Ganz sicher! Das ist gar keine medizinische Therapie nötig, sondern häufig nur das offene Ohr und die gemeinsame Zeit, die "Fortschritte" bringen.
So, ich gehe jetzt eine Runde heulen und hoffe, dass ich mich dann erleichtert fühle.
Alles Sch*, schon wieder.