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2%

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von mona84

JungOma

Anfänger

Beiträge: 6

Danksagungen: 8

Wohnort: JWD

1

Donnerstag, 26. Januar 2012, 12:42

Den Schritt noch mal wagen?

Hallo,

ich bin hier schon länger angemeldet, habe mich aber noch nie zu Wort gemeldet. Ab und An schaue ich hier mal vorbei um mich zu informieren wie es anderen so ergeht. Ich bin 40, habe 2 (eigene) Kinder (fast 1 Jahr und 20 Jahre alt), werde bald Oma, bin wieder verheiratet. Mein Mann hat eine Tochter aus vorheriger Partnerschaft. Sie ist 8 Jahre alt. Er ist seit 4 Jahren von seiner damaligen Freundin getrennt. Leider gibt es nur Probleme. Durch gerichtlichen Beschluss bekam er das Umgangsrecht für Montags, Mittwochs und jedes 2. Wochenende, sowie die Hälfte der Ferien. Als ich damals „neu“ dazu kam, gab es sehr große Probleme was den Umgang betraf. Es ging leider so weit, dass mein Mann per Gerichtsbeschluss seiner damaligen Partnerin Zwangsgeld auferlegen musste wenn sie die Tochter nicht zu ihm lassen wollte. Wir wurden auf offener Straße von ihr beschimpft, beleidigt und es wurde uns gedroht. Wir wurden verfolgt und bespitzelt. Am manchen Tagen bekam er 200 SMS von ihr mit Drohungen, Beschimpfungen und Liebesschwüren. Wir bekamen Anzeigen weil wir mit seiner Tochter im Schwimmbad waren. Beim Jugendamt erzählte sie einfach, dass die Tochter Angst vor mit hätte, ich Böse sei, Alkoholikerin und andere Beleidigungen (ich erwähne sie lieber nicht wegen Jugendschutz). Seit neuestem schickt sie ihm MMS also Videobotschaften in denen man sehen kann, wie sie nackt auf einem Sessel sitz und äh, an sich selber…..

Die Tochter ist extreme Asthmatikerin. Mutter und Tochter schlafen in einem Bett. Die Mutter raucht im Bett. Die Mutter raucht im Auto wenn das Mädchen dabei ist. Der Kleinen geht es sehr schlecht. Mein Mann hat kein Sorgerecht. Er macht sich aber sehr Sorgen. Als die Kleine bei uns war mussten wir einmal ins Krankenhaus mit ihr wegen einem Asthmaanfall und machten (mit Einverständnis von der Mutter) einen Termin bei einem Lungenarzt aus. Die Mutter wollte nicht mit, sie war lieber bei der Kosmetikerin. Trotz Medikamente hat die Kleine extreme Atemnot. Meiner Meinung nach kein Wunder, da die Mutter ihr den Rauch ins Gesicht bläst und die Kleine im Rauch schlafen lässt. Mein Mann würde seine Tochter liebend gerne zu sich holen. Zu uns besser gesagt. Seit Jahren bettelt sie, dass sie zu uns darf und hier Leben darf. Jedes mal wenn sie hier ist, das ist nicht gelogen. „Wann darf ich endlich zu euch“.

Die Mutter meldet sich anscheinend andauernd beim Jugendamt und erzählt dort Märchengeschichten. Was ihr gerade so einfällt. Das Jugendamt ist genervt. Vor Jahren schon ist uns „ans Herz gelegt worden“ vom JA, nicht jede Kleinigkeit ans JA weiterzutragen. Es würde sonst wie „Rosenkrieg“ aussehen und nicht an das Kindeswohl gedacht werden. Jetzt, wo das Kind so extrem mit Asthma zu kämpfen hat, möchte mein Mann nicht mehr länger mit zuschauen. Er traut sich aber nicht sich ans JA zu wenden. ICH sehe sehr wohl Kindeswohlgefährdung. Aber ICH muss mich ja raushalten, da ich nicht die leibliche Mutter bin. ICH durfte zwar mit ihr zum Lungenarzt (Mutter war damit einverstanden), ICH darf mich auch um die Medikamente kümmern wenn welche fehlen. Mein Mann kümmert sich genauso darum. Ich meine Montags, Mittwochs und jedes 2. WE sind schon viel Zeit in der seine Tochter bei uns ist. Mir gefällt das. Ich finde das gut. Nur trauen wir uns nicht. Er möchte mindestens das gemeinsame Sorgerecht. Eigentlich will er sie ganz hier haben damit endlich Ruhe einkehren kann. Denn der Kleinen tut das Hin und Her absolut nicht gut. Uns auch nicht. Die Kleinste von uns (fast 1 Jahr alt) liebt ihre größere Schwester sehr. Beide lieben sich total. Sie spielen, toben, machen Quatsch. Wenn die Größere wieder gehen muss ist hier trübe Stimmung. „Ich will nicht mehr zur Mama“. Das war aber schon bevor die Kleinste geboren wurde so.

Würdet ihr es noch mal probieren? Noch mal Gericht? Noch mal alles auf den Tisch legen? Noch mal bangen? Unsere Nerven liegen blank.

Entschuldigt den langen Text. Obwohl ich noch ewig weitererzählen könnte was vorgefallen ist und wie es uns dabei ergeht. Uns allen.

airam

*AE.net -Wetterfee*

Beiträge: 1 558

Danksagungen: 918

2

Donnerstag, 26. Januar 2012, 20:54

Scheinbar mehrere Sachen die miteinander verknüpft sind, wie so oft bei solchen Geschehnissen ... eins baut auf dem anderen auf. ...
Ich bin gerade etwas verwundert, bitte nicht böse sein deswegen ...
genau eine ähnliche Grundsituation, nur mit anderen Argumenten behaftet und aus anderer Sicht, ist mir vorhin als posting an anderer Stelle begegnet :rolleyes: ...
Grundsituation: der Vater will das Kind zu sich holen, hat Umgangsrecht , die Mutter aber hat das alleinige Sorgerecht ...
Faktisch :
-Wie seine Ex in Kontakt mit Deinem Lebensgefährten steht, das ist eigentlich deren Angelegenheit, was für MMS uns SMS sie schickt, nun ein Aufreger für Deinen Lebensgefährten und Dich, ... aber soweit ich weiß, ist es ihr Geld was dabei drauf geht, nicht Eures (oder gibts inzwischen schon die Variante der R-MMS und R-SMS ? ).. löschen und gut könnt es sein ... evtl. eine neue handynummer beantragen und sonstiges könnt ihr euch ja mal bei einem Rechtsbeistand erkundigen ... denn dies wird definitv unter "Belästigung" fallen , evlt. sogar Stalking ... aber das wäre vor Ort zu klären...
-Das Mutter und Tochter in einem Bett schlafen, hm ... tja ich kenne diverse Kinder die entweder bei Mama und Papa noch mit ins Bett kriechen ... aber ich gehe davon aus, daß die Tochter durchaus ein eigenes Bett besitzt ... Desweiteren ist mir bekannt, das viele Asthmakranke kinder gerade nachts, wenn ein Asthmaanfall ist, sofort jemanden bei sich brauchen, denn jeder Asthmaanfall selber ist, sehr hoch Angstbelastet ...
-Das die Tochter extreme Asthmatikerin ist, ja das ist übel, gerade für ein Kind ... Asthma wird aber durch die verschiedensten Faktoren ausgelöst, bzw. der Asthmaanfall selber ... Das Rauchen in der Umgebung von Asthmatikern verboten ist, hm es wird nicht unbedingt als positiv von vielem empfunden, ... tja aus der Gesundheitspflege selber weiß ich, das Rauch ein Auslöser sein kann - aber nicht muss ... Da gibt es viele, viele verschiendenste Auslöser ... ich gehe auch nicht davon aus, daß die Mutter Zigarette rauchend dabei sitzt, wenn das Kind sich akut in einem Asthmaanfall befindet ...
-Wenn Untersuchungen in die Umgangszeit des Vaters fallen, die Mutter (da allein Sorgeberechtigt) ihm, oder sogar ggfs. Dir die Erlaubnis gibt, diesen Arztbesuch durchzuführen in Eurer Zeit ... dann ist dem so ... Wann war denn der Lungenarzttermin ? In seiner oder in ihrer Zeit ? ....
Faktisch ist es so, in Eurer Zeit (während der Umgangszeit) hatte das Kind einen schweren Asthmaanfall, wurde zum KH gebracht, und direkt ein Termin mit einem Lungenfacharzt gemacht ... In dieser Zeit befand sich das Kind aber eigentlich in guter, sauberer Luft.
Ich denke da sollte vll. eher explizit mal auf Dauer auf den Auslöser selber geschaut werden ... (Welche Form ist es im genauen ... allergisches Asthma, Belastungsasthma; psychosomatisches Asthma usw. usf.) ...
-Was ihr selber noch versuchen möchtet oder könnt, ist Deine Fragestellung ? ... Hm al erstes, was möchte Dein Lebensgefährte ...Wenn es selber für ihn/euch eine nicht tragbare Situation ist, dann geht doch zum Jugendamt, wenn vor Jahren euch nahe gelegt wurde, Ruhe zu bewahren , es ist einige Zeit vergangen , aber hingehen müßte er schon selber ... Letzendlich hat er nichts zu verlieren, oder ? ... Und Rosenkrieg ? Ich erinnere mich an den Film ... ich glaube die Situation war da doch etwas anders ;) Nein im Ernst ... Er kann bei der Kindesmutter anfragen, ob sie mit gemeinsamen Sorgerecht einverstanden wäre. Ansonsten bliebe ihm der Weg, diesen zu beantragen bzw. einzuklagen (die Variante gibt es ja) ... Erkundigt Euch doch einfach wenn nichts anderes hilft, mal bei einem Rechtsbeistand ...
-Ach noch etwas ... das Kind ist 8 Jahre richtig ? ... Leider ist nicht ersichtlich, wann die Umgangsregelung selber festgelegt wurde, aber ggfs. sollte aufgrund des veränderten Alters des Kindes über eine erneute Umgangsregelung nachgedacht werden ... Aber ich denke, auch das ist mit der Mutter selber, bzw. dem Jugendamt mal genauer abzuklären, wie die Regelung aussehen sollte ;)

LG airam : iwn
:rot "Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut." (Laotse)
... : iwn ...

pimboli

Administrator

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Beruf: It-Systemkauffrau

3

Freitag, 27. Januar 2012, 18:14

Hallo ...

... auf Deine Frage ... würdet ihr es nochmal probieren ... bei Deiner Schilderung ... ein klares JA ...

... was vorgefallen ist, dass das JA blockt, können wir hier nicht beurteilen ... wenn sie wöchentlich wegen *Kleinigkeiten* involiert werden, aber nachvollziehbar ... ihr habt eine gerichtliche Umgangsvereinbarung durchgesetzt und kümmert euch offensichtlich auch um sein Kind ... mit Anschuldigungen gegenüber dem anderen Elternteil sollte man dem JA nur kommen, wenn sie nachweisbar sind ... ist die Gesundheitsfürsorge wenig vorhanden, ist das garantiert ein Grund einiges ins Rollen zu bringen ...

... eine Möglichkeit, die Dein Mann hat, ist ... erstmal das gemeinsame Sorgerecht zu beantragen ... dies ist durch eine Übergangsregelung bei einer geklärten Vaterschaft mittlerweile möglich ... dazu muss der Vater eine sog. Sorgeerklärung abgeben, dass er Verantwortung für sein Kind übernehmen will ... da er auch das Umgangsrecht gerichtlich durchgesetzt hat und sich kümmert, bedarf es da keiner großen Erklärung ... diese Sorgeerklärung kann er direkt auf dem Jugendamt abgeben ... äußert die Mutter innerhalb von acht Wochen keine Bedenken, erhält er das gemeinsame Sorgerecht ... das vermeidet erstmal unnötige Gerichtsverfahren und bietet vorab eine unbürokratische Lösung für alle Fälle, in denen die gemeinsame Sorge dem Kindeswohl nicht widerspricht ...
... widerspricht die Mutter der gemeinsamen Sorge in der Achtwochenfrist, muss der Vater daraufhin zum Familiengericht gehen und ein Richter die Situation beurteilen, wie sinnvoll ein gemeinsames Sorgerecht ist ... auch da ist die Gesundheitsfürsorge ein wichtiger Punkt ... vielleicht kann dabei auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht geklärt werden und ihr habt ne Chance, das Kind zu euch zu holen ...
... mit gemeinsamem Sorgerecht hat er definitiv mehr Rechte und die Gespräche mit der Mutter werden vielleicht gleichberechtigter ablaufen ...

... ist definitiv eine Verletzung der Gesundheitsfürsorge nachweisbar, dann habt ihr auch die Möglichkeit das Aufenthaltsbestimmungsrecht einzuklagen ... befragt dazu euren Anwalt, wie aussichtsreich die Erfolgschancen sind ...

... das gemeinsame Sorgerecht würde ich an eurer Stelle, nach Deiner Schilderung, auf jeden Fall beantragen ... viel Glück

vg
Waltraud ;)
... irgendwie ... irgendwann ... irgendwo ... ;)

... nur 50% der Eltern sind Mütter ... :rolleyes: