neu bei euch und derzeit schlimm traurig
ich bin 33 jahre alt, habe einen 8jährigen unehelichen sohn, alleinerziehend von anfang an, gerade eine sechsjährige gefühlsschwere und aber auch gefühlsechte beziehung beendet und bin im moment wirklich sehr traurig.
den mann, dem ich gerade den laufpass gegeben habe, habe ich kennengelernt (im praktikum, er war mein "meister"), da war mein sohn zwei jahre alt - habe diesen mann gesehen, und war sofort vom donner gerührt.
diesen wollte ich haben, und keinen anderen, koste es, was es wolle!!!
so etwas hatte ich zuvor noch nie erlebt, habe mich damals gefühlt wie ein kleines mädchen, das zum ersten mal "verknallt" ist. konnte abends nicht einschlafen, nichts mehr essen, konnte es morgens nicht erwarten, ihn wieder zu sehen, bin dann aber zitternd vor aufregung und nassgeschwitzt (ohne scherz) bei der arbeit angekommen... wir sind ein paar geworden, und ich dachte, das ist es jetzt, für immer und ewig, heiraten und glücklich sein für immer.
es hielt ein jahr, die erste große krise, meine erste trennung von ihm, depressionen (mit medikamentenbehandlung damals sogar, so schlimm hatte es mich getroffen).
er hat mich zurückgeholt, wir waren wieder glücklich, ein paar monate, dann kriselte es wieder, stetig mehr, ich trennte mich, er holte mich zurück.
jedes jahr kam eine neue wiederholung dazu. bis jetzt, zum jahreswechsel 2005/2006. und wieder habe ich diesen schlimmen schritt gemacht.
ich kann nicht sagen, woran es wirklich liegt. er ist ein guter mann, guter partner, gut zu meinem sohn gewesen. aber er ist eine sehr starke persönlichkeit (widder von sternzeichen), vielleicht zu stark für mich.
auch ich halte mich für eine starke persönlichkeit, mußte es sein, immer schon. aber sehr emotionslastig dabei, im positiven wie auch im negativen sinn. das hat mir häufig die füße unter den beinen weggerissen.
ich will hier keine dreckige wäsche waschen, denn natürlich gibt es auch zu diesem mann sachen zu berichten, die ihn nicht mehr so toll aussehen lassen.
vielleicht nehme ich es ihm vor allem übel, daß ich trotz dieser doch recht langen beziehung immer eine alleinerziehnde mutter geblieben bin. keine gemeinsame wohnung, keine "echte" beziehung, nur eine fernbeziehung, noch dazu 100 km weit auseinander. ich mußte viel zu häufig allein geradestehen für all die vielen dinge des alltags, alleine organisieren, viel zu häufig alleine klar kommen.
zusammen und doch allein.
ich glaube fest daran, daß er mich trotz aller querelen liebt/geliebt hat, so wie ich ihn auch. und genau das ist mein problem. ich habe angst, angst den "einen" im leben zu verlieren/verloren zu haben, wo ich doch so fest an die gemeinsame zukunft geglaubt habe.
nun sitze ich hier, habe einen dicken kloß im hals, mir laufen die tränen über´s gesicht und ich ertappe mich dabei, gerade eine liebeserklärung an den mann geschrieben zu haben, dem ich wieder einmal den laufpaß gegeben habe...
aber ich weiß nicht mehr weiter. ich bin traurig mit diesem mann und auch traurig ohne ihn.
gerade heute noch hat man mir den gut gemeinten rat mit auf den weg gegeben:
"lieber ein ende mit schrecken als ein schrecken ohne ende".
doch wirklich aufmuntern kann mich dieser rat nicht...
und immer sind die kinder diejenigen, die am allermeisten leiden...
<br /><br /><!-- editby --><br /><br /><em>editiert von: leonie, 02.02.2006, 09:36 Uhr</em><!-- end editby --> [addsig]