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von Sunriel

refa

unregistriert

1

Dienstag, 5. Oktober 2004, 09:03

Den Klagen der Mutter ausgeliefert?

Hallo,
in Psychologie heute findet sich untenstehender beitrag. Nichts uengewöhnliches eigentlich, da lange schon bekannt. Nicht ohne grund machen viele kinder sobald sie selbstaendig anfangen zu denken eine abstimmung mit den fuesen und gehen zum vater.
Das ist wohl auch ein grund wieso die zahl der "allein"-erziehenden Vaeter rasant anwaechst.
tschues refa


Den Klagen der Mutter ausgeliefert?

Jugendliche Scheidungskinder müssen sich häufig mit den Trennungsproblemen ihrer Mütter auseinander setzen. Wie werden sie damit fertig? Und wer leidet mehr: Töchter oder Söhne?



Trennungen und Scheidungen sind nie folgenlos, auch wenn sie Lasten des Zusammenlebens beenden. Kinder "verlieren" nicht nur einen der Eltern, sondern geraten oft als Vertrauenspersonen für die Probleme des anderen in eine Erwachsenenrolle. Entwicklungspsychologen und Familientherapeuten sorgen sich in diesem Zusammenhang vor allem um die Töchter. Denn sie sind, so eine häufige Meinung, ihren Müttern emotional näher als Söhne und durch höhere Fürsorgeneigung stressanfälliger.

Neue Forschungsergebnisse aus Amerika (journal of Family Psychology, 1/2004) widersprechen aber der Ansicht, dass Töchter nach der Trennung der Eltern mehr beansprucht und gefährdet sind als Söhne. Zwei Fragen wurden in einer empirischen Studie mit Jugendlichen aus Scheidungsfamilien gestellt: Werden Söhne und Töchter ähnlich häufig und ausführlich mit mütterlicher Selbstöffnung konfrontiert? Gibt es Geschlechtsunterschiede beim Zusammenhang zwischen der Inanspruchnahme durch die Mutter und jugendlichen Anpassungsschwierigkeiten?

Das Team um Susan Silverberg Koerner von der Universität in Tuscon, Arizona untersuchte mittels Fragebögen knapp 200 jugendliche, die nach der Scheidung der Eltern meist bei ihren alleinerziehenden Müttern lebten (Väter wurden daher in die Studie nicht einbezogen). Die Scheidung lag maximal zwei Jahre zurück.



Am meisten klagten Mütter über finanzielle und persönliche Sorgen und beschwerten sich über ihren Exmann. Söhne und Töchter wurden dabei gleichermaßen in Anspruch genommen. Wie reagierten die Jugendlichen auf die Trennungsproblerne ihrer Mütter? Unabhängig von Geschlecht und Alter zeigten sie selbst entsprechend oft psychische (zum Beispiel ängstliche oder depressive) Symptome, daneben auch Ungehorsam oder gar Suchtmittelmissbrauch.

Söhne wie Töchter sind nach Silverberg Koerner den Klagen der Mütter ausgeliefert und wissen nicht, was sie tun können. Daher wünschten sie sich häufig, dass ihre Mütter mit den Problernerzählungen aufhörten - in erster Linie mit den Tiraden über den Exmann. Andere Reaktione sind vergebliche Wünsche der jugendlichen, ihren Mütter beizustehen (eher bei Mädchen) oder aber ihre Väter zu ver teidigen. Einige Jugendliche (eher Jungs) reagierten neutral was ein emotionaler Selbstschutz sein könnte. Nur wenig reagierten positiv auf die Äußerungen ihrer Mütter - meist wenn diese eine gewisse Kontrolle über die Probleme ver mittelten. Laut Silverberg Koerner weist dies darauf hin wie mit dem Nachwuchs (und das gilt eben auch für di Älteren) nach einer Scheidung gesprochen werden soll: beruhigend, anleitend und wenigstens ein bisschen optimistisch.


CapraCinnamoni

Anfänger

Beiträge: 3

Wohnort: Im Wald

Beruf: Ja !

2

Sonntag, 5. Dezember 2004, 20:51

RE: Den Klagen der Mutter ausgeliefert?


refa

unregistriert

3

Sonntag, 5. Dezember 2004, 21:27

RE: Den Klagen der Mutter ausgeliefert?

Hallo andrea,
leider gibt es selten so vernuenftige sichtweisen wie die von dir, das wuerde den kindern viel leid ersparen.
Grundsaetzlich glaube ich ohnehin nur etwas,wenn mir das die zweite seite bestaetigt. In der scheidungshelferindustrie, vornehmlich JugAemtern, SozialarbeiterINNEN und RAs hat sich diese sichtweise aber noch nicht herumgesprochen.
grus refa[addsig]

Saskia

Anfänger

Beiträge:

4

Montag, 6. Dezember 2004, 08:14

RE: Den Klagen der Mutter ausgeliefert?

Die Wahrheit liegt irgenwo dazwischen.

Klar sollten die Kinder so wenig wie möglich mitbekommen. Allerdings sind auch Mütter "nur" Menschen. Somit ist es klar, dass die Kinder mitbekommen wie es selbigen geht. Das geschieht häufig auch nonverbal.

Also, der Königsweg wäre doch sich einigermaßen fair zu verhalten - und zwar beide Eltern - dann wird dieses Problem schon gar nicht so groß. Das ist nur ein Auszug aus dem, was Scheidungskindern oftmals passiert. da gibt es dann auch noch Großeltern, Väter, Zweitfrauen und und und die sich oftmals nicht richtig verhalten.

Das ist ein Fass ohne Boden. Richtiger finde ich nicht zu sagen "die hat aber" sondern zu schaun warum wird das so gemacht und dem Abhilfe zu schaffen. Es ist wohl jedem klar, dass eine Mutter die jahrelang prozessieren darf nicht immer "heile" Welt spielen kann.

Viele Grüße
Saskia

[addsig]

delphine0077

unregistriert

5

Montag, 6. Dezember 2004, 11:30

RE: Den Klagen der Mutter ausgeliefert?

Hallo
die Kinder werden immer die leidtragenden sein,da sie erst immer mit einbezogen werden wenn es aus ist.Wir als Eltern hatten zeit uns ein Kopf zu machen wie es weiter geht ohne den Partner(ok es gibt ausnahme Fälle,aber in der Regel geht man es vorher durch bevor man sich trennt)und die Kids werden einfach vor vollendete tatsachen gestellt,sollen sich dann quasi von jetzt auf gleich für einen der Eltern entscheiden.Da ist es doch klar das es durch den Wind ist und nicht weiß was richtig ist.Und da das Kind verunsichert ist,lässt es sich auch unbewußt ausnutzen da wird das Kind gefragt was der Papa gemacht hat wieviel frauen bei ihn waren umgekehrt genauso.Und mit den Informationen die wir vom Kind erhalten haben wir nix besseres zutun als zu Anwalt zu laufen und zu sehen ob man daraus ne gute KLage machen kann.
Ok man wird sich nie so verhalten können das das Kind die differenzen zwischen den Eltern nicht mitbekommt aber man sollte schon versuchen den streit fair zu kämpfen.Und die Aussagen des Kindes als Waffe zu benutzen ist nicht fair,damit schade ich eher meinem KInd als den Partner,denn der Partner hat das ganze nach der Verhandlung so gut wie vergessen.Das KInd aber macht sich noch sehr lange gedanken darüber wieso Mama oder Papa sich immer streiten nur weil es was erzählt,was es bei den anderen Partner erlebt hat bzw was los war.Denn wenn wir unsere KInder fragen na wie war es bei Mama oder Papa was habt ihr so gemacht,dann erzählt das KInd es da es denkt Mama Oder Papa mag den anderen doch noch.Denn wieso sollten wir uns aus der Sicht des Kindes denn daran intressieren was der andere gemacht hat.
Mein Vorschlag wäre mit den Kindern vorher drüber sprechen vor der Trennung (wenns möglich ist)
Die Kinder nicht als Druckmittel benutzen
Und die kleinen nicht immer damit einbeziehen indem wir uns bei unseren Kindern beschweren von wegen dein Papa deine Mama hat ja wieder....
Ganz wichtig ist es dem Kind immer wieder klar zu machen das man sich nicht seines wegen getrennt hat.
Gruß delphine[addsig]

Gast

unregistriert

6

Freitag, 10. Dezember 2004, 17:18

RE: Den Klagen der Mutter ausgeliefert?

Ich bin selbst ein Scheidungskind und kenn nun mehr beide seiten,klar sollten die Kinder es nicht mitbekommen,nur geht es nicht,einer der beiden ist immer der verletzte part und auch wenn er/sie nichts sagt,kinder spüren wenn es ihren eltern schlecht geht und reagieren unterschiedlich darauf,aber am schlimmsten so war es zumindest für mich ist wenn zu allem überfluß die eltern noch vor ihren kindern streiten,leider läßt sich sowas oft schwer umgehen,und jeder der da meint zu sagen so hätte er sich nicht getrennt glaube ich nicht,da sind gefühle,ängste,verletzungen vorhanden,die zu unterdrücken und einen auf heile welt zu machen...geht meines erachtens nicht!Sowas funktioniert wenn dann nur wenn man sich in freundschaft trennt,und wer hat sowas schon,würde sagen die wenigsten!
Wenn das Kind am ende beide eltern haben darf auch wenn die lebenssituation beider nun eine andere ist,dann ist doch den meisten kinder geholfen,mein ex hat mit mir viel mieses getrieben,aber trotzallem haben wir uns einmal geliebt,wir haben ein kind und das wünscht sich beide eltern und diesen wunsch werde ich ihr so gut ich kann erfüllen,leider sehen das nicht alle so!
gruß gabi

Saskia

Anfänger

Beiträge:

7

Freitag, 10. Dezember 2004, 17:45

RE: Den Klagen der Mutter ausgeliefert?

Hallo Gabi,

in einigem hast du absolut Recht! Ich finde es auch prima wenn das bei euch klappt.

Leider ist das nicht überall so. Es gibt halt viele unterschiedliche Lebenswege...... Glaub mir, die allermeisten wären froh, wenn da ein Vater für das Kind wäre. Aber leider gibt es halt auch Väter und auch Mütter die sich komplett aus der Verantwortung nehmen.

Ich möchte dann dem betreuenden Elternteil dafür nicht dei Schuld zuschieben - das wäre zu einfach. Und was du sagst mit Streit..... klar bekommen die Kinder das mit. Die haben feine Antennen!

Ich finde es irgendwo unfair, wenn dem betreuenden Elternteil vorgeworfen wird wenn die Kinder etwas mitbekommen. Meist läuft dann ja auch einiges ab - somit sollte mal schaun ob man nicht Ruhe reinbringen kann.

Jedenfalls denke ich nicht dass sich betreuende Elternteile an allem die "Schuld" zuschieben lassen müssen. Das wäre zu einfach.

Viele Grüße
Saskia[addsig]

delphine0077

unregistriert

8

Samstag, 11. Dezember 2004, 13:41

RE: Den Klagen der Mutter ausgeliefert?

Hallo Leute
Also ganz ehrlich wenn ich sowas lese (von wegen Trennung und Familiensachen),da bin ich echt froh das ich im Heim groß geworden bin.Da lernt man wenigstens nicht alles so nah an sich ran zu lassen,deshalb ist man dann auch nicht so "fertig" wenn dannn mal doch einer geht.
Soll jetzt nicht heißen das es nur Vorteile hat,nachteil ist natürlich das man sich ein
Partner später suchen muß der das versteht.Das man lange braucht um ihn an sich ranzulassen und ihn auch sagt "ich liebe dich" obwohl man es ja schon lange tut aber es nicht zugibt,da man nicht enttäuscht werden will.
gruß delphine [addsig]

Gast

unregistriert

9

Montag, 13. Dezember 2004, 17:00

RE: Den Klagen der Mutter ausgeliefert?

Hallo allerseits,

das ist viel Theorie, klar eigentlich sollte alles fernab der Kinder ablaufen.
Ich habe das ganze Theater gerade hinter mir.
Ich war hier der Betroffene, es war einfach unmöglich das Ganze vor den Kindern zu verbergen. Wo sollte ich mit meiner Wut und mit meinem Ärger hin? Ich hätte höchstens abhauen können, aber da hätten sich die Kinder auch gewundert.
Und wenn dann noch versucht die Kinder quasi als "Schutzschild" zu benutzen, um Fragen aus dem Weg zu gehen, ist sowieso alles zu spät.
Die Kinder haben fast alles mitbekommen, ob ihnen das jetzt schadet weiß ich nicht.
In einigen Monaten werde ich aus der Distanz vielleicht auch so vernünftig reden können, aber die Wirklichkeit sieht leider ganz anders aus.

Gruß aus BS
Thomas

Saskia

Anfänger

Beiträge:

10

Montag, 13. Dezember 2004, 17:31

RE: Den Klagen der Mutter ausgeliefert?

Ja Thomas,

es ist viel Theorie und dabei darf man nie vergessen, dass auch wir Eltern Menschen sind.

Es ist unmöglich alles von den Kindern fernzuhalten, sie spüren das.

-----
In einigen Monaten werde ich aus der Distanz vielleicht auch so vernünftig reden können, aber die Wirklichkeit sieht leider ganz anders aus.
-----

Aber vielleicht hilft es irgendwann an einen Punkt zu kommen, wo man genau hinkuckt warum, worum und wie man streitet. Im besten Fall findet man eine Basis, dass man normal mit einander umgehen kann. (z.B. indem man es unterläßt völlig unsinnig um Sachen zu streiten die sowieso nichts bringen).
Das Anspruchssdenken, dass Eltern perfekt eine heile Welt vorgaukeln sollen ist absurd, es geht einfach nicht unter allen Umständen. Vielleicht schafft man es dennoch sie weitestgehend da rauszuhalten und ihnen vor allem zu erklären es hat nichts mit dir zu tun, ich habe dich lieb und ich werde trotzdem immer für dich da sein.......

Ich habe mir z.B. eine Strategie zurechtgelegt. Ich habe mein Kind nie angelogen. Auf frühere Fragen wo denn der Pappa sei habe ich geantwortet: Der ist schon groß, der kann alleine wohnen *grins*. Ansonsten habe ich schön brav den Mund gehalten - allerdings kann ich das Kind auch nicht anlügen - ein ewiger Spagat und merken tun die Kinder eh was los ist....... Ich achte darauf wie das Kind sich entwickelt und nehme ggf. gerne kompetenten Rat an, falls nötig. Man muss sich für sich aus all den Infos das heraussuchen, was für einen zutrifft und wo man dahinterstehen kann.

Viele Grüße
Saskia

[addsig]

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