Freitag, 25. Mai 2012, 12:59 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren
Gruppen

Gruppen und soziale Netzwerke nach Regionen und Themen
Regionale Gruppen

Urlaub Single mit Kind

Silvester 2011
30.12. bis 2.1.2012

Chat fĂĽr Alleinerziehende

Du suchst Erfahrungsaustausch, oder willst gerne nette Leute kennenlernen? - Hier gehts zu unserem Chatroom.

Wer macht was?

jea
25.05.2012
um 09:58 Uhr
ich hätte gerne stahlseiile als nerven guten morgen
 
Was machen Andere?

Kontrollzentrum
Neue Benutzer

Ann12 (Gestern, 14:49)

Want to be lucky again (Gestern, 11:57)

luctifer (Gestern, 10:57)

bellalu (Gestern, 08:49)

Fenja73 (23. Mai 2012, 23:15)

Umfrage

6%

manchmal

92%

nein

2%

ja

Insgesamt 65 Stimmen
Neu in der Galerie
von mona84

Träumerin71

Anfänger

Beiträge: 4

Danksagungen: 5

Wohnort: Gera

Beruf: Angestellte

1

Dienstag, 5. Oktober 2010, 15:10

Angst vor dem Alleinsein

Hallo an Alle,

mein Mann wird nach 21 Jahren Beziehung, davon 9 Jahre verheiratet, in den nächsten Wochen ausziehen und ich frage mich, wie es danach weitergehen wird/soll.

Ich habe Angst vor der Einsamkeit am Abend, an den Wochenenden und überhaupt. Meine Tochter kann mir den Partner nicht ersetzen. Ich bin einfach kein Mensch fürs Alleinsein, brauche Aufmerksamkeiten, Gespräche, was fürs Herz. Oder bin ich im Moment einfach besonders sensibel, was das angeht?

Ich habe mit meinem Mann mein halbes Leben verbracht … habe nie alleine gewohnt. Wie haben andere das hinbekommen? Es ist nicht so, dass ich nicht weiß, mich zu beschäftigen, habe am Abend genug zu tun, da ich Vollzeit berufstätig bin, aber die Gedanken schweifen immer wieder ab, immer wieder denke ich über die Trennung nach, über das Warum.
So ganz egal ist es mir die Trennung dann doch nicht, wie ich vor ein paar Tagen noch dachte. Ich mĂĽsste ihn hassen, fĂĽr das, was alles geschehen ist, ich kann es nicht. Ich bin viel zu sehr emotional noch drin in der Sache. Wie ĂĽbersteht man das?
Wenn mich einer fragt, wie es mir geht, könnte ich ihn Tränen ausbrechen – ich dachte wirklich, die Phase ist vorbei, hatte zwischendrin schon bessere Tage/Wochen.

Und kann man irgendwann wieder normal miteinander umgehen? Momentan herrscht teilweise ein Ton zwischen uns, der erschreckend ist. So etwas brauche ich nicht, merke aber selbst, wie gereizt ich teilweise bin, dann schaukelt sich alles hoch, er wird gehässig, richtig gemein - ein Zustand, den ich nicht länger brauche.

Trotz allem wĂĽrde ich mich gern mit ihm verstehen auf gewisse Art und Weise, schon allein unserer Tochter zuliebe.
Wir waren vor 2 Wochen für 3 Tage zusammen im Spreewald, da dies schon länger geplant und gebucht war (Geburtstag unsere Tochter, ihr Wunsch war ein Tag im Tropical Islands und das wollten wir ihr nicht verwehren). Die Tage waren harmonisch, es war wieder eine gewisse Nähe da, die mich jetzt halt wieder in diesen Zwiespalt bringt.

Es ist das einzig Richtige, dass er auszieht …, dass wissen wir beide, aber trotzdem …es macht mich alles immer noch wütend, traurig, ich bin enttäuscht, verletzt. Wie kann ich mich da selber rausholen aus diesem Tief? Ich merke, dass es mir nicht gut geht, weiß es aber nicht wirklich zu ändern.

Kann mich schwer mit dem Gedanken arrangieren, allein mit meiner Tochter zu sein. Ich kann für uns sorgen, für kommen gut allein zurecht, kein Problem – dass ist es nicht. Versteht ihr, was ich meine?

Danke fĂĽrs Lesen.

Liebe GrĂĽĂźe

Träumerin71

Es haben sich bereits 4 Gäste bedankt.

Beiträge: 278

Danksagungen: 440

Wohnort: Deutschland

2

Mittwoch, 6. Oktober 2010, 17:51

Hallo dann mal einer ThĂĽringerin - davon gibt es ja nun wirklich nicht viele hier.



Na, und auch sonst kann ich Dich gut verstehen. Klingt alles ähnlich
bei mir. Nach 20 Jahren der Mann weg, neu orientiert - nach dem Motto:
wir können dann ja mal ab und zu einen Kaffee zusammen trinken, aber
sonst bin ich bei der anderen!



Du fängst mit ganz wenig neu an, nachdem Du alle Kraft in die Familie
gesteckt hast, beruflich zu Gunsten des Mannes zurĂĽckgesteckt hast,
Familie futsch, zu Hause futsch...



Weder Dir, noch den Kindern will er Unterhalt zahlen, es wird getrickst
und gelogen, dass Du nicht weiĂźt, was hinten und vorne ist und Du
denkst immer nur "Warum macht der das?"



Aber mir geht es heute viel besser als in den letzten Ehejahren.



Angst vor dem Alleinsein hatte ich auch wie irre. Aber es wurde
weniger, nachdem mir bewusst wurde, dass ich schon während der Ehe
alleinerziehen war und alle Aufgaben, die Kinder, Haus Familie, meine
Arbeit und und und alleine entschieden und erledigt habe.

Das einzige, was dazukam, war die Steuererklärung und das Wechseln der
Räder am Auto. Und auch das kann ich alleine! Ich lebe jedes halbe Jahr
eine Woche davon, wenn ich die Räder gewechselt habe und die
Nachbarsmänner staunend vorübergehen und gucken.



Am Anfang habe ich auch ĂĽberlegt, wie und wo man jemanden kennenlernt.
Mittlerweile bin ich froh, dass wir ein sehr harmonisches Familienleben
führen und das möchte ich nicht für einen Mann aufs Spiel setzen.

Wir haben ein gutes Verhältnis zueinander und mein Sohn ist mir viel wichtiger.



Ich habe viele neue Freunde gefunden, denn ich bin nicht mehr darauf
angewiesen, dass mein Mann die Leute gut findet, mit ihnen auskommt.
Ich habe mich viel zu sehr unterbuttern lassen.



Also, mir geht es jetzt wesentlich besser. Es hat lange gedauert, aber es kommt irgendwann...

Gib nicht auf und ĂĽbereile nichts. Auch die neue Lebenssituation hat ihre gute Seiten. Und die wirst Du mit der Zeit finden.



Viele GrĂĽĂźe innerhalb ThĂĽringens! :)

Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer und 3 Gäste bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

(06.10.2010), Träumerin71 (06.10.2010)

sunny2012

SchĂĽler

Beiträge: 50

Danksagungen: 83

Wohnort: Dortmund

3

Mittwoch, 6. Oktober 2010, 19:44

Hallo Träumerin,
die Situation, die du im Moment erlebst, kennen viele von uns nur zu gut.
Auch ich musste mich Anfang des Jahren von meinem Mann trennen (nach 20 Jahren, davon 14 verheiratet), da er sich plötzlich in eine jüngere Kollegin verliebte. Einfach so, ohne Vorwarnung, ohne Anzeichen.
Ich bin in ein tiefes Loch gefallen. War erst traurig, dann wütend. War deprimiert, dass ich in eine solche Lage geraten war, ohne die Macht, es rückgängig machen zu können. Ich habe 6 Wochen gekämpft, hatte aber keine wirkliche Chance gegen die Neue. Wenn es nach IHM gegangen wäre, würde er noch immer bei uns im Keller wohnen, mal was mit der Familie (Kinder sind 6 und 10), mal was mit IHR unternehmen. Dieses Hin-und-Her der 6 Wochen war die schlimmste Zeit. Hoffen und wieder resignieren. Auch ich war es nicht gewohnt, alleine zu sein, da ich nach meinem Auszug aus meinem Elternhaus sofort mit meinem Mann zusammengezogen bin.

Aber irgendwann (bei mir war es nach ca. 6 Monaten) kommt der Zeitpunkt, da wird ER dir völlig gleichgültig sein. Und spätestens dann hast du es geschafft!!!! Anfangs hab ich jeden Tag geheult, dann nur noch einmal die Woche und jetzt bin ich mit meiner Situation zufrieden. Ich beschäftige mich mit DIngen, um die sich sonst mein Mann gekümmert hat. Und siehe da: es klappt besser, als wenn er es machen würde! Es ist ordentlicher bei uns zuhause, der Müll ist viel weniger geworden, die Kinder sind ausgeglichener, weil sie den Stress nicht mehr so mitbekommen und weil ihr Vater inzwischen mehr mit ihnen unternimmt als je zuvor.

Ich bin inzwischen soweit, dass ich mich auf einen neuen Parter einlassen kann. Habe mit den sogenannten "Altlasten" abgeschlossen und bin innerlich frei.
Ein neuer Mann ist in unsere kleine zerstörte Welt eingetreten. Die Kinder akzeptieren ihn. Und nun erlebe ich meinen "zweiten Frühling"! Aus einer zerbrochenen Partnerschaft kann man auch gestärkt hervorgehen. Man muss aus seinen Fehlern lernen. Und wenn eine Ehe scheitert, liegt es eigentlich immer an beiden, an einem mehr am anderen weniger. Aber frei von Schuld ist keiner. Mit dem Wissen, mit der Erfahrung und der Reife die man in den letzten 20 Jahren dazugewonnen hat, kann man doch eigentlich nur gewinnen.

Diese Phasen, die du durchmachst und in Zukunft noch durchmachen wirst, sind wichtig. Sie gehören dazu.
Wenn eine dieser Phasen ausbleibt, kannst du nicht zum Ende kommen. Dann wirst du ewig der Vergangenheit nachtrauern. Wichtig ist Konsequenz!

FĂĽr mich war das erste Halbjahr 2010 die schlimmste Phase meines Lebens. Aber was soll`s. Sie ist vorbei, und es kann ja nur noch besser werden!

Sei tapfer, auch du stehst das durch. Sicher ist man viel allein. Vor allem abends, an Wochenenden und im Urlaub. Mach nicht den Fehler und fahre dorthin in Urlaub, wo ihr als Familie zusammenwart. Das weckt nur alte Erinnerungen! Entdecke was Neues, beweise dich selbst. Du bist auch ohne deinen Mann wertvoll!!!
Hey, du hast ein Kind zur Welt gebracht! Das ist das Tollste, was ein Mensch in seinem Leben schaffen kann!
GenieĂź die Zweisamkeit mit deiner Tochter, sei fĂĽr sie da. Du bekommst es tausendfach zurĂĽck!

Und irgendwann wirst du nicht mehr alleine sein!

Warte noch ein paar Wochen oder Monate, dann geht´s dir wieder besser.

Sylvia :)

Es haben sich bereits 1 registrierter Benutzer und 5 Gäste bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

murmelmaushase (10.02.2011)

Moni42

Senior Mitglied

Beiträge: 2 185

Danksagungen: 2019

4

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 06:59

Trennung nach Ăś20 Jahren davon ca. 14 Jahre verheiratet, bis zur Trennung ein eingespieltes Familienteam., dann gab es den Urknall und alles war anders.
Zunächst war ich völlig geschockt und habe alles versucht und erhofft und nach dem Warum gesucht.
Mithilfe eines Profis konnte ich erreichen wenigstens ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen.
Aber da waren die Stunden alleine, besonders die PapaWE. Es kostete Kraft die Kinder fröhlich gehen zu lassen und zu wissen bzw. eben nicht zu wissen: was mache ich am WE. Ich bin hier in dem großen Haus alleine....
Was nicht mehr zu ändern ist muss positiv verändert werden. Ich bin erst einmal raus gegangen, auch alleine, war ein merkwürdiges Gefühl. Aber ich habe mir bewusst Ausflugsziele ausgesucht, welche ich immer schon einmal besuchen wollte. Habe Austellungen aufgesucht, mich dabei auch in Kaffees oder Restaurants gesetzt. Die wenigen Restkontakte, da schon aus der Jugendzeit, reichten nicht, da diese Freudinnen familiär eingebunden waren.
Ich habe mit Hilfe des Internets reale Freizeitkontakte gesucht und gefunden. Und habe eine etwas ĂĽberregionale Ae-gruppe gefunden mit der ich sowohl mit Kindern und ohne Kinder unterwegs war. Wertvolle Freundschaften haben sich da gebildet.

Als Fazit der Trennung habe ich folgendes:
Für mich als Mensch war es gut, habe viele Dinge gemacht, die ich mit Mann nie gemacht hätte. Habe gelernt auf mich zu schauen und meine Bedürfnisse nicht hinter den der anderen zurückzustellen. Eine neue Partnerschaft lebe ich anders und sehr viel erfüllender.
Einzig meine Kinder sind mein Wehmutstropfen bzw. die Folgen der Trennung fĂĽr diese beiden. Ich konnte die Taten des Vaters nicht genĂĽgend abfedern. Aber das ist ein anders Thema.

Umgang miteinander:
hier ist sicher ales möglich, von sich normalisierendem Umgang bis hin zu totaler Sprachlosigkeit und nur noch schriftlichen Kontakten.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Moni42« (7. Oktober 2010, 08:59)


Es haben sich bereits 4 Gäste bedankt.

judo

Anfänger

Beiträge: 11

Danksagungen: 21

Wohnort: Prignitz

Beruf: hab ich - brauch ich bin workaholic

5

Freitag, 8. Oktober 2010, 07:54

Auch ich kenne das Problem

bin dabei dran zu arbeiten, reale Kontakte, mehr Arbeit, und so Dinge haben mir zumiondest augenscheinlich geholfen. Wenn es kann hart kommt setze ich mich ins Auto und fahre ans Meer - besonders dann mal wenn es eines dieser Wochenenden ist wo mein Sohn bei ihr ist.
Ich kenne da einige shcöne Plätze an denen habe ich dann viel Zeit zum Nachdenken. Über das was war und das was kommen wird.
Die Zeit mit ihr zusammen, fast 13 Jahre hatte auch viel viel gutes mit SIcherheit - aber auch schlechtes - ich habe gelernt mit meiner neu gewonnenen Freiheit anders umzugehen, ich richte unsere vier Wände so ein wie ich es will, und mir hat der Auszug, gleich nachdem ich ihr Fremdgehen bemerkt hatte, unheimlich geholfen. Klar musste ich bei fast null anfanegn, das ist hart,und jede Gardienenstange die man kauft tut einem weh, weil man das ja alles schonmal bezahlt hatte. Aber so habe ich es geschafft mir eine Welt zu basteln in der sie gar keinen Platz mehr hätte (emotional betrachtet). Selbst das Auto habe ich dann gewechselt. Ich habe bewusst weder Küche noch Shclafzimmereinrichtung noch Wohnzimmereinrichtung mitgenommen, als wir das Inventar aufgeteilt haben. Inzwischen bin ich froh drum, denn das was ich jetzt habe ist meine Welt - da passt die Ex nicht rein und gehört sie nicht hin. Also bin ich auch weniger alleine - hey nicht das ihr jetzt denkt hat er shcön gebastelt seine Welt nein - es gibt abendende da sitze ich auf meiner Terasse und da fühle ich mich furschtbar alleine könnte weinen, oder tue es. Aber das wichtigste im Leben ist bei mir mein Kind.
Wenn man keine Ahnung hat einfach mal die Fresse halten.

Es haben sich bereits 5 Gäste bedankt.

Zur Zeit sind neben Ihnen 354 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

7 Mitglieder und 347 Besucher

jea, Mondaugenpiratin, Moni42, Ninalex, robeki, Steffen40, thomas0123