Hallo saabine,
also: versuchen wir mal auf deinen Satz aufzubauen "ich liebe meinen ex nicht mehr". Klar hängst du noch an ihm. Ihr habt eine gemeinsame Vergangenheit, gemeinsame Kinder, aber Liebe ist es nicht mehr! Wenn du das schon mal einsiehst, ist der erste Schritt getan.
Was dich jetzt im Moment so verletzt, ist, dass er nun jemanden für seine Zukunft gefunden hat. Er scheint wieder glücklich und zufrieden zu sein , während du noch leidest.
Warum siehst du so schwarz? Du bist 31, hey, in dem Alter fangen viele erst an, eine Familie zu gründen. Wieso solltest du "keinen mehr abbekommen"? Sei froh, dass du nun die Gewissheit hast, dass ER nicht mehr zurückkommt und schau nach vorne. Gönn dir ein wenig Ruhe, mache Sachen, wozu du früher nie Zeit hattest, genieße die Zeit mit deinen Kindern und dann startest du wieder neu durch!
Bei mir hat die Krise ca. 8 Monate gedauert. Ich habe 10 Kg abgenommen in ganz kurzer Zeit, habe täglich geheult, war erst traurig, dann wütend (oh mann, was habe ich ihn gehasst, ich wusste gar nicht, dass ich zu solch tiefen Gefühlen fähig bin). Aber nach einer gewissen Zeit war ich darüber hinweg, hatte meinen Kopf frei für andere Sachen und auch für einen anderen Mann (und ich bin schon 40

). Hierbei ist es auch wichtig, dass man nicht nur einen Ersatzpartner sucht, sondern sich wirklich auf ihn einlassen kann! Wenn einem der Ex immer noch durchs Hirn rauscht, geht das nicht! Ich schau inzwischen in Richtung Zukunft. Versuche, mit meinem neuen Partner eine Art Wochenendbeziehung aufzubauen. Mein Ex und seine Barbie sind mir inzwischen egal.
Ich habe nun andere Probleme, z.B. wie kriege ich meine Kinder dazu, ihren Vater zu besuchen? Ihm gehen die tollen Ideen aus, Kino, Minigolf, Zoo, Planetarium, Freizeitpark, alles schon mal da gewesen. Zum Winter hin wird´s schwierig und einfach mal so einen Spielenachmittag kriegt er nicht auf die Reihe. Solange er ihnen ein tolles Programm geboten hat, waren die Kinder einverstanden. Nun würden sie lieber zuhause bleiben oder mit ihren Freunden etwas unternehmen. Das Problem ist, dass sich ihr Vater nie richtig um sie gekümmert hat. Erziehung, Kinderarzt, Elternabende, Ins-Bett-Bringen, Spielen,etc. waren immer meine Aufgaben. Er wollte nur in Ruhe fernsehen, wenn sie störten, hat er oft rumgebrüllt oder auch schon mal zugeschlagen. Da kommt ihnen jetzt die ganze Aktivität von ihm suspekt vor! Ich versuche, zu vermitteln. Schicke sie immer wieder rüber (er wohnt 200m Luftlinie von uns). Vor einer Stunde das Gleiche: sie gingen rüber und nach 10 Min. stand der Sechsjährige wieder vor meiner Tür und zog sich Schuhe und Jacke aus. Mit Engelszungen konnte ich sie dazu bewegen, sich nochmal auf den Weg zu machen.
Du siehst, wenn man sich schon wieder um solche Probleme kümmern kann, ist man über den Berg!
Auch wenn du im Moment meinst, nie wieder glücklich sein zu können: Du wirst es wieder werden!
Du musst diese Phasen der Trauer und Wut durchmachen, sie sind wichtig, nur so kannst du richtig abschließen!
Hab Geduld und Kraft, und wenn du meinst, du schaffst es nicht alleine, suche dir Hilfe bei Gemeinde oder Stadt. Reden hilft viel.
Viel Glück,
Sylvia
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