Hallo!
Auch bei mir ist es anders abgelaufen, allerdings mit dem gleichen Ergebnis. Kämpfe auch mit einer Mischung aus Trauer, Wut, Ohnmacht, Verzweiflung,... merke aber, dass es mit der Zeit (die Trennung war im Februar, da war ich im 7.Monat) langsam besser wird - die arbeitet ganz automatisch für einen. Wichtig ist, den Tipp habe ich selber vor kurzem bekommen (Danke airam, Danke Moni

), als allererstes die Situation zu akzeptieren so wie sie ist und nicht mit dem "wie es sein sollte" zu vergleichen. Hierfür finde ich Profihilfe sehr wichtig, habe meine Therapeutin und zusätzlich auch noch Gespräche bei pro familia und der Caritas in Anspruch genommen, alleine das Reden-können ist schon eine große Erleichterung. Mein Antrag auf eine Mutter-Kind Kur läuft auch, ist sicherlich eine gute Sache um einmal Abstand zu der Situation zu gewinnen. Etwas für sich selbst zu tun (Sport etc) ist auch hilfreich, wenn auch mit den ganz Kleinen nicht ganz leicht - mir helfen meine langen Kinderwagenspaziergänge (wenn es gerade ganz hart ist auch Bauchtragenspaziergänge weil auch mir dann die Nähe zu dem Zwerg sehr gut tut) über die schlimmsten Tiefpunkte hinweg. Auch wenn ein Kind nie ein "therapeutisches Mittel" sein sollte und sein darf, mir hilft ganz automatisch die Zeit mit dem Muckelchen, weil ich dann weiß, für wen ich das alles durchstehe.
Auch das Forum und der Austausch hier helfen mir zu sehen, dass es machbar ist und wieder besser wird, auch wenn man das kaum glauben kann wenn man mittendrin steckt. Für mich persönlich ist es auch wichtig, aus dieser Opferposition rauszukommen (bin sitzengelassen worden), nicht mehr darauf zu warten, dass das Gegenüber etwas sagt oder tut, das es besser macht und sich dadurch abhängig zu machen.
Irgendwie muss man versuchen, ein wenig rational auf die Situation zu schauen (bin ich selber auch nicht gut drin..

) und das Gute daran zu erkennen - lieber ein Ende mit Schrecken als...Du weißt schon. Denke da immer an einen Satz den ich mal gelesen habe "Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders ist, ich weiß nur, dass es anders werden muss wenn es besser werden soll" - der erste Schritt ist getan, alles ist besser als in der jetzigen Situation zu verharren.
Alles Liebe für Dich und eure kleine Maus,
Chrissi