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jea
25.05.2012
um 09:58 Uhr
ich hätte gerne stahlseiile als nerven guten morgen
 
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Umfrage

6%

manchmal

92%

nein

2%

ja

Insgesamt 65 Stimmen
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von mona84

meandthe2

Anfänger

Beiträge: 9

Danksagungen: 7

Wohnort: Künzelsau

1

Donnerstag, 20. Oktober 2011, 09:08

Hilfe: "Angst essen Seele auf... - und zwar meine"

Hi,



so ist da momentan bei mir: die Angst und die Erschöpfung hat mich aufgegessen. Ich bin nur noch zu einem Bruchteil vorhanden - und brauche doch gerade jetzt besonders viel Kraft...



Ich weiss, dass ich nicht mehr mit meinem Mann zusammen sein will - und habe doch ANGST (so gewaltige, große, überwältigende Angst), "es" nicht zu schaffen: dass ich mich gut um mich und um die Kinder kümmere (eines davon ist noch ein Baby).



Ich bin relativ alt (41) und relativ spät Mutter geworden. Manchmal denke ich, ich habe "es" zu sehr gewollt und das Glück erzwingen wollen - und dann den falschen Partner gewählt, relativ unreflektiert bzw. die Scheuklappen ganz weit gestellt, damit "es" (also der Traum von Familie) doch noch klappt - ich schäme mich dafür - es war mir aber nicht bewusst - das sehe ich nun heute so... ! Auch mit Hilfe der Ehetherapie, die wir noch versucht haben.... ich schäme mich, dass ich das gemacht habe. Ich sehe jetzt meine eigenen Anteile am scheitern der Beziehung... wenn auch nicht vollständig, so doch zu einem grösseren Teil als früher.



Nun zum Thema Angst.... ich habe, ist das normal - vor allem Angst, vor der finanziellen Situation in der ich mich und die Kinder langfristig bringe. Ich bekomme zwar zuerst mal "gut" Unterhalt auch für mich - aber ich denke jetzt schon daran, wovon ich denn leben soll, wenn es diesen Unterhalt mal nicht mehr gibt etc.



Ja, man kann dann arbeiten, aber ich bin jetzt 41 Jahre alt, habe einen Umzug und Stellenwechsel hinter mehr, wegen der damaligen Partnerschaft - und jetzt 2 ganz kleine Kinder. Bin ich zu jammerig - oder zu schwach? Ich kann es mir nicht vorstellen, wie das gehen soll mit 2 kleinen Kindern "genug" zu verdienen - ich habe zwar eine tolle Ausbildung (Studium) - aber hatte halt einen Vewaltunsjob (als Vorstandsassistentin) - das war gut, aber richtig viel Geld verdiende ich damit nicht - und ich traue es mir nicht zu, ganztags zu arbeiten, die Kinder morgens wegzubringen etc, dann Abends alles alleine zu stemmen etc.



Ganz klar ist meine grösste Angst momentan finanzieller Natur, vor allem auf lange Sicht gesehen.



Mein Mann und ich haben zusammen ein ganz tolles Haus gebaut (das zwar auch gnaz toll verschuldet ist). Meine ehemaligen Ersparnisse stecken in diesem Haus - und daraus ziehe ich in Kürze aus...



Ich habe so große Angst. Es ist furchtbar. Dabei weiss ich, fühle ich, Angst ist ein schlechter Ratgeber, denn die Angst sagt: dann bleib doch, und halte es aus... Aber das macht mich genauso kaputt.



Ich wollte "euch allen " nur mal mitteilen, dass mich die Angst umklammert und mich in Gefilde zieht, in die ich nicht will - und nicht kann, wegen den Kindern und wegen mir.



Es hat mir gut getan, euch das zu schreiben....



Ich bemühe mich um Beistand, auch professionellen, das sei nur erwähnt.



Sib.

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Moni42

Senior Mitglied

Beiträge: 2 185

Danksagungen: 2019

2

Donnerstag, 20. Oktober 2011, 10:03

Der Weg zu einem Profi ist richtig und wichtig.........ich wünsche dir, dass du einen guten und passenden findest.

Bleib nicht zuhause, geh nach draußen...........such dir Ansprache.......

machst du ja schon......hier und real......

bleib dabei.

Kopf hoch......irgendwann geht am Horizont auch für dich wieder ein Licht auf!!! Durchhalten ist das Motto und nicht unterkriegen lassen.

Es haben sich bereits 5 Gäste bedankt.

Beiträge: 278

Danksagungen: 440

Wohnort: Deutschland

3

Donnerstag, 20. Oktober 2011, 13:52

Hallo, ich kann Dich gut verstehen, denn ich habe vieles ebenso erlebt.
Angefangen von der Ehe, die man nicht hätte eingehen müssen, weil man sich nicht wirklich sicher war bis hin zur Frage kann / muss man wieviel aushalten und den Kindern auf Teufel-komm-raus eine Familie erhalten. Ich war 39, die Kinder 7 und 14 Jahre alt.
Am Ende hat mein Mann die Frage für sich entschieden und sich neu orientiert und ich stand vor eben der Situation, in der Du Dich z.Z. befindest.

Ich hatte Angst, wie nie in meinem Leben: vor der finanziellen Situation, vor dem Auszug aus unserem Haus, vor den Rechtsanwälten, vor dem Gericht, dem Richter, vor den Änderungen im Tagesablauf, vor der Pubertät, in die mein Ältster gerade stolperte, vor dem Rentenalter wegen meines geringen Verdienstes bis hin zu der Frage, wovon ich im Alter mal den Zahnersatz bezahlen soll...

Ich fühlte mich schuldig den Kindern gegenüber, meinen Eltern, denen ich die "Schande einer Scheidung" zumutetet...

Und ich schämte mich, weil ich es nicht schaffte, ein harmonisches Familienleben aufzubauen und zu erhalten...

Alles das, was Du beschreibst.
Ich zähle das nicht auf, um zu jammern. Ich möchte Dir zeigen, dass es wieder gut wird!

Es hat Jahre gedauert, aber heute bin ich froh, dass alles so ist, wie es jetzt ist. Es geht mir und den Kindern gut. Im Vergleich zu Ehezeiten müssen wir uns stark einschränken in finanziellen Dingen, aber wir haben so viele Freiheiten dazubekommen, die unser Leben bereichern und verschönen.

Gib bloß nicht auf, es lohnt sich zu kämpfen!
Auch, wenn es schwer ist, Du schaffst das! Und irgendwann wirst Du stolz auf das Erreichte sein.
Bleib dran und lass Dir helfen!
Ich drück Dir die Daumen und wünsche Dir von Herzen alles Gute!

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alice-31

Anfänger

Beiträge: 1

Danksagungen: 3

Wohnort: Frankreich

4

Donnerstag, 20. Oktober 2011, 14:16

Hallo du..

...ja die Angst kann ein schlechter Begleiter sein: aber das muss nicht sein : nimm sie an die Hand, denn wenn sie da ist, ist sie da. Solange Angst existiert, geh mit ihr, wehr dich nicht gegen sie, sonst wird sie dein Feind.
Es ist normal, dass du Angst ist.
Es ist gut, dass du die Angst siehst. Es klingt komisch: Aber sie ist dein "Kind": nicht sie war zuerst auf der Welt, sondern du, und du hast sie geboren. Sie kommt aus deinen Erfahrungen, aus deinen Fehlern, aus deinen Stärken und Schwächen.
Also schau ihr ins Gesicht, Angst ist wichtig , in besonderem Maße natürlich nur, denn sie richtet deine Handlungsfähigkeit aus, sie kann schützen, oder dir sagen, wovor du dich schützen sollst. Sie sagt zu dir: oh pass bloß auf, das wird wohl schief gehen, das wird dich überfordern, das schaffst du nicht. Dann sag du zu ihr: ich werde bewusst und vorsichtig gehen, ich werde den Schwierigkeiten ins Gesicht sehen, ich gehe klug und mutig, dann schaffe ich es schon.
Du schaffst es.
Befrei dich zuerst von jeglichem Perfektionsdruck. Deine Kinder brauchen : qualitative Zeit mit dir, nicht quantitaive Zeit. Sie brauchen das Gefühl, dass du immer wieder da bist. Sie brauchen kein Haus. Keine schönen Kleider. Du hast Zeit, bis sie größer sind, dir ein Leben aufzubauen, das du dir unbedingt wünschst, oder das du ihnen bieten möchtest. Und: der Vater ist auch noch da. Er wird sicher immer ein wenig Hilfe sein. Wenn auch wenig.
Vernetze dich.
Du bist nicht allein.

Ich wünsche dir Kraft......
wir haben es alle irgendwie geschafft.
:)

A.

P.S.: es ist des Lebens ureigenster Charakter uns mit Traumata zu versehen. es geht nur darum, immer wieder aufzustehen. bon courage.
P.P.S: ich auch- ich habe auch den Blick auf den Mann verschwimmen lassen, nur weil ich dachte dass ich das Familiending jetzt unbedingt in meinem Leben brauche. na und? frag dich eher, was dir das über dich sagt. nicht unbedingt etwas Schlechtes....nur etwas woraus du noch selbst -"bewusster" erwachsen kannst. :?: :thumbsup:

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Benutzer die sich bedankten:

Lebenswandel2012 (07.02.2012)

Ingo773

Anfänger

Beiträge: 38

Danksagungen: 32

Wohnort: Wesel

5

Donnerstag, 20. Oktober 2011, 17:38

Hallo,

lass Dir von der ANgst bloß nicht alles kaputtmachen, denn es gibt immer wieder einen Ausweg. Mit Deiner AUsbildung wirst auf jeden Fall genug verdinen können, um die Kinder und Dich durchzubringen. Auch wenn Du vielleicht nicht reich wirst, so dürfte doch genugübrig bleiben. Wenn Deine Kinder später älter werden, kannst Du dann ja immer noch überlegen, ob Du wieder Vollzeit arbeitest.

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Ruhr2010

Anfänger

Beiträge: 22

Danksagungen: 14

Wohnort: Essen

Beruf: Kauffrau f. Bürokommunikation

6

Montag, 24. Oktober 2011, 09:12

ich kenne diese Situation....

Hallo,

...bei mir ist es auch so. Habe Angst vor der Zukunft. Bin auch relativ spät Mutter geworden (37) und habe nach 15 Jahren Beziehung auch den falschen Mann geheiratet ! Hatte auch ein komisches Gefühl vor der Hochzeit im Dezember...2 Jahre geübt für das Baby...wahrscheinlich wollte ich zu sehr ....nachdem ich bis 30 keine wollte..und mich danach immer vertrösten lassen habe.
Jetzt ist er weg-...und fängt sein neues Leben an....da kommt Familie nicht drin vor...Ich hätte es wissen müssen, dass er kein Familienmensch ist, lieber seiner Karriere nachgeht und vor dem PC sitzt.
Muss mir jetzt auch bald einen Job suchen, da auch noch mein Vertrag ausgelaufen ist...habe leider nicht so eine gute Ausbildung (Kauffrau Büro) und werde da auch nicht gut verdienen. Weiss gar nicht wo ich zuerst anfangen soll....zum Glück haben wir kein Haus gekauft (hatten uns noch im April eins angesehen);-) Ende Mai war Schluss !
Denke es wird schon irgendwie weitergehen....zum Glück gibt es Freunde, Familie und natürlich ganz wichtig Therapeuten und das hier :-)
Viel Glück

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