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jea
25.05.2012
um 09:58 Uhr
ich hätte gerne stahlseiile als nerven guten morgen
 
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manchmal

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nein

2%

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von mona84

nordseekueste

Anfänger

Beiträge: 4

Danksagungen: 13

Wohnort: Dortmund

1

Freitag, 23. Dezember 2011, 16:51

Trennung ohne Wiedersehen

Weiss nicht wie ich anfangen soll will versuchen meine Gedanken niederzuschreiben.
Meine Tochter 15 hat ihren so heiss geliebten Vater durch Krankheit 2008 verloren. Ein Abschied ohne Wiederkehr.
Damals war sie 11 Jahre alt. An der Beerdigung hat sie fürchterlich geweint und danach schluckte sie alles in sich hinein, wollte nicht reden und verweigerte hilfe von Fachkräften. Ihre Verhalten fand ich seltsam denn ich hatte erwartet das sie mehr weint und ihrer Trauer zum Ausdruck bringt. An Jahrestagen wie Festage, Geburtstag und Todestag wirkte sie still und bedrückt sie sagte nur Papa fehlt mir so sehr danach vekroch sie sich wieder hinter einer Wand.

Seid ungefähr 3 Monaten hat sie kein Lächeln mehr und sie kapselt sich von allem ab. Nichts macht ihr mehr Spass. Ich komme nicht mehr an sie heran.

Jetzt nach drei Jahren kommt die Trauer mit voller Wucht und sie hat Selbsmordabsichten ich musste sie in eine Klinik bringen um sie zu schützen. Sie ist furchbar sauer auf mich was ich auch verstehen kann.

Würde mich freuen wenn ich mich mit jemanden austauschen könnte.

Liebe Grüsse

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Speuzi

unregistriert

2

Freitag, 23. Dezember 2011, 17:25

Hallo Nordseeküste,

da habt ihr Beide ja einiges durch! Holt Euch für diese Zeit jede Unterstützung, die ihr nur erhalten könnt. Vielleicht hab ihr bisher noch keine in Anspruch genommen..weiß ich nicht.. aber man (frau und kind) muss/müssen nicht immer alles alleine schaffen.

Aber warum kannst Du verstehen, dass sie auf dich sauer und verärgert ist? Das kann ich jetzt nicht verstehen?

Holt Euch Unterstützung!


Ganz liebe Grüße und besinnliche Festtage...so gut wie es geht :-)

Simone

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nordseekueste

Anfänger

Beiträge: 4

Danksagungen: 13

Wohnort: Dortmund

3

Freitag, 23. Dezember 2011, 18:11

Hallo Speutzi

Hallo Speutzi,
Aber warum kannst Du verstehen, dass sie auf dich sauer und verärgert ist? Das kann ich jetzt nicht verstehen?<

Meine Tochter weigert sich über ihren Schmerz zu sprechen, lange habe ich es aczeptiert. Doch jetzt setzt sie ihr Leben aufs Spiel und das konnte ich nicht zulassen, und das gegen ihren Willen. Jetzt muss sie lernen mit ihrem Schmerz umzugehen und das ist schmerzlich. Sie kann nicht mehr flüchten und wer ist Schuld ? Maman!!!
Was würdest du empfinden wenn man dich gegen deinen Willen in eine Klinik einweisst?
Lg.

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Speuzi

unregistriert

4

Freitag, 23. Dezember 2011, 18:47

Ja .. natürlich ist es besser ...wenn ein Wille da ist....dass ist klar. Deine Tochter ist ja wohl nach wie vor nicht bereit, darüber zu sprechen und sich helfen zu lassen....also auch keine Wille vorhanden.

Aber es geht hier akut um ihr Leben.... sie ist noch ein Kind... und verdammt...sie darf und kann nicht alle Entscheidungen in ihrem Leben selbst fällen...in so einem Moment können und dürfen das noch nicht mal Erwachsene!

Ok..sie sieht Dich im direkten Kontakt mit einer Klinikaufnahme, den sie nicht wollte. Aber wie würde sie sich erst fühlen...wenn Du keine notwendige Hilfe für sie in Anspruch genommen hättest?

Das geht einfach über ihre Entscheidungsbefugniss hinaus..und über ein wertvolles Menschenleben!!!

Ich hoffe...Deiner Tochter werden in der Klinik die ersten Schritte aufgezeigt, um wieder zu sich selbst zu finden.

Bleibt uuuunbedingt in therapeutischer Behandlung!!! Es muss hier viele gebremst und neues an Wege aufgezeigt werden....dass könnt ihr alleine nicht schaffen!!

Deswegen...nimm Du Dir jegliche Hilfe und nehme auch jegliche Hilfestellung für Dein Kind an!

VG
Simone

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Benutzer die sich bedankten:

Cristl (24.12.2011)

bantam

Profi

Beiträge: 222

Danksagungen: 258

5

Freitag, 23. Dezember 2011, 23:26

Solch ein Thema ist mit echter Vorsicht zu genießen !!
Ich kenne inzw. erwachsene Kinder, die den Eltern eine solch Zwangsklinikeinweisung nie verziehen haben, diese Zeit für sie als schlimmste ihres Lebens bezeichnen...aber sie wären oft gar nicht nicht mehr unter uns, wenn die Eltern nicht so gehandelt hätten.
Für diese Eltern und wohl auch für dich, wird immer die Frage offen bleiben, ob ihr richtig gehandelt habt.
Ich kann dir nur raten, beobachte dein Kind sehr genau in dieser Zeit, vor allem, wenn Medikamente eingesetzt werden. Evtl. plötzliche Wendungen, aus deinem Empfinden her, "Oh- es geht ihr ihr besser", könnten auch genau das Gegenteil bei ihr sein und sie überspielt nur ihre wahren Gedanken / Vorhaben.
Ich hoffe, die ausgewählte Klinik ist soweit gut und das Personal kümmert sich gut um ihre Patienten.
Google doch mal unter dem Kliniknamen für Bewertungen anderer Patienten, z.B. auf Klinikbewertungen.de

Du hast getan, was eine Mutter tun muss - lass dich darin nicht verunsichern.
Ich drücke euch fest die Daumen...

LG bantam

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Beiträge: 261

Danksagungen: 311

Wohnort: Berlin

Beruf: Fremdsprachenkorrespondentin / Arbeitssuchend!

6

Dienstag, 27. Dezember 2011, 20:45

ich kenne die gefühlswelt deiner tochter aus meiner eigenen geschichte. bei mir war der auslöser allerdings "nur" die trennung meiner eltern. ist aber auch sowas wie ein tod.
innerlich bin ich damals gestorben und ein paar jahre später als ich bemerkte, dass sich immer noch niemand für mich interessiert bzw. als immer noch niemand an mich ran kam, hatte ich 2 versuche unternommen mein leben zu beenden. beide waren aber nicht lebensbedrohlich, darum musste ich nie in eine klinik deswegen.

ich habe aber sehr lange auch meine mutter für alles verantwortlich gemacht, besonders für die in meinen augen negativen dinge. sie hat mich nicht aus den augen gelassen und versuchte für mich zu sorgen.

gib nicht auf auch wenn sie eine riesen wut auf dich hat. sie hat sonst niemanden, der sich um sie kümmert! hol dir proffessionelle hilfe um die zeit bis zur ihrer genesung gut zu überstehen!

viel kraft wünsche ich euch und mein herz trauert mit deiner tochter.


p.s. auf medikamente würde ich verzichten, da diese nur die symptome unterdrücken und nicht den schmerz heilen können.

Erst wer aufhört sich um sich selbst zu drehen, ist in der Lage wahre Liebe zu schenken!


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