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jea
25.05.2012
um 09:58 Uhr
ich hätte gerne stahlseiile als nerven guten morgen
 
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Umfrage

6%

manchmal

92%

nein

2%

ja

Insgesamt 65 Stimmen
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von mona84

feuerengel

Anfänger

Beiträge: 3

Danksagungen: 1

Wohnort: Wolfsburg

Beruf: Habe einen

11

Mittwoch, 25. Januar 2012, 19:29

Kann Dich gut verstehen.

Hallo alexel79,

ich kann dich sehr gut verstehen. Bei mir ist es auch noch gar nicht so lange her. Es sind jetzt ca. 10 monate. Unsere Erfahrung und Schmerz gleichen sich. Nur das es bei mir 17 Jahre waren. Auch ich wurde einfach ausgetauscht. Auch bei mir hat er sich erst getrennt, nachdem er sicher war, das die andere auch "bleiben" wird. Ich kenne diesen Schmerz, Wut, Trauer, das nicht verstehen, was aus dem Mann geworden ist, den man mal geliebt hat. Er ist einfach nicht mehr da.

Bei mir kam noch hinzu, das ich zu dem Zeitpunkt keine Arbeit hatte und nach 17 Jahren mehr oder weniger mit der berühmten Zahnbürste und meinem Sohn ausgezogen bin. Es war bitter, wenn einem der ehemalige Partner sich so verhält. Aber ich hatte nur 2 Optionen. Entweder ich bemitleide mich weiter oder ich beisse in den sauren Apfel und beweise mir, das ich auch ohne ihn klar komme. Ausserdem war ich und musste ich auch für meinen Sohn da sein, denn sein Vater war es nicht und mein Sohn hat noch eine wichtige Lektion für das Leben gelernt. Auch wenn du noch so sehr aufklascht, steh auf und bleib nicht liegen. Denn machen wir uns nichts vor. Derjenige der geht, macht es sich verdammt einfach. Wir sind diejenigen die die Kinder trösten und auffangen müssen. Denn wir sind der Alltag, die Besuche bei Papa sind Spaß. Da dürfen die Kinder dinge, die sie zuhause normalerweise nicht dürfen.

Ich habe in der Zeit sehr viel geweint und wenn ich allein war meinem Zorn luft gemacht. Was mir geholfen hat, war, ich habe einen Brief geschrieben, wo ich all meine Enttäuschung, Hass, Wut usw. reingeschrieben habe. Habe aber diesen Brief nie abgeschickt. Er sollte auch nie abgeschickt werden. Aber mir ging es danach besser. Ich hatte bzw. habe eine sehr gute Freundin, die ich angerufen habe und der ich all das erzählt habe, was mich gerade bewegt. Bei ihr musste ich kein Blatt vor den Mund nehmen. Doch auch sie hat, mir ab und an die Leviten gelesen und mich immer wieder auf das wesentliche aufmerksam gemacht. Nehmlich das ich mich um mein neues Leben kümmern muss und um meinen Sohn. Es ist wichtig, das man sich immer wieder daran erinnert. Schau zurück in die Zeit seitdem Du allein bist und suche bewusst, nach Dingen, die Du geschafft hast und zwar hast du sie allein geschafft. Darauf kannst du Stolz sein. Geh trotz des Schmerzes raus. Kino, Essen. Spazieren gehen und verkriech Dich nicht zuhause. Unternehme soweit es deine Zeit erlaubt, etwas mit deinem Kind und erfreu dich daran. Geh zur Erziehungsberatung und lass Dir einen Termin zu einem Gespäch geben. Früher habe ich nicht gut darüber gedacht, aber mir hat es geholfen. Dabei geht es auch nicht um Schwierigkeiten zwecks Erziehung, sondern es geht dort um Dich. Denn Du musst etwas für Dich tun. Schau ob Du die Wohnung umgestalten kannst, so wie Du es schon immer wolltest. Schau ob du etwas an Dir verändern möchtest. Neue Haarfarbe, Haarlänge usw. aber triff dabei keine überstürzten Entscheidungen. Ich habe ganz lange Haare und wollte sie mir nach der Trennung kurz schneiden lassen. Meine Friseurin hat sich geweigert. Weil sie wusste, das ich meine lange Haare liebe und ich mich aus dem Schmerz heraus dazu entschlossen habe. Ganz wichtig, auch wenn es schwer fällt, entferne alle Bilder wo er darauf zu sehen ist. Alle Erinnerungsstücke in eine große Kiste und in die hinterste Ecke des Kellers. Irgendwann wirst Du vielleicht in der Lage sein, sie Dir ohne Schmerz anzusehen. Aber soweit bist du noch nicht. Ich habe Bilder die mir wichtig waren in die Kiste gepackt, andere habe ich zerrissen oder verbrannt. Es war für mich wie eine innere Reinigung und mit jedem zerrissenen Bild habe ich meine Gefühle rausgelassen. Vielleicht würde Dir ja auch das führen eines Tagebuches helfen. Du glaubst gar nicht, wie hilfreich es ist, wenn du Wochen oder Monate später darin liest. Denn dann erkennst Du ganz genau die Fortschritte die Du schon gemacht hast.

Ich weiß, das das was ich hier geschrieben habe, alles andere als leicht ist. Du wirst auch immer wieder Rückschläge haben. Manchmal wird es Dir vorkommen, als wenn der Schmerz übermächtig ist und Du ihn nicht aushalten kannst. Die meisten Dinge warum und wieso und weshalb es dazu gekommen ist, darauf wirst Du keine Antwort erhalten. Bestimmte Dinge kann man sich nicht erklären. Tu Dir selber den Gefallen, und quäl Dich nicht damit, auch wenn es noch so schwer ist. Bei mir gab es Zeiten, wo es für anderes, egal was ich gerade gemacht habe, keinen Platz gab, weil meine Gedanken nur um diese Trennung und das warum kreisten. Weitergebracht hat es mich nicht.

Es ist kein leichter Weg, der uns da aufgezwungen wurden ist. Aber wir haben keine Wahl, wir müssen ihn gehen. Wenn Du es geschafft hast, dann wirst du Stärker und Selbstbewusster sein als Du vorher warst. Lass Dir niemals und durch nichts deinen Stolz und Würde nehmen. Zeige ihm das Du stark bist. Versuche so gelassen wie möglich, bei den treffen zu sein, wenn er Euer gemeinsames Kind abholt oder bringt zu sein. Denn dann hört auch dieses Mitleid von ihm Dir gegenüber auf. Mitleid ist das was Du jetzt am wenigsten gebrauchen kannst und von ihm am allerwenigsten.

Weiß nicht ob ich Dir mit meinen Erfahrungen und Rat helfen konnte. Wünsche Dir ganz viel Kraft für diesen schweren Weg.

Liebe Grüsse feuerengel

Bianca1974

Anfänger

Beiträge: 2

Danksagungen: 1

Wohnort: Eitorf

12

Donnerstag, 26. Januar 2012, 21:09

Hallo!

Ich kann Dich voll und ganz verstehen. Mir ist es letztes Jahr Ende Mai ähnlich gegangen. Mein Nochmann hat nach zwölf Jahren gesagt, er kann nicht mehr, er will nicht mehr. Ihm ist alles zuviel mit Frau, Kind und Haus. Er will wieder seine Freiheit haben, feiern gehen und nicht zu Hause "versauern". Drei Wochen später ist er ausgezogen und Mitte Juli stellte sich dann heraus, dass er mit einer gemeinsamen Freundin was angefangen hat, die selber von ihrem Mannn getrennt lebt und selbst zwei Kinder hat. Und von der Kleineren ist er der Patenonkel. Angeblich wäre er erst nach seinem Auszug mit ihr zusammengekommen. Ja, ja, und ich glaube ja auch noch an den Osterhasen und den Weihnachtsmann gleichzeitig. Laut ihm ist aber alles nicht so, wie ich denken würde. Und noch einiges anderes Unschönes kam danach auch noch ans Tageslicht. Sachen, die ich bei meinem Nochmann nie für möglich gehalten hätte. Soviel zum Thema, ihm ist alles zu viel und er will sein Leben und seine Freiheit geniesen. Ich habe die Welt nicht mehr verstanden! Ich kenne meinen Nochmann seit 25 Jahren, seit der Schule. Wie kann man sich nur so in einem Menschen täuschen. Eins habe ich bei der ganzen Sache gelernt. Selbst wenn man glaubt, jemanden zu kennen, man kann ihm nur vor die Stirn schauen und nicht dahinter. Manche Sachen muss man nicht verstehen können. Ich habe es bis heute nicht wirklich verstanden. Es tut weh, einfach so verlassen zu werden. Man macht sich seine Gedanken. Warum hast du vorher nichts bemerkt? Was hast du falsch gemacht? Warst du wirklich so "schlimm", dass er es mit dir nicht mehr ausgehalten hast? Warum hat er vorher nichts gesagt? Mein Nochmann hat es spielend geschafft, daß ich mich völlig wertlos gefühlt habe. Mein Selbstbewußtsein war total am Boden. Was hat die Andere, was ich nicht habe? Meine Tochter, meine Eltern und meine Freunde haben mich wieder aufgefangen. Viele Gespräche und Tränen waren dazu nötig. Die Gefühle fahren Achterbahn. Wut, Trauer, Zorn, Verzweiflung wechseln sich ab. Aber im Selbstmitleid versinken, bringt gar nichts. Aufstehen und kämpfen ist die Devise!! Es fällt am Anfang schwer, aber mit der Zeit geht es etwas leichter. Es kommen immer wieder Rückschläge. Aber es geht irgendwann aufwärts.

Meine Tochter ist sieben Jahren. Zu klein, um alles zu verstehen, aber leider auch schon so groß, um einiges zu verstehen. Momentan versuchen wir beide immer noch, halbwegs mit der Situation klar zu kommen. Es gibt immer wieder Reibereien zwischen mir und ihrem Vater. Viele Sachen sind zwischen uns noch nicht geklärt. Bei uns reden vorwiegend unsere Anwälte und ein Ende ist leider noch nicht in Sicht.

Es ist leicht gesagt, man sollte eine Trennung nicht auf dem Rücken der Kinder austragen. Im Zweifelsfall passiert es dann doch, obwohl man es gar nicht möchte. Wichtig in dieser Situation ist jetzt, dass nicht nur du diese Trennung halbwegs verarbeitet, sondern dass dein Kind so wenig wie möglich darunter leidet. Ich finde es toll, wenn Eltern so was hinkriegen. Ich arbeite noch daran.

Ich wünsche dir und deinem Kind auf jeden Fall die Kraft, das alles durchzustehen.

Liebe Grüße Bianca.

alexl79

Anfänger

Beiträge: 5

Danksagungen: 1

Wohnort: Koblenz

13

Freitag, 27. Januar 2012, 21:02

Ich danke euch für die Antworten.
Auch heute gab es wieder eine riesen Auseinandersetzung mit ihm. Er behandelt mich eigentlich wie einen Menschen zweiter Klasse. Er schreit mich an, wirft mir Sachen vor, die nicht der Wahrheit entsprechen usw. Das Schlimme ist, er tut es immer nur dann, wenn seine Neue in der Nähe ist. Ist er in seiner Wohnung alleine, kann man mit ihm ganz normal sprechen. Er hat auch manchmal Ansichten, da frage ich mich ehrlich, wo nimmt er das her. Sagt sie ihm, er soll sich so verhalten oder spinnt er jetzt total?
Naja, jedenfalls habe ich in Gegenwart unserer Tochter noch nie was schlechtes über ihn gesagt. Mir fällt es manchmal nur schwer, ihre Fragen zu beantworten. Ich weiß manchmal einfach keine passende Antwort. Sie ist ja erst fünf und vieles will sie einfach nicht verstehen, was ich ihr sage.
Ich glaube er hasst mich einfach dafür, dass ich die Mama des Kindes bin und daher mehr Entscheidungsfreiheit habe als er. Das ist nämlich meist der Punkt, warum er dann austickt. Er nimmt sie, sofern sie gesund ist, 2-3 Mal die Woche. Ich finde es auch gut, dass sie Kontakt zu ihm hat und auch hingeht. Ich würde das nie verbieten. Trotzdem muss ich mir dann anhören, ich hätte ja die Zügel in der Hand und würde ihn schickanieren. Und warum? Weil die Kleine diese Woche krank war und sie nicht zu ihm konnte. Ginge es nach ihm, würde er in unserer Wohnung noch ein und aus gehen, wie es ihm beliebt. Das kann er nicht ernst meinen?!
Im Moment bin ich einfach noch an dem Punkt, dass es unendlich weh tut und ich Antworten suche. Ebenso suche ich meinen Stolz. Auch ich bin nämlich zuhause und habe keine Arbeit, da ich mein Studium aufgrund der Familie an den Nagel gehangen habe. Noch dazu darf ich mir dann von ihm jetzt anhören, ich soll mir ne Arbeit suchen, er will für mich nichts mehr zahlen, denn ich sitze ja nur faul zuhause rum, während er arbeiten geht für das Geld.
Für mich hat sich einfach ein riesen Abgrund aufgetan und ich weiß nicht, wie ich das alles verarbeiten soll....
...aber nochmal danke für die lieben Nachrichten, die mir zeigen, dass ich nicht die einzige bin, der sowas passiert... ;(
Da es förderlich für meine Gesundheit sein soll, habe ich beschlossen, ab heute glücklich zu sein! :D

stephilein

Anfänger

Beiträge: 3

Wohnort: kronberg

14

Montag, 13. Februar 2012, 13:45

MIR GEHTS GENAUSO

hallo, ich sitze in etwa dem gleichen schlamassel, nach 16 jahren beziehung und 10 jahren des verheiratet seins, meint mein man, dass das so alles nciht mehr weitergeht. er ist ausgezogen, veläßt mich mit 2 tennie kindern, und ich fasse das alles so gar nicht.es ist so merkwürdig plötzlich allein da zu stehen, wo man doch vorher sooo viel miteinenander bzw. zusammen gemacht hat. in der hoffnung, der schmerz wird irgendwann weniger, fühle ich vollkommen mit dir!
lg
stephilein

Miah

unregistriert

15

Mittwoch, 15. Februar 2012, 14:23

Du bist nicht alleine. ich glaube es geht vielen Frauen so. Ich war/bin 10 Jahre verheiratet. Da wir keine Familie/Unterstützung hatten gab ich nach der Elternzeit meinen Job auf. Mein Man absolvierte neben seiner Arbeit 4 Schicht ein Techniker Studium.
Wir hatten damals ein Haus gekauft. Nach seinem Studium sollte ich wieder arbeiten gehen war so geplant.
Das Studium hatte er erfolgreich absolviert. Leider hab ich nicht viel davon. Ich wurde nach all den Jahren ausgetauscht. Da er recht gut verdienend, nahm er nochmal ordentlich ein paar Kredite auf und kaufte sich ein Auto für 20000 euro. (Wird alles bei der Unterhaltsberechnung abgezogen von seinem Lohn) Er verdient 3500 euro netto im Monat. Das Haus muss auch am besten heute verkauft werden. Nun steh ich da... versuche wieder ins Berufsleben zurückzufinden ja ich will Vollzeit arbeiten. Meine Tochter besucht eine Ganztagsschule. Doch leider will mich keiner. Zu wenig Berufserfahrung und eine zu lange Elternzeit immer wieder das gleiche.
Keinen Cent mehr Unterhalt nur für das Kind zahlt er, weil er nicht drumherum kommt. Ich lebe von 450 Euro Kindesunterhalt und Kindergeld trage die Hauskosten (Ohne Kredit) alleine. Es gab auch schon mal einen Monat da wären wir fast verhungert... irgendwann hat man nichts mehr was man verkaufen kann. Ich habe meinen Stolz diesen Monat überwunden und Harz4 beantragt. Nun muss ich meinen ex auf unterhalt verklagen.
heute weiss ich von aufmerksamen nachbarn er hatte schon länger eine Affaire und alles schon vorher geplant.
ich hab es durch Zufall mitbekommen seine Firma rief mich an seine Freundin hätte wohl Ihre handtasche vergessen. Ich weiss nicht wie lange er noch vorhatte so weiter zu leben. Mich in den Glauben zu lassen wir wären eine Familie.

Ich hätte nie gedacht das es so schwer sein kann. Aber eins habe ich gelernt niemals aufgeben. Es geht immer irgendwie weiter ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Miah« (15. Februar 2012, 14:32)


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