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Sunriel
10.02.2012
um 20:46 Uhr
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von Sunriel

Gast

unregistriert

1

Dienstag, 31. Mai 2005, 14:34

Fahrtkosten zur Klinik

Hallo Ihr Lieben.

Bin neu hier, aber ich muss sagen, ich lese jetzt schon seit 2 Stunden das Forum. Interessant.

Da hab ich gleich auch noch ne Frage.
Und zwar bin ich (25 J.) eine alleinerziehende Mami eines fast 20 Monate alten Sohnes. Seit seiner Geburt fehlt ihm das rechte Füsschen. Da der Orthopäde, der meinen Sohn behandelt, in einer 150 km entfernten Stadt wohnt, fallen Fahrtkosten an. Logisch. Ich trennte mich vom KV als der Kleine 3 Monate alt war. Er zog weg (ca. 300 km von hier). Er hat kein Sorgerecht und zahlt den minimalen Unterhalt. Er besucht seinen Sohn auch nur einmal im Monat.

Ich beziehe (noch) Hartz4. Die Fahrtkosten werden von der Krankenkasse und vom Amt nicht übernommen. Kann mir jemand sagen, ob der KV verpflichtet ist, mir wenigstens die Hälfte der Fahrtkosten zu zahlen??? Ich habe ihn darauf schon mal angesprochen, aber er meinte nur, dass er nichts dafür kann, dass der Kleine diesen Fehler (hat der gesagt) hat. Nett, oder???? Als wenn der Kleinme was dafür könnte........


Vielen Dank

Liebe Grüsse
Justine

Gast

unregistriert

2

Dienstag, 31. Mai 2005, 15:09

RE: Fahrtkosten zur Klinik

Hallo Justine,

und ein herzliches Willkommen. Die anderen werden dir sicher genaueres sagen können, was es für Möglichkeiten gibt....

Wenn jedoch der Kindsvater "zahlungsfähig" ist hast du sehr wohl die Möglichkeit einen medizinischen Mehrbedarf (wenn die Kosten regelmäßig anfallen) oder einen Sonderbedarf zu fordern. Hierzu benötigst du Atteste und Bescheinigungen und die bekommst ggf. erst etwas nachdem du ihn in Verzug gesetzt hast, also zur Zahlung aufgefordert. Ich möchte dir aber sagen, dass das ggf. ein langwieriges zermürbendes Verfahren ist.

Nur so viel von mir, die anderen können dir sicherlich noch viel besser Tipps geben.

Viele Grüße
Saskia

refa

unregistriert

3

Dienstag, 31. Mai 2005, 15:39

RE: Fahrtkosten zur Klinik

hi justine,
ja schade mit deinem kleinen, wobei menschen mit beeintraechtigungen die sie von geburt haben meißt besser umgehen koennen als menschen die ein beeintraechtigung erst spaeter bekommen haben.
na ja,
Damals habe ich bis zum vollendeten 2 Lebensjahr des Kindes, ein behindertengeld bekommen. . Damit waren alle nebenkosten die durch den mehraufwand bedingt durch die behinderung auftraten abgedeckt.
Bekommst du den solches Geld?? Bin gar nicht mhr auf dem laufenden ob dieses geld noch gezahlt wird.
Ansonsten hatten wir das thema schon mal, weiß gar nicht mehr mit welchem ergebnis. Eigentlich muessten die amtsaerzte ueber die moeglichkeiten von zuschuessen gut bescheid wissen. Die begutachten die kinder ja auch immer wenn es um extra leistungen geht.
Wenn der vater unter 135% zahlt ister wohl ein mangelfall, da wirds schwer forderungen durchzusetzen. Besser waere wenn ihr einen modus finden wuerdet euch zu einigen.
gruss refa<br /><br /><!-- editby --><br /><br /><em>editiert von: refa, 31.05.2005, 15:40 Uhr</em><!-- end editby --> [addsig]

refa

unregistriert

4

Dienstag, 31. Mai 2005, 15:48

RE: Fahrtkosten zur Klinik

Hi,
da faellt mir noch ein, dass das kind ja einen behindertenausweis hat.
Damit faehrt das kind doch kostenlos (falls spezielle kriterien erfuellt sind) im oeffentlichen Personenverkehrr und die begleitperson ist ebenfalls mit drinn, da ein kind in diesem alter erfahrungsgemaess selten allein unterwegs ist..
Warum bei dir nicht. Mit wieviel prozent ist denn die behinderung im ausweis eingetragen ? und ist die begleitperson mit drinn??

gruss refa
[addsig]

Subby

unregistriert

5

Dienstag, 31. Mai 2005, 16:32

RE: Fahrtkosten zur Klinik

Hallo Justine,

stimmt, du solltest doch einen Schwerbehindertenausweis für deinen Kleinen haben, wenn nicht sogar eine Pflegestufe beantragen.

Ich habe gerade selber einen Ausweis für meine Kleine beantragt. Du kannst ja mal hier auf die Seite gucken. Die ist wirklich sehr Informtiv:

http://www.behinderte-kinder.de/

Ansonsten schau doch mal in den Chat für besondere Kinder. Bin sicher, dass du da noch mehr Infos erhalten wirst :-)

Lieben Gruss
Subby[addsig]

UteH

Moderator

Beiträge: 11

Danksagungen: 23

Wohnort: Bremerhaven

Beruf: Multitasking den ganzen Tag

6

Dienstag, 31. Mai 2005, 18:51

RE: Fahrtkosten zur Klinik

Hallo Justine,

herzlich Willkommen. :-)

Hast du einen Schwerbehindertenausweis für deinen Sohn?
Hat er eine Pflegestufe?
Wenn noch nicht dann beides beantragen ;-)
Wie refa schon schrieb unter bestimmten Vorraussetzungen fährst du als Begleitperson umsonst mit Bus und Bahn wenn dein Sohn einen Schwerbehindertenausweis hat.Hast du ein Auto werden dir unter bestimmten Vorraussetzungen die KFZ Steuern erlassen oder zumindest ermässigt werden.
Bei Pflegestufe 1 würdest du 205€ im Monat erhalten,die auf Hartz 4 nicht angerechnet werden dürfen.Also ein Versuch lohnt sich allemal
;-)
Zu den Fahtkosten kann ich (leider) nur folgendes sagen.Wenn es aus med Gründen notwendig ist das ihr den weit entfernten Orthopäden aufsuchen müsst,frag doch mal den Kinderarzt danach ob er dir nicht einen Taxischein ausstellen kann.Eigenanteil nach meiner Info 10€ pro Fahrt.Einfach mal die KK anrufen und nachfragen.
Habt ihr ein Sozialpäderiatrisches Zentrum in der Nähe?
Haben wir hier nicht dafür sitzt beim Gesundheitsamt ein Beauftragter für besondere Kinder.Die Stellen sollten dir gute Ratschläge und Informationen geben können und dich bei den Anträgen auch unterstützen.
Den Link von Subby kann ich nur empfehlen,sehr informativ.
Solltest du weitere Fragen haben oder einfach mal das Bedürfnis verspüren was loszuwerden, Frust aber auch Freude dann würde ich mich über Postings hier von dir freuen.

Liebe Grüsse

Ute[addsig]

Gast

unregistriert

7

Dienstag, 31. Mai 2005, 20:15

RE: Fahrtkosten zur Klinik

Hallo Justine.

Ich kann dir auch nur Empfehlen einen Antrag für einen Behindertenausweiß zu stellen, dort mußt Du das G an kreuzen.
( erhebliche Gehbehinderung: Nachteilsausgleich im nahverkehr/bei Kfz steuer )
> orginal satz aus einem Antrag<
Stelle ihn beim Versorgungsamt oder dem Amt welches dafür bei euch zuständig ist..


Mich wundert das Du zu einen Arzt gehst der 150 km von Dir weg ist, gibt es keinen anderen in deiner Nähe der das auch machen kann?

Ich warte selber gerade auf den Bescheid :-( mal sehen wenn der kommt.

Jetzt möchte ich Dich noch zu unserem Chat Montags ab 20:30 in raum besondere Kinder Einladen..... würde mich freuen wenn Du mal vorbei schaus..

[addsig]

Gast

unregistriert

8

Dienstag, 31. Mai 2005, 20:23

RE: Fahrtkosten zur Klinik

Hallo!!!

Erstmal dank ich Euch allen für das schnelle Antworten.
Lukas hat nen Schwerbehindertenausweis. GdB: 70, Merkzeichen: G (gehbehindert). Mehr nicht. Eine Begleitperson ist nicht erforderlich. Ich hab jetzt erstmal um ne neue Überprüfung gebeten. Ich find die Rennereien einfach zermürbend. Die Pflegestufe hab ich beantragt als Lukas 10 Monate alt war. Wurde natürlich abgeleht. Ich hab auch jetzt nen Neuantrag gestellt, da er ja bald 2 Jahre alt wird und dann wohl die Zeiten anders berechnet werden. Zum Thema Bus und Bahn kann ich sagen, dass ich NUR im Nahverkehr fahren kann. Die Klinik liegt in nem anderen Bundesland. Mit Bus und Bahn hätt ich dann nichtmal die Hälfte der Strecke erreicht.

Ich mein, ich zahl das Geld für die Fahrtkosten auch aus meiner Tasche. Wenns um Lukas geht, mach ich doch alles. Aber wie gesagt, ich hab auch nicht viel. Und Lukas Daddy fährt n fettes Auto, hat ne vermietete Eigentumswohnung und zahlt nur den Mindestunterhalt (da er bei der Festlegung arbeitslos war). Ich seh das jetzt nicht mehr ein. Ich hab als Mutter so viele Rennereien. Und er kümmert sich nicht ein bisschen um seinen Sohn. Das tut mir irre weh für Lukas. Ich will doch nur das es meinem Kleinen gut geht, er wirds schon noch schwer genug haben.

Justine

Gast

unregistriert

9

Dienstag, 31. Mai 2005, 20:28

RE: Fahrtkosten zur Klinik

Nochmal ich.

Udo schrieb, dass er sich wundert, dass ich in so einer weit entfernten Klinik bin. Das liegt daran, dass Lukas in dieser Stadt (Dresden) geboren ist. Dort hab ich damals gearbeitet und gelebt. Als Lukas 3 Monate alt war und ich mich von Lukas Daddy getrennt hab, sind Lukas und ich zurück in meine Heimat (Nahe Cottbus) gezogen. Und da Lukas den Orthopäden und Orthopädiemechaniker dann schon "kannte", da er ja von Geburt an dort behandelt wurde, blieb ich natürlich in Dresden in Behandlung.

Saskia

Anfänger

Beiträge:

10

Dienstag, 31. Mai 2005, 20:34

RE: Fahrtkosten zur Klinik

Hallo Justine,

weißt du ob der Vater jetzt wieder Arbeit hat? Dann könntest du eine prüfung des Einkommens veranlassen. Wenn er mehr verdient wird er auch höher eingestuft.

Du kannst ggf. einen Familienfachanwalt als Vertreter deines Sohnes damit beauftragen und Prozesskostenhilfe beantragen. Lohnt aber nur wenn du sicher bist, dass er jetzt Einkommen hat.

Wenn du gerne möchtest dass er sich um Lukas kümmert kannst du auch das JA um Vermittlung bitten, die werden ihn dann zu einem Gespräch einladen. Auch wenn es vielleicht nicht viel bewirkt macht es ihn nachdenklich.

Weißt du Justine ich kann dich sehr sehr gut verstehn! Aber glaub mir, das ganze kostet dich so irre viel Kraft, das wärs mir nicht Wert. Schau mal wie toll ihr 2 das auch allein hinbekommt und an der Pflegestufe würde ich dran bleiben. Schau einfach mal in den Chat, Montags ist Uteh immer da und sie kann dir sicher wertvolle Tipps geben.

Nur nicht aufgeben, es gibt immer einen Weg.

Liebe Grüße
Saskia[addsig]