RE: Keine Angst vorm MDK
hallo,
ich denke, daddy hat das thema aufgegriffen, weil ich ihn gestern abend im chat dazu befragt hatte. hier erst noch mal herzlichen dank daddy, dass du sofort bereit warst, mit mir ein zweiergespräch zu führen.
ich weiß, dass ihr mit euren aussagen recht habt. es geht um pflegezeiten, die man an seinem kind leistet. ich selber bin mir aber immer so unsicher. im juli kommt der mdk zur überprüfung. mein sohn hat die pflegestufe I. er kann eine ganze menge selber machen - für einen außenstehenden wirkt er selbstständig. aber immer wieder muss ich es ihm erklären. beim waschen z.b. reflektiert er seine linke körperhälfte nicht. er wäscht sie einfach nicht. also steh ich daneben und sage ihm genau die reihenfolge an, die er waschen soll. brav wie er ist. macht er es dann ja auch. zähneputzen - nur die rechte seite. beim frühstück bittet er mich, sein frühstücksei festzuhalten. er registriert nicht, das er eine linke hand hat, mit der er das ei halten kann und ein rechte, mit der er es essen kann.
aber - auch nach 12 jahren sind die ärzte nicht in der lage, irgendeine diagnose zu stellen. und genau da liegt mein problem. ich fühle mich so unsicher dem mdk gegenüber. wenn ich sagen könnte er hat dieses oder jenes syndrom - dann wäre damit eventuell auch gleich eine mögliche entwicklungsfähigkeit verbunden. aber sowas kann ich nicht sagen. ich kann immer nur sagen. er kann dies nicht alleine und jenes nicht alleine - warum er das nicht kann/nicht lernt - das weiß ich nicht.
ich habe heute begonnen wieder pflegetagebuch zu schreiben. ich möchte mir selber mal wieder einen überblick verschaffen, wieviel zeit ich eigentlich mit der pflege meines sohnes verbringe. vielleicht werde ich darüber ja wieder sicherer.
hoffentlich ist die begutachtung bald schon wieder vorbei - und ich habe erstmal wieder zwei jahre ruhe vor dem mdk
liebe grüße
ute[addsig]