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Die finanzielle Mehrbelastungen für Alleinerziehende ab 2007
geschrieben von: Frank am Freitag, 18. November 2005, 11:30 Uhr
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Auch Alleinerziehende bleiben von den massiven Sparparketen der Bundesregierung nicht verschont. Wir haben beispielhaft ausgerechnet, wie sich die Erhöhung der Mehrwertsteuer, die Kürzung der Pendlerpauschale und veränderte Lohnnebenkosten 2007 auf Ihren Geldbeutel auswirken.
Sanieren, investieren und reformieren - das wollen Union und SPD in den kommenden vier Jahren. Die große Koalition bringt für Bürger und Unternehmen vor allem eines: höhere Belastungen. Unter dem wohlklingenden Titel "Gemeinsam für Deutschland: Mit Mut und Menschlichkeit" geht insbesondere auch der Um- und Abbau des Sozialstaats weiter.
Am Beispiel einer Alleinerziehenden mit einem Kind haben wir ausgerechnet, welche Mehrbelastungen exemplarisch im Jahr 2007 auf diese zukommt. Da im Gegensatz zur landläufigen Meinung ca. 65 % der Alleinerziehenden erwerbstätig sind, wurde für die Beispielrechnung ein Monatsbruttolohn von 1500 Euro angenommen. Immerhin 6 von 10 Alleinerziehenden ziehen ein Einzelkind auf, so daß die Annahme von nur einem Kind am Besten den statistischen Schnitt wiederspiegelt.
Die Mehrwertsteuer steigt am 1. Januar 2007 von derzeit 16% auf 19%, bei einem durchschnittlichen monatlichen Bruttokonsum von 564,22 Euro ergibt sich dadurch eine Mehrbelastung von 14,22 Euro. Durch massive Einsparungen soll die Arbeitslosenversicherung um 3 Prozentpunkte gesenkt werden, gleichzeitig ist aber aufgrund der demographischen Entwicklung eine Erhöhung der Beiträge zur Rentenversicherung erforderlich, so daß die der nachfolgenden Tabelle zu entnehmende Entlastung hier sehr gering ist, im konkreten Fall lediglich 3 Euro monatlich. Flexibilität ist für Alleinerziehende kein Fremdwort, dies gilt umso mehr für den Beruf. Eine angenommene einfache Fahrtstrecke zum Arbeitsplatz von 20 km ist deshalb sicherlich beispielhaft. Durch Wegfall der Pendlerpauschale bis 20 km bei angenommen 220 Arbeitstagen jährlich kommt deshalb noch eine Mehrbelastung von 330 Euro hinzu. Fahrten zum Arbeitsplatz kosten Geld, die erhöhte Mehrwertsteuer schlägt selbstverständlich auch hier erbarmungslos zu, die Beispielrechnung berücksichtigt diese zusätzlichen Kosten nicht einmal. Die exemplarisch ausgewählte Einelternfamilie wird 2007 mit 446,64 Euro jährlich weniger auskommen müssen!
| Belastung / Entlastung 2007 |
monatlich |
jährlich |
| Mehrbelastung durch Mehrwertsteuer bei einem monatlichen Bruttokonsum
von 564,22 Euro |
+14,22 EUR |
+170,64 EUR |
| Entlastung durch Senkung der Arbeitslosenversicherung |
-15,00 EUR |
-180,00 EUR |
| Mehrbelastung durch Erhöhung der Rentenversicherung |
+12.00 EUR |
+144,00 EUR |
| Mehrbelastung durch Wegfall der Pendlerpauschale bis 20 km |
+27,50 EUR |
+330,00 EUR |
| Summe der Mehrbelastung 2007 |
+38,72 EUR |
+464,64 EUR |
Beispielrechnung: Alleinerziehende mit einem Kind, Monatsbruttoeinkommen 1500 Euro, einfache Fahrtstrecke zum Arbeitsplatz 20 km (alleinerziehend.net 2005 ©)
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