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Der Verein Alleinerziehend.net e.V. wurde 2005 von dem alleinerziehenden Vater Frank Bindmann gegründet.

Die Höhe des Trennungsunterhaltes

Geschrieben von Frank am 13.04 2014 um 09:28:00 Uhr       1753 Aufrufe




 
Die Höhe des Trennungsunterhaltes
Während Unterhaltsforderungen nach der Scheidung einer ausführlichen Begründung bedürfen, ergibt sich die Zahlung eines Trennungsunterhalts aus der ehelichen Solidarität. Wie hoch aber ist dieser Trennungsunterhalt und wie wird er berechnet?
Der Trennungsunterhalt ist gesetzlich in § 1361 (Unterhalt bei Getrenntleben) geregelt und basiert auf der ehelichen Solidarität. Keiner der beiden Ehepartner soll es nach der Trennung finanziell benachteiligt sein. Bei dem Trennungsunterhalt handelt es sich also eigentlich um einen Ausgleichsanspruch zugunsten des wirtschaftlich schlechter gestellten Ehegatten während der Zeit der Trennung bis zur Scheidung. Nach der Scheidung gilt dann nach neueseter Rechtssprechung in der Regel das Prinzip der Eigenverantwortlichkeit.

Berechnung des Trennungsunterhaltes

Zunächst müssen die Einkommensverhältnisse der beiden Ehepartner miteinander verglichen werden. Ist das Einkommen unterschiedlich hoch, muss derjenige Ehepartner mit dem höheren EInkommen Trennungsunterhalt an den anderen Ehepartner zahlen. Die Frage, wie hoch der Trennungsunterhalt ist, ist leider nicht exakt gesetzlich geregelt, sondern basiert auf den Berechnungen und Urteilen von Gerichten, die im Laufe der Zeit entstanden sind. Eine typische Regelung zur Berechnung des Trennungsunterhaltes ist die "3/7 Regelung". Danach muss der besser verdienende Ehepartner seinen EInkommens-Überschuss entsprechend der Regelung an den schlechter verdienenden als Trennungsunterhalt zahlen. Dazu ist es erst mal notwendig den Einkommensüberschuss zu ermitteln. Bleibt beispielsweise einer der Ehepartner in der ehelichen Wohnung mietfrei wohnen, dann wird diesem das als finanzieller Vorteil angerechnet. Maßgeblich ist hier der subjektiver Wohnwert. Das sind nicht unbedingt die tatsächliche Miete und Mietnebenkosten, sondern der Betrag, der notwendig wäre, wenn der Ehepartner sich eine angemessene Wohnung mieten würde. Auch das Einkommen, welches einer der Ehegatten bei zumutbarer Anstrengung erzielen könnte, zählt als fiktives Einkommen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der bedürftige Ehepartner nach der Trennung einen vorher vorhandenen Job kündigt. Ansonsten wird eine eigene Berufstätigkeit eigentlich erst in der Zeit nach der Scheidung verlangt. Kindesunterhalt ist immer vorrangig und muss bei der Berechnung des verfügbaren Einkommens abgezogen werden. Den Kindesunterhalt erhält bei minderjährigen Kinder immer der alleinerziehende Elternteil. Die Höhe des Kindesunterhalts orientiert sich an der Düsseldorfer Tabelle.Die folgende vereinfachte oInkommensberechnung zeigt, wie der Trennungsunterhalt berechnet wird.
Ehemann
Einkommen2500
berufsbedingter Aufwand-150
insgesamt2350
davon Kindesunterhalt-365
unterhaltsrelevantes Einkommen1985
Ehefrau
Einkommen0
mögliches Einkommen400
gesparte Wohnungsmiete500
unterhaltsrelevantes Einkommen900
Einkommensdifferenz1085
Trennungsunterhalt 3/7465
zu zahlen
Kindesunterhalt365
Trennungsunterhalt465
insgesamt830
Der Trennungsunterhalt ist genauso, wie der Kindesunterhalt, monatlich im Vorraus zu zahlen.
 



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