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von mona84

nicole13

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Dortmund

1

Dienstag, 12. Oktober 2004, 20:53

Unterhalt

hallo!
ich habe gelesen, dass überlegt wird, unverheiratete mit verheirateten in bezug auf unterhalt gleichzustellen.den unverheirateten soll dann ebenfalls unterhaltsanspruch für mind. 8 jahre zustehen. wer hat ahnung und kann mir hierzu informationen geben??
lieben gruss nicole

Gast

unregistriert

2

Dienstag, 12. Oktober 2004, 21:23

RE: Unterhalt

liebe nicole,
es gibt tatsächlich ein OLG, welches diese frage derzeit zur enscheidung "hochgereicht" hat. es gibt aber auch andere OLG\ s die diese frage auf die geltenden gesetze zurückholen mit der eindeutigen begründung, dass eine uneheliche konstellation doch kaum mit der solidargemeinschaft ehe verglichen werden darf, die eben auch nacheheliche bedeutung hat. sollte in diesem staate tatsächlich wahr werden, was du dir wünschst,

dann wird ganz sicher auch vieltausendfach ein märchen wahr,

das märchen vom "fischer und seiner frau"

e.u.V.


ps. ich hoffe du kennst dieses märchen und bedenkst die folgen von nimmersattem fordern!!!!!

Gast

unregistriert

3

Dienstag, 12. Oktober 2004, 22:06

RE: Unterhalt

e.u.V. hat dir mal das hier aus http://www.pappa.com/ rausgesucht:

12.10. Kein Sorgerecht aber bitte zahlen!!!!

Sollen Väter unehelicher Kinder, in Zukunft auch wie geschiedene Väter Unterhalt für Mütter zahlen?
Laut OLG Hamm herrscht eine Ungleichbehandlung beim Unterhalt für Mütter ehelicher und nicht ehelicher Kinder. Während Verheiratete nach einer Trennung bis zu 15 Jahren und unter bestimmten Voraussetzungen lebenslang Unterhalt bekämen, seien es bei ledigen Müttern nur drei Jahre.
OLG Hamm vom 27.08.2004, Az. 5 UF 262/04

Der Bundesgerichtshof hat eine Revision einer nichtehelichen Mutter angenommen, die die Beschränkung des Unterhalts auf 3 Jahre für verfassungswidrig hält.
Die Zulassung könnte ein Indiz sein, dass der BGH diese Auffassung auch teilt.
Die Rechtssprechung hält sich bisher überwiegend an die Gesetzesvorschrift des § 1615 l BGB.
FamiIienrechtler wie der Kölner Experte Helmut Büttner sympathisieren mit der Entscheidung des OLG Hamm, das geltende Unterhaltsrecht als verfassungswidrig einzustufen. Was es aber in der Praxis bringt, wenn Karlsruhe vom Gesetzgeber Veränderungen beim Mütterunterhalt einfordert, bleibt einstweilen offen. Selbst der Lobbyverband der alleinerziehenden Mütter (VAMV) ist skeptisch. "Die Väter sind als Zahlesel überfordert", warnt Peggi Liebisch vom Verband allein erziehender Mütter und Väter. Denn selbst wenn die über eine halbe Million getrennt lebenden Väter unehelicher Kinder mehr zahlen müssten, sei nicht gesagt, dass sie dies auch könnten. "Mütterunterhalt wird auch nach Scheidungen in nur zwölf Prozent aller FäIle wirklich geleistet", weiß Liebisch.
Merkwürdigerweise wird die Tatsache, dass Väter unehelicher Kinder im Gegensatz zu verheirateten Vätern das Sorgerecht vorenthalten werden kann, von Gerichten; Politkern und Familienrechtler weder als verfassungswidrig noch als eine Ungleichbehandlung angesehen.

Der Spiegel Nr.42/11.10.04 Seite 52
Familienpolitik: Diskriminiert der Gesetzgeber nichteheliche Kinder?


Gast

unregistriert

4

Mittwoch, 13. Oktober 2004, 10:09

RE: Unterhalt

Hallo Nicole
Ich weiß davon auch nur von hören sagen her.Aber ich finde es nicht korrekt und außerdem glaubst du das wenn es so entschieden wird das auch nicht verheiretete Väter an die Mutter unterhalt zahlen müßen,das das für uns Frauen entschieden wurde.Wenn ja dann bist du auf den holzweg wenn das soweit kommt dann nur weil der Staat kein geld oder bock hat alleinerziehende finanziell zu unterstützen.Des weiteren wäre ich wenn es dann schon so sein sollte dafür das dann nicht verheiratete Väter während sie mit der Mutter des kindes zusammen wohnen auch die steuerklasse 3 nehmen können.Denn es kann ja nicht angehen das die Väter ausgenommen werden wie es den Staat passt,aber es nirgends in nur einer art und weise es ihn "angerechnet"wird.
Ich denke mal das du es jetzt für ne super sache findest das du zur zeit probleme mit dein ex hast,da versteh ich das du ihn wünscht das er auch für dich zahlen soll.Aber versuch es doch mal Sachlich zu sehen und dann kommst selbst du darauf das das nicht im sinne der Frauen ist so wie es vielleicht dargesstellt wird.Denn unser Staat ist genauso egoistisch wie wir wenn nicht noch schlimmer.
gruß delphine

Gast

unregistriert

5

Mittwoch, 13. Oktober 2004, 10:48

RE: Unterhalt

Hallo Ihr,

klar wird das ggf. nur gemacht, dass der Staat Geld spart. Ganz sicher nicht um AEs zu entlasten.

Allerdings kann ein Vater der Unterhalt zahlt und nicht verheiratet ist zwar nicht die Lstkl. 3 haben, jedoch die Zahlungen steuerlich absetzen, das geht. ( wurde mir von einem Finanzbeamten erklärt)


Zitat

nur weil der Staat kein geld oder bock hat alleinerziehende finanziell zu unterstützen
.

Der staat ist die allgemeinheit und ich persönlich finde schon, dass das eher Aufgabe des Vaters wäre, wie der allgemeinheit - vor allem wenn der Vater kann.....

Zitat

Ich denke mal das du es jetzt für ne super sache findest das du zur zeit probleme mit dein ex hast,da versteh ich das du ihn wünscht das er auch für dich zahlen soll.Aber versuch es doch mal Sachlich zu sehen und dann kommst selbst du darauf das das nicht im sinne der Frauen ist so wie es vielleicht dargesstellt wird.Denn unser Staat ist genauso egoistisch wie wir wenn nicht noch schlimmer.


Sachlich gesehn hat ein Kind nun mal 2 Eltern. Beide haben Verantwortung. Nich eheliche Kinder sind ehelichen in Bezug auf Umgang gleichgestellt. ABER:

Eheliche Kinder benötigen die Betreuung der erziehnden bis zum 8ten Lebensjahr min.. Daher auch der Unterhaltsansprum.....

Wieso brauch nicht eheliche dies Aufmerksamkeit und Betreuung nur bis zum 3ten Lebensjahr?

:D Kann mir das jemand nachvollziehbar erklären? ;)

Wie wurde mir mal gesagt: Der Gesetz geber is männlich ;)

Grüße
Saskia

Gast

unregistriert

6

Mittwoch, 13. Oktober 2004, 11:29

RE: Unterhalt

Hallo Saskia
Man kann davon ausgehen das keiner die klasse 3 hat der unterhalt zahlt(außer er heiratet eine andere u dann muß er auch gegebenenfalls mehr zahlen.Denn es wird ja nur unterhalt gezahlt wenn man getrennt ist und mit ner trennung kommt man automatisch in klasse 1 oder 2.
Das auch nicht verheiratete die klasse 3 haben sollten finde ich ne gute idee.Denn mal ehrlich wieso muß man denn erst heiraten damit man die Kindererziehung anerkannt bekommt.Ich denke nicht verheiratete eltern haben genau so ein recht auf steuerliche entlastungen wie verheiratete,wenn schon gleichberechtigung dann bitte ganz und nicht da wo es uns an besten past.Ok vielleicht kann ja ein nicht verheirateter vater die aufwendungen für sein kind und seine Freundin(meine nicht unterhalt nachdem sie auseinander sind)geltend machen beim Finanzamt.Aber dann frage ich mich wenn das wirklich so ist wieso müssen diese väter erst zum finamzamt am ende des jahres rennen und verheiratete nicht.Ich denke das viele heiraten um überhaupt über die runden zukommen u das ist ja wohl nicht sinn und zweck der sache.Man wird regelrecht gezwungen zu heiraten,denn wenn man es nicht macht kommt es vom geltlichen nicht mehr hin zumindest bei vielen.Das die meisten Hochzeiten nicht erlich waren sieht man an den scheidungsraten.
Ich meine auch das Väter für ihre Kinder grade stehen sollen auch nach einer trennung bin aber nicht der meinung das jeder Mutter unterhalt zusteht das würde ich an den einzelfällen festlegen.Mal ein beispiel eine Mutter die patu ohne Grund den Umgang von Kind und Vater verhindert,die hat meiner meinung nach kein unterhalt verdient die will ihn nur abzocken.Der kinderunterhalt ist davon selbstverständlich ausgeschlossen den die kleinen können ja nix dazu das wir erwachsenen uns wie die kinder benehmen.

Gast

unregistriert

7

Mittwoch, 13. Oktober 2004, 12:02

RE: Unterhalt

hallo anonym!
mich würde einmal interessieren, ob du alleinerziehend bist oder ob du eventuell zu den zahlenden vätern zählst???
desweiteren wurde mir hier oft geschrieben, dass es ja auch alleinerziehende väter gibt.
also würden die doch auch von einer gesetzesänderung profitieren, oder???
die frauen werden hier irgendwie häufig als abzockerin dargestellt. warum???
denke mal nicht, dass alle gleich sind. wenn ich mehr verdienen würde als teilzeitkraft,
würde ich auf den unterhalt, egal für wie lang, sch....

Gast

unregistriert

8

Mittwoch, 13. Oktober 2004, 12:42

RE: Unterhalt

Na,

da sieht man halt die Lücken im System.

Ich hab das große Problem für mich zu aktzeptieren, dass nicht eheliche Kinder "gleichgestellt" wurden (was Umgang betrifft) allerdings sonst nichts aber auch rein gar nichts "gleich" ist.

Aber ist wies ist.......

Wenn man da philosophiert könnte man auf die abwegigsten Gedanken kommen was gewollte Abhängigkeiten betrifft.

Mir hat mal jemand gesagt: Die Ehe ist ein Geschäft.

Ja, es ist gewollt dass die Leute heiraten denn die Familie steht unter dem besonderen Schutz...... Nur schade, dass ein Ehepaar eine Familie ist, ein AE mit Kind aber nicht......

Ist das nicht traurig? Ein AE war vorher AN, hat gut verdient........ dann bekommt er/sie ein Kind und übernimmt hierfür die Verantwortung.... Nu kann er lang nimmer so viel verdienen wie vorher, allein schon logisch und zeitlich bedingt. Dafür darf er sich um alles allein kümmern.

Als Dank bekommt mit vorliebe AE-Frauen reingewürgt sich nur am Unterhalt bereichern zu wollen, sozialschmarotzer zu sein oder aber wenn se viel arbeitet ne Rabenmutter zu sein......
Belohnt wird das ganze im sozialen Abseits mit dem vergnügen sich städnig gegen Angriffe verteidigen zu müssen und letztendlich mit massieven Renteneinbußen.

Mit viel Grlück darf sie, die früher einen guten, anerkannten Job hatte Regale auffüllen oder putzen gehn, am besten noch mit minijob und kinderlose Ehefrau ist gratis bei gut verdienendem Ehemann mitversichert........

Ja, die AEs haben es doch prima gemacht, Kind haben und ausgesorgt :casstet: :casstet:

Bin ja nicht boshaft, würde mir aber wünschen, dass all die, die es sich sooooo leicht machen lange genug mal so leben müssen, damit sie das kapieren.

Uuuups, da würd man ja kein Kind mehr haben wollen, oder? Nur wat wenns schon da ist?

Vielleicht sollte man mal weniger mit dem Finger zeigen und eher helfen. Dass es frauen aber auch wagen können sich nicht schlagen zu lassen und und und, sind ja selber schuld, gell.

Gruß
Saskia

manchmal ein bisschen sarkastisch ist

nicole13

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Dortmund

9

Mittwoch, 13. Oktober 2004, 20:55

RE: Unterhalt

hallo saskia!
du hast vollkommen recht.kann man dich auch per mail erreichen?
würde mich mal gerne mit dir "unterhalten". hast ja anscheinen von vielen
sachen (zwangsläufig) ahnung. bin ja noch nicht so lange im kreis der
alleinerziehenden und hätte noch einige fragen.
lieben gruss nicole

refa

unregistriert

10

Mittwoch, 13. Oktober 2004, 22:10

RE: Unterhalt

Halllo,
das olg hamm hat letzendlich nur eine vorgabe des BverfG erfuellt und diese wieder zurueckgeleitet.
Damit ist die wahrscheinlichkeit das der vorlage entsprochen wird relativ groß.
Das BverfG wird aber bei der anzustehenden entscheidung nicht umhin kommen sich mit der voelkerrechtswidrigen ungleichbehandlungen von kindern verheirater und nicht verheirater Eltern auseinander zu setzten.
Es ist naiv anzunehmen das die entscheidung des BverfG vom 29.0103 lange bestand haben wird, die sozusagen die zweitelung von trennungskindern in der bundesrepublick in zwei klassen zementierte.
Es ist immer wieder erstaunlich das alleinerziehende Muetter nach mehr unterhalt rufen, in diesem fall auf gleichbehandlung pochen, wenn es aber um die elternverantwortung geht, sich gerne auf die unehelichen paragraphen stuetzen, die nur die alleinsorge der mutter vorsehen.
Es ist ein skandal das bei unehelichen kindern nicht darauf geschaut wird wer der bessere elternteil ist.
Mit der diskusion um die monetaere gleichstellung aller kinder verschiedener lebensfomtypen wird es auch eine erneute heftige diskussion um das elterliche sorgerecht geben.
Eine gleichstellung im unterhalt der mutter wird es meines erachtesn nur ueber das gemeinsamme sr geben, das ohnehin, schon aufgrund des internationalen druckes, irgendwann in deutschland eingefuert werden muss.
Wenn nicole also jetzt auf eine aenderung im unterhaltsrecht hofft sieht eserstmal gut aus, schließlich wird der staat alles daran setzen sozialhilfe einzusparen. Aber dies wird nicht die einzige aenderung sein, weil jedes ding hat zwei seiten. Zum anderen wie selbst der VAMV schon gemerkt hat, wird eine gesetzesaenderung (bei erfolgreicher klage wohl erst in einigen jahren) den beguenstigten wenig nuetzen. Wer bitte soll das bezahlen, spaetstens hier schmeissen viele unterhaltsverpflichtete das handtuch.

gruss refa

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