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von mona84

Marion

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Deutschland

1

Donnerstag, 11. Mai 2006, 09:05

Mitzeichnung einer Petition

Hallo @all,

in dieser öffentlichen Petition wird gefordert, dass das Kindergeld und der Unterhalt nicht mehr auf das ALG II angerechnet werden sollte. Bitte zeichnet doch mit.

http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=139

LG Marion[addsig]

Gast

unregistriert

2

Donnerstag, 11. Mai 2006, 13:42

RE: Mitzeichnung einer Petition

Hallo Marion,

diese Petrition hätte keine Chance....!

Es wurde nämlich schon von mehreren Sozialgerichten, bei denen ALG 2 Bezieher geklgat haben, negativ entschieden, d.h. dass die jetzige Reglung Grundgesetzkonform ist.


Grüsse

Steffen [addsig]

Marion

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Deutschland

3

Donnerstag, 11. Mai 2006, 16:44

RE: Mitzeichnung einer Petition

Hallo Steffen,

das mag sein, dass schon negativ entschieden wurde. Klasse wäre es, wenn alle ca. 5 Millionen ALG II Bezieher da mitzeichnen würden, aber je mehr es sind, desto mehr Chancen haben wir............WIR sind das Volk, nicht die Politiker, die sich alle Jahre wieder ihre eh schon reichlichen "Diäten" erhöhen.........auf Kosten des Volkes. Allein der "Unterhalt" der 598 Abgeordneten kostet jeden Monat über 6 Millionen Euro.........und langsam heißt es aufstehen und sich wehren.

LG Marion[addsig]

Gast

unregistriert

4

Donnerstag, 11. Mai 2006, 19:19

RE: Mitzeichnung einer Petition

Hallo Marion,

ich würde für mich persönlich das nicht unterschreiben.
Denn KG und KU werden ja auch dem Bedarf des Kindes angerechnet.

Also mal grob gesagt, hat man als alleinerziehende jetzt einen Bedarf von rund 1150€(je nach Wohnkosten).....kämen nun noch das KG und KU zusätzlich kommen macht es bei Kind unter 6 Jahren eine Summe von 1503€......na also...geht es noch? Soviel bringt ja nicht mal ein im Handwerk beschäftigter Lebensgefährte mit nach Haus.
Wer würde denn unter solchen Vorraussetzungen noch arbeiten gehen wollen?
:-? :-? :-? [addsig]

Marion

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Deutschland

5

Donnerstag, 11. Mai 2006, 20:29

RE: Mitzeichnung einer Petition

@Aninjha,

einem Arbeiter der 1500 Euro verdienen würde, würde ebenfalls zusätzlich KG bekommen. Zudem habe ich nicht das Wahlversprechen gegeben, Arbeitsplätze zu schaffen, sondern einmal die SPD und nun auch die große Koalition.

Der Reglesatz für die erwachsene Person beträgt 345 Euro, davon bleibt diesem Erwachsenen aber fast gar nichts. Beispiel, einer alleinerziehenden Mutter mit zwei Kindern bleibt ein Betrag von 551 Euro inklusive Miete, dann rechnen wir mal 360 Euro Miete ab, dann bleibt 191 Euro. Davon soll sie dann aber Lebensmittel, Stromkosten, Versicherungen, Schulbedarf u.ä. bezahlen? Das kann doch wohl nicht sein.

@Frank,

danke für`s mitzeichnen ;-) .

LG Marion[addsig]

Gast

unregistriert

6

Donnerstag, 11. Mai 2006, 20:52

RE: Mitzeichnung einer Petition

Hallo Marion........

als Bäcker (nicht mal unbedingt tolle Arbeitszeiten) hatte der Vater meiner kleinen Netto nicht mal 1200€ ausbezahlt bekommen(trotz 10 jähriger Berufserfahrung).....wir lebten zu dritt(er, die kleine und ich).....dazu kam KG , richtig....Wohngeld wurde wegen zu hohen Einkommens abgelehnt, Erziehungsgeld auf 147 € wegen zu viel Einkommen gekürzt.

Also rechnet es mal nicht alles schön.

Zu Zeiten wo ich noch verheiratet war(mit Elektriker, also auch "nur" Handwerk) verdiente damals Mann(Stkl 3 durchschnittlich 2900DM) mal rumgerechnet......1450€+300 KG macht 1750€ für eine 4 köpfige Familie!!!!

Und davon mußte auch immer alles gezahlt werden, da hat niemand gesagt, Strom erlassen wir Euch, oder Schulbedarf.......

Heute, habe ich soviel Geld für meine kleine und mich alleine, als wie wir vor einem Jahr zu dritt hatten(das wäre aber für mich niemals ein Trennungsgrund gewesen).

Bevor jedoch hier der Staat weiter zahlen soll, für wen auch immer, wäre erstmal erstrebsam, ein Mindestlohn einzuführen, und nicht 50 stunden im Monat arbeitenede, am gleichen Limit leben zu lassen, wie die, die nicht arbeiten.[addsig]

Marion

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Deutschland

7

Donnerstag, 11. Mai 2006, 21:24

RE: Mitzeichnung einer Petition


Gast

unregistriert

8

Donnerstag, 11. Mai 2006, 22:16

RE: Mitzeichnung einer Petition

Zitat: Aninjha
...
Bevor jedoch hier der Staat weiter zahlen soll, für wen auch immer, wäre erstmal erstrebsam, ein Mindestlohn einzuführen, und nicht 50 stunden im Monat arbeitenede, am gleichen Limit leben zu lassen, wie die, die nicht arbeiten


Richtig!
Wo bitte soll denn der Anreiz sein sich beruflich stark zu engagieren (und Steuern zu zahlen), wenn man das alles auch ohne viel Einsatz bekommen kann?
Und, liebe Marion, wo soll denn bitte das ganze Geld für die Wohltaten des Staaates herkommen? Vom (dummen) Steuerzahler, wie ich einer bin?

Zur Petition:
Ich finde die momentane Gesetzeslage ok auch weil ich weiß, daß der KU häufig nicht den Kindern zu Gute kommt, sondern von dem jeweiligen Elternteil (meistens Mamas) zweckentfremdet wird.

Gruß, Thomas



Gast

unregistriert

9

Donnerstag, 11. Mai 2006, 22:20

RE: Mitzeichnung einer Petition

stimmt das?

Wann übersteigt denn der Barunterhalt des Verpflichteten und das Kindergeld zusammen den Bedarf eines Kindes inkl. Miet- und Heizungsanteil?

Nur dann könnte es durch die Konstruktion der Bedarfsgemeinschaft derartige Effekte geben!

Der Versuch mehr Geld für Kinder als ALG-Bezieher haben zu wollen ist legitim, aber ob die "Hintertür" Nichtanrechnung von Kindergeld erfolgreich ist bezweifele ich.


P.S.
Kindergeld sollte die Eltern entlasten. Barunterhaltspflichtige Väter werden steuerlich wie Kinderlose behandelt zahlen aber zusätzlich den Unterhalt, der halbe steuerliche Freibetrag wird vollständig durch das an die Mutter ausgezahlte kindergeld, aber dem Vater zugerechnet, aufgehoben.

ALG2-Bezieher sind aber prinzipiell vollständig von allen Kosten für ihre Kinder enlastet, mit oder ohne Kindergeld!

Ob die Regelsätze Erwachsene und Kinder nach ALG2 angemesssen ( Regierung) , zu niedrig ( Betroffene) oder zu hoch ( FDP?) sind, ist eine andere Frage.

Gast

unregistriert

10

Donnerstag, 11. Mai 2006, 22:26

RE: Mitzeichnung einer Petition


Hallo Marion,

damals unter Sozialhilfe.....da gab es monatlich weniger, dafür einmalige Aufwendungen(kaputter Kühlschrank, Waschmaschiene u.ä.)

Der Satz betrug damals nicht wesentlich weniger monatlich.....
Unter Hartz 4 wurd es mehr verteilt...........mehr regelsatz, dafür weniger anspruch auf einmalhilfen.

Klingt logisch, wenn man mit bekommt, wie nagelneue waschmaschienen vertickt werden.......

Die, die Hartz4 bekommen, haben monatlich mehr, als damals unter Sozialhilfe...anforderung dafür......einmalige dinge etc. sind aussen vor.

Völlig okay
..........
absolut in Ordnung, finde ich.......Und warum sollte eine alleinerziehende vom Staat genauso viel bekommen, wie ein unverheiratetes Paar mit Kindern?

[addsig]

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