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von mona84

Gast

unregistriert

1

Dienstag, 16. Mai 2006, 09:20

reiche Eltern, Einkommen, Steuerfreibetrag

1. Warum sollte dem Staat die Kinder "reicher Leute nicht mehr Förderung/ Steuerverzicht wert sein?

Gutverdienenden kosten die Kinder auch mehr, es wird sogar von ihnen so rechtlich verlangt.

Der derzeitige Steuerfreibetrag ist einkommensunabhängig, ca. 3000euro/jährlich.

Aber spätestens bei Barunterhalt wird dann bis zu 8000€ jährlicher Unterhalt durch das Familiengericht vorgeschrieben bei aber nur 1/2 Kinderfreibetrag!

2. These, Schulerfolg und Einkommen der Eltern:

Liegt es am Geld oder haben die Eltern weil sie an Bildung und Leistung allgemein und betreff ihrer Kinder interessiert sind auch höheres Einkommen?

Es ist keine Geldsache Superilu, Bild, "Antenne" und Pro7 als aktuelle Medien zu nutzen oder Süddeutsche, Zeit, ARTE und Deutschlandfunk. Beispiel!

werner

Gast

unregistriert

2

Dienstag, 16. Mai 2006, 09:56

RE: reiche Eltern, Einkommen, Steuerfreibetrag

Hallo Werner,

ähm....ich verstehe das irgendwie nicht, was Du da schreibst.

Könntest das bitte für mich etwas auseinanderklamüseln?

Mein Hirn ist heute Morgen wohl noch etwas unterbelichtet ;-)

Nein, nun im Ernst.
Ich verstehe wirklich nicht, was Du da schreibst, bzw. damit Aussagen willst.
Können wir das bitte ändern? :-? [addsig]

Gast

unregistriert

3

Dienstag, 16. Mai 2006, 10:20

RE: reiche Eltern, Einkommen, Steuerfreibetrag

Das einerseits Eltern mit höheren Einkommen mehr Aufwand für ihre Kinder zugemutet wird, siehe Barunterhalt da gesetzlich verpflichtet, Bafög und oft auch bei Kindergartengebühren usw.

Andernseits der steuerliche Kinderfreibetrag immer nur auf das Existensminum begrenzt ist.

Bei einem Erwachsenen ist der Grundfreibetrag auch fix, aber es gibt für Berufstägtige keine Pflicht Brioni-Anzüge zu tragen oder Kaviar zu essen.

Ein geschiedener Vater muß dagegen einkommensabhängig über das Existensminmum hinaus Barunterhalt leisten OHNE steurliche Berücksichtigung.

Konkret:

Für einen Arbeitslosen ist es egal ob er 5 Kinder oder keins hat, es äussert sich nicht in seiner Taschengeldhöhe.

Für einen geschiedenen 5-fachen Vater ist der Unterschied gegenüber dem kinderlosen Kollegen mit gleichem Brutto sehr sehr deutlich, und das ohne jede steurliche Berücksichtigung. Die 5/2 Freibeträge werden vollständig durch das an die Mutter gezahlte Kindergeld aufgehoben.

werner

Gast

unregistriert

4

Dienstag, 16. Mai 2006, 11:23

RE: reiche Eltern, Einkommen, Steuerfreibetrag

Das Kindergeld wird bei der Berechnung des Kindesunterhaltes sowohl dem Unterhaltsberechtigten, als auch dem Unterhaltspflichtigen, zu gleichen Teilen berechnet. Außerdem ist das Kindergeld für die Kinder und nicht für die Mutter gedacht.
Der 5-fache Vater, egal, ob mit oder ohne Job, hat alle 5 Kinder zusammen mit dem weiblichen Gegenpart in die Welt gesetzt. Also hat er auch der Pflicht des Kindesunterhaltes genauso nachzukommen, wie die Mutter.
Ein Arbeitsuchender kann seinen Kindern nicht die von Dir aufgezeichneten Bildungswege ermöglichen, Hartz 4 reicht kaum zum überleben. Bevor der Spiegel für 5 € auf den Tisch kommt, dann doch eher das Butterbrot.

Zu den KiTa-Beiträgen. In Hamburg liegt der zu zahlende Höchstbetrag für KiTa-Betreuung bei ca. 400 €, mehr braucht nicht gezahlt werden. Ein Millionär zahlt dann als genau das Gleiche, wie die alleinerziehende Mutter mit ausnahmsweise hohem Einkommen.

Unterhaltszahlungen sind beim Finanzamt als Anlage "U" einkommensunabhängig einzureichen. Einzige Voraussetzung- der Unterhaltspflichtige muß in der Lage sein, dem Unterhaltsberechtigten den entstehenden Nachteil auszugleichen. Kann oder will er dies nicht, können Unterhaltszahlungen als Sonderausgaben geltend genacht werden.

Was ich immer nicht verstehe- warum wird der Unterhalt als "Bestrafung" gesehen? Wären beide Elternparteien noch zusammen, hätte die Gesamtfamilie auf jeden einzelnen berechnet auch nicht mehr oder weniger Geld zur Verfügung.

Ich könnte den Spieß auch umdrehen- warum nimmt die Gesellschaft in Kauf, daß immer mehr Mütter auf Grund der katastrophalen Betreuungmöglichkeiten gezwungen sind, ihren Job aufzugeben oder keine Möglichkeit mehr haben, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen.

Dann hätten die ach so gebeutelten Väter keinen Grund mehr zum jammern.

Zwergenmama

Gast

unregistriert

5

Dienstag, 16. Mai 2006, 11:42

RE: reiche Eltern, Einkommen, Steuerfreibetrag

Warum

1. Weil Väter (mit)erziehende Väter sein wollen, nicht abgeschobene Fernbesuchs-Sonntags-Zoo-Papas.

Die Praxis zeigt real ist von dem gemeinsamen Sorgerecht nichts effektiv wirksam.

2. Unterhaltslasten den "Marktwert" auf dem Zweitpartnersuchmarkt deutlich einschränken.

werner

These:
Gerade wenn Väter mehr machen als Diener und Geldranschaffer zu sein sondern auch Entscheidungen der Mutter in Frage stellen oder ihre Meinung ernsthaft abgwogen sehen wollen , ( Turnen oder Klavier , Waldorfschule oder staatliche Realschule ) dann droht besonders schnell die Trennung!


Gast

unregistriert

6

Dienstag, 16. Mai 2006, 11:57

RE: reiche Eltern, Einkommen, Steuerfreibetrag

Dann ist also die Ex schuld, daß der Ex-Partner keine Zweitfrau abbekommt ???
Ging es hier nicht gerade um ein ganz anders Thema??

Werner, Werner, Werner.. Du schaffst doch immer wieder, mich in schallendes Gelächter ausbrechen zu lassen. Ich danke Dir für die erheiternden Minuten, die du mir in diesem Forum schon beschert hast.

Zwergenmama

Gast

unregistriert

7

Dienstag, 16. Mai 2006, 11:58

RE: reiche Eltern, Einkommen, Steuerfreibetrag

Zitat von »Anonymous«



These:
Gerade wenn Väter mehr machen als Diener und Geldranschaffer zu sein sondern auch Entscheidungen der Mutter in Frage stellen oder ihre Meinung ernsthaft abgwogen sehen wollen , ( Turnen oder Klavier , Waldorfschule oder staatliche Realschule ) dann droht besonders schnell die Trennung!



Antithese:

Wenn Frauen mehr wollen als nur Putzfrau und willige Geliebte zu sein und nicht mehr alle väterlichen Entscheidungen einfach nur abnicken sondern sich eine eigene Meinung erlauben, bevorzugen es viele Männer dem Konflikt zu entfliehen und sich selbst zum Zahlvater zu degradieren......

Gruß, Jasmin

Gast

unregistriert

8

Dienstag, 16. Mai 2006, 11:59

RE: reiche Eltern, Einkommen, Steuerfreibetrag

Zitat von »Anonymous«



Was ich immer nicht verstehe- warum wird der Unterhalt als "Bestrafung" gesehen? Wären beide Elternparteien noch zusammen, hätte die Gesamtfamilie auf jeden einzelnen berechnet auch nicht mehr oder weniger Geld zur Verfügung.

Zwergenmama


Weil dem nicht so ist.
Rechne mal so:
Heile Familie, 2 Kinder, Vater Stkl 3 Einkommen 1500+KG macht 1808€ für die Familie.
Miete abzüglich, nehmen wir mal 500€ Mietkosten, macht fix 1308€ über.

Nach Trennung.......Vater noch 1250€ (stkl1)
erhält SB 890€, davon 360€ Miete weg, bleiben ihm 530€.
Davon muß er Versicherungen, Telefon, Auto+tanken, was für die Arbeit benötigt wird zahlen.
Oftmals bleiben bei 30 km Entfernung zur Arbeit nicht mal mehr 200€ zum leben über.

Mutter mit 2 Kindern hat jedoch der ALG 2 Berechnung nach etwa 1500€(inkl. KU +KG zur Verfügung).
Also nicht wesentlich weniger, als nach vor Trennung.

Spannend wird es dann, wenn Mutter mit neuem Freund zusammenzieht, der 1400€ verdient.
Dann bekommen die beiden noch KU vom Vater, in diesem Fall 360€+ Kindergeld.
Macht dann 2068......während die neue Familie noch meckert, Vater zahlt nicht ausreichend Unterhalt, wobei Vater immer noch mit 200€ am Boden liegt.

Zitat von »Anonymous«


Ich könnte den Spieß auch umdrehen- warum nimmt die Gesellschaft in Kauf, daß immer mehr Mütter auf Grund der katastrophalen Betreuungmöglichkeiten gezwungen sind, ihren Job aufzugeben oder keine Möglichkeit mehr haben, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen.

Dann hätten die ach so gebeutelten Väter keinen Grund mehr zum jammern.


Da sind uns die Belgier doch um einiges voraus.
Da sind die Kinder 50/50 aufgeteilt.
Werden sie 60/40 aufgeteilt, ist auch nur dementsprechend Unterhalt zu leisten.

Anreiz für Väter, sich viel in die Betreuung einzubegeben, und Möglichkeit für Mutter, ihre Kinder nicht fremd betreuen lassen zu müssen.
[addsig]

Gast

unregistriert

9

Dienstag, 16. Mai 2006, 12:04

RE: reiche Eltern, Einkommen, Steuerfreibetrag

Da gebe ich Dir recht. Aber leider sind selbst willige Trennungsväter durch ihre Arbeitgeber gezwungen, nach dem alten Schema zu agieren. In dieser Gesellschaft muß einfach komplett umgedacht werden.

Gruß Zwergenmama

Gast

unregistriert

10

Dienstag, 16. Mai 2006, 12:45

RE: reiche Eltern, Einkommen, Steuerfreibetrag

Wer will umdenken? Mit allen Konsequenzen bitte!

Nur die hocheffektive stark auf Leistung und Dauerstress beruhende Industriegesellschaft ermöglicht diesen ( übertriebenen ) materiellen Wohlstand, wer will darauf verzichten?

Welche Ehefrau oder Alleinerziehende in einer Kleinstadt mit allen Ärzten, Schulen und Geschäften lebend will auf ein Auto verzichten? Doch wohl nur wenn es durch ALG2 erzwungen wird! Welche jungen Männer oder Frauen sparen für ihre Familiengründung? Es gibt genügend Gejammere nach staatlich bezahlter Haushalts- und Babyerstaustattung!

werner

P.S.

1. In den bescheiden frühern 60ern waren die Scheidungszahlen auch bedeutend niedriger, die Mißhandlungen durch prügelnde Ehemänner ( Beispiel für unzumutbaren Ehefortbestand ) wohl auch nicht höher.

2. 50/50 mit Arbeitszeit und Kinderbetreuungszeitteilung ist ein hübscher Traum, mehr nicht, als Beispiel mag der Versuch dienen den Dienstplan einer 50% Krankenpflegerstelle mit einem 50% Dienstplan einer Triebfahrzeugführerin kindergerecht zu koordinieren ( dort auch Auswärtsübernachtungen )

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