Was ich immer nicht verstehe- warum wird der Unterhalt als "Bestrafung" gesehen? Wären beide Elternparteien noch zusammen, hätte die Gesamtfamilie auf jeden einzelnen berechnet auch nicht mehr oder weniger Geld zur Verfügung.
Zwergenmama
Weil dem nicht so ist.
Rechne mal so:
Heile Familie, 2 Kinder, Vater Stkl 3 Einkommen 1500+KG macht 1808€ für die Familie.
Miete abzüglich, nehmen wir mal 500€ Mietkosten, macht fix 1308€ über.
Nach Trennung.......Vater noch 1250€ (stkl1)
erhält SB 890€, davon 360€ Miete weg, bleiben ihm 530€.
Davon muß er Versicherungen, Telefon, Auto+tanken, was für die Arbeit benötigt wird zahlen.
Oftmals bleiben bei 30 km Entfernung zur Arbeit nicht mal mehr 200€ zum leben über.
Mutter mit 2 Kindern hat jedoch der ALG 2 Berechnung nach etwa 1500€

inkl. KU +KG zur Verfügung).
Also nicht wesentlich weniger, als nach vor Trennung.
Spannend wird es dann, wenn Mutter mit neuem Freund zusammenzieht, der 1400€ verdient.
Dann bekommen die beiden noch KU vom Vater, in diesem Fall 360€+ Kindergeld.
Macht dann 2068......während die neue Familie noch meckert, Vater zahlt nicht ausreichend Unterhalt, wobei Vater immer noch mit 200€ am Boden liegt.
Ich könnte den Spieß auch umdrehen- warum nimmt die Gesellschaft in Kauf, daß immer mehr Mütter auf Grund der katastrophalen Betreuungmöglichkeiten gezwungen sind, ihren Job aufzugeben oder keine Möglichkeit mehr haben, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen.
Dann hätten die ach so gebeutelten Väter keinen Grund mehr zum jammern.
Da sind uns die Belgier doch um einiges voraus.
Da sind die Kinder 50/50 aufgeteilt.
Werden sie 60/40 aufgeteilt, ist auch nur dementsprechend Unterhalt zu leisten.
Anreiz für Väter, sich viel in die Betreuung einzubegeben, und Möglichkeit für Mutter, ihre Kinder nicht fremd betreuen lassen zu müssen.
[addsig]