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von mona84

Assi

Anfänger

Beiträge:

1

Donnerstag, 6. Juli 2006, 22:37

Drei Kinder und Arbeiten müssen

Hallo Leute,

ich bin erst seid drei Monaten Alleinerziehend. Meine Kinder sind 3 Jahre (letzte Woche geworden) 5 und 7 Jahre (werden sie diesen Monat). Der Grosse kommt jetzt in die Schule, der Kleine in den Kiga. Mein Ex-Partner nimmt die Kinder nur alle 14 Tage. Ansonsten bin ich völlig ohne Hilfe. Ich bin jetzt schon ziemlich gestresst. Wenn der Kleine endlich im Kiga ist, hoffe ich, endlich ein bisschen weniger Stress zu haben, sprich, morgens Hausarbeit, Einkaufen und Kochen und Nachmittags Zeit für die KInder zu haben. Mein Mittlerer muss noch mehrmals wöchentlich Nachmittags zur Logopädie und zur Psychomotorik.

Das Arbeitsamt meint, ich könnte wieder drei Stunden taglich Arbeiten gehen. Puh, ich fühle mich wie gesagt jetzt schon total gestresst. Wann soll ich den dann noch alles schaffen?

Nun habe ich schon von verschiedenen Leute gehört, das man möglicherweise erst Arbeiten gehen muss, wenn das Jüngste KInd 8 Jahre alt ist.

Gibt es irgendwo im Netz Informationen darüber?

Vielen Dank

Lieben Gruss

Assi[addsig]

aniella44

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Mannheim

Beruf: Lehrerin

2

Donnerstag, 6. Juli 2006, 23:21

RE: Drei Kinder und Arbeiten müssen

liebe assi,
ich kenn mich nicht aus, aber du wirst hier sicherlich hilfe finden.
warum meint das das arbeitsamt??
ich weiß nur, dass das mit dem ehegattenunterhalt zu tun hat. aber mit drei kindern in dem alter bist du weiß gott ausgelastet. ein oder zwei mal die woche wäre sicherlich drin, um vielleicht auch unter leute zu kommen. tut ja auch gut.
wart ihr nicht vh? dann kann es natürlich sein, dass es schwierig für dich wird, denn ihr müsst ja von was leben.
ich wünsch dir ganz viel kraft, die kannst du sicherlich brauchen. meine zwei kleinen sind jetzt 7 und 9 (die große bald 20) und ein wirklicher trost ist, dass es jedes jahr besser wird - weil die kinder größer und vernünftiger werden. ich merke bald jedes halbe jahr. also, kopf hoch! aber dieser zweijahresabstand ist schon anstrengend.

kannst du nicht mit deinem ex-partner vielleicht ausmachen, dass er den großen sohn auch einmal unter der woche nimmt? vielleicht nach der arbeit abholt und morgens in die schule bringt? jungen brauchen ihren vater so und vielleicht wäre er ja dazu bereit. und ein kind weniger eine nacht und einen morgen ist (für mich jedenfalls) schon eine entlastung.
vermisst der vater seine kinder nicht ,wenn er sie nur alle 14 tage sieht? aber eure trennung ist noch so frisch, vielleicht pendelt sich das eine oder ander ein, dass er sich noch mehr beteiligt.
also - liebe grüße
angela[addsig]

Gast

unregistriert

3

Freitag, 7. Juli 2006, 00:17

RE: Drei Kinder und Arbeiten müssen

Zitat von »Assi«


Nun habe ich schon von verschiedenen Leute gehört, das man möglicherweise erst Arbeiten gehen muss, wenn das Jüngste KInd 8 Jahre alt ist.



Assi


Hallo assi,

die Aussage oben steht nur im zusammenhang mit Ehegattenunterhalt.
Heißt, wenn du mit dem Vater verheiratet warst, und er Dir Unterhalt zahlen muß, und auch kann.

Sobald man Geld vom amt bezieht (Hartz 4), gilt, sobald auch das jüngste knd betreut ist, kann im umfang der Betreuung auch gearbeitet werden.


Ich denke, Angea hat dir oben schon einige sehr hilfreiche Tipps gegeben.

aniella44

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Mannheim

Beruf: Lehrerin

4

Freitag, 7. Juli 2006, 00:39

RE: Drei Kinder und Arbeiten müssen

liebe assi,
noch mal kurz: du musst ja auch erst mal arbeit bekommen. also so einfach ist das wahrscheinlich nicht, wenn man beim vorstellungsgespräch sagen muss, ich habe drei kleine kinder und bin alleinerziehend.
allerdings wäre es ja auch eine herausforderung, das zu packen. wie lange geht denn dein kindergarten? bis du den großen in der schule hast und dann die zwei kleinen fertig zu machen - ist schon stress. hm, dann drei stunden arbeiten. die kinder essen im kindergarten (wäre ne riesenentlastung) und du könntest eventuell wenn die kinder noch einbisschen größer sind, mehr stunden arbeiten.
ich hab bis auf zwei jahre immer gearbeitet und die stunden genossen, keine kleinen kinder um mich zu haben. um so mehr hab ich mich gefreut, wenn ich sie wieder abgeholt habe. hättest du denn chancen, in deinem beruf eine arbeit zu bekommen mit drei stunden?
ich denke, wenn es so ist, wie gast es geschrieben hat, dann zeig deine bereitschaft und kooperiere mit den sachbearbeitern. auch wenn ich nachvollziehen kann, dass dir bei dem gedanken die haare zu berge stehen, es wird so verhindert, dass du in diese schiene der fremdversorgung reinrutschst und dir das arbeiten irgendwann gar nicht mehr zutraust.
was ich mir allerdings anstrengend vorstelle,wenn du morgens auf zeit drei kleine kinder fertig machen musst, diese pünktlich in schule und kindergarten abliefern musst um pünkltlich bei der arbeit zu erscheinen. dann wieder in den kindergarten hetzen musst, damit dein sohn nicht vor der türe steht und alle kinder hunger haben. hallejullja. das kenn ich auch. brrrrr.....
wenn die kinder allerdings über mittag drin sind - der große in der kernzeit bis 14:00 (das gibt es bei uns), dann hättest du auch zeit mal allein für deinen sohn und kannst dann entspannt das "gemüse" um 15:00 uhr abholen. und dann ist der tag ja noch ewig lang.
ein weiterer vorteil: wenn die kinder erst um 14:00 oder 15:00 kommen, dann können sie nicht so viel chaos anrichten und die wohnung ist ordentlicher. und du hast bestimmt auch mal ne stunde nur für dich.

wenn ich mir das so durchlese,was ich geschrieben habe: also, ich bin NICHT vom arbeitsamt oder wie das jetzt heißt. :lol:
weißt du, wenn das ganze auch erst greifen würde, wenn dein jüngstes kind vier wäre, dann wäre es ja auch ok. aber langfristig geht das nur mit einer betreuung über mittag, dass man auch entlastung hat.
so, hoffe, das ist ein kleiner gedankenanstoß, mehr soll es nicht sein.

lg angela[addsig]

inesk

unregistriert

5

Freitag, 7. Juli 2006, 09:12

RE: Drei Kinder und Arbeiten müssen

Hallo!

Sorry, ich verstehe in der heutigen zeit so manche Frauen/Mütter nicht.
Ich musste damals arbeiten gehen, da war meine Tochter gerade 1 Jahr. Das hieß für mich um 4.15 Uhr aufstehen, die Kleine um 4.45 Uhr. Bei Regen bin ich dann mit dem Bus bis in den damaligen Nachbarort, sonst 3/4 Stunde mit Fahrrad gefahren. Um 6.00 Uhr machte die Krippe auf und um 6.25 Uhr musste ich anfangen zu arbeiten bis 16.05 Uhr, dann Kind abholen, einkaufen, Abendbrot machen und wenn die Kleine im Bett lag, dann ab in den Keller und Wäsche im Waschkessel waschen. Eine vollautomatische WA hatte ich nicht. Gab es bei uns nur für Kinderreiche.
Als mein Sohn dann da war, der kam leider erst mit 1 1/2 in die Krippe wegen der Wende, musste ich in zwei Richtungen fahren, da ich nicht beide Kinder in einer Einrichtung unterbringen konnte. Immer wenn ich die Möglichkeit hatte, bin ich auch arbeiten gegangen. Meine beiden sind 2 1/2 Jahre auseinander.
Ich verstehe einfach nicht, warum heute die Mütter so gestreßt sind. Ich hatte kein Auto und keinen Bus vor der Tür. Ich hatte nur mein Fahrrad. Ich hatte zwar einen Mann, aber der hat zu hause und für die Kinder nichts gemacht. Der saß nur vor dem Fernseher.
Heute hat fast jede Frau Führerschein und Auto. Viele haben auch Oma und Opa die helfen. Hatte ich damals auch nicht. Meinen Sohn hat niemand genommen, da er einen Herzfehler hatte.
Meinen Kindern hat das nicht geschadet, sie wurden sehr schnell selbsständig. Und trotz Arbeit hatte ich Zeit für meine Kids.
Ich hatte sogar einen Nebenjob und habe mit beiden Kindern auf dem Fahrrad Zeitungen am Nachmittag ausgefahren.

Liebe Grüße Ines

Gast

unregistriert

6

Freitag, 7. Juli 2006, 16:46

RE: Drei Kinder und Arbeiten müssen

ist ja schön dass du das geschafft hast liebe Ines und in der Not schafft man vieles...das ist schon richtig. Aber nicht jede hat die Kraft und die Nerven, das gabs früher genauso wie auch heute. Man sollte nie von sich auf andere schliessen - meine Meinung und nicht bös gemeint. lg, Sabine

Assi

Anfänger

Beiträge:

7

Freitag, 7. Juli 2006, 22:02

RE: Drei Kinder und Arbeiten müssen

Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten. Schön mal ein wenig Zuspruch zu hören.

Also ich bin nicht Verheiratet. Ich habe keine Hilfe durch Verwandte. Meine Eltern sind beide über 70 und schwer Herzkrank. Das Auto hat mein Ex behalten, dort steht es vor der Tür, während ich mit dem Kleinen auf dem Fahrrad die Einkaufstüten nach Hause schaffen darf. Im Augenblick zieht sich mein Ex sehr zurück. Hätte ich früher nicht gedacht. Ich hatte eher die Befürchtung, das er dauernd da sein wird. Denkste, der Herr fühlt sich sogar als Babysitter "missbraucht" (O-Ton) als ich ihn gebeten habe, einmal die Woche nachmittags auf die Kiddies aufzupassen, so das ich Besorgungen erledigen kann.

Liebe Ines, schaffen kann man wohl alles. Aber ich habe die Kinder bekommen um auch Zeit mit ihnen zu verbringen und ich war in den letzten Jahren schon total gestresst und habe die Kinder dauernd angeschriehen. Zum Glück ist das durch die Trennung besser geworden. Ich fühle mich jetzt zwar von dem täglichen Berg an Arbeit total ausgelaugt aber ich bin dafür viel zufriedener.

Einerseits heisst es vom Staat, das man sich mehr um die Kinder kümmerns soll, andererseits soll man Arbeiten gehen. Na toll, als wenn Vollzeitmutter nicht auch Arbeit ist. Ich möchte ja wieder Arbeiten gehen, aber erst wenn ich die Kinder auch mal alleine lassen kann, und das ist bei einem Dreijährigen defenitiv nicht möglich.

Ach ja, immer muss ich Mittags auch nicht kochen. Der Grosse kommt in die Ganztagsschule und die beiden Kleineren sind bis 14.00 Uhr im Kiga. Ich weiss, es wäre dann genug Zeit zu Arbeiten. Aber wie gesagt: Ich möchte die Zeit Nachmittags ausschliesslich mit den Kindern verbringen. Ausserdem habe ich noch eine 400 qm Parzelle für die KInder behalten. Mein Ex wollte die verkaufen, aber ohne Auto bin ich froh, einen Platz zu haben wo ich mit den Kindern hingehen kann. Sie haben dort Freunde und ich die Arbeit, grins.

Vielleicht habe ich einfach Panik. Es muss sich wohl erst alles einspielen. Wenn ich wenigstens noch das erste halbe Jahr zuhause bleiben könnte. Bis zu den Herbstferien kann man die Schulkinder noch früher abholen. Im ersten Monat im Kiga besteht auch immer noch die Chance hinkommen zu müssen, weil der Kleine Terror macht.

Ich bin ja schon stolz überhaupt alles auf die Reihe zu bekommen. Hätte ich mir früher auch nicht träumen lassen. Bei Euch war es bestimmt auch so, der Traum von einer heilen Familie. Das ich mal mit drei Kindern alleine sein würde................ Ausserdem bin ich schon über 40. Ist ja nicht so das ich noch nie gearbeitet hätte. Aber ich merke auch langsam, das ich früher kaputt bin als zu der Zeit wo ich noch Jünger war.

Tja, genug geklagt. Ich dachte das es ein Gesetz gibt, wo man erst später Arbeiten gehen muss. Mit einem Kind würde ich sofort wieder Arbeiten gehen. Aber mit dreien. Wenn ich morgens um 10.00 Uhr zuhause bin, fühle ich mich wie früher nach einem 8 Stunden Arbeitstag, puh.

Naja, wenigstens habe ich jetzt meine freien (!!!!!!!) Wochenenden. Endlich mal Hausarbeit und Gartenarbeit ohne Unterbrechung, ironischgrins. Und ich darf schon Nachmittags die Nachrichten schauen. Und morgens nicht um 7.00 Uhr Aufstehen. Es ist Himmlisch, lach. Meine Nachbarin lacht immer: Ich kauf dann ein wie früher als Single. Pizza, eine Flasche Wein, Schokolade und eine Romanzeitschrift.

Lieben Gruss

Assi[addsig]

inesk

unregistriert

8

Freitag, 7. Juli 2006, 22:30

RE: Drei Kinder und Arbeiten müssen

Hallo Assi!

Ich wollte dich nicht persönlich angreifen, falls das so rüber kam.
Wir mussten damals arbeiten gehen. Man hat die Freistellung nur bis zu einem Jahr bekommen. Nur bei Mehrlingsgeburten gab es etwas länger.
Viele gingen schon nach sechs Wochen wieder arbeiten. War halt so und es ging. Wenn ich dann heute im Bekanntenkreis höre, wie einige jammern, wenn es heißt sie sollen wieder arbeiten gehen, dann frage ich mich einfach, warum ging das bei uns?
Und einen Vorteil hatte die Krippe auch noch, die Kinder wurden in der Gemeinschaft schneller sauber. Wenn ich dagegen heute gucke und sehe, dass manche Kinder mit drei noch mit Windel rennen...
Klar wäre ich auch lieber bei meinen Kindern zu hause geblieben, aber das ließ unser Staat nun mal nicht zu.
Bin übrigens 40 Jahre.

Liebe Grüße und schönes Wochenende!
Ines

Gabriela

Anfänger

Beiträge: 16

Danksagungen: 44

9

Freitag, 7. Juli 2006, 23:23

RE: Drei Kinder und Arbeiten müssen

Hallo Assi,

Deutschland hat 4,4 Millionen Arbeitslose - Stand Juni 2006 und Du "musst" arbeiten gehen. Wie denn bitte? Deutschland die Jobmaschine schlechthin im Abbau von Arbeitsplätzen fordert von seinen Mitbürgern sich mehr um Arbeit zu bemühen. Leben wir hier in Schilda?

Inesk, soweit ich weiß gab es bei Euch Arbeitspflicht, egal ob genug Arbeit da war oder nicht, dementsprechend wurde langsamer gearbeitet. Heute funktioniert es genau umgekehrt, es wird noch schneller gearbeitet, um den Arbeitsplatz zu erhalten.

Ich frage mich, warum die Bürger dermaßen versemmelt werden und wie in Deinem Fall Assi unnötig unter zusätzlichen Druck und Streß geraten.

Liebe Grüße
Gabriela[addsig]

Gast

unregistriert

10

Samstag, 8. Juli 2006, 12:35

RE: Drei Kinder und Arbeiten müssen

Hallo nochmal,

ich glaube nicht das wir uns hier Grundsatzdiskusionen übers Arbeiten machen sollten. Sicher gibt es Leute die nicht Arbeiten wollen. Und bei mir kann von wollen auch nicht unbedingt die Rede sein. Wenn ich keine Kinder hätte dann ja, aber so war meine Lebensplanung eigentlich aufs Zuhause bleiben und auf die Kinder aufpassen eingestellt. Sicher werde ich irgendwann wieder arbeiten gehen (müssen). Nur finde ich den Zeitpunkt einfach zu früh. Meine Mäuse sind eben sehr eng vom Alter zusammen und es ist Mörderanstrengend, da ich ja immer alle drei um mich habe. Wenn die Kinder grösser sind wird es sicherlich einfacher. Mann kann sie dann mal ne Stunde alleine lassen und Einkaufen gehen. Aber so sind selbst kleine Wege immer mit viel Stress vebunden. Und jetzt im Sommer ist es ja noch leicht. Nur Schuhe an uns los. Wenn ich wieder an den Winter denke..............Diese Anzieherrei (in den Süden auswandern will, grins).

Wir sitzen doch alle im selben Boot.

Ich hoffe, mein Ex bekommt seinen Kopf mal wieder klar und hilft mir etwas mehr mit den Kindern. Ab dem Herbst muss ich ihn mehr anhalten zu helfen. Wenn ich mit dem Mittleren die ganzen Therapien abklappern muss, muss er den Grossen von der Schule abholen. Ich hoffe, seine gekränkte Eitelkeit ist dann etwas abgeklungen.

MÄNNER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

So, ich will dann mal in den Garten und Rasen mähen und Unkraut zupfen.

Lieben Gruss in die Runde und ein schönes Wochenende

Assi

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