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happybalubär

Anfänger

Beiträge: 0

1

Mittwoch, 20. Juni 2007, 22:26

Sozial - u. Ersatzleisungen - Für und Wider

Hallo @all.........

Breitbandig wird ja nun in jüngster Zeit auch hier die Debatte über die
„Ethik“ des Bezuges von Sozialleistungen geführt.

Leider wird m.E. übersehen, dass es sich hier um ein wesentlich grösseres,
gesellschaftliches und volkswirtschaftliches Problem handelt......

Wir leben in Zeiten einer dramatischen Umverteilung von unten nach „oben“,
die global agierenden Unternehmen fühlen sich rein den Anteilseignern ver-
pflichtet. Die sogenannte „volkswirtschaftliche“ Verantwortung des Kapitals
gibt es real nicht mehr. Somit ist einer reinen „sozialen“ Marktwirtschaft
der Boden entzogen.

Irgendwie fördern wir alle seit Jahren diesen Globalisierungswahnsinn, -allein
durch unser Konsumverhalten – wir konsumieren vermeintlich „billige“ Im –
portwaren und exportieren unsere Arbeitsplätze dadurch selbst........

Dieser Prozess führt dazu, dass weite Kreise von Arbeitnehmern bei allen An-
strengungen ihren Lebensunterhalt nicht mehr ausreichend durch Arbeit finan-
zieren können. Preistreiberei und Gewinnmaximierung gerade bei den Energie-
kosten haben nicht unwesentlich Anteil daran !

Viele hier sind auf jeden Cent aus öffentlichen Töpfen angewiesen, - allein der
Hinweis auf Arbeit ist zu kurz gedacht.....es gibt zuwenig und die Strukturen
sind mitunter Familienfeindlich, AE – feindlich sowieso !

Solange Funktions – u. Mandatsträger in diesem Land in Industrie, Verbänden
und Politik sich an diesen Töpfen durch Subventionsbetrug, Korruption und
schamlose Selbstbedienung die Taschen füllen, wird auch bei den Bürgern kein
Umdenken stattfinden !

Allein vor diesem Hintergrund sollten wir alle mit den ehrlich Bedürftigen hier
etwas toleranter umgehen. Toleranz bedeutet nicht, Betrug fördern oder hinnehmen.
Unsere Sozialsysteme werden von anderer Seite betrügerisch und organisiert
ausgenommen. Diese Gesellschaft hat (noch) genug Mittel, um ihre sozialen
Aufgaben zu erfüllen. Allein der Verteilungsschlüssel lässt viele unverschuldet
in Not geraten.

Es wäre an der Zeit, dass die sogenannten „Eliten“ mal etwas anderes vorleben.

Niemand, der sich derzeit noch selbst finanziert, ist in Zukunft vor Existenznot
sicher. Für uns alle tickt die Uhr unaufhaltsam..........

Balu
[addsig]

monthy

Anfänger

Beiträge:

2

Mittwoch, 20. Juni 2007, 23:36

RE: Sozial - u. Ersatzleisungen - Für und Wider

Was rauchst Du und wo bekommt man das *kopfschüttel*

Zitat

Wir leben in Zeiten einer dramatischen Umverteilung von unten nach „oben“,
die global agierenden Unternehmen fühlen sich rein den Anteilseignern ver-
pflichtet. Die sogenannte „volkswirtschaftliche“ Verantwortung des Kapitals
gibt es real nicht mehr. Somit ist einer reinen „sozialen“ Marktwirtschaft
der Boden entzogen.


Platte Zeitungs- bzw. Gewerkschaftssprüche. Es gibt genug Mittelständler und Großunternehmen die das Gegenteil beweisen - genauso wiees reichlich schwarze Schafe gibt. Aber immer erstmal schön pauschalieren - schafft Aufmerksamkeit, geht schnell und kostet nichts.

Zitat

Dieser Prozess führt dazu, dass weite Kreise von Arbeitnehmern bei allen An-
strengungen ihren Lebensunterhalt nicht mehr ausreichend durch Arbeit finan-
zieren können. Preistreiberei und Gewinnmaximierung gerade bei den Energie-
kosten haben nicht unwesentlich Anteil daran !


Tatsache ist, das es sich Teile der Bevölkerung in der sozialen Hängematte schön eingerichtet haben. Dazu kommt, dass der traditionelle Industriejob ersetzt wird durch Kopfarbeit - da reisst man mit Haupt- und Realschulabschlüssen nichts mehr. Selbst für Azubis im Handwerk gilt mittlerweile: Im Zweifel steigt die Chance mit Abitur.

Zitat

Viele hier sind auf jeden Cent aus öffentlichen Töpfen angewiesen, - allein der
Hinweis auf Arbeit ist zu kurz gedacht.....es gibt zuwenig und die Strukturen
sind mitunter Familienfeindlich, AE – feindlich sowieso !


Stellen gibt es genug. Das sind aber oft keine Jobs wo man Sandhaufen von A nach B fährt oder Bleche verbiegt sondern Ingenieursstellen, Meister- und Facharbeiterpositionen. Wenn Du neben dem Verdi und PDS-Newsletter noch andere bildungsnahe Publikationen konsumierst wirst Du festgestellt haben, dass es seit Jahren Branchen gibt die über Nachwugssorgen klagen. Dass die Kinderbetreuung auf dem Land häufig für den A... ist - ja, die Erfahrung habe ich auch gemacht. Speziell die Öffnungszeiten und die ständigen Schliesstage wegen Weiterbildung, Exkursion etc. sind speziell für AE tödlich. Andererseits kann man dem durch Umzug in ein Ballungsgebiet erfolgreich entgehen....

Zitat

Solange Funktions – u. Mandatsträger in diesem Land in Industrie, Verbänden
und Politik sich an diesen Töpfen durch Subventionsbetrug, Korruption und
schamlose Selbstbedienung die Taschen füllen, wird auch bei den Bürgern kein
Umdenken stattfinden !


Solange der Spargel auf den Feldern verrottet weil sich deutsche Arbeitslose zu fein sind den Rücken krumm zu machen werden die Zumutungen für Arbeitslose hoffentlich und zu Recht weiter gehen. Als einer derjenigen, die in die Sozialkassen monatlich willig und reichlich einzahlen möchte ich sehr drum bitten, dass das Gieskannenprinzip einer selektiven Verteilung weicht.

Zitat

Diese Gesellschaft hat (noch) genug Mittel, um ihre sozialen
Aufgaben zu erfüllen. Allein der Verteilungsschlüssel lässt viele unverschuldet
in Not geraten.


Haben wir nicht. Zukunftsfähigkeit und volle Kassen bei den Sozialsystemen erreicht man nicht durch Finanzierung der Arbeitslosigkeit sondern durch Investition in Bildung. Jeder Euro der über die Sozialsysteme ausgegeben wird fehlt bei den Investitionen.
Über welchen Verteilungsschlüssel redest Du?? Wenn Du Arbeits hast, greift kein Verteilungsschlüssel und wenn Du keine hast bist Du schon in Not - egal ob schuldhaft oder nicht. Da solltest Du dem Schlüssel dann eher dankbar sein.
Dass die einen mehr verdienen als andere nennt man Leistungsprinzip. Alles andere funktioniert nicht - siehe Geschichte der sozial ach so ausgeglichenen und erfolgreichen und nach 40 Jahren siegreich verotteten DDR.

Zitat

Es wäre an der Zeit, dass die sogenannten „Eliten“ mal etwas anderes vorleben.

Korrekt. Es wäre aber auch Zeit, dass sich viele Arbeitslose in Bewegung setzen und versuchen ihr Leben wieder selber in die Hand zu nehmen.

Zitat

Niemand, der sich derzeit noch selbst finanziert, ist in Zukunft vor Existenznot
sicher. Für uns alle tickt die Uhr unaufhaltsam..........


Postkommunistische Panikmache. Und dafür, dass die Uhr tickt habe ich viel Geld bezahlt. Sollte sie es jemals nicht mehr tun, fliegt sie in den Container....

_monthy[addsig]

Carline

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Berlin

Beruf: Sozialarbeiter

3

Donnerstag, 21. Juni 2007, 08:30

RE: Sozial - u. Ersatzleisungen - Für und Wider

Hallo Monthy
Als ich dein Artikel gelesen habe, ist mir gleich in den Kopf geschossen dieser Mensch war noch nie Arbeitslos. Dann habe ich noch eine Frage wenn ab jetzt alle nur noch ABI machen und studieren, wo soll das denn hin führen? Was wird aus den Menschen die den ABI Abschluss nunmal nicht schaffen? Haben die kein Recht einen guten Job zu finden und so viel Geld zu verdienen um ihrer Familie ein gutes Leben zu bieten?

Carline[addsig]

Angelita

unregistriert

4

Donnerstag, 21. Juni 2007, 10:33

RE: Sozial - u. Ersatzleisungen - Für und Wider

Der Unterschied zwischen "unten" und "oben" wird immer größer, daran gibt es nichts zu diskutieren. Und dass die Mittelklasseschicht einer aussterbenden Rasse entspricht, ebenfalls. Leider ist es nicht so, dass jeder, der arbeitslos ist nur den Hintern hoch kriegen muss, um wieder in Brot und Arbeit stehen zu können. Ich weiß, wovon ich rede, denn ich habe es hinter mir und bin dem "HartzIV - Schicksal" nur mit knapper Not entkommen. Nicht dass es mir jetzt besser geht, als einem HartzIV-ler - weit gefehlt, aber ich darf mit ein wenig Stolz behaupten, ich mache mir meine Armut selber. Es ist ein absoluter Missstand, dass selbst für Ausbildingsplätze im Handwerk in einigen Gegenden das sehr gute aber auch sehr theoretische ABI "zieht", wäre es doch viel logischer, sich von den Azubis in spe mal die Arbeitswilligkeit oder handwerklichen Fähigkeiten beweisen zu lassen, was allerdings auch so langsam aber sicher wieder an Bedeutung gewinnt.
Die sozialen Kassen unseres Landes sind leider nicht mehr gefüllt - und steigende Lebenshaltungskosten gegenüber real sinkender Löhne belasten den Staat zunehmend, da auch Familien mit Einkommen vermehrt in den sozialen Abstieg rutschen und zusätzliche Unterstützung brauchen - erst recht, wenn sie tatsächlich so "dumm" sind, und mehr als maximal zwei Kinder in die Welt setzen. (Ich hoffe, der Sarkasmus ist zu lesen) Wir AEs sind sowieso diejenigen, die den Staat nur ausnehmen und nichts anderes im Kopf haben, als uns auf anderer Kosten auf die faule Haut zu legen und es uns so richtig gut gehen zu lassen.
Ich frage mich immer wieder, warum es in einigen Ländern klappt - und zwar gut klappt. Ich bin nicht der absolute Kenner, ganz sicher nicht, aber wenn ich Berichte aus Skandinavien sehe, in denen kostenlose, ganztägige (!) Kinderbetreuung den Müttern den Wiedereinstieg ins Berufsleben ungemein erleichtert, und zwar überall, nicht nur in Ballungszentren - und mir die Infrastruktur dieser Länder ansehe, dann frage ich mich, warum das hier nicht auch gehen kann?
Wie gesagt, ich versteh nicht immer alles, was ich da so lese und sehe, aber ich verstehe ganz sicher noch weniger, dass in Deutschland offenbar nur wenig Anspruch besteht, es der Bevölkerung - und somit allen Menschen - ein wenig leichter zu machen. Das zahlt sich aus - in jeder Hinsicht.
So, ich hoffe, das liest sich für euch nicht, wie der letzte Quatsch.. sind meine wirren Gedanken zu dem Thema... ;-)

Lieben Gruß, Angela<br /><br /><!-- editby --><br /><br /><em>editiert von: Angelita, 20.06.2007, 22:35 Uhr</em><!-- end editby --> [addsig]

happybalubär

Anfänger

Beiträge: 0

5

Donnerstag, 21. Juni 2007, 20:27

RE: Sozial - u. Ersatzleisungen - Für und Wider

Hallo @all..........

Zunächst sei mal eine Lanze gebrochen, für alle da draussen incl.
Angelita, die es schaffen, trotz der Arbeitsmarktlage auf eigenen
Füssen zu stehen. Deren Zahl ist bestimmt nicht gering und das
erzielbare Einkommen liegt oft wirklich nicht viel höher, wie das
ALG II .

@Angelita
Der Hinweis auf skandinavische Strukturen passt schon, - leider
wird hierzulande immer gerne der &#8222;arbeitnehmerfeindliche&#8220; Teil
übernommen, die positiven Ansätze jedoch nicht !

Das breite Kreise sich in die &#8222;soziale Hängematte&#8220; legen, kann ich
nicht erkennen. Obwohl es natürlich diese Klientel gibt, - mitunter
in Sozialhilfekarrieren der 2. oder 3. Generation. Es sollte aber die
Aufgabe eines funktionierenden Gemeinwesens sein, auch hier zu
integrieren. Zugang zu Bildung und Ausbildung möglich zu machen
und zu fördern.

Die Bereitschaft, Beschäftigung aufzunehmen ist bestimmt grösser,
wie in den Medien kommuniziert. Alle zum Spargelstechen zu
schicken, wird die Lösung nicht sein. Wenngleich ich aber auch der
Meinung bin, dass mehr gemeinnützige Arbeit verlangt werden könnte.

Können wir einen Bildungsnotstand beklagen, wenn wir es zulassen
die nächste Generation mit Handys, Computern, Videospielen und
ähnlichem zuzumüllen ?? Soll so für unsere Kinder vernünftiges
Lernen möglich sein ??

Es wird auch nicht nur Abiturienten geben in Zukunft. Der Bedarf an
gut ausgebildeten Fachkräften steigt und es ist absolut richtig, dass in
weiten Bereichen hier bereits Mangel herrscht. Dies sollte aber auch die
Chance sein, erfahrene Fachkräfte jenseits der 50 wieder vermehrt in
die Betriebe zu integrieren. Hier gibt es ja sehr gute Ansätze &#8211; wie so
oft in den mittelständischen Betrieben in denen vieles nach wie vor gut
funktioniert. Nur dies kann eigentlich die Lösung sein für die Renten-
probleme der nächsten Jahre.

Wovon werden all die &#8222;anderen&#8220; Menschen leben, die bisher ihr Aus-
kommen auch ungelernt in der Industrie hatten ??

Bereitschaft zur Leistung und ein entsprechendes Spektrum in der Struktur
der Einkommen &#8211; natürlich richtig.....nur immer fragwürdig, dass in den
Bereichen wo Gewinne sprudeln oft den Beschäftigten ihr Anteil an der
Wertschöpfung vorenthalten wird.

Versicherungspflichtige Beschäftigung aufbauen müsste eigentlich das Ziel
sein.......ist es denn FALSCH oder eine &#8222;postkommunistische&#8220; Sichtweise,
zu kritisieren, dass diese aber eher abgebaut wird ?? Dass anstelle dessen
1 ¤ - Jobs vergeben werden , - subventioniert von der Allgemeinheit !! Nur
zum Zweck von Gewinnmaximierung ? Ist das nicht auch eine Art von
&#8222;Mitnahmementalität&#8220; ??

Ist es FALSCH, die Tradition von Vettern &#8211; u. Günstlingswirtschaft, Korruption
und Subventionsbetrug anzuprangern ?? Wieviel Geld verschwindet auf
diese Art und Weise denn wirklich?? Ist es nicht nur die Spitze des Eisbergs,
die publik wird ?? Fallen denn die erwischten Katzen nicht doch immer wieder
auf die Tatzen ???

Ist es unwahr, dass der breiten Mittelschicht durch sinkende Reallöhne und
ständig steigende Kosten und Abgaben langsam aber sicher die Luft ausgeht??

Ist es fair, junge und frisch ausgebildete Menschen in jahrelangen Praktika als
billige Arbeitskräfte auszubeuten und ihnen den gerechten Lohn vorzuenthalten?
Ist auch das eine &#8222;postkummunistische&#8220; Sichtweise ???

Ist es FALSCH anzustreben, dass Menschen, die 40 und mehr Stunden pro Woche
arbeiten, von dem Ertrag dieser Arbeit ein Auskommen oberhalb von ALG II
haben sollten ???

Ist es auch falsch, als recht belasteter Zahler in die allgemeinen Töpfe diese
Gedanken hier zu äussern ??? Sich trotzdem etwas mehr Toleranz zu leisten??

Freiheit, wie war das nochmal ? Freiheit ist immer zuerst die des Andersdenkenden.


Balu
[addsig]

monthy

Anfänger

Beiträge:

6

Donnerstag, 21. Juni 2007, 20:52

RE: Sozial - u. Ersatzleisungen - Für und Wider

Zitat von »Carline«

Hallo Monthy
Als ich dein Artikel gelesen habe, ist mir gleich in den Kopf geschossen dieser Mensch war noch nie Arbeitslos.


Leider falsch. Und sowohl die Kids als auch ich haben einiges aufgegeben (Freundeskreis, soziales Umfeld) um diesen Zustand zu beenden.

Zitat


Dann habe ich noch eine Frage wenn ab jetzt alle nur noch ABI machen und studieren, wo soll das denn hin führen? Was wird aus den Menschen die den ABI Abschluss nunmal nicht schaffen? Haben die kein Recht einen guten Job zu finden und so viel Geld zu verdienen um ihrer Familie ein gutes Leben zu bieten?
Carline

Das Recht schon - unbestritten. Meine Aussage geht lediglich dahin, das dies zunehmend schwerer werden wird. Wenn bei aktuell um die 3.6 Mio Arbeitslosen ganze Branchen über fehlende Fachkräfte klagen und ihre Vorruheständler zurückholen, unterstützt dies meine These. Ich behaupte, dass wir selbst bei anhaltender Konjunktur nicht mehr wesentlich unter 3 Mio Arbeitslose sinken werden. Die vielzitierte Wissensgesellschaft ist lange da. Der IT-Sektor beschäftigt längst mehr Menschen als die Automobil-Industrie. Der einzige Weg, sich die Arbeitslosigkeit langfristig vom Hals zu halten, ist Flexibilität (örtlich und beruflich) und Qualifikation. In Polen fahren ganze Dörfer quer durch Europa zur Arbeit. Alle sehen es und empfinden es als normal. Bei uns wird so getan als wäre es völlig exotisch wenn jemand für einen Job nach Holland, Skandinavien oder sonstwohin geht. Es ist aber nicht exotisch - sondern im Kern rational. Es gibt einem die Lufthoheit über das eigene Leben zurück. Natürlich kann soetwas schief gehen - Scheitern ist aber stets auch Chance.

Zitat

Haben die kein Recht einen guten Job zu finden und so viel Geld zu verdienen um ihrer Familie ein gutes Leben zu bieten?


Nur wer sucht findet auch. Und bei vielen bestreite ich, dass sie ernsthaft suchen. [addsig]

monthy

Anfänger

Beiträge:

7

Donnerstag, 21. Juni 2007, 21:06

RE: Sozial - u. Ersatzleisungen - Für und Wider

Zitat

Freiheit, wie war das nochmal ? Freiheit ist immer zuerst die des Andersdenkenden.

Lies mal nach woher das Zitat stammt und unter welchen (politischen) Umständen es geäussert wurde. *kopfschuettel*


Zitat

Ist es FALSCH anzustreben, dass Menschen, die 40 und mehr Stunden pro Woche
arbeiten, von dem Ertrag dieser Arbeit ein Auskommen oberhalb von ALG II
haben sollten ???

Wer das nach 40 Stunden Arbeit/Woche * 4 Wochen/Monat nicht hinbekommt macht grundsätzlich etwas falsch.

Zitat

Ist es fair, junge und frisch ausgebildete Menschen in jahrelangen Praktika als
billige Arbeitskräfte auszubeuten und ihnen den gerechten Lohn vorzuenthalten?
Ist auch das eine &#8222;postkummunistische&#8220; Sichtweise ???

Ja. Im Normalfall sind Praktikanten noch nicht mit Kindern und übermäßig viel Hausrat gesegnet. Was genau spricht dagegen sich in anderen Regionen der Welt einen Job zu suchen?

Zitat

Wovon werden all die &#8222;anderen&#8220; Menschen leben, die bisher ihr Aus-
kommen auch ungelernt in der Industrie hatten ??


Von Hartz IV und später von der Rente. Berlin hat z.B. in den letzten 10 Jahren etwa 150.000 Industriearbeitsplätze verloren. In anderen Regionen sieht es ähnlich aus. Neue Jobs sind (fast) ausschließlich qualifizierte Jobs, die entsprechende Abschlüsse voraussetzen.

Zitat

Können wir einen Bildungsnotstand beklagen, wenn wir es zulassen
die nächste Generation mit Handys, Computern, Videospielen und
ähnlichem zuzumüllen ?? Soll so für unsere Kinder vernünftiges
Lernen möglich sein ??


Es steht Dir frei, Deinen Kindern ein anderes Umfeld zu schaffen.

[addsig]

Gast

unregistriert

8

Donnerstag, 21. Juni 2007, 21:23

RE: Sozial - u. Ersatzleisungen - Für und Wider

Zitat von »monthy«



Zitat

Ist es FALSCH anzustreben, dass Menschen, die 40 und mehr Stunden pro Woche
arbeiten, von dem Ertrag dieser Arbeit ein Auskommen oberhalb von ALG II
haben sollten ???

Wer das nach 40 Stunden Arbeit/Woche * 4 Wochen/Monat nicht hinbekommt macht grundsätzlich etwas falsch.





Da frage ich mich, was die vielen AN, die 40 SDtunden die Woche arbeiten (Friseure, Putzkolonnen nur mal als kleines Beispiel) falsch machen, das sie trotzdem nicht ohne ergänzend ALG2 auskommen?

Was können die dafür, wenn die einen Lohn von unter 5 ¤ /Std. haben?

Sie leisten gewiss nicht alle schlechte Arbeit, welches somit vielleicht begründet werden könnte.

Ein Bäcker mit 15 Jahren Berufserfahrung, verdient grad mal 1200¤ netto (Stkl 1).

Davon kann er schlecht Freundin und 2 gemeinsame Kinder mit durchbringen, oder?

Und:

Welches Kind kann denn heute überhaupt noch studieren, wenn die Eltern nicht reich sind?

Also meine Eltern konnten es mir damals nicht ermöglichen, mich noch Jahre mit durch zu ziehen, und aufgrund der Studiengebühren, sind heute wohl noch viel weniger in der Lage, ihre Kinder studieren zu lassen.[addsig]

Angelita

unregistriert

9

Donnerstag, 21. Juni 2007, 21:35

RE: Sozial - u. Ersatzleisungen - Für und Wider

@ Monthy
Ich bin Krankenschwester, arbeite allerdings bei einem Pflegedienst, da ich den Krankenhäusern mit meinem "fortgeschrittenen Alter" - bin immerhin schon 39 - schlicht und ergreifend zu teuer bin. Lt. Vertrag arbeite ich 30 Stunden die Woche - real meist über 40, die ich natürlich nicht bezahlt bekomme und verdiene trotz einer guten Ausbildung und allen mögliche Fortbildungen nicht einmal so viel, dass ich über den Mindestsatz komme - ich bekomme nur deshalb kein HartzIV, weil ich Kindergeld und vom KV, zumindest wenn er in der Laune ist Unterhalt, für seinen Sohn.
Würde mir die Möglichkeit gegeben werden bei gleicher Stundenzahl im Krankenhaus zu arbeiten, würde ich ca 300 - 400 Euro mehr verdienen.
Es tut mir leid, aber mit einem Satz wie "der macht grundsätzlich etwas falsch" liegst du sowas von daneben.. ich glaube, du philosophierst da grad etwas an der Realität vorbei.[addsig]

Aventis

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: 3245...

10

Donnerstag, 21. Juni 2007, 21:45

RE: Sozial - u. Ersatzleisungen - Für und Wider



siehe Geschichte der sozial ach so ausgeglichenen und erfolgreichen und nach 40 Jahren siegreich verotteten DDR.

Wenn Du neben dem Verdi und PDS-Newsletter ..

Ich bin überzeugt davon, im T-online Forum können Sie mit diesem Getippsel voll Punkten.
Welches Parteibuch besitzen Sie denn?
Oder veraten Sie uns doch netter Weise was Sie jeden Tag für Drogen zu sich nehmen. .Möglichcherweise können wir, ja dann das gleiche Rauchen und sind dann einstimmig Ihrer Meinung und Ansicht.

Desweiteren konnte ich Ihren schwammiger kontra Beitrag nicht Nachvollziehen.
Den Beitrag des Uhser happybalubär jedoch zu genau.

Aventis



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