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ich hätte gerne stahlseiile als nerven guten morgen
 
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von mona84

EvilKnivel

Anfänger

Beiträge:

1

Samstag, 12. Januar 2008, 16:56

Ich blick es nicht mehr ...

Hallo Liebe Foren-User,

ich habe da ein paar Fragen.

Ich wohne mit meiner Freundin (25 Jahre) und ihrer Tochter (5 Jahre) in einer Bedarfsgemeinschaft.

Die kleene wird nächsten Monat 6 Jahre alt und der Unterhaltsvorschuss des Jugendamtes von 125¤ auf 168¤ erhöht. Nun habe ich gelesen das der gesamte Unterhalt, ist mir vorher nicht wirklich aufgefallen, vom Arbeitsamt angerechnet wird. Dies würde ja bedeuten das wir im Endeffekt insgesamt immer noch dasselbe Geld bekommen obwohl die kleine immer mehr Geld kostet.

Ist es nun tatsächlich so das sich da absolut nichts verändert oder bekommt man doch mehr Geld, denn schliesslich kommt sie im August in die Schule etc.
Die können doch nicht meinen das man mit demselben Geld bei deutlichem Mehrbedarf hinkommt.

LG EK[addsig]

pimboli

Administrator

Beiträge: 2 466

Danksagungen: 2170

Wohnort: Münsterland

Beruf: It-Systemkauffrau

2

Samstag, 12. Januar 2008, 17:29

RE: Ich blick es nicht mehr ...

Hallo EK,

ist alles rechtens. Der Regelsatz beträgt bis zum 14. Lebensjahr 208 Euro und jegliche Steigerung des "Einkommens" wird angerechnet, mehr Geld werdet ihr nicht erhalten. Kosten für die Einschulung werden nicht mehr übernommen, je nachdem wo ihr lebt, gibt es die Möglichkeit bei den örtlichen Beratungsstellen und Schulämtern die Möglichkeit wegen Hilfen für die Einschulung nachzufragen.

LG
Waltraud ;-) [addsig]
... irgendwie ... irgendwann ... irgendwo ... ;)

... nur 50% der Eltern sind Mütter ... :rolleyes:

EvilKnivel

Anfänger

Beiträge:

3

Samstag, 12. Januar 2008, 17:37

RE: Ich blick es nicht mehr ...

Tjo das hab ich mir irgendwie schon gedacht. Danke ausserdem für deine schnelle Antwort...

So langsam bekomme ich eine richtige Hasskappe auf diesen Staat und seine beknackte Regierung :evil: [addsig]

werner

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Beiträge:

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Beruf: Elektroniker

4

Sonntag, 13. Januar 2008, 09:30

RE: Ich blick es nicht mehr ...

Wieso Staat & Hass?

Erstmal ist der Zustand arbeitslos für jüngere Leute eher mit falsche Schullaufbahn oder Berufswahl verbunden statt mit politisch bedingter Arbeitsslosigkeit ( DDR Betriebschließungen Verlagerungen in den Osten usw. )

Und der Bedarf an Unterhaltsvorschuß bedeutet schlicht daß deine Freundin sich den falschen Mann als Vater ihres Kindes aussuchte!

werner[addsig]

EvilKnivel

Anfänger

Beiträge:

5

Sonntag, 13. Januar 2008, 14:20

RE: Ich blick es nicht mehr ...

Zitat von »werner«

Wieso Staat & Hass?

Erstmal ist der Zustand arbeitslos für jüngere Leute eher mit falsche Schullaufbahn oder Berufswahl verbunden statt mit politisch bedingter Arbeitsslosigkeit ( DDR Betriebschließungen Verlagerungen in den Osten usw. )

Und der Bedarf an Unterhaltsvorschuß bedeutet schlicht daß deine Freundin sich den falschen Mann als Vater ihres Kindes aussuchte!

werner


Sehr interessante Ansicht die da vertreten wird... Vor allem was Bildungspolitik und Ausbildungsförderung angeht. Aber die gute Frau Merkel hat ja in Ihrer Neujahrsansprache JEDEM Jugendlichen einen Ausbildungsplatz zugesagt.

Das der Bedarf an Unterhaltsvorschuß auf einer schlechten Männerwahl beruht sei mal so dahingestellt.

Das dieser Staat sich immer mehr zu einem Familienunfreundlichen Staat entwickelt, wo das Kinder bekommen mehr eine Last ist als alles andere, ist meine Sicht der Dinge. Mit dieser Ansicht stehe ich mit Sicherheit nicht alleine da. Es sollte absolut jedem Kind möglich sein eine vernünftige Schulbildung zu erlangen. Das dies aber mittlerweile auch von derGeldbörse abhängt finde ich mehr als erschreckend.

Aber die Politik arbeitet ja makellos.... ist schon richtig!!! :-x
Genau deswegen fahren Professoren in Berlin Bus und Studierte werden in Arbeisgelegenheiten für 1,10 ¤ die Stunde vermittelt. Es ist anscheinend noch nicht bei jedem angekommen das der Mittelstand in Deutschland immer mehr verloren geht und dabei eine klaffende Lücke zwischen Wohlstand und Armut entsteht.

Die Kritik am Staat hängt ausserdem mit der Sozialpolitik zusammen...

<br /><br /><!-- editby --><br /><br /><em>editiert von: EvilKnivel, 13.01.2008, 02:28 Uhr</em><!-- end editby --> [addsig]

Laetitia

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Harz

6

Montag, 14. Januar 2008, 14:35

RE: Ich blick es nicht mehr ...

Hallo!

ich habe nur einen Einwurf zu machen: es hing in der Bundesrepublik schon immer vom Geldbeutel ab , ob jmd. aufs Gymnasium gehen konnte oder gar studieren! Das hat sich nun wirklich nicht groß geändert!

Es mag ja in der DDR anders gewesen sein, aber da hing es eben oft genug zwar nicht vom Geldbeutel ab, sondern eben vom richtigen Parteibuch und wohlfeilem Verhalten.....

Einen so gravierenden Unterschied sehe ich da jetzt in der Praxis nicht unbedingt...


LG Laetitia<br /><br /><!-- editby --><br /><br /><em>editiert von: Laetitia, 14.01.2008, 14:36 Uhr</em><!-- end editby --> [addsig]

EvilKnivel

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Beiträge:

7

Montag, 14. Januar 2008, 16:55

RE: Ich blick es nicht mehr ...

Würde ich so nicht unbedingt unterschreiben. Aber wenn ich daran zurückdenke das es vor einiger Zeit z.B. noch eine Lernmittelfreiheit gab und man sich dafür nun wieder erneut einsetzen muss ich doch nicht Sinn der Sache. Alles wofür man sich nun erneut stark macht gab es doch schon in der BRD und wurde von den Politikern absolut kaputt reformiert. Der Bildungsweg sollte 100%ig von der Leistung und nicht auch nur einen mickrigen cent vom Einkommen abhängig sein. Das hat nichts mit Sozialstaat zu tun sondern reisst Deutschland in zwei Teile. Dann haben wir eine absolute Zweiklassen Gesellschaft. Das die DDR nicht funktioniert hat wissen ja nun mittlerweile alle. Das einzig Sinnvolle was wir von der DDR übernommen haben ist der Rechtsabbiegerpfeil :-) <br /><br /><!-- editby --><br /><br /><em>editiert von: EvilKnivel, 14.01.2008, 04:55 Uhr</em><!-- end editby --> [addsig]

Laetitia

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Harz

8

Montag, 14. Januar 2008, 18:56

RE: Ich blick es nicht mehr ...

Wo gab es Lehrmittelfreiheit und wie lange???? Hier in Niedersachsen gab es die genau die paar Jahre die die SPD am Ruder war.... Danach und davor gabs die nicht! Und: an Universitäten gabs niemals Lehrmittelfreiheit! Zudem muss man auch Ein Abitur, sprich eine verlängerte schulische Ausbildung ja nicht nur wg. der Bücher finanzieren können..... Nee , die Kids verdienen dann auch später , brauchen Kleidung, Essen, Taschengeld. etc.etc...Das genau können sich schon viele nicht leisten! Gewcheige denn ein Studium ihrer Kinder bezuschussen! Und auch wenn man BaföG bekommt , startet man mit nicht unerheblichen Schulden ins Berufsleben! Ich weiss wovon ich spreche... habs selber durch!

Hier das Zitat von Dir , auf das ich mich bezog:."Es sollte absolut jedem Kind möglich sein eine vernünftige Schulbildung zu erlangen. Das dies aber mittlerweile auch von der Geldbörse abhängt finde ich mehr als erschreckend."


Also geändert hat sich da in den letzten 20 Jahren seit meinem Studium nicht wirklich was......

Versteh mich nicht falsch: ich bin auch der Meinung, daß jeder die Chance haben muss sich zu bilden nach seinen Fähigkeiten, ohne Blick auf den Geldbeutel - aber das war hier in Deutschland noch nie der Fall! Weder in Ost , noch in West...

LG Laetitia[addsig]

EvilKnivel

Anfänger

Beiträge:

9

Montag, 14. Januar 2008, 21:39

RE: Ich blick es nicht mehr ...

Ich meinte ja auch genau diesen Zeitraum in dem die SPD das "Ruder" in der Hand hatte. Ich finde nur diese rückentwicklung traurig die wir durchmachen. Wenn ich von einer vernünftigen Schulbildung rede meine ich damit nicht gleich das Abitur... ein vernünftiger mittlerer Bildungsabschluss ohne Umwege sollte dennoch für jedermann ohne großen Aufwand drin sein. Das Thema könnte man ewig fortführen fürchte ich ;) Ich vermute bzw. hoffe das aber auch noch andere meine Meinung, wenn auch nur teilweise, teilen. Dieses Land ist ein großartiges Land, aber die Reichen sollten nicht immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Denn diese Lücke die da recht schnell entsteht wird irgendwann sehr schwer zu schließen sein.[addsig]

werner

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: als Preusse in Bayern

Beruf: Elektroniker

10

Montag, 14. Januar 2008, 22:08

RE: Ich blick es nicht mehr ...

Gymnasium mag sein,andernseits gab und gibt es für jeden die Möglichkeit auch ohne Elterngeld zu einer guten UND verwertbaren Berufsausbildung zu kommen.

1. Schritt die Realschule absolvieren.
2. Je nach Interesse eine Lehrausbildung, egal ob Kranenpflege, Industriemechaniker, Banklehre, Verwalunbgslaufbahn bei Komunen, Finanzverwaltung oder Sozialversicherungsträgern.
3. Danach Fachhochschulen, Berufsakademien, Verbandsinterne Fachschulen der Sparkassen und Banken, Bundeswehrhochschule.
4. Volles Hochschulstudium nach Lehre, Zivildienst, freiwiliges soziale Jahr oder Berufpraxis mit ELTERNUNABHÄNGIGEN Bafög-Höchstsatz! [addsig]

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