RE: Kinderzuschlag nutzlos und nur staatliche Propaganda
habe ich eben entdeckt..... wer mag kann sich ja den ganzen Artikel durchlesen:
Januar 2005: Ein Kinderzuschlag für minderjährige im Haushalt der Eltern lebende Kinder von bis zu 140 Euro monatlich pro Kind wird mit dem Vierten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt eingeführt.
Voraussetzung ist, dass die Eltern ihren eigenen Unterhalt in Höhe des Anspruchs auf Arbeitslosengeld II selbst verdienen, aber den Unterhalt ihrer Kinder von diesem Einkommen nicht bestreiten können.
Verdienen die Eltern genau einen Betrag in Höhe des ihnen für sich selbst zustehenden Arbeitslosengeldes II, erhalten sie den vollen Kinderzuschlag von 140 Euro monatlich. Für jede 10 Euro, um die das elterliche Einkommen über diesem Betrag liegt, wird der Kinderzuschlag um 7 Euro gemindert.
Damit wird fĂĽr Eltern ein Anreiz geschaffen, durch eigenen Erwerb auch im Niedriglohnbereich die eigene Situation zu verbessern. Eltern, deren Einkommen sowohl den eigenen als auch den Bedarf der Kinder deckt, erhalten keinen Kinderzuschlag.
Dazu sagt Borchert:
Den Kinderzuschlag als familienpolitisches Instrument zu bezeichen, schlägt dem Fass den Boden aus! Mir ist im deutschen Sozialrecht, das an Ungereimheiten wahrlich nicht arm ist, keine Regelung bekannt, die so trickreich und hinterhältig ist wie dieser Kinderzuschlag.
Der Clou an der Regelung ist nämlich, dass erwerbsfähige aber langzeitarbeitslose Eltern um den viel höheren befristeten Zuschlag geprellt werden sollen, auf den sie bei Bedürftigkeit Anspruch hätten. Er betrüge bei einer vierköpfigen Familie bis zu 440 ¤ monatlich.
Das so genannte Hartz 4 Gesetz führt besonders für Familien zu einer dramatischen Verschlechterung ihrer ökonomischen Situation. Alle Schätzungen zeigen, dass die Zahl der Kinder in dieser neuen Form der Sozialhilfe um mind. 500.000 zunhemen werden - mit allen Konsequenzen für ihre Bildugngsfähigkeit, Gesundheit und Lebenstüchtigkeit.
Zitat Ende
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/special/894/47847/
Ein Streifzug durch die Familiengeschichte des Bundes
[addsig]