Unterhaltspflichtiger Vater beantragt mit 63 J. ALGII statt vorgezogene Rente
Bisher bin ich noch nicht auf einen ähnlich gelagerten Fall gestoßen, oder gibt es ihn doch??
Ich bin alleinerziehend mit 2 Kindern, 8 und 15. Bisher hat der Kindesvater ALG bezogen und (vor Gericht erzwungen) Unterhalt gezahlt (nachehel. und Kinder). Jetzt ist er 63 und könnte eine Rente beantragen (ca. 2300 brutto) und weiterhin Unterhalt leisten. Das hält er aber für unzumutbar und beantragt ALG II. So zahlt er keinen Unterhalt, noch nicht mal den Pflichtsatz für die Kinder. Er begründet es auch damit, dass er auf diesem Weg doch noch wieder in die gesetzliche Krankenkasse kommen kann mit deutlich niedrigeren Beiträgen (wovon die Kinder bei höherer Rente ab 65 sehr viel längerprofitieren würden, meint er).
Er hat jetzt Abänderungsklage eingereicht und am 21. Dezember ist mündliche Verhandlung. Juristisch muss nun in der Tat abgewogen werden, ob ihm die vorgezogene Beantragung von Rente, die natürlich mit einigen Einbußen verbunden ist, zumutbar ist. (Das Interesse der Bevölkerung insgesamt scheint keine Rolle zu spielen)
Ich selbst habe ein Teilzeitstipendium, das alleine aber nicht ausreicht für unseren Lebensunterhalt.
Gibt es ähnliche Fälle????
Ich persönlich finde es ja empörend, wie man sich so auf Kosten der Allgemeinheit in jeder Hinsicht aushalten lassen kann, wo er doch leicht in der Lage wäre gut für sich zu sorgen (und auch für seine Kinder).
Aber er hat erstmal Prozesskostenhilfe bewilligt bekommen, auch ein Signal, dass er vielleicht sogar Chancen hat damit durchzukommen!!!
Heide