Väter von Dani Levy am 18.September um 11.Uhr im Sabu (LIchtburg Essen)
Dies ist ein Filmtipp speziell für die Ruhrgebietsler....
Eine Filmvorführung zum Weltkindertag am 18. Septemer in Essen:Eintritt 5 Euro
Der Film entsatnd in Zusammenarbeit mit dem Verein der Anwälte und Anwältinnin im Familienrecht e.V
Zum Inhalt:
[i]Marco (Sebastian Blomberg) und Melanie (Maria Schrader) führen eine junge Ehe mit Leidenschaft und Chaos, Alltagsfrust und großer Liebe. Doch zwischen Karrieredruck und verbranntem Frühstückstoast, zwischen Selbstverwirklichung und dreckigen Hemden bleibt die Zärtlichkeit immer mehr auf der Strecke, und dabei nie genug Zeit für ihren 6-jährigen Sohn Benny.
Wie bekommt man Job und Kinder unter einen Hut? Wie bewahrt man sich die Liebe im Alltag? Das sind die Fragen, die sich, zumindest laut Produktionsmitteilung, die Filmemacher stellen. Sie werden nicht beantwortet. Das liegt gar nicht mal so sehr daran, dass keine Standpunkte vorhanden wären, als an der Tatsache, dass Dani Levy viel mehr Interesse an der Figur seines Protagonisten Marco hat, als an einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Thema. Zum Glück! "Väter" ist Dani Levys bislang bester und reifster Film. Ein Film, dem es von der ersten Minute an gelingt, sein Publikum zu packen und für die allzu menschlichen Probleme seiner Figuren zu interessieren. Marco ist zwar Vater, aber noch mehr ist er, trotz seines beruflichen Erfolgs, ein Kind geblieben. Verantwortungslos und egozentrisch bewegt er sich durch sein Leben und wundert sich, wenn ihm dasselbige wegbricht. Was die Konstellation so interessant macht, ist Marcos fehlende Einsicht aufgrund fehlender Erfahrung, und, wie im Laufe des Films suggeriert wird, aufgrund des vorhandenen Rollenmodels, seines eigenenVaters. Als Melanie Marco schließlich verläßt - sie handelt im übrigen den gesamten Film über, ganz im Gegensatz zum Vater, stringent rational, bis zur letzten Konsequenz - wiederholt sich ein Muster. Auch Marcos Vater wurde von seiner Frau verlassen. Marco war damals immerhin schon 15 Jahre alt, doch der Stachel sitzt tief. Wie sich am Ende herausstellt, leitet sie ein Restaurant in Südfrankreich. Bevor sich Marco dieser Tatsache stellen kann, muss er sich jedoch erst noch so richtig in die Scheiße reinreiten. Nachdem ihm nach etlichen Verfehlungen das Besuchsrecht an seinem Sohn aberkannt wird, kidnappt er ihn kurzerhand. Ein paar Tage später läuft die Scheidung, seine Firma läßt ihn über die Klinge springen und zu guter Letzt taucht Melanie gerade dann auf, als ihm seine Arbeitskollegin Ilona (Christiane Paul) Avancen macht.
Väter“ von Regisseur Dani Levy wirft einen Blick hinter die Fassade einer modernen Ehe, die am täglichen Alltagsstress zerbricht. Mittendrin Benny, der zwischen die Interessen, Probleme, Wünsche und Ängste seiner Eltern gerät. Der Streit um das Umgangsrecht eskaliert. „Papa hat weniger Steine als Du“, so das berührende Bild des 6- Jährigen über den Streit der Eltern um jeden einzelnen Tag des Umgangskontaktes. Ein Film über Väter und Mütter in Trennung, Scheidung und darüber hinaus.
Ein wunderbarer Film, der emotional zur Anteilnahme herausfordert und mit brillianten Schauspielerleistungen aufwartet. Vor allen Dingen überzeugt Maria Schrader. Sie verkörpert Melanie derart authentisch, dass, wie ich glaube, viele Frauen sich mit ihren Problemen, Ängsten und Sorgen in dieser Figur wiederfinden werden.
Zur Veranstaltung:
Fragen zu Trennung und Scheidung kann man im Anschluss öffentlich präsentierten kostenlosen Trennungsratgeber des Vereins „200 Fragen bei Trennung und Scheidung“ beantwortet finden oder bei einem Glas mit dort anwesenden Anwälten und Anwältinnen diskutieren. Themenbezogene Kunstwerke von Schülern sollen außerdem vorgestellt und prämiert werden.
LG Wonni
"Es ist leichter einen Atomkern zu zertrümmern, als ein Vorurteil"
-Albert Einstein