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Chat f├╝r Alleinerziehende

Wer macht was?

Seenixe
09.11.2016
um 12:23 Uhr
Hallo, ich bin neu hier. Und ich k├Ânnte in Thale einen kompletten Neuanfang starten, doch mir fehlt die Kinderbetreung in den Abendstunden.
 
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Mannee

Anf├Ąnger

Beitr├Ąge: 1

Wohnort: Cottbus

1

Samstag, 11. Februar 2017, 20:31

Hallo aus Cottbus

Ich habe eine ziemliche emotionale Berg- und Talfahrt seit der Schwangerschaft hinter mir. Seit zwei Jahren bin ich alleinerziehend. Die Beziehung zum Kindsvater war alles andere angemessen f├╝r eine Schwangere und junge Mutter: Suchtprobleme, Geldverschwendung, Vaterschaftsverleugnung, immer seine eigenen Interessen wahrnehmend ohne Verhandlung. Irgendwann bin ich zusammengebrochen und habe ihn rausgeschmissen (da er nicht gehen wollte ging ich ins Frauenhaus). Die "Freunde" waren am Ende doch nur seine, haben ihn unterst├╝tzt - auch finanziell - Unterhalt bekam ich eineinhalb Jahre nicht. Jetzt wohnt er als Gutmensch getarnt 300 m entfernt. Dank Jugendamt, Anwalt, Therapeuten und wirklichen Freunden gewinne ich langsam wieder an Selbstvertrauen. Schritt f├╝r Schritt eben.
Der Konflikt zwischen dem Kindsvater und mir lastet auch auf meiner Tochter. Zur Aufarbeitung ist er nicht bereit, denn angeblich bin ich psychisch krank und verdiene mit den Erfahrungen als Mutter und Mensch im Umgang mit ihm keinen Respekt. Und er wollte Elternteilzeit, obwohl die zwei Welten f├╝r ein Kind auch so schon die H├Âlle sind! Angeblich liebt er seine Tochter - lange Rede kurzer Sinn: das hat er mir gegen├╝ber so lange behauptet wie ich schwach war und keine Fragen und Forderungen gestellt habe. Analogie zum 3,5 Jahre alten Kind? Abwarten. Auf lange Sicht kann ich sie nur sch├╝tzen vor Menschen wie ihm, die Versprechen brechen, Behauptungen aufstellen und andere runtermachen, um sich stark zu f├╝hlen.
Also: Alleinerziehend mit so wenig wie m├Âglich Umg├Ąngen. Hartes Los, aber das beste f├╝r sie und auch f├╝r mich, denn ihm vertrauen, hei├čt sich selbst kaputt zu machen. Aus der Spirale wache ich langsam auf und bin froh und stolz zu sagen: zwar kein Geld f├╝r Babysitter, abends allein zu Hause, berufliche Perspektive im Ars... aber wenigstens mir selbst und meiner Tochter treu.
Das mag vielleicht ziemlich deprimierend klingen, ist es aber letztlich nicht. Neuanfang, reboot, Kraft sammeln, ├╝ber sich selbst lernen und lachen. Es gibt viele Arschl├Âcher, aber dass sie Macht ├╝ber mich gewinnen k├Ânnen, hat mich viel gelehrt.
Bis bald und sch├Ân, dass ihr alle da seid.