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Chat fĂĽr Alleinerziehende

Wer macht was?

airam
16.09.2017
um 15:10 Uhr
schmunzel ... scheinbar leben doch noch mehrere :toor ... ... GruĂź an alle^^
 
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Mannee

Anfänger

Beiträge: 1

Wohnort: Cottbus

1

Samstag, 11. Februar 2017, 20:31

Hallo aus Cottbus

Ich habe eine ziemliche emotionale Berg- und Talfahrt seit der Schwangerschaft hinter mir. Seit zwei Jahren bin ich alleinerziehend. Die Beziehung zum Kindsvater war alles andere angemessen fĂĽr eine Schwangere und junge Mutter: Suchtprobleme, Geldverschwendung, Vaterschaftsverleugnung, immer seine eigenen Interessen wahrnehmend ohne Verhandlung. Irgendwann bin ich zusammengebrochen und habe ihn rausgeschmissen (da er nicht gehen wollte ging ich ins Frauenhaus). Die "Freunde" waren am Ende doch nur seine, haben ihn unterstĂĽtzt - auch finanziell - Unterhalt bekam ich eineinhalb Jahre nicht. Jetzt wohnt er als Gutmensch getarnt 300 m entfernt. Dank Jugendamt, Anwalt, Therapeuten und wirklichen Freunden gewinne ich langsam wieder an Selbstvertrauen. Schritt fĂĽr Schritt eben.
Der Konflikt zwischen dem Kindsvater und mir lastet auch auf meiner Tochter. Zur Aufarbeitung ist er nicht bereit, denn angeblich bin ich psychisch krank und verdiene mit den Erfahrungen als Mutter und Mensch im Umgang mit ihm keinen Respekt. Und er wollte Elternteilzeit, obwohl die zwei Welten für ein Kind auch so schon die Hölle sind! Angeblich liebt er seine Tochter - lange Rede kurzer Sinn: das hat er mir gegenüber so lange behauptet wie ich schwach war und keine Fragen und Forderungen gestellt habe. Analogie zum 3,5 Jahre alten Kind? Abwarten. Auf lange Sicht kann ich sie nur schützen vor Menschen wie ihm, die Versprechen brechen, Behauptungen aufstellen und andere runtermachen, um sich stark zu fühlen.
Also: Alleinerziehend mit so wenig wie möglich Umgängen. Hartes Los, aber das beste für sie und auch für mich, denn ihm vertrauen, heißt sich selbst kaputt zu machen. Aus der Spirale wache ich langsam auf und bin froh und stolz zu sagen: zwar kein Geld für Babysitter, abends allein zu Hause, berufliche Perspektive im Ars... aber wenigstens mir selbst und meiner Tochter treu.
Das mag vielleicht ziemlich deprimierend klingen, ist es aber letztlich nicht. Neuanfang, reboot, Kraft sammeln, über sich selbst lernen und lachen. Es gibt viele Arschlöcher, aber dass sie Macht über mich gewinnen können, hat mich viel gelehrt.
Bis bald und schön, dass ihr alle da seid.