Neu hier :-)
Ich habe mich auch gerade angemeldet...
Was schreibt man am besten über sich? Ich bin Nicole, noch 40 Jahre alt, wohne südlich von München im Landkreis STA, bin seit etwas über 2 Jahren getrennt und seit einem Jahr geschieden. Ich habe zwei Kinder, ein Mädchen 10 Jahre alt und einen Jungen 7 Jahre alt.
Die letzten zwei Jahre habe ich damit zugebracht, den Kopf oben zu halten.
Ziemlich plötzliche Trennung (obwohl die Ehe nicht so doll war, war die andere Frau eine Überraschung, die ich mitten im Urlaub erfuhr... ich blieb noch 10 Tage, danach war er schon weg...), inzwischen habe ich die "einvernehmliche" Scheidung hinter mich gebracht (die Anführungszeichen sind Absicht), ich habe meinen Job in Vollzeit geändert, habe es nahezu geschafft, das ex gemeinsame Haus allein zu übernehmen. Ex ist mittlerweile längst wieder verheiratet und gerade erneut Vater geworden. Dem nicht genug, habe ich im Januar einen tollen Mann kennengelernt... der aber mich wohl nicht so toll findet? Nachdem ich nach längerem Zögern endlich mein Herz losließ, zog er eine Mauer, nur Freunde, seither Funkstille... Noch dazu starb im März mein Vater ganz plötzlich, der mir die ganze Scheidungszeit über eine Riesenstütze war.
Ich merke jetzt, wo ich die ganze Zeit versucht habe zu kämpfen und alles "erledigt" ist und wo nun dieser andere Kerl auch noch die Mauer zog: ich kann nicht mehr. Ich habe nach 13 Jahren Ehe und Beziehung und diesem Jahr jetzt mit dem "Möglicherweisen" nun erstmals den Moment, wo ich ganz allein bin. Mein Freundeskreis? Weg, mein Ex hat seine Freunde "mitgenommen", meine alten Freunde? Nach 14 Jahren "komischem Mann" haben die sich auch anders orientiert. Anknüpfen geht zwar, aber sie wohnen auch weit weg. Vor Ort? Es ist echt schwer, in einem gewachsenen Ort als "Neue" noch dazu aus dem Norden Kontakte zu finden. Der "Mann da", tja, der kennt viele. Es wär ein Lichtblick gewesen... aber erzwingen kann ich das nun mal nicht. Ich habe die letzten zwei Jahre völlig unter Strom gestanden, und jetzt hätte ich endlich wieder Luft für mich - und da hängt sie, die Wolke über meinem Kopf. Seit einem Monat erkenne ich mich selbst nicht mehr.
Wie auch immer... ich stelle fest: ich muss jetzt endlich mal an mich denken. Wunden lecken. Neu anfangen. Leute kennenlernen, Gleichgesinnte treffen, Austausch finden mit Menschen, denen es genau so geht wie mir. Wobei es mir eigentlich auch ein Graus ist, "die Alleinerziehende" zu sein und "unter meinesgleichen" zu bleiben. Aber irgendwie kommt man sich ja wirklich halbseitig gelähmt vor manchmal. Vielleicht ist es gemeinsam doch leichter... wie auch immer:
Hier bin ich!
(und allein, dass hier so viel "Gejammer" steht, ist schon sehr untypisch für mich...)
LG Niki