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2%

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von mona84

alleinmitkind03

Anfänger

Beiträge:

1

Dienstag, 1. Juli 2008, 07:21

Sohn will nicht zum Papa

Hallo,

mein Sohn (6) hat des öfteren angemerkt, dass er nicht zum Papa will. Nach dem Tralala mit jedes 2 Wo-Ende, habe ich mitgekriegt, dass mein Sohn erzählt, dass mit ihm kaum was unternommen wird, wird wohl ötfer ins Zimmer zum Spielen geschickt, was nicht der Sinn und Zweck der Besuche ist, wie ich finde. Der Vater ist auch immer schwer beschäftigt mit telefonieren und Termin einhalten, wo mein Sohn schon öfter mitgenommen wurde.
Nun haben wir uns geeinigt, dass ein tag in der Woche besser wäre, mann! könnte dann mehr Qualität zeigen.
PUSTEKUCHEN !!!
Mein Sohn will jetzt kaum noch hin, sagt es gefällt ihm nicht.
Habe natürlich versucht allesschön blumig und schmackhaft zu reden - um den Kontakt nicht abbrechen zu lassen - aber er will nunmal nicht? Soll ich ihn zwingen?
Habe mit meinem Sohn vereinbart, dass er selber entscheiden darf, wann er hin möchte und wann nicht - wenn er den Wunsch äußert zu wollen rufen wir den Vater an....
Ist das so dem Alter entsprechend?Kann man das Kind entscheiden lassen?????
Bitte um nützliche Tipps...
LG[addsig]

Moni42

Senior Mitglied

Beiträge: 2 186

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2

Dienstag, 1. Juli 2008, 08:48

RE: Sohn will nicht zum Papa

Hallo,
nein, ein Kind sollte nicht entscheiden dürfen, dass kann es gar nicht. Ich würde eine Beratungsstelle aufsuchen und mir Profihilfe holen. So musst du dir auch später keine Vorwürfe machen lassen.

Ich bin selber ein Scheidungskind und werfe meiner Mutter heute vor, dass sie uns manipuliert hat durch ihre Aussagen und Verhalten. Manches läuft unbewusst ab.

Meine Kinder haben damals immer gesagt, wir wollen dich nicht alleine lassen das ganze Wochenende. Und ich habe ihnen immer signalisiert, dass ich auch Dinge unternehme und mich mit anderen treffe. Und das mir der Kontakt zum Papa wichtig ist und sie sich mit ihm arangieren müssen. Auch sie hatten gute Argumente warum sie dort nicht hin wollten. Hier ist keine blumige Sprache notwendig sondern einfach klare Aussagen.

Sagt dein Sohn seinem Vater, dass er nicht will und warum nicht? Meine Tochter war ein Meister im Ausspielen der Eltern. Wäre auch ne Möglichkeit.

LG Moni[addsig]

Comfort

Senior Mitglied

Beiträge: 212

Danksagungen: 350

Wohnort: Bad Rothenfelde

3

Mittwoch, 2. Juli 2008, 19:54

RE: Sohn will nicht zum Papa

Hallo alleinmitkind03,

ich möchte Dich mal auf folgendes Beschluss vom OLG Saarbrücken aufmerksam machen. Die Entscheidungen in Familienangelegenheiten sind vornehmlich Individualentscheidungen und können je nach Gericht auch sehr stark different sein.

Nur mal als Info:

Leitsatz:
Ein Elternteil verstößt bereits dann gegen die sog. Wohlverhaltensklausel des § 1684 Abs. 2 BGB, wenn sie es dem 8-jährigen freistellt, ob es Umgangskontakte zu seinem Vater wahrnehmen will oder nicht.

Urteil

Alles Gute [addsig]
"Jedes Kind hat von Geburt an ein unveräußerliches Recht auf die gelebte Beziehung zu beiden Eltern. Diese Eltern-Kind-Beziehung dauert ein Leben lang und endet nicht mit der Trennung der Eltern"
OLG München

Interessenverband Unterhalt und Familienrecht e.V. (ISUV)

alleinmitkind03

Anfänger

Beiträge:

4

Donnerstag, 3. Juli 2008, 09:05

RE: Sohn will nicht zum Papa

Hallo,
schon mal vielen Dank für Eure Antworten.
Es ist wohl ein schwieriges Thema.
Allerdings bin ich um das Wohl meines Sohnes besorgt und weiß nicht ob es in solch einem Fall besser für ein Kind ist, irgendwo hingeschickt zu werden, wo es gar nicht sein will und wo man sich nicht richtig damit beschäftigt.
Ich weiß sehr wohl, dass es für das Kind wichtig ist, den Umgang mit dem Vater zu pflegen, aber nach vielen gescheiterten Versuchen, ist es mir lieber, mein Sohn sagt "ich hätte mal wieder Lust den Papa zu sehen", weil ich dann weiß dass er mit Freude dort hingeht und nicht mit Zwang.
Wißt Ihr, es ist nunmal so dass der Vater sonst auch nicht am Leben seines Kindes teilnehmen möchte.Er ruft es nicht an, fragt nicht wie es ihm geht, hat einfach kein Interesse.
Ist es dann immernoch wichtig das Kind dort hin zu quälen???
LG[addsig]

Moni42

Senior Mitglied

Beiträge: 2 186

Danksagungen: 2020

5

Donnerstag, 3. Juli 2008, 16:09

RE: Sohn will nicht zum Papa

Zitat von »alleinmitkind03«



Wißt Ihr, es ist nunmal so dass der Vater sonst auch nicht am Leben seines Kindes teilnehmen möchte.Er ruft es nicht an, fragt nicht wie es ihm geht, hat einfach kein Interesse.

LG



Hallo,

so war es auch bei uns. Den Kontakt mussten die Kinder suchen....... Ihr seid kein Einzelfall.

Bei uns hat unserer Sohn es geschafft gut mit dem Problem fertig zu werden. Mittlerweile erwachsen holt er sich was er bekommen kann bei seinem Vater und was nicht, eben nicht. Hier ist auch nicht die Frage, ob ich das gut finde, sondern, ob er so klar kommt. Bei unserer Tochter sieht es anders aus..........sie hat durch den schlechten Umgang insgesamt ein echtes Problem.
Deshalb lege ich dir nochmals ans Herz - geh zum Profi auch mit deinem Sohn, wo er neutral die Situation abarbeiten kann.

Moni

<br /><br /><!-- editby --><br /><br /><em>editiert von: Moni42, 03.07.2008, 16:10 Uhr</em><!-- end editby --> [addsig]

Gast

unregistriert

6

Freitag, 4. Juli 2008, 12:29

RE: Sohn will nicht zum Papa

Hallo.
Ich kann dir nur sagen, was uns das JA gesagt hat:
"Das Kind ist nicht in dem Alter, Entscheidungen zu treffen. Die Eltern haben die Verantwortung dafür, im Sinne beider Eltern und des Kindes zu handeln."
Es wurde festgelegt, dass unsere Tochter (damals 8 Jahre) jedes 2. Wochenende von freitags abends bis sonntags abends zu ihrem Papa gehen muß. Und ich habe dafür zu sorgen, dass sie da hin geht. Das ist jetzt 2 1/2 Jahre her. Und es ist immer noch so, dass sie manchmal so Phasen hat, dass sie nicht zu Papa will. Sie geht aber trotzdem. Sie muß lernen, mit der Situation umzugehen und dass das Leben nicht immer nach ihrer Nase verläuft. Und je früher sie es lernt, desto besser eher kann sie mit solchen Situationen umgehen.
Weil unsere Tochter mächtige Probleme mit der Trennung hatte, war sie in einer Trennungsgruppe von der AWO. Das hat ihr sehr geholfen und kann ich nur jedem empfehlen.
Glückspilz[addsig]

chiaofei

Anfänger

Beiträge:

7

Freitag, 18. Juli 2008, 16:55

RE: Sohn will nicht zum Papa

Hallo an alle,
mir blieb ja fast die Luft weg, als ich Eure Beiträge gelesen habe....
Ich wollt Eure Kinder zu etwas zwingen, was sie gar nicht wollen? Wenn ein Kind nicht auf den Spielplatz möchte, brauch es nicht hin, aber zu Besuch bei seinem Papa, der anscheinend kaum Zeit für das Kind hat??
In der heutigen Zeit reden alle davon, die Kinder frühst möglich zu eigenständigen Personen zu erziehen, die ihre eigene Meinung zwar äußern dürfen, wir Erwachsene uns aber nicht daran halten brauchen? Ich bitte Euch...

Ich fand die Regelung nicht schlecht, daß der Junge, jederzeit wenn er möchte, zu seinem Papa darf. Er weiß so, daß der Papa da ist, freut sich darauf und es steht kein Muß dahinter.

Und laßt Euch das "zum Wohle des Kindes" doch mal auf der Zunge zergehen. Wer weiß denn am besten, was dem Kind gut tut, ob ihm etwas weh tut, ob das Kind müde oder schlecht gelaunt ist, wie es sich fühlt?? Mutter, dem - nur - das - Umgangsrecht zustehendem Vater oder der Staat???

LG,
Chiaofei

Moni42

Senior Mitglied

Beiträge: 2 186

Danksagungen: 2020

8

Samstag, 19. Juli 2008, 13:42

RE: Sohn will nicht zum Papa

Zitat von »chiaofei«



Und laßt Euch das "zum Wohle des Kindes" doch mal auf der Zunge zergehen. Wer weiß denn am besten, was dem Kind gut tut, ob ihm etwas weh tut, ob das Kind müde oder schlecht gelaunt ist, wie es sich fühlt?? Mutter, dem - nur - das - Umgangsrecht zustehendem Vater oder der Staat???

LG,
Chiaofei


Beschäftige dich mal mit dem Thema PAS.

Auch sind Kinder meist in einem Loyalitätskonflikt und wollen beiden Eltern nicht weh tun. Wie oft gibt es Kinder, die beim Betreuungselternteil genau das Gegenteil erzählen als was sie beim Umgangselternteil fühlen, vorfinden oder diesem gegenüber sagen.

Und wer beurteilt, was ein guter oder schlechter Elternteil ist. Das Betreuungselternteil, das evt. noch Groll hegt ob bewusst oder unbewusst........und ganz dankbar die Unlust der Kinder aufnimmt. Die Elternteile wären auch in einen bestehenden Partnerschaft so gewesen wie sie nun sind oder zumindest weitgehend, damit müssen Kinder lernen klarzukommen.

Sicher gibt es Ausnahmen, aber in erster Linie sollte der Kontakt zwischen Kinder und Eltern gefördert und unterstützt werden.
Mein großer Sohn ist heute dankbar für meine Neutralität in den letzten Jhren. Der Kontakt zu seinem Vater ist heute kein super Vater-Sohn-Verhältnis, aber er hat die Chance gehabt ihn so kennen zu lernen wie er ist und hat sich auf seine Weise mit ihm arangiert. Er hat noch einen Vater.
Ich beispielsweise hatte eine Umgangsverhindernde Mutter und das verzeihe ich ihr nie, denn ich hatte keine Chance mir ein Bild zu machen.

Ich habe mir auch immer Profirat geholt und das sollte ein jeder tun in unserer Situation, damit man lernt über den Tellerrand zu schauen, falls man es noch nicht kann. Oder eben nur reflektieren kann, ob die eigene Sichtweise okay ist.
Moni[addsig]

Emy37

Anfänger

Beiträge:

9

Montag, 21. Juli 2008, 22:16

RE: Sohn will nicht zum Papa

Ich muss Moni vollkommen zustimmen und (an chiaofei) den Vergleich zwischen Vater und Spielplatz finde ich ehrlich gesagt etwas daneben. Der Vater ist wie er ist, so wie auch die Mutter ist wie sie ist. Solange er die vereinbarten Termine wahrnimmt ist er interessiert. Er sagt Dir nicht, wie Du die Zeit mit dem Kind zu verbringen hast, so steht es auch Dir nicht zu, ihm dar&uuml;ber Vorschriften zu machen. Kinder kommen bestimmt damit zurecht und wenn er/sie wirklich irgendwann alt genug ist, kann er/sie seine eigenen Entscheidungen treffen. Den er ist der Vater. Fertig. Das Kind muss die M&ouml;glichkeit haben, ihn kennenzulernen. Auch wenn man in einer Zweielternfamilie lebt, hei&szlig;t das nicht, das der Vater sich anders verhalten w&uuml;rde, man w&uuml;rde ihm aber dann das Kind nicht vorenthalten. Ich habe meinen Kindern auch ganz deutlich klargemacht, dass ich diese freie Zeit sehr genie&szlig;e und es mir wichtig ist, dass sie Zeit mit ihrem Vater verbringen. Es l&auml;uft auch nicht immer rund, aber sie gehen regelm&auml;&szlig;ig hin und mittlerweile sind sie alt genug ihm auch zu sagen, wenn ihnen was nicht gef&auml;llt. Was ich eigentlich sagen will, keiner ist perfekt, aber V&auml;ter bleiben V&auml;ter (von ein paar Ausnahmen nat&uuml;rlich abgesehen.

alleinmitkind03

Anfänger

Beiträge:

10

Freitag, 25. Juli 2008, 16:50

RE: Sohn will nicht zum Papa

Hallo an alle,

zum Thema Vergleich mit dem Spielplatz-so weit her geholt finde ich diesen gar nicht mal.Es geht hierbei nicht eine Freizeitbeschäftigung und eine Person zu vergleichen, hier geht es darum dem Kind etwas zuzumuten, woran es keinen Spaß hat oder wobei es sich nicht wohl behandelt fühlt.Oder findet es etwa jemand von Euch richtig, dass der Vater in der, wie es mir scheint, wertvollen, doch kurzen Zeit, die er für das Kind gestalten sollte, das Kind mit ins Solarium nimmt oder in die Werkstatt oder es einfach mal ins Zimmer zum spielen soll um fern zu schauen?Eine kleine Anekdote hierzu:
Bei einem Spaziergang durch die Stadt, schnappte mein Sohn das Wort Tierquälerei auf und bat mich um eine Erklärung des Wortes.Als er diese bekam, meinte er wortwörtlich - "dann quält mich mein Papa auch".Als ich fragte inwiefern, meinte mein Sohn, dass sein Papa ihn quälen würde, weil er mit ihm nie spielen würde.
Hier komme ich übergreifend zum Thema - wer beurteilt ob ein Elternteil schlecht ist oder nicht?
Es mag sein, dass die Kinder in solch einem Fall hin und her gerissen sind und sich natürlich in irgeneiner Weise den zugang zu beiden Elternteilen verschaffen wollen, aber durch bestimmtes Verhalten schaffen es die Kinder auch sich ein Urteil zu bilden.Werden sie fallen gelassen, in die Ecke gestellt oder einfach mit nicht genügender Aufmerksamkeit bestraft, werden sie automatisch dazu gezwungen, dass sich nicht kümmernde Elternteil zu meiden.Sie schreien nach Liebe und Aufmerksamkeit die in dem Fall nicht erfüllt wird.
Ganz ehrlich, aber würden wir als Erwachsene nicht ebenso blockieren?Was wollen wir denn bei jemand, der sich sowieso nicht mit uns beschäftigt?
Man kann das alles natürlich auf den Psychiater, das JA oder sonst eine Institution abwälzen, aber im Endeffekt muss doch dann der alleinerziehende Teil, damit fertig werden alles zu kompensieren.
Liebe Grüße[addsig]

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