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von mona84

Rick

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1

Donnerstag, 3. Dezember 2009, 19:39

Rechte Nicht-Ehelicher Väter endlich gestärkt!

Heute hat der EuGH (Europäischer Gerichtshof) für Menschenrechte ein richtungsweisendes Urteil gefällt, auf das ich kurz eingehen möchte:

Die Rechtspraxis in der Bundesrepublik Deutschland, das Sorgerecht allein der Nicht-Ehelichen Mutter zuzusprechen und es ihr zu überlassen, dieses mit dem Vater zu teilen, verstößt gegen den Gleichheitsgrundsatz. Diese Praxis diskriminiert die Väter aufgrund ihres Geschlechts und ist daher verfassungswidrig gem. Artikel 8 der Menschenrechtskonvention.

Endlich mal ein Urteil, dass die Gleichheit beider Elternteile hervorhebt! Ich hatte heute das "Vergnügen" auf WDR 5 in den frühen Morgenstunden die Debatte mit Betroffenen mitzubekommen, und kenne auch in meinem Freundeskreis Väter, die seit Jahren ihre Kinder nicht sehen können. Zu hoffen ist nun, dass sie endlich die rechtliche Grundlage erhalten, um den Umgang mit dem eigenen Kind gerichtlich einzufordern.

Bis die Rechtsprechung hierzulande umgesetzt wird, wird wohl einige Zeit vergehen. Die Gefahr ist groß, das im Sinne des vorgeblichen Kindeswohls von den Verfechterinnen der aktuellen Praxis das Totschlag-Argument zu Felde geführt werden wird, das das Kind gezwungen werden würde, mit einem "völlig Fremden" nun intensiven Kontakt aufzunehmen habe.

Erste Stimmen in diese Richtung waren heute auch im Radio zu vernehmen, von höchster Stelle übrigens, der FDP- Ausschussvorsitzenden des Bundestages für Familie. Unfassbar eigentlich ;(

Dennoch ein wichtiger Etappen-Sieg - Glückwunsch an die betroffen Väter und deren Kinder!

Rick

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bernb.noehren (05.12.2009)

Nilszeline

unregistriert

2

Samstag, 13. Februar 2010, 23:00

Gerecht?

Meine persönliche Meinung zu diesem Thema, von dem ich persönlich betroffen bin:

Väter scheinen teilweise mehr Rechte zu haben, als "normale Eltern".

Die Väter dürfen offensichtlich Straftaten begangen haben (indem sie die Mütter oder andere Personen z.B. geschlagen, bedroht und erpresst haben), sich nie um die Kinder gekümmert haben und dürfen diese Kinder trotzdem sehen. Keiner dieser Richter würde so einem Vater sein eigenes Kind anvertrauen. Den betroffenen Müttern und den Kindern wird dies aber zugemutet. Die Sorgen der Mütter werden abgetan. Selbst die Aussagen der Kinder ihre Väter nicht sehen zu wollen oder Verhalten, wie z.B. Bettnässen schützen die Kinder nicht davor ihre Väter sehen zu müssen. Auch frühere Misshandlungen oder Haftstrafen der Väter schützen sie nicht.

Ganz klar, diese Väter haben mehr Rechte. Wird einer Mutter Misshandlung oder Vernachlässigung vorgeworfen, überprüft man sie. Der leibliche Vater dagegegen hat Narrenfreiheit. Ich rede aus eigener Erfahrung. Mein Kind, dass jetzt knapp zwei Jahre ist, und keinerlei Bezug zum Vater hat, wird, auch wenn ich immer noch hoffe, dass es meinem Kind erspart bleiben wird, villeicht mit diesem Vater leben müssen. Ob das gut für mein Kind ist, ist für mich sehr sehr fraglich. Die Väter haben auf jeden Fall einmal mehr die Möglichkeit Psychoterror und Machtkämpfe über die Kinder auszutragen.

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(27.05.2011), minuminu2 (05.06.2011), Schirmchen (23.08.2010), sternchen75 (09.05.2010), thunderbird84 (23.03.2012)

mama_wonni

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3

Sonntag, 14. Februar 2010, 02:45

Hallo,
nur kurz zur Info, denn Rick wird sich sicher auch noch dazu äußern.
Es gibt auch andere Väter. Und die sind keine Verbrecher und Schläger...dürfen Ihre Kinder auch nicht sehen... weil die Mütter aus Willkür handeln.

Du mußt Dich nicht immer gleich angesprochen und angegriffen fühlen !!:S

Wonni
"Es ist leichter einen Atomkern zu zertrümmern, als ein Vorurteil"

-Albert Einstein

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satolino

unregistriert

4

Sonntag, 14. Februar 2010, 08:01

Mama Wonni,



da muß ich enstschieden dagegen sprechen.

Erstmal finde ich es gut, dass Elternteile jetzt hoffentlich mehr Handhabe bekommen ihre mutwillig entzogenen Kinder wieder zu sehen.

Aber das darf nicht dazu führen, dass die Gewalt gegenüber dem betreuenden Elternteil, sexueller Missbrauch,
Alkohol- und Drogensucht weiter unter dem Deckmäntelchen Familie gehalten werden


Ich gebe Nilszeline recht, Männer haben tatsächlich Narrenfreiheit und dürfen sich leisten was sie wollen.

Ich erinner mich an ein Urteil hier in meiner Stadt, wo der Vater die Mutter nachweislich und mehrfach in aller Öffentlichkeit mit einer Pistole bedroht hat , die Kinder vor Gericht gesagt haben sie möchten nicht mehr zum Vater, selbst das Jugenamt nichts machen konnte, hat das OLG hier doch entschieden. : Die Kinder müssen zum Vater. Solchen Auswüchsen muß Einhalt geboten werden.


Es kann mir kein Mensch erzählen, dass solche Urteile für Kinder gut sind.

Auf der anderen Seite, wenn z. Bsp. ein Pfarrer Kinder sexuell mißbraucht gibt´s einen riesen Aufriss und der wandert in den Knast.

Was ich sagen will ist: Ich kann mich und mein Kind nach einer Gewalttat vor jedem Fremden schützen nur nicht vorm eigenen Elternteil.

Und dies geht auch auf das Konto der mutwillig verweigernden Elterteile, weil nämlich gleich vorausgesetzt wird, die lügt ja eh und will das Kind entziehen. Und man wird sofort mit Zwangsgeld und Sorgerechtsentzug bedroht.

Und Kinderrecht vor Elternrecht wird ja leider nicht angewandt.

Das das Kind ein Recht auf gewaltfreie Erziehung hat muß vor Elternwille stehen und dabei bleibe ich. Und ein Elternteil, welche dieses nicht befolgt hat sein Recht auf Sorge und Umgang verspielt.

Und auch hier zählt Gleichstellung und Gleichberechtigung. Beide Elternteile haben sich entsprechen so zu verhalten, dass dem Kind kein Schaden zugefügt wird. Und wenn sich jetzt ein Gewalttäter auf das Gleichstellungprinzip berufen kann, finde ich das schlicht weg zum Kotzen.



Es ist mir ehrlich gesagt schleierhaft, wie Elternteile tatsächlich Umgang mutwillig verweigern können und andere zum Umgang erfolgreich gezwungen werden. Zählt hier das Prinzip des Schwächeren ?


Satolino

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »satolino« (14. Februar 2010, 08:48)


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minuminu2 (05.06.2011)

mama_wonni

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5

Sonntag, 14. Februar 2010, 09:28

Hallo Sato,
davon habe ich gar nicht geschrieben. Ich habe nur geschrieben, das es auch andere Väter gibt, die keine Schläger sind, keine Vergewaltiger usw. und ihre Kinder auch nicht sehen dürfen.
Man soll nur nicht alle über einen Kamm scheren und auch nicht bei allem angegriffen fühlen.
Da stand nicht mehr und nicht weniger....

LG Wonni
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pimboli

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6

Sonntag, 14. Februar 2010, 09:51

...erstmal gehts hier im Ausgangsposting um die Rechte der nicht-ehelichen Kinder ... und es ist sehr gut, dass da der Gesetzgeber zum Handeln gezwungen wird...
...es kann nicht sein, dass ein Vater der Willkür der Mutter ausgeliefert ist...Väter, die sich aus nichtehelichen Beziehungen trennen, dürfen sehen wo sie bleiben, haben keinerlei Rechte, da hat jede Mutter eine Machtstellung, leider... und da wurde bisher nie an da Kindeswohl gedacht und nun GSD nachgebessert...

Zitat

Väter scheinen teilweise mehr Rechte zu haben, als "normale Eltern".
...was bitte sind "normale" Eltern???

@sato...Gewalt gegen Kinder geht gar nicht, da sind sich hier alle einige...und bei Kindern aus Gewaltbeziehungen wird garantiert sorgfältig geprüft, in wie weit Umgang gewährleistet werden sollte...es gibt die Möglichkeit des betreuten Umgang...und wenn Kinder sagen, ich möchte nicht zu Papa...dann geht leider in vielen Fällen eine Verweigerungshaltung der Mutter voraus...und ich möchte da kein JA oder Richter sein und das beurteilen müssen...nimm Bsp. Comfi und denk mal über Umgangsboykott nach...fahr mit Comfi zum VAFK oder ISUV, hör Dir das an und Du erkennst wie übel viele Frauen drauf sind...kann ich nur raten...

...das Thema Missbrauch ist leider gerade bei Trennungen eine beliebte Ansage ... unterste Schublade, die Glaubwürdigkeit echter Fälle wird damit in Frage gestellt und die Existenz des Elternteils vernichtet...

...wer hier schreibt, dass Väter mehr Rechte haben, dem kann ich nur raten sich etwas mehr mit dem Thema Umgangsboykott zu beschäftigen...und nun zurück zum Thema...das da lautet....

...Rechte Nicht-Ehelicher Väter endlich gestärkt!

vg
Waltraud
... irgendwie ... irgendwann ... irgendwo ... ;)

... nur 50% der Eltern sind Mütter ... :rolleyes:

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Annemie

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7

Sonntag, 14. Februar 2010, 10:19

Diese Entscheidung war ja wohl schon lange fällig!

Die Väter waren doch bisher auf Gedeih und Verderb den ev. Launen der Mütter ausgeliefert.

Denn die Paare,die sich "vernünftig" trennen und sich anschließend auch so verhalten sind ja ,scheints, nicht so sehr häufig.
Grüße

Annemie

Mycket ska man höra,innan öronen faller av

(Man muß viel hören,eher einem die Ohren abfallen-schwed. Weisheit)

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Rick (14.02.2010)

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Wohnort: Deutschland

8

Sonntag, 14. Februar 2010, 17:18

[quote='pimboli',index.php?page=Thread&postID=42718#post42718]und
bei Kindern aus Gewaltbeziehungen wird garantiert sorgfältig geprüft,
in wie weit Umgang gewährleistet werden sollte.[/quote]



Na, das mal in die Ohren unserer Bearbeiterin beim JA: Wir geben die
Kinder auch zu Vätern, von denen wir wissen, dass sie gewalttätig sind
und drogenabhängig - Originalton



Wirklich die Situation einschätzen kann doch kein Außenstehender. Es
sei denn, es gibt eine einschlägige Vorgeschichte. Und man braucht
nicht unbedingt viel Zeit, um große gesundheitlichen oder psychischen
Schaden anzurichten

Es gab ja auch schon solche Beispiele: Babys in der Tiefkühltruhe des drogenabhängigen Vaters.



Geht jetzt am Ausgangsthema vorbei, aber ich verstehe die Mütter, die sich Sorgen machen müssen.

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(30.06.2011)

pimboli

Administrator

Beiträge: 2 466

Danksagungen: 2170

Wohnort: Münsterland

Beruf: It-Systemkauffrau

9

Sonntag, 14. Februar 2010, 17:41

...na zum Thema Tiefkühltruhe fallen mir ne Menge Fälle ein, in denen Frauen ihre Kids "entsorgt" haben :rolleyes:...

nochmal...dies ist hier nicht Thema, bei allem Verständnis, versucht die Thematik ein zu halten...

...es gibt Väter, die haben Erziehungsurlaub gemacht, Väter die haben jahrelang ihre Kids miterzogen, Väter die aber nach einer Trennung jeden Anspruch verlieren, nur weil sie nicht verheiratet waren, was oftmals auch nicht ihre Entscheidung war...wer will diesen Vätern und den Kindern den Umgang absprechen...ICH nicht...verheiratete Elternteile haben gemeinsames Sorgerecht, sind sie aufgrund der Legalisierung der Partnerschaft die bessern Väter 8) ...
... irgendwie ... irgendwann ... irgendwo ... ;)

... nur 50% der Eltern sind Mütter ... :rolleyes:

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Bluesbrother

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Beruf: Systemanalytiker

10

Sonntag, 14. Februar 2010, 19:03

wahr sicher notwendig aber...

Ich denke es war in gewisser form schon lange notwenig um eine gewisse Grundlage zu schaffen.

In gewisser Form muss ich aber Nilszeline zustimmen, die Freiheit der einen ist die Einschränkung für andere einschreiten zu können wenn es "Brennzlich" wird. Das Problem ist Gesetze werden Globalgalaktisch definiert, unsere Damen und Herren Juristen beziehen sich auf dieses und nur auf diese "GESETZGEBUNG" bzw. auch eben die operative Ebene sprich die Polizei, wenn es zu einer eskalation kommt.

Ich will aber auch darauf hinweisen das es in dem einen oder anderen "Einzelfall" misbraucht wird und werden kann, wenn sich bestimmte Trennungsszenarien von den Eltern auf die Kinder übertragen werden. Sobald sachliche Tatbestände und emotionalbedingte Rache/Eifersuchts oder Neidgelüste nicht mehr voneinander zu trennen sind. In solchen fällen bleibt polizei,jugendamt und Gerichten nur noch übrig sich auf die allgegenwärtige Gesetzesgrundlage zu beziehen.

Leider geraten oft durch die unverhältnismässige Hyperprojektion unserer sensations"geilen" Presse die falschen Menschen ins Fadenkreuz bzw. werden Vorurteile in der Gesellschaft Manifestiert die keinen Bestandhaben. Konsequenz: Diejenigen Mütter und Väter die wirklich an Ihren Kindern interessiert sind
geraten in Rechenschafts und Erklärungszwänge und verbraten dabei energie die wir eigentlich für die
erziehung unserer Kinder brauchen !

Zitat

Was morgen mit der Welt passiert, hängt davon ab, was wir heute für unsere Kinder tun. (Frank Sinatra)

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