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von Elune

Marion67

Anfänger

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1

Donnerstag, 18. März 2010, 23:32

Umgangsregelung

Hallo zusammen,

meine Söhne sind jetzt 10 und 13 Jahre alt. Sie gehen jeden Dienstag (17.30 bis 20.00 Uhr) und jedes 2te Wochenende zum Vater. Ab Mai 2010 geht mein älterer Sohn am Dienstag von 17.30 bis 18.30 zum Konfirmandenunterricht. Außerdem haben beide Kinder montags Sport (leider auch nicht gleichzeitig), der Kleine noch Mittwoch abends und der Große Donnerstag abends. Falls sich Kinderbesuch ankündigt, möchten die Kinder auch schon mal am Dienstag später abgeholt werden bzw. wie letztes Wochenende (der Große) zu Hause bleiben.

Mein Noch-Mann macht dann ein Höllenspektakel. Nachdem ich ihm mitteilte, dass ich die Kinder auf Muttertag bei mir haben möchte (sein WE) und auch Pfingsten (Besuch der Freundin (400km Entfernung) meines Kleinen) - droht er mir mit Jugendamt und Entzug des Sorgerechts :thumbdown: . Eigentlich sind mir diese Drohungen egal, ich weiß ja, dass die Kinder in diesem Alter auch gefragt werden. Aber ich will sie nicht vor Gericht zerren lassen! Ab Mai (Konfirmandenunterricht) möchte ich die Kinder auch nicht zwischen den einzelnen Veranstaltungen fortlassen - irgendwann müssen ja auch Hausaufgaben gemacht und Freunde getroffen werden. Ich habe ihm vorgeschlagen den Montag zu übernehmen, an dem beide Kinder hintereinander Sport haben. Aber er möchte ja schön gemütlich mit ihnen zuhause sitzen und nicht irgendwelche Fahrten von mir übernehmen.

Meine Frage ist eigentlich: Ab welchem Alter können die Kinder frei entscheiden, wann sie zum Vater gehen? Ich möchte nicht, dass der Umgang entfällt - aber ich möchte, dass die Kinder sich auch mit ihren Freunden verabreden können, wenn sie möchten. Da mein Noch mit seiner Affäre zusammenlebt, möchten die Kinder ihre Freunde nicht dorthin nehmen - der beste Freund meines Sohnes hat dies ausdrücklich abgelehnt! Vernünftig sprechen ist absolut nicht möglich. Vorschläge meinerseits werden erst gar nicht zur Kenntnis genommen. Mitteilungen, wenn die Kinder nicht wollen, werden als Kindesentzug angesehen. Er erwartet, dass die Kinder ihm Bescheid geben, wenn sie etwas anderes wollen. Gleichzeitig diskutiert er jedoch mit ihnen und setzt sie unter Druck. Inzwischen halten sie diesen jedoch aus und machen doch, was sie wollen. Soll ich dies überhaupt zulassen: er meinte, die Kinder müssen dies mit ihm absprechen - ist dies wirklich so? Meinem Großen sagte ich, dass sein Vater mit ihm über das fehlende Wochenende sprechen möchte. Er sagte: Ich habe keine Lust, damit muss er sich mal abfinden - UND RIEF IHN NICHT AN.

Mein Noch-Mann steht im regen Kontakt zum Jugendamt - jedenfalls behauptet er dies. Ich hatte ein einziges gemeinsames Gespräch mit ihm bei der Sachbearbeiterin. Er war da so, wie in unserer gesamten Ehe: sachlich, charmant, ruhig - eben ein echter Managertyp. Wie der Umgang mit ihm in der Realität ist, hat die Sachbearbeiterin natürlich nicht gemerkt. Nach ihrem Kommentar: er kann mit den Kindern machen, was er will - reichte mir es. Ich habe keine Lust auf einen Kampf um die Gunst der Sachbearbeiterin. Ich möchte einfach nur noch Ruhe für die Kinder und für mich!

Wie ist eure Meinung?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marion67« (19. März 2010, 00:11)


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Bienchen74

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Wohnort: Niederwinkling

2

Freitag, 19. März 2010, 07:34

Hallo Marion

als erstes würd ich gleich mal vorschlagen Du suchst im Jugendamt eine Sozialarbeiterin auf. Ich finde es auch sehr viel für die Kinder wenn sie unter der Woche bei ihrem Vater sind. Das Sorgerecht kann er Dir nicht so einfach entziehen, das hätte mein Exmann auch gedach. Ich war mit meinem Sohn im Jugendamt bei der Sozialarbeiterin dort wurde dann mein Sohn angehört was er will. Später gabs noch einen Termin mit meinem Exmann und mit im Jugendamt wo wir eine Vereinbarung getroffen haben wann er Tobias holt und wann er anruft.... usw.DieSozialarbeiterin bei mir sagte es ist egal was ich oder mein Ex will es geht nur um das was Tobias will und auch das Tobias seine Freizeit mit Freunden braucht. Ich glaube also das es bei Dir nicht anders ist. Und übrigens er kann Kontakt zum Jugendamt haben wie er will das Amt muss neutral bleiben und fürs Kindswohl entscheiden. Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft. LG Claudia

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Comfort

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Wohnort: Bad Rothenfelde

3

Freitag, 19. März 2010, 14:40

Guten Tag,


bevor ich nun meine Sicht hier niederschreibe, möchte ich wieder auf einen Link mit Kinderwünschen aufmerksam machen. Die Rechte an diesem Text liegen bei Dr. Karin Jäckel, die auch eine recht interessante Internetseite veröffentlicht hat.
Kinderwünsche



Wenn ich mir Deinen Forenbeitrag so durchlese bekomme ich den Eindruck, dass anscheinend alle anderen Termine wichtiger sind als die Umgangszeiten der gemeinsamen Kinder zu ihrem Vater. Hausaufgaben müssen scheinbar dann gemacht werden wenn Umgangszeiten mit dem Vater anstehen damit anschließend mehr Zeit für Besuche von Freunden der Kinder bleibt.

Wenn die Mitarbeiterin des Jugendamtes dir sagt das es dem Vater überlassen bleibt wie er die Umgangszeiten mit euren Kindern gestaltet, so hat sie mit dieser Aussage vollkommen recht. Willst Du etwa dem Vater über all die Zeiten Rechenschaft abliefern müssen wenn eure Söhne bei Dir sind? Warum verlangst du es vom Ihm? Das soll aber auch nicht heißen, dass ihr nicht gemeinsam über die Belange der Kinder redet.

Kinder merken ganz deutlich wie die Einstellung der Eltern zueinander ist.Sie berichten vielfach dem Elternteil, bei dem Sie sich grade aufhalten dass, was dieser gerne hören möchte in Bezug auf den anderen Elternteil. Da wird dem Vater geschildert was alles bei der Mutter „schief geht“ , der Mutter hingegen über das „Fehlverhalten“ des Vaters berichtet Jedem Elternteil wird gesagt das der Aufenthalt bei ihm am schönsten ist……
Ist es nicht viel besser wenn die Kinder offenherzig erzählen könnten was sie für schöne Erfahrungen mit dem anderen Elternteil erlebt haben?

Im übrigem wird der Umgang nicht dem Jugendamt oder irgendeinem Richter geschuldet sondern einzig und alleine den Kindern!

Der Wunsch der Kinder zu welchem Elternteil sie Kontakt haben möchten wird mit zunehmendem Alter und der Entwicklung stärker berücksichtigt. Ab ca. 14 Jahren wird dieser dann auch gerichtlich akzeptiert.

Um das gemeinsame Sorgerecht brauchst Du Dir hingegen nur wenig Gedanken machen. Der Entzug des Sorgerechtes ist sehr schwer durchzusetzen.

@ Bienchen74

Bei dem Begriff Kindeswohl bekomme ich immer Bauchschmerzen. Da sitzen z.B. im Gericht zwei Eltern, zwei Rechtsanwälte, es liegen Stellungsnahmen vom Jugendamt und eventuell Gutachten vor. ….. Jeder hat eine andere Auffassung vom Kindeswohl und ein Richter, der keine psychologische Ausbildung hat, soll dann entscheiden was das Kindeswohl ist? Dieser Begriff wird oft missbraucht um die eigenen Ansichten mit einem Totschlagargument zu untermauern!

@Marion

Sicherlich ist es in einem Forum nicht möglich alle Gesichtspunkte einer so schwierigen Situation zu berücksichtigen. Du kannst eure Familienproblematiken nur kurz schildern und ich nur antworten nach dem Eindruck den ich nach den wenigen Zeilen gewonnen habe…..



Ich wünsche euch alles Gute

Comfort
"Jedes Kind hat von Geburt an ein unveräußerliches Recht auf die gelebte Beziehung zu beiden Eltern. Diese Eltern-Kind-Beziehung dauert ein Leben lang und endet nicht mit der Trennung der Eltern"
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(18.05.2010), pimboli (19.03.2010)

Marion67

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4

Freitag, 19. März 2010, 17:37

Hallo Comfort,

beide Söhne machen seit Jahren Shaolin (Kampfsport 7,5 und 5 Jahre lang) - also auch schon vor unserer Trennung. Sie hatten zusammen Unterricht - so hatten wir sogar zwei Tage frei, davon hat mein Noch einen Tag. Der Große hat sich - übrigens mit Unterstützung seines Vaters (ich war eigentlich nicht dafür, da er ziemlich gut ist!!!) - für Basketball entschieden! Leider sind die Termin alle nicht parallel, dadurch haben die Kinder nur noch einen Tag zusammen frei - und zwar den Dienstag (also ich habe die Kinder nicht einen Abend zusammen)! Ab Mai hat der Große Konfirmandenunterricht, d.h. es ist kein Tag mehr über! Ich würde mir sogar wünschen, dass der Vater einen Sportabend übernimmt. Erstens hätte ich Fahrten weniger (Mama Taxi) und die Kinder würden sich sogar sehr darüber freuen. Warum soll die Mutter immer für alle Aktivitäten gerade stehen? Die Kinder und ich wollen den Umgang - der Vater möchte ihn aber anscheinend nur, wenn er mit ihnen ruhig zuhause sitzen kann. Der Konfirmandenunterricht ist für mich wichtig! Schließlich haben wir gemeinsam die Kinder taufen lassen und auch die ersten Jahre im der Kirchenspielgruppe verbracht - du meinst doch nicht diesen ausfallen zu lassen, oder?

Mein kleiner Sohn ist übrigens bis 16.00 Uhr in der Schule, Hausaufgaben sind nicht mehr zu machen, aber er hat Schwierigkeiten - also muss geübt werden! Der Große geht auf das Gymnasium - dies ist auch nicht mit einer halben Stunde getan. Der Vater holt sie um 17.30 Uhr ab, da sind diese Aufgaben fast immer erledigt. Wenn nicht, machen die Kinder bei ihm die Aufgaben - also kein Problem.

Ich mische mich auch nicht in den Umgangsalltag ein - obwohl ich nicht mit allem einverstanden bin. Nur mein Mann hat die Aussage der Sachbearbeiterin pervertiert: z.B. als ich den Kindern den Internetzugang auf 1.15 h pro Tag beschränkte, erklärte er ihnen, wie sie eine neue ID-Adresse anlegen können um dieses zu umgehen. Dies habe ich natürlich auch nicht sofort gemerkt!

Du sagst "alles ist wichtiger als der Umgang"! Was wäre denn für die eine machbare Lösung (außer die Woche zu verlängern ;) ). Wir alle wollen doch den Umgang - nur der Vater müsste wie ich zum Sport. Denn es ist nicht so, dass die Kinder mehrere Sportvereine, Musikschulen etc. besuchen. Es ist in meinem Fall bei jedem Kind EINE mit ZWEI Trainingsabenden. Die Kinder bekommen auch an meinen Wochenenden Besuch oder schlafen woanders - auch ich muss (bzw. ich finde es gut!) damit einverstanden sein. Es gehört nun einmal zum Größerwerden hinzu, dass man sich von den Eltern ein wenig abnabelt! Ich habe z.B. vorgeschlagen, dass er an diesem WE (mein WE) mit seinem Sohn das Fahrrad repariert - ich bin selbst morgen eine Stunde nicht da - aber Nee! Also wird es mein Freund morgen machen.

Wie du siehst, gebe ich jede Möglichkeit zum Umgang. Er will jedoch nur eine starre Regelung mit einem bestimmten Wochentag (zusätzlich zu den WE). Dabei fällt mir ein: Wie machen das denn andere mit 3 oder mehr Kindern (Sportvereine, Musikschulen, Nachhilfe etc.)? Ja klar, diese haben meist nur den Umgang alle zwei Wochen! Ich bin jedoch dafür, dass meine Kinder auch zwischendurch den Vater sehen. Dazu gehört aber auch seine Bereitschaft eventuell mal mit zum Sport zu gehen. Mein Freund ist NL und fährt jedes Vaterwochenende mit den Söhnen zum Fussball (80km entfernt). Morgens spielt dann der Kleine, nachmittags der Große - und dies schon seit Jahren!

P.S. Ich sollte vielleicht auch erwähnen, dass der Vater erst ab 17.30 Uhr die Kinder holen kann, da er dann direkt von der Arbeit kommt - ansonsten könnten sie sonst nachmittags ein(ige) Stunden miteinander verbringen. Aber dies würde sowieso nicht gehen, da er lediglich Restarbeiten an den Hausaufgaben akzeptiert.

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Moni42

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5

Samstag, 20. März 2010, 11:42

Ich bin immer sehr für die Förderung der Kontakte zu beiden Elternteilen.

Doch erlebe ich gerade wie schwierig Absprachen sein können, die in den Alltag der Kinder und auch zu ihren Bedürfnissen bzw. nötigen ! Terminen passen. Hier ist das Gutwillen beider Elternteile sowie den evt. neuen Lebenspartnern nötig und es reicht, wenn einer/eine da nicht ausreichend einsichtig ist.

Und wenn Absprachen, die gemeinsam mit Profis, Eltern und Kindern getroffen werden, nicht eingehalten werden........ übrigens aus Egoistmus der/des Erwachsenen.

Jede dieser "Fälle" muss genau betrachtet werden, es gibt immer wieder Einzelfälle, die pauschal nicht beantwortet werden können.

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Comfort (20.03.2010)

Comfort

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6

Samstag, 20. März 2010, 16:59

Hallo Marion,

erstmal vielen Dank für Deine umfangreiche Antwort auf meinem Beitrag…..

Unsere Meinungsbildung ist geprägt von den unterschiedlichen persönlichen Erfahrungen. Ich kenne sehr viele Familiengeschichten, wo zu den festgelegten Umgangszeiten die Kinder plötzlich Besuch bekommen, die Kinder kurzfristig erkranken oder irgendwelche anderen Gründe vorliegen sodass der Umgang nicht stattfinden kann. An solche Geschichten musste ich denken wo ich Deinen ersten Bericht gelesen habe.

Ich vertrete nicht die Ansicht, dass nach einer Trennung ein Elternteil für die Freizeitgestaltung der gemeinsamen Kinder verantwortlich ist und der andere “nur“ für die „täglich Arbeit“. Beides muss von beiden Eltern übernommen werden! Ich habe auch keinerlei Argumente weshalb man als nicht ständig betreuender Elternteil die Kinder nicht zum Sport begleiten sollte…..

Du hattest geschrieben, dass keine Kommunikation mit dem Vater eurer Kinder mehr möglich ist und er auf eine starre Umgangsregelung fixiert ist. Ich finde variable Umgangszeiten auch wesentlich sinnvoller aber unter anbetracht der hier beschriebenen Spannungen könnte mit einer festen Regelung erstmal eine Basis geschaffen werden bis das Konfliktpotential abgebaut ist.

Ihr als Eltern müsst im Interesse eurer Kinder eine von allen Seiten tragbare Regelung finden! Beratungsstellen können euch dabei behilflich sen.

Mit besten Grüßen
Comfort
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Marion67 (22.03.2010)

Marion67

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7

Sonntag, 21. März 2010, 00:08

Vielen Dank für eure Antworten! Eine starre Regelung wird auch leider unvermeidlich sein. Da mein Sohn mit Unterstützung seines Vaters jetzt die Sportart gewechselt hat und dadurch veränderte Traingszeiten zum Tragen kommen, muss er meiner Meinung gemeinsam auch die Konsequenzen tragen, d.h. einen der drei Trainingsabenden als seinen Wochentag akzeptieren. Der Dienstag fällt ab Mai ja aus, da mein Sohn nach dem Konfirmandenunterricht frühestens um 18.45 Uhr zu Hause ist. Am Freitag holt er ja bereits die Kinder alle zwei Wochen ab. Meiner Meinung nach dürfte es doch gar kein Problem geben: er weiß von dem Konfirmandenunterricht und der Sportabenden - er braucht doch nur sagen, wann er die Kinder haben will! Mehr ist doch gar nicht notwendig.

@comfort: Ich bin eigentlich davon überzeugt, dass ein krankes Kind genauso bei seinem Vater gepflegt werden kann. Wenn es Arzttermine wahrnehmen kann, kann es auch zum Vater! Du hast Recht, dass manche Mütter dauernd Ausreden erfinden. Ich gehöre jedoch nicht dazu!

Leider habt ihr mir aber die Frage nicht beantwortet, ob meine Söhne selbst Änderungen an ihren Vater weitergeben müssen (eigentlich kein Problem, wenn der Vater keinen Druck ausüben würde - ist leider bei uns nicht so)? Oder soll ich dies tun, damit es auch wirklich gemacht wird? Bei der "Zuverlässigkeit" meiner Söhne müssen wir dann aber beide damit rechnen, dass der Vater einmal umsonst vor der Türe steht. Eigentlich sind dies Kinkerlitzchen, aber mein Nochmann besteht auf solche Details.

Es ist leider so, dass man nicht in Ruhe leben kann, wenn der andere es nicht will! Leider ist es bei uns so. Aus welchem Grund auch immer, kann er keine Ruhe geben! Er ist doch gegangen - nicht wir (lebt inzwischen mit seiner Affäre auch zusammen). Er hat doch was er sich gewünscht hat - sollte zufrieden sein. Es wirkt jedoch leider so, dass es inzwischen sein einziger Lebensinhalt ist gegen mich zu kämpfen. Dass er dabei seinen Söhnen schadet, merkt er nicht oder will es nicht merken. Sollte die Umgangsregelung geklärt sein, (er)findet er bestimmt etwas Neues.

K(l)einer irrationaler Ausflug: Letztes Jahr war ich in Kur - er hat sich 3 Wochen um unsere Söhne nach der Arbeit gekümmert (ansonsten meine Eltern) - dabei eine Nacht in unserem Haus verbracht. Meine (Kur)Freundin wollte unbedingt Lotto spielen - ich aber aus Zugewinngründen nicht! Nach der Kur wollte sie mich besuchen und ich habe zum Scherz einen virtuellen Brief in meinem PC an die Lottozentrale geschrieben. Da er den einen Tag dazu genutzt hat meinen Rechner mit Sondersoftware (er ist It-Manager) auszustatten, hat er seit Januar 2009 ALLES lesen können. Er klagte wegen dieses "Lottogewinns", weil ich ihn (natürlich) nicht angegeben habe. Er existiert ja gar nicht. Es ist doch schon irre seine Exfrau dauernd kontrollieren zu wollen!!! Er hat alle meine privaten Mails auch an meinen Freund lesen können, meine Kontoauszüge, mein Tagebuch - einfach ALLES. Ich hätte gegen ihn Strafantrag stellen können, unterließ dies aber - auch weil ich von meiner Seite nichts verschärfen möchte. Es ist doch schon schlimm genug für die Kinder. Er hätte mich doch direkt darauf ansprechen können!!!

P.S. Mein Rechner wurde direkt nach dieser Gerichtsverhandlung komplett neu gemacht! Leider dürfen meine Söhne jetzt keine Programme (z.B. auf ihrem Stick) von ihrem Vater mehr mitbringen. Ist es nicht schlimm so ein Gespräch überhaupt mit den Söhnen führen zu müssen?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marion67« (21. März 2010, 00:27)


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Moni42

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8

Sonntag, 21. März 2010, 13:37

Zitat

Leider habt ihr mir aber die Frage nicht beantwortet, ob meine Söhne selbst Änderungen an ihren Vater weitergeben müssen


Unser Profi hat damals gesagt, dass Änderungswünsche der Kinder, diese selber klären sollten z. B. ich habe ein Spiel und möchte dorthin.

Änderungen wie Konfi usw. sollten über die Elternebene laufen.

Es gibt da sicher keine gesetzliche Regelung, aber ich habe deutlich getrennt zwischen meinen Änderungswünschen und den der Kinder. Die Kinder waren in der Lage ihre Wünsche anzubringen, da ich darauf bestand in meinem Beisein diese Terminabsprachen telefonisch zu klären. Und sie waren mit zunehmendem Alter auch in der LAge bei Ablehnung deutlich zu sagen: dann komme ich nicht. Wichtig ist hier aber, dass du signalisierst, dass es PApazeit ist, diese nicht in deinen Entscheidungsbereich fällt und du auch nicht die Entscheidungen des Vaters kommentierst sondern hinnimmst.

Ich glaube, dass ich ihn angezeigt hätte.........hier wäre meine Schmerzgrenze und die Leidensfähigkeit zugunsten der Kinder erreicht gewesen.
Ich habe übrigens wie du sicher noch weißt einen ähnlichen Exmann....er trennte sich und hat heute, dass was er wollte?!, aber bis heute sind die Aktionen über die Kinder gegen mich nicht vorbei. Allerdings hat er nun fast erwachsene Kinder, die ihm mittlerweile den Vogel zeigen. Aufhören tut er trotzdem nicht. Ich habe frühzeitig gelernt dies zu akzeptieren....und ins Leere laufen zu lassen.
Ab und zu macht es mich sprachlos wie viel Energie ein Mensch aufbringen kann für so etwas und vor allem frage ich mich dann warum ........... hier gab mir mal eine Bekannte einen Buchtipp "Der Betrug" vom Karasek. Inhalt: da möchte die Hauptfigur etwas scheinbar unerreichbares haben (die Frau des Freundes). Am Ende des Buches hat es sie, stellt aber fest: er hat nichts anderes als vorher bzw. er vermisst das Alte sogar.

Ich vermisse nichts Altes und bin glücklich über das Neue :thumbsup: , auch wenn ich viele Federn lassen musste!

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Marion67 (21.03.2010)

Marion67

Anfänger

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9

Sonntag, 21. März 2010, 16:37

Naja, ganz uneigennützig war das Ganze natürlich nicht. Deftig gesagt, wer schlachtet das Huhn, was goldene Eier legt :D . Bei einer Verurteilung wäre er eventuell als IT-Manager einer großen Firma nicht mehr tragbar gewesen - und dies hätte direkte Auswirkungen auf den Kindesunterhalt und Trennungs- bzw. nachehelichen Unterhalt.

Dein letztes Statement finde ich super - genauso fühle ich mich! Selbst das Federn lassen sehe ich als Erfahrungsbereicherung. Es hat mich nur stärker gemacht und dadurch positiv mein Selbstbild beeinflusst.

Danke an alle!

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pimboli

Administrator

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Danksagungen: 2117

Wohnort: Münsterland

Beruf: It-Systemkauffrau

10

Sonntag, 21. März 2010, 21:20

Zitat

Naja, ganz uneigennützig war das Ganze natürlich nicht. Deftig gesagt, wer schlachtet das Huhn, was goldene Eier legt :D . Bei einer Verurteilung wäre er eventuell als IT-Manager einer großen Firma nicht mehr tragbar gewesen - und dies hätte direkte Auswirkungen auf den Kindesunterhalt und Trennungs- bzw. nachehelichen Unterhalt.


...sorry, Geld geht Dir über Deine Persönlichkeitsrechte :S ... Deine Einstellung gegenüber dem Vater überträgst Du indirekt auf die Kinder, es sind eure Kinder und nicht Deine... nicht nur der Vater hat Pflichten, sondern auch die Kids, auch dem Vater gegenüber ... lass die Kinder ihre Termine mit dem Vater absprechen, wie Moni Dir schon geraten hat und überdenk mal Deine Einstellung ... :S :S :S ...wie berechnend kann man sein??? ;(

vg
Waltraud
... irgendwie ... irgendwann ... irgendwo ... ;)

... nur 50% der Eltern sind Mütter ... :rolleyes:

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