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airam
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von mona84

Rick

m-admin a.D.

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Wohnort: Münsterland

Beruf: Ausfüllend ;-)

1

Sonntag, 29. Januar 2012, 13:27

recht haben vs. recht bekommen

hi fories,

aus aktuellem anlass, äh, nicht mehr direkt bei mir :rick , möchte ich aufrufen, wie im titel vorgenannt stellung zu nehmen.

viele, die verheiratetet waren, sind zwangsläufig mit veschiedenen rechtsbereichen konfrontiert worden, wie z.b. in fragen des aufenthaltsbestimmungsrechts, umgangsrechts, unterhaltsrechts, der vermögensaufteilung, einige sogar mit strafrecht ... wie z.b. nach § 235 StGb - obwohl dieser aus meiner sicht das papier nicht wert ist ... aber auch die nicht-verheirateteten, haben auch hier ja oft genung zum thema gepostet.

bei mir hat sich aufgrund meiner erfahrungen ein bild fest eingebrannt: 2 bauern streiten sich um eine kuh, einer zieht an den hörnern, der andere am schwanz, am euter sitzt ein anwalt/richter, der sie genüsslich melkt ;(

so in etwa lautet meine conclusio nach jahrelangen rechtlichen auseinandersetzungen, dabei hab ich es nie auf eskalation ankommen lassen. mittlerweile verstauben hier etliche aktenordner deren streitwerte schon einem guten neuwagen der gehobenen klasse hergeben könnten.

die crux liegt aus meiner sicht in der eigendynamik des rechtssystems mitsamt der scheidungsindustrie .heulw die halt auf konfrontationen ausgerichtet ist. mit ihrer lobby haben es die rechtsverdreher geschafft, vor ca. 3 Jahren in allen belangen des familienrechts die anwaltspflicht einzuführen, wer dabei was böses denkt???

durch meine, den meisten hier bekannte introvertierte und überhaupt und, aäh aber sowat von - na art halt, könnt ihr euch die verhandlungen vorstellen. ich wollte stets, um das o.g. bild zu bemühen, die rechtsverdreher vom schemel schubsen :D , leider haben die das gemerkt, und mich jahrelang finanziell dann bluten lassen ;(

meine letzte rechtssache wurde schließlich in meiner abwesenheit geführt :S - mitten in den sommerferien, ein schelm, wer sich dabei überhaupt was denkt. naja, zumindest ging die sache in meinem sinne aus, nach insgesamt 7 jahren ;(

jetzt seid ihr dran :rolleyes:

Lg Rick

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aufdemland (30.01.2012), saban1966 (02.04.2012)

airam

*AE.net -Wetterfee*

Beiträge: 1 558

Danksagungen: 918

2

Sonntag, 29. Januar 2012, 14:37

bereits im Neanderthal wurde dieser Spruch verschriftlicht 8) ....


und ein weiterer Satz, wird dort tagtäglich mit unzähligen Füßen getreten ... 8)


: iwn
:rot "Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut." (Laotse)
... : iwn ...

Moni42

Senior Mitglied

Beiträge: 2 186

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3

Sonntag, 29. Januar 2012, 14:45

die crux liegt aus meiner sicht in der eigendynamik des rechtssystems mitsamt der scheidungsindustrie .heulw die halt auf konfrontationen ausgerichtet ist. mit ihrer lobby haben es die rechtsverdreher geschafft, vor ca. 3 Jahren in allen belangen des familienrechts die anwaltspflicht einzuführen, wer dabei was böses denkt???


Ja, dass bemängel ich auch.

Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei Dinge in Deutschland.

Mich stört auch die Möglichkeit das BGB nach allen Regeln der Kunst auszulegen wie es grad so passt, nicht nur im Familienrecht, aber da hat es schlimmste Auswirkungen!

Mich stört es, dass die sogenannten Familienbande mithilfe der Profis (Anwälte) noch mehr zerstört werden als es die Paare selber schaffen.
Mich stört es, dass ein Sohn 24 Monate brauchte um Recht zu bekommen, welches vorher sschon fest stand. Und weil er sich Geld geliehen hatte bei allen möglichen Menschen, auch noch fast auf Geld hätte verzichten müssen, welches ihm zustand.
Er hat eine Rechtsanwaltsrechnung zu begleichen (Vergleich "nur" die Hälfte, eines unfähigen Anwaltes, der nachweislich Fehler machte. Aber die Beweislast liegt beim Mandaten und das kann Jahre dauern und ausgehen wie das Hornberger Schießen.


Ja, wo gehen wir hin, das frage ich mich auch oft.

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saban1966 (02.04.2012)

leonies_mum

unregistriert

4

Sonntag, 29. Januar 2012, 16:54

Moin,
ich sehe hier das Problem an einer anderen Stelle. Anwälte haben einfach nicht genug Zeit für jeden einzelnen Fall.Die haben soviel zu tun, das sie oft falsche rechtsbehelfe anwenden. Es ist nunmal so, das ich in einem Fall, auch länger recherchieren muss bevor ich ein Schreiben an die gegenseite verfasse. Denn ich muss ja zwangsläufig begründen und Schlüssig erklären wieso die Argumente der gegenseite nicht zu berücksichtigen sind. Und das braucht Zeit und die Zeit haben die meisten garnicht, selbst wennn sie die fristeb n voll ausreizen, reicht das eigentlich nicht.

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feels

Meister

Beiträge: 964

Danksagungen: 653

Wohnort: Leipzig

Beruf: Ingenieur für Technische Gebäudeausrüstung

5

Sonntag, 29. Januar 2012, 18:35

@rick
Interessante Gedanken und alle diejenigen, welche sich gerade mit Anwälten, Gerichten und sonstigen Profis herumschlagen müssen, wissen wovon Du da redest?
Wenn ich ehrlich bin, haben die letzten 6 Jahre ziemlich geschlaucht! Mir ging es stets darum, mein Leben als AE auf die Reihe zu bekommen und mein bestes zu geben, dass meine Tochter ein "vernünftiger" Mensch wird! Trotz der ständigen Steine, die ich in den Weg gelegt bekommen habe, denke ich, habe ich es ganz ordentlich hinbekommen? Meine Tochter wird in diesem Jahr 14 Jahre und hat schon längst begonnen, ihr eigenes Ich und ihr Wesen zu erkennen! Alles was jetzt kommt, kann ich nicht mehr beeinflussen. Sie wird Entscheidungen treffen und ihre eigenen Erfahrungen sammeln! Ich habe versucht ihr Werte zu vermitteln, die für mich als wichtig gelten und diese auch ihr vorgelebt! Sei es im Umgang mit Menschen oder das man für Ziele auch was tun muss! Was ihr am Ende wichtiger ist entscheidet sie jetzt selbst! Ich möchte damit nur sagen, das ich mich auf keinen Rechtsstreit mehr einlasse! Unterm Strich, wie Du an dem Beispiel der zwei Bauern schon sagtest, leiden die Kinder! Auch wenn die letzten Jahre der Streitigkeiten und Angriffe für meine Tochter ziemlich stressig waren, glaube ich, dass sie doch gestärkt daraus hervorgeht!
Ich hatte damals das unsagbare Glück gehabt, einen Anwalt zu haben, der eine menschliche Seite hatte und der meine Wünsche und Vorstellungen respektiert und akzeptiert hat! Auch wenn mir einige Entscheidungen schwer gefallen sind, aus heutiger Sicht waren sie für mich richtig und ich würde es jeder Zeit wieder so tun!
Durch meine Erfahrungen hier im Forum und auch im Freundeskreis weiß ich auch, dass solche Anwälte wie ich ihn hatte, eher die Seltenheit sind! Es haben sich so manchesmal die Nackenhaare gesträubt, wenn ich hören musste, wie es bei anderen Jugendämtern, Gerichten und Anwaltskanzleien zugeht! Es gibt garvierende Unterschiede im Rechtsempfinden dieser "Profis" und nicht selten spielt das Geld die Hauptrolle, gerade bei Anwälten! Egal wer Recht bekommt oder nicht, es wird keine Gewinner bei einer Trennung oder Scheidung geben! Im Grunde sind alle Verlierer und nur die Wenigsten bewahren dabei ihre Würde vor sich selbst und anderen Menschen!
LG der Feels ;)

"...Es gibt nur einen Grund, warum Menschen nicht haben, was sie wollen: weil sie mehr an das denken, was sie nicht wollen. Achte auf Deine Gedanken, und achte auf die Worte, die Du aussprichst. Die meisten Menschen denken an das, was sie nicht wollen, und wundern sich, warum es ihnen wieder und wieder begegnet."(The Secret-Das Geheimnis)

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saban1966 (02.04.2012)

Speuzi

unregistriert

6

Sonntag, 29. Januar 2012, 21:20

Jep....genau nach dem Motto lief das Familienrecht bis zum 30.06.1977...die Schuldfrage... ich finde...es hatte was...aber auch wieder nicht...

Wahrscheinlich wäre ein Mittelding aus dem Gesetz bis 6/77 und ab 7 /77 ne relative Lösung...

Ausgenommen hab ich mich gefühlt wie eine Weihnachtsgans... in dem früheren Glauben...dass diese Familie von Bestand sei.

War sie aber nicht...und ich war mir dessen bewußt...dass ich eklig im Mist hänge.... dadurch...und vom Recht her gesehen...hm...war seins wie meins.

Und glaub...mir war dieses...ich will absolut getrennten Güterstand uff der Zunge gelegen.....aber ich dachte mir...was soll das für eine Basis sein...auch weil schon zwei gemeinsame Kinder da sind.

Ich schließe keine Heirat grds aus...aber nur mit nem knallharten ehevertrag...die Menschen ändern sich manchmal zum aller Erstaunen

Nein...mein Weg lautet...trauer nur dir selbst....klingt fürchterlich...ist aber so

PS: Manches läuft unter Heiratsschwindertum finde ich...ja...so empfinde ich es

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aufdemland

Schüler

Beiträge: 75

Danksagungen: 96

Wohnort: niedersachsen

7

Montag, 30. Januar 2012, 09:33

Hi Rick,

eine Scheidungsindustrie, wohl wahr!!

Auf der Seite bin ich mir sicher, dass es gut gelaufen ist bei uns und ich mich mit dem Ergebnis richtig gut fühle.

Scheidung: war schnell durch, mangels Besitz keine Komplikationen, mangels Arbeit von Ex keine Unterhaltsverhandlungen und mangels will-nicht beim Ex auch keine Umgangsverhandlungen. Der finanzielle Aufwand war vertretbar.
Mir war nur wichtig, dass ich keine weitere Verantwortung für ihn übernehmen muss.
Hat geklappt.

Das Gezerre um die Kinder hielt sich ebenfalls sehr in Grenzen. Vertretbar. Sie sahen den Vater gehen, und das war´s. Eine einzige Aktion. Nicht ständige Unterhaltungen, fruchtlose Diskussionen, unerquickliche Verhandlungen mit unbeteiligten Außenstehenden, die sich Experten nennen etc.
Kindern reicht es doch schon in ihrem kleinen Universum, wenn die Eltern sich trennen. Das dann auch noch vor jedem, den sie evtl. niemals in ihrem Leben als Vertrauensperson auserkoren hätten, ausbreiten zu müssen, immer und immer wieder, ... schröööcklich!!

In meinem Empfinden wäre es das schlimmste, die Kinder in jahrelange Therapie schicken zu müssen, begutachten lassen zu müssen etc., weil die Eltern ihre Rollen nicht nach Drehbuch spielen konnten. Damit die gefräßige Scheidungsindustrie genug Futter bekommt.

(Ich spreche nicht Therapien etc. grundsätzlich den Sinn ab, sondern finde, dass die Maschinerie gerne vorschnell in Gang gebracht wird. Und manchmal auch zu spät, leider.)

Hm, tja, zum Nachdenken,
danke ...



LG, aufdemland

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