Sorgerecht
Hallo!
Nächste Woche Mittwoch habe ich einen Termin bei meiner Anwältin, die nun einige Anträge bei Gericht stellen möchte unter anderem geht es da um das Sorgerecht.
Mir ist noch nicht ganz so klar, wie das Gericht zu seiner Entscheidung kommen wird, wer nun die Kinder bekommt.
Mein Mann möchte keine Anrufe oder Briefe vom Jugendamt haben und vor Gericht zeigte er sich bisher auch nicht von seiner besten Seite. Ich habe einiges was gegen ihm sprechen wird, dass er für beide Kinder das Sorgerecht bekommen wird.
Allerdings ist es so, dass mein Mann mich total fertig gemacht hat und ich deswegen auch zweimal in der Psychiatrie war. Ich habe eine psychische Störung, aber komme inzwischen damit zurecht, mein Mann hatte sie nur vergrößert. Inzwischen traue ich mir zu, für beide Kinder da sein zu können. Die Frau vom Jugendamt, betont, dass es mir zugute kommt, dass ich mitarbeite und auch Hilfe annehme. Ich komme mit der vom JA ganz gut zurecht (im letzten Jahr hat sie schon sehr geholfen), allerdings äußerte sie bedenken, dass ich wirklich beide Kinder bekomme. Meine Anwältin schlug vor 2 Monaten vor, dass ich für beide das Aufenthaltsbestimmungsrecht bekommen soll und meine Tochter dann in eine Pflegefamilie geben sollte, da mein Mann auf sie und andere einen Eindruck macht, dass er sich nicht um meine Tochter kümmern kann. Inzwischen traue ich es mir schon zu, auch für sie zu sorgen, denn eigentlich ist sie wirklich ein kleiner Engel und die beiden Kinder spielen auch gerne zusammen. Es wäre schade, wenn sie getrennt voneinander aufwachsen. Da mein Mann meinen Sohn sehr mies behandelt hat, denke ich steht es da außer Frage, dass er nochmal zu meinem Mann zurück muss. Die Frauenhausmitarbeiter, werden auch nur gutes über mich beim JA sagen (können).
Ich habe Angst, dass meine Tochter in eine Pflegefamilie muss. Ich habe sie jetzt 3 Monate nicht mehr gesehen. Sie fehlt mir so sehr. Ich hatte mich extra um eine Stelle bemüht, die begleiteten Umgang anbietet, aber auch da meldet sich mein Mann nicht. Leider habe ich auch zu meiner Tochter kein Telefonkontakt, da mein Mann im Hintergrund ihr sagt, was sie sagen soll.
Wie läuft es denn vor Gericht ab? Wer wird denn da alles angehört?
Mein Mann wollte über eine einstweillige Anordnung erreichen, dass ich meinen Sohn sofort zu ihm zurück bringen muss und mir das Umgangs- und Aufenthaltsbestimmungsrecht für beide Kinder entziehen. Meine Anwältin hat vor dem Antrag zum Gericht geschrieben, dass sowas kommen wird und dass das JA bescheid weiß und auch beführwortet, dass bis zur Klräung, mein Sohn bei mir bleibt. Mein Mann hat bei einer seiner Befangenheitsanträgen geschrieben, dass das JA gar nichts zu sagen hat und auch gar nicht anzuhören sei. Kann er sowas wirklich durch bringen?