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von mona84

Ghostwriter

Anfänger

Beiträge: 5

Danksagungen: 3

Wohnort: Baden-Württemberg

1

Freitag, 23. September 2011, 23:53

Sorgerecht

Hallo!
Nächste Woche Mittwoch habe ich einen Termin bei meiner Anwältin, die nun einige Anträge bei Gericht stellen möchte unter anderem geht es da um das Sorgerecht.
Mir ist noch nicht ganz so klar, wie das Gericht zu seiner Entscheidung kommen wird, wer nun die Kinder bekommt.
Mein Mann möchte keine Anrufe oder Briefe vom Jugendamt haben und vor Gericht zeigte er sich bisher auch nicht von seiner besten Seite. Ich habe einiges was gegen ihm sprechen wird, dass er für beide Kinder das Sorgerecht bekommen wird.
Allerdings ist es so, dass mein Mann mich total fertig gemacht hat und ich deswegen auch zweimal in der Psychiatrie war. Ich habe eine psychische Störung, aber komme inzwischen damit zurecht, mein Mann hatte sie nur vergrößert. Inzwischen traue ich mir zu, für beide Kinder da sein zu können. Die Frau vom Jugendamt, betont, dass es mir zugute kommt, dass ich mitarbeite und auch Hilfe annehme. Ich komme mit der vom JA ganz gut zurecht (im letzten Jahr hat sie schon sehr geholfen), allerdings äußerte sie bedenken, dass ich wirklich beide Kinder bekomme. Meine Anwältin schlug vor 2 Monaten vor, dass ich für beide das Aufenthaltsbestimmungsrecht bekommen soll und meine Tochter dann in eine Pflegefamilie geben sollte, da mein Mann auf sie und andere einen Eindruck macht, dass er sich nicht um meine Tochter kümmern kann. Inzwischen traue ich es mir schon zu, auch für sie zu sorgen, denn eigentlich ist sie wirklich ein kleiner Engel und die beiden Kinder spielen auch gerne zusammen. Es wäre schade, wenn sie getrennt voneinander aufwachsen. Da mein Mann meinen Sohn sehr mies behandelt hat, denke ich steht es da außer Frage, dass er nochmal zu meinem Mann zurück muss. Die Frauenhausmitarbeiter, werden auch nur gutes über mich beim JA sagen (können).
Ich habe Angst, dass meine Tochter in eine Pflegefamilie muss. Ich habe sie jetzt 3 Monate nicht mehr gesehen. Sie fehlt mir so sehr. Ich hatte mich extra um eine Stelle bemüht, die begleiteten Umgang anbietet, aber auch da meldet sich mein Mann nicht. Leider habe ich auch zu meiner Tochter kein Telefonkontakt, da mein Mann im Hintergrund ihr sagt, was sie sagen soll.
Wie läuft es denn vor Gericht ab? Wer wird denn da alles angehört?
Mein Mann wollte über eine einstweillige Anordnung erreichen, dass ich meinen Sohn sofort zu ihm zurück bringen muss und mir das Umgangs- und Aufenthaltsbestimmungsrecht für beide Kinder entziehen. Meine Anwältin hat vor dem Antrag zum Gericht geschrieben, dass sowas kommen wird und dass das JA bescheid weiß und auch beführwortet, dass bis zur Klräung, mein Sohn bei mir bleibt. Mein Mann hat bei einer seiner Befangenheitsanträgen geschrieben, dass das JA gar nichts zu sagen hat und auch gar nicht anzuhören sei. Kann er sowas wirklich durch bringen?

leonies_mum

unregistriert

2

Samstag, 24. September 2011, 11:17

Was spricht denn gegen das geteilte, Sorgerecht ?

lg

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Ghostwriter

Anfänger

Beiträge: 5

Danksagungen: 3

Wohnort: Baden-Württemberg

3

Samstag, 24. September 2011, 16:58

Geteiltes Sorgerecht wird viele Gerichtsverfahren mit sich bringen. Mein Mann sieht es so, dass sich alles nach ihm richten muss, sein Wohl ist an erster Stelle und seine Intresselage ist so. Er möchte eine Familie besitzen und wenn er mir das Leben schwer macht, dann komme ich wieder zurück. Bevor ich von zu Hause weg ging, habe ich ihn Monatelang angebettelt mit mir über die Trennung zu reden, damit die Kinder nicht darunter leiden müssen. Er hat dann in der Woche bevor ich weg ging zu mir gesagt, dass er die Kinder behält, ich darf sie ab und an mal 2 Stunden sehen, aber nie über Nacht haben etc. und das meinte er auch so. Er hat ein extremes Kontrollbedürfnis, was andere tun und sagen dürfen.
Er denkt in keinster Weise daran, was für die Kinder gut sein könnte. Letztes Jahr lag ich im Krankenhaus und meine Tochter rief mich über die Wahlwiederholung immer an und irgendwann steigerte es sich so, dass Jugendamt und Polizei über den Balkon in die Wohnung musste und die Kinder 2 und 4 alleine badend vorfanden und meinem Mann schwer weckbar im Bett lag. Als die Kinder dann aus der Wohnung gebracht wurden, musste sie die Wohnung in Windeln verlassen, weil mein Mann dachte, wenn sie keine Kleidung mitnehmen dürfen kommen die Kinder schneller wieder zu ihm zurück.
Er hat sich schon so viel geleistet und nicht an das Kindeswohl gedacht. Ich versuche es zu mindest, daran zu denken, was meinen Kindern gut tut und hole mir Rat bei Beratungsstellen und rede mit der Frau vom Jugendamt. Ich will ihm die Kinder nicht entfremden, aber er hat meinen Sohn zuletzt sehr mies behandelt, weshalb ich auf einen vorerst betreuten Umgang Wert lege. Und bei meiner Tochter habe ich ein ungutes Gefühl, weshalb ich den Termin bei der Erziehungsberatungsstelle ausgemacht habe. Die vom Frauenhaus schlugen mir vor, ich sollte mich da bei Wildwasser oder so beraten lassen.
Das geteilte Sorgerecht wird sich schwierig gestalten, da er alles bestimmen will, wie es sein Wohl am Besten zu gute kommt, aber dabei Null an Kinder oder mich denkt. Er will ja so schon verhindern, dass mein Sohn den neuen Kindergarten besucht, obwohl mein Sohn einfach das Spiel mit anderen Kindern benötigt.
Was man mir vorwerfen könnte, dass ich nicht bereit bin ohne Dritte mit meinem Mann zu reden. Ich habe ihm unterschiedliche Kontaktmöglichkeiten mitgeteilt, aber er versucht mich dauernt alleine abzupassen. Weshalb auch ein Kontakt- und Näherungsverbot beantragt wird. Dadurch, dass er aber kein Gespräch mit dritten möchte oder einfach nicht reagiert, kann man sich schlecht beim gemeinsamen Sorgerecht auf irgendwas zusammen einigen. Außerdem muss alles immer genau so laufen wie er es will.

Katana

Schüler

Beiträge: 42

Danksagungen: 67

Wohnort: Köln

4

Donnerstag, 5. Januar 2012, 20:50

Hi Ghostwriter,
Teile davon kommen mir leider bekannt vor. Den Kontrollzwang hat mein Exmann auch, massiv.
Allerdings achtet er penibel darauf immer "sauber" auszusehen... also besonders übertrieben höflich und freundlich sobald Dritte dabei sind, so bald sie weg sind schlagartig anderes Verhalten. Ich rede mit ihm auch nicht ohne Dritte und eigentlich läuft bei uns sowieso alles nur schriftlich. Dennoch will er absolut alles mitentscheiden um nicht die Kontrolle zu verlieren. Da geht es um Kleinigkeiten aber auch um die größeren wichtigen Sachen. Er untergräbt alles wo er nur kann. Und wenn er nicht mehr weiterkommt dann kommt immer eine Art Aufforderung an alle anderen (außer ihm selbst) a la : Seid doch bitte endlich ehrlich... Ich bin der einzige der sich wirklich um das Wohl der Kinder sorgt... Du (damit meint er dann mich) brauchst einen Psychologen der dir hilft... usw.
Er stellt sich an Hand solcher und noch anderer Äußerungen als Helfer dar. Das ist er definitiv nicht. Kein Unterhalt. Bisher jede Entscheidung die ich wollte hat er komplett abgelehnt und wollte das genaue Gegenteil (auch wenn es offensichtlicher Schwachsinn war).
Unser Gerichtstermin ist noch im Januar... und es geht um die gemeinsame elterliche Sorge bzw. habe ich deren Aufhebung beantragt.
Ich kann nur hoffen, dass er obwohl er sich von seiner charmanten Seite zeigen wird, dass Gericht den wahren Menschen hinter der Fassade erkennt.

Wann habt ihr den Gerichtstermin?
Was sagt der Anwalt zu den Chancen?
Wie alt sind die Kinder jetzt?
Kannst Du sein "Fehlverhalten" nachweisen?

LG
Katana