Eine neue Familie, in die ein Partner bereits ein Kind mitbringt, wird sich positiv entwickeln, wenn
...bei der Partnerwahl neben den eigenen Interessen auch jene des Kindes bedeutsam sind und der "Stief" seinen Partner und dessen Kind gemeinsam annimmt.
...es den Partnern gelingt, für sich als Paar Zeit zu finden, und sie in ihrer Familie auch alleine sein können.
...die Partner ihre unterschiedlichen Gewohnheiten und Vorstellungen nicht von vornherein abwerten, sondern sich bemühen, aufeinander zuzugehen und Kompromisse zu finden.
...die individuellen Hobbys jedes Familienmitgliedes akzeptiert werden und die Interessen aller aufeinander abgestimmt und gleichberechtigt berücksichtigt werden.
...Vater/Mutter die Elternrolle vom neuen Partner nicht ohne weiteres einfordert. Dieser muss auch bereit sein, die damit verbundenen Verpflichtungen zu übernehmen.
...es den neuen Partnern gelingt, unterschiedliche Vorstellungen über Disziplinierung, Erziehung und Umgang mit dem Kind aufeinander abzustimmen, aber die Letztverantwortung den leiblichen Eltern als Obsorgeberechtigte zu überlassen.
Quelle
Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen (Hrsg.): Die Patchwork-Familie, oder Der Die Das Stief ... Ein Ratgeber für Familien und solche, die es noch werden wollen. Wien: Selbstverlag 2001, S. 41-45
Adresse
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